Einfach nicht mein Vibe
Pretty Little SavageOptisch hat mich das Buch sofort angesprochen ✨ Das Cover ist wirklich total schön und super ästhetisch gestaltet – definitiv eines dieser Bücher, das man sich allein wegen der Optik direkt ins Regal stellen ...
Optisch hat mich das Buch sofort angesprochen ✨ Das Cover ist wirklich total schön und super ästhetisch gestaltet – definitiv eines dieser Bücher, das man sich allein wegen der Optik direkt ins Regal stellen würde.
Der Schreibstil war insgesamt okay 📖. Ich bin grundsätzlich ohne große Probleme durch die Seiten gekommen. Ab und zu sind mir allerdings kleinere Fehler aufgefallen, zum Beispiel falsche Wörter oder ähnliche Kleinigkeiten, die den Lesefluss manchmal etwas gestört haben.
Inhaltlich konnte mich die Geschichte leider überhaupt nicht richtig fesseln 😕 Was mich am meisten überrascht hat, war der Ton der Figuren. Der Sprachstil innerhalb der Dialoge war stellenweise ziemlich derb und teilweise auch sehr beleidigend – vor allem gegenüber anderen Frauen. Das kam für mich oft unnötig hart rüber und hat einfach nicht meinem persönlichen Geschmack entsprochen.
Auch Spannung wollte bei mir leider kaum aufkommen. Die Handlung fühlte sich oft wie ein wiederkehrendes Muster an: Die Sick Boys versuchen Avalon vorzuschreiben, was sie zu tun hat – und Avalon stellt sich dagegen und zieht ihr eigenes Ding durch. Dieses Hin und Her hat sich sehr häufig wiederholt, ohne dass sich die Situation wirklich weiterentwickelt hat.
Einzig interessant fand ich die kleinen Andeutungen rund um Avalons Vergangenheit 👀 Immer wieder werden kurze Hinweise gestreut, dass hinter ihr noch mehr steckt und ein größeres Geheimnis verborgen liegt. Das hat meine Neugier schon irgendwie geweckt, aber leider tappt man über den gesamten Band hinweg größtenteils im Dunkeln.
Auch die Sick Boys selbst konnten mich leider nicht überzeugen. Statt bedrohlich oder faszinierend zu wirken, haben sie auf mich teilweise eher wie überdrehte Schuljungen gewirkt. Dieses kindliche Gerangel und ihr Verhalten gegenüber anderen – besonders wenn jemand Avalon nur schief anschaut – hat für mich nicht wirklich zu dem Bild gepasst, das die Geschichte eigentlich vermitteln wollte.
In manchen Momenten hat mich das Verhalten stark an die Dynamiken aus der Reihe rund um die Kingston Kings erinnert. Ich mochte diese Reihe damals wirklich gern, aber inzwischen haben sich meine persönlichen Vorlieben bei männlichen Protagonisten einfach etwas verändert.
Leider bin ich deshalb weder mit den Sick Boys noch mit Avalon richtig warm geworden. Das ganze Auftreten der Figuren hat mich eher auf Distanz gehalten, wodurch mir während des Lesens irgendwann auch die Motivation gefehlt hat. Tatsächlich habe ich ungewöhnlich lange für dieses Buch gebraucht.
Das bedeutet aber natürlich nicht, dass es jedem so gehen muss. Wenn du eine sehr direkte Protagonistin magst, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sich von niemandem etwas sagen lässt, könnte diese Geschichte genau dein Ding sein.
Fazit
Ein optisch wunderschönes Buch mit einer starken, rebellischen Protagonistin – das mich inhaltlich leider nicht wirklich überzeugen konnte. Der Ton der Figuren war mir zu derb, Spannung kam kaum auf und mit den Sick Boys bin ich einfach nicht warm geworden. 2 ⭐️