Leider nicht mein Fall
Wicked MindIn „Wicked Mind“ geht es um Sienna, die seit Jahren von Nikolai, dem besten Freund ihres Vaters, fasziniert ist. Während Siennas Vater die Beziehung zu seiner Tochter in einem gemeinsamen Urlaub kitten ...
In „Wicked Mind“ geht es um Sienna, die seit Jahren von Nikolai, dem besten Freund ihres Vaters, fasziniert ist. Während Siennas Vater die Beziehung zu seiner Tochter in einem gemeinsamen Urlaub kitten will, kommt Sienna auch Nikolai unverhofft näher …
Der Einstieg in das Buch war ziemlich vielversprechend. Das erste Viertel habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Zwar wurde auf bekannte Handlungsmuster zurückgegriffen, jedoch war die Spannung zwischen den Protagonisten deutlich spürbar.
Im weiteren Verlauf wurde die Handlung jedoch leider ziemlich repetitiv. In der ersten Hälfte des Buches lacht sich Sienna gleich dreimal einen Urlaubsflirt an, wobei Nikolai ihr jedes Mal verbieten, sich mit ihm zu treffen, bzw. das Ganze auf andere Weise sabotiert. Hierdurch habe ich ihn eher als kontrollwütigen Vater wahrgenommen und nicht wie einen potenziellen Partner. Dies lag vor allem daran, dass die Beziehung der beiden durch die Eifersucht nicht vorangetrieben wurde, sondern weiterhin auf der Stelle trat.
Interessanter war für mich die Beziehung von Sienna und ihrem tatsächlichen Vater. Für mich gab es hier viel Potenzial, das jedoch leider nicht genutzt wurde. Vor allem zum Ende hin wirkte der Vater mehr wie ein Hindernis, das aus dem Weg geräumt werden muss, und weniger wie eine vielschichtige und handlungsrelevante Figur.
Generell hat mich die Geschichte zum Ende hin leider verloren. Auf den „großen“ Plottwist wurde bereits von Beginn an mit dem Zaunpfahl hingewiesen und der Konflikt zwischen den Protagonisten wurde für mich nie zufriedenstellend gelöst. Stattdessen endet das Buch mit willkürlich aneinandergereihten spicy Szenen, die für mich nicht zum restlichen Verlauf gepasst haben.
Alles in allem hat das Buch meinen Geschmack leider nicht getroffen. Ich konnte keine Bindung zu den Protagonisten aufbauen und habe auch die Entwicklung der Beziehung als wenig authentisch empfunden.