Sadness forever
Tja, hier wurde das Buch mitsamt Klappentext und Aufmachung einfach komplett falsch verkauft. Leichtigkeit, Freude, Charme und Humor? Davon findet sich im Buch eigentlich nichts. Stattdessen ist es durchgehend ...
Tja, hier wurde das Buch mitsamt Klappentext und Aufmachung einfach komplett falsch verkauft. Leichtigkeit, Freude, Charme und Humor? Davon findet sich im Buch eigentlich nichts. Stattdessen ist es durchgehend bedrückend – fast schon lähmend – und zieht einen eher runter als mit. Das Originalcover trifft den Ton deutlich besser als das deutsche. Und dadurch ist es echt schwierig, das Buch fair zu bewerten – weil man eben etwas ganz anderes erwartet.
Vom Stil her hat mich das Ganze stark an All die kleinen Vogelherzen erinnert. Wieder eine Protagonistin, die sich komplett verloren fühlt, nicht so recht ins Leben findet und größtenteils in ihrem eigenen Kopf lebt. Handlung gibt es kaum, Entwicklung auch nicht, und ausgerechnet die Figuren bleiben erschreckend flach – obwohl alles so sehr auf Innenleben ausgerichtet ist. Trotzdem bleiben einige Fragmente lange im Kopf und wenn man sich auf die Geschichte einlässt, kann sie doch auf eine skurrile Weise interessant sein.
Wer sich für (relativ monotone) Therapiesitzungen als literarisches Setting begeistern kann und keine echte Entwicklung erwartet, für den könnte das hier trotzdem etwas sein. Denn im Grunde geht’s um genau das – und um nicht viel mehr.