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Veröffentlicht am 27.07.2025

Warum Jacinda Ardern mehr als nur eine Politikerin ist

A Different Kind of Power
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Politiker-Bücher sind normalerweise nicht mein Ding. Aber A Different Kind of Power hat mich komplett umgehauen. Jacinda Ardern ist nicht irgendeine graue Eminenz, sondern eine echte Powerfrau, die mit ...

Politiker-Bücher sind normalerweise nicht mein Ding. Aber A Different Kind of Power hat mich komplett umgehauen. Jacinda Ardern ist nicht irgendeine graue Eminenz, sondern eine echte Powerfrau, die mit Herz und Hirn regiert hat – und das mit einer Leichtigkeit, die fast schon an Zauberei grenzt. Ich meine, wer sonst schafft es, mitten im Krisenchaos (Terror, Vulkanausbruch, Pandemie – klingt fast wie ein Actionfilm) ruhig zu bleiben und gleichzeitig mit Mutterschaft klarzukommen? Spoiler: Jacinda.

Das Buch liest sich wie ein Roadtrip durch die Höhen und Tiefen einer Frau, die eigentlich viel zu normal angefangen hat – und dann einfach Geschichte schrieb. Kein bisschen abgehoben, sondern ehrlich, direkt und mit einer Portion Humor, die ich so nicht erwartet hätte. Da wird Führung nicht als harte Machtshow verkauft, sondern als ein Mix aus Mitgefühl, Entschlossenheit und – ja, auch mal Zweifel. Sehr sympathisch.

Was ich richtig klasse fand: Dieses Buch ist nicht nur ein politisches Memoir, sondern eine Einladung zum Umdenken. Jacinda zeigt, dass „Führen“ nicht immer laut, dreckig und kompromisslos sein muss. Es geht auch anders – menschlich, mutig, nahbar.

Außerdem ist die Übersetzung top – man fühlt sich nicht wie in einer staubigen politischen Abhandlung, sondern wie bei einem guten Plausch mit einer Freundin, die dich motiviert, mehr aus dir rauszuholen. Und der Bildteil? Absolutes Highlight! Da schaut man Jacinda quasi über die Schulter, sieht das echte Leben hinter der Politik.

Kurz: Dieses Buch macht Lust auf eine neue Art von Leadership – eine, die vielleicht gerade jetzt dringend gebraucht wird. Ich hab’s mit einem breiten Grinsen zugeschlagen und kann jedem nur sagen: Ran da! Wer auf echte Geschichten, Herzenswärme und ein bisschen Weltrettung steht, wird hier bestens bedient. Fünf Sterne, ganz ohne Wenn und Aber.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Ruths Geschichte wird lebendig – Ein interaktives Mitmachbuch voller Überraschungen

Ruth als Fremde in Bethlehem
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Also ehrlich, ich dachte ja, ich kenne die Geschichte von Ruth. Aber dieses Buch hat mich sowas von eiskalt erwischt – im besten Sinne! „Ruth – Als Fremde in Bethlehem“ aus dem Kondoo Verlag ist kein dröges ...

Also ehrlich, ich dachte ja, ich kenne die Geschichte von Ruth. Aber dieses Buch hat mich sowas von eiskalt erwischt – im besten Sinne! „Ruth – Als Fremde in Bethlehem“ aus dem Kondoo Verlag ist kein dröges Bibelbuch zum Blättern, sondern ein Erlebnis, das einem direkt ins Wohnzimmer katapultiert wird. Sobald der BOOKii Stift loslegt, flitzen plötzlich fünf total durchgeknallte Tiere durchs Bild, die mich mit Fakten, Spielen und Liedern bombardieren. Ich sag’s euch, dieser Anton Aktivaffe hat definitiv zu viel Zucker erwischt – und ich liebe es!

Man merkt sofort, dass hier richtig Herzblut drinsteckt. Die Illustrationen von Tina Eißner? Traumhaft! Da könnte man glatt stundenlang die Details suchen und käme trotzdem nicht ans Ende. Und dann diese Geräusche! Ich meine: Wann bekommt man schon mal einen Esel, der mitten in einer biblischen Szene vor sich hin meckert, direkt ins Ohr gedröhnt? Richtig – nur hier!

Was mich aber wirklich gepackt hat, ist, wie lebendig Ruths Geschichte erzählt wird. Man ist plötzlich mittendrin: in Moab, in Bethlehem, auf staubigen Wegen und zwischen fremden Leuten. Und während Ruth sich tapfer durchs Leben ackert, hocke ich auf dem Sofa und staune, wie tief diese Geschichte eigentlich geht – Treue, Mut und eine Extraportion göttlicher Segen inklusive.

Ach ja, die Lieder… Meine Familie kann sie inzwischen auch nachts um drei mitsingen. Ob sie wollen oder nicht. Aber ich sag euch, das ist keine nervige Kinderleier, das bleibt einfach im Ohr – und das mit Spaß!

Ganz ehrlich: Dieses Buch ist der Joker für den Kindergottesdienst! Ob kleine Bibel-Entdecker oder wilde Fragerunden – die Kids hängen förmlich an den Lippen von Mina Muntermaus & Co. Da wird nicht nur zugehört, da wird mitgemacht, gesungen, gelacht und gefragt, bis der Pfarrer schmunzeln muss.

Kurz gesagt: Dieses Buch ist keine lahme Sonntagsschullektüre, sondern ein biblisches Abenteuer mit Lachgarantie, bei dem man ganz nebenbei sogar noch was lernt. Ich hab mich selten so über ein Kinderbuch amüsiert und gleichzeitig berührt gefühlt. Absolute Kaufempfehlung!

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Wenn Märchen plötzlich wieder wild, frech und wunderschön werden

Lieblingsmärchen
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Dieses Buch hat mich kalt erwischt. Ich dachte, ich kenn die Märchen von Hans Christian Andersen in- und auswendig – von der Prinzessin auf der Erbse bis zum hässlichen Entlein (mit dem ich mich früher ...

Dieses Buch hat mich kalt erwischt. Ich dachte, ich kenn die Märchen von Hans Christian Andersen in- und auswendig – von der Prinzessin auf der Erbse bis zum hässlichen Entlein (mit dem ich mich früher übrigens verdammt gut identifizieren konnte). Aber dann kommt Kat Menschik um die Ecke und macht aus diesen Klassikern ein echtes Kunstwerk, das mich beim Blättern grinsen, staunen und sogar sentimental werden lässt.

Die Illustrationen? Ein Knaller. Ich hab selten erlebt, dass Bilder so viel Witz, Wärme und einen Hauch von schönem Grusel transportieren – ganz ohne Kitschalarm. Und Menschiks Farben? Die knallen einem förmlich ins Märchenhirn.

Am meisten hat mich die Puppenspiel-Version von „Die Nachtigall“ überrascht. Wer denkt sich denn sowas aus? Aber genau das ist der Punkt: Dieses Buch nimmt sich selbst nicht zu ernst, ohne dabei die Magie der Andersen-Märchen zu verlieren.

Es ist ein bisschen so, als würde man ein altes Lieblingslied in einer völlig abgefahrenen Coverversion hören – vertraut und doch völlig neu. Die Mischung aus Klassik und Menschik’scher Frechheit macht süchtig. Ich hab mich dabei ertappt, wie ich das Buch eigentlich nur kurz anschauen wollte und plötzlich eine Stunde später noch immer da saß, wie ein kleiner Junge auf Entdeckungsreise.

Fazit: Wer Märchen liebt, bekommt hier kein langweiliges Nostalgiealbum, sondern ein Feuerwerk aus Bild und Wort, das alte Geschichten in neuem Glanz funkeln lässt. Kat Menschik hat es geschafft, Andersen nicht nur zu illustrieren, sondern ihm augenzwinkernd den Staub von den Schultern zu pusten. Pflichtlektüre für Märchenfreaks, Kunstliebhaber und alle, die sich gern mal wieder verzaubern lassen wollen.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Mehr als nur ein Krimi: Frida Skybäcks Eisenblume lässt dich nicht los

Eisenblume
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Wer denkt sich bitte so was aus? Eine eingemauerte Leiche, die 35 Jahre lang brav in der Wand schmort, während draußen die Welt weiterdümpelt? Frida Skybäck natürlich. Und ich bin ihr dafür dankbar! Eisenblume ...

Wer denkt sich bitte so was aus? Eine eingemauerte Leiche, die 35 Jahre lang brav in der Wand schmort, während draußen die Welt weiterdümpelt? Frida Skybäck natürlich. Und ich bin ihr dafür dankbar! Eisenblume hat mich von der ersten Seite an gepackt und so schnell nicht mehr losgelassen – Schlaf? Überbewertet.

Fredrika Storm und Henry Calment sind so ein Duo, das sich anfühlt wie Kaffee und Lakritz – ungewöhnlich, aber genau deshalb richtig gut. Fredrika mit ihrem Dickschädel und Henry, der lieber Bücher als Menschen mag, wühlen sich durch einen Fall, bei dem sich jeder fragt: Wieso redet hier keiner Klartext? Spoiler: Weil fast jeder Dreck am Stecken hat. Und das merkt man beim Lesen – herrlich unangenehm und unfassbar spannend.

Die Atmosphäre? So dicht, dass ich fast einen Atemschutz gebraucht hätte. Ich habe förmlich gerochen, wie der modrige Klinikputz von den Wänden bröckelt. Skybäck schreibt mit einem psychologischen Feingespür, dass ich mich zwischendurch fragte, ob ich beim Lesen nicht selbst einen leichten Knacks bekomme – im positiven Sinne, versteht sich.

Und diese Cliffhanger! Ich schwöre, ich wollte das Buch gemütlich an drei Abenden lesen. Wurde nichts draus. Ich saß wie ein Hypochonder beim Arzt und musste wissen, was da im Oktober ’87 wirklich gelaufen ist. Und als dann auch noch eine frische Leiche auftauchte – ich hab’s gefeiert. Kalter Kaffee war gestern, Cold Cases sind die wahren Muntermacher.

Frida Skybäck versteht es meisterhaft, mit den Erwartungen zu spielen. Du denkst, du hast den Durchblick? Falsch gedacht! Jeder Verdacht wird einmal ordentlich durch den Wolf gedreht, bevor du überhaupt ansatzweise auf die Lösung kommst.

Kurz gesagt: Eisenblume ist wie ein schwedischer Mittsommernachtstraum auf der dunklen Seite des Mondes – düster, verschroben, fesselnd. Für Krimi-Fans ein absolutes Muss. Und wer nach dem Lesen noch ruhig schläft, hat das Buch definitiv nicht richtig gelesen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Wenn Nebel dichten kann und Geister chillen – Unser Inselabenteuer mit Rosa

Inseltage mit Rosa
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Was tut man, wenn man mit der eigenen Tochter ein Buch liest und plötzlich beide Herz und Hirn auf einer winzigen Insel im Nirgendwo festkleben? Genau das ist uns mit „Inseltage mit Rosa“ passiert. Eigentlich ...

Was tut man, wenn man mit der eigenen Tochter ein Buch liest und plötzlich beide Herz und Hirn auf einer winzigen Insel im Nirgendwo festkleben? Genau das ist uns mit „Inseltage mit Rosa“ passiert. Eigentlich wollten wir abends „nur mal kurz reinlesen“ – drei Stunden später hockten wir auf dem Sofa, umgeben von Teetassen und Taschentüchern, und diskutierten ernsthaft, ob man aus Nebel eigentlich Lieder dichten kann.

Mareike Krügel schreibt mit so viel Witz und Feingefühl, dass wir beide – Tochter und ich – abwechselnd laut lachen und dann wieder leise schlucken mussten. Lila, die Heldin der Geschichte, ist herrlich stur, ein bisschen chaotisch, aber genau richtig so. Und Rosa? Tja, Rosa hat es geschafft, als verstorbene Freundin sowas von lebendig in unserem Wohnzimmer herumzuspuken, dass meine Tochter ihr tatsächlich ein Bild gemalt hat. (Hängt jetzt am Kühlschrank.)

Die Buddyread-Momente waren Gold wert: Ich hab vorgelesen, sie hat gedichtet. Ich hab gefragt, ob Geister wohl auch Angst haben, sie meinte nur trocken: „Papa, Geister chillen, die kennen das schon.“ Wir waren uns aber einig, dass Mu, die Oma, eine absolute Ehrenfrau ist. Ich will auch so jemanden, der mit mir gegen Wind und Sorgen anmalt!

Das Buch ist ein kleiner Schatz über das Loslassen, ohne kitschig zu werden, und übers Festhalten, wo es wichtig ist. Kein erhobener Zeigefinger, sondern eher ein Augenzwinkern aus dem Schärenwald. Wir haben geblättert, als gäbe es kein WLAN mehr, und uns am Ende gefragt, warum bitte mehr Leute keine Gedichte gegen das Alleinsein schreiben.

Kurz gesagt: „Inseltage mit Rosa“ ist wie ein warmer Kakao mit Salzluft – bittersüß, frech und voller Herz. Und wer jetzt denkt, das wäre nur was für Kinder, dem werfe ich ein rosa gemaltes Nebelgedicht an den Kopf. Buddyread-approved!

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