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Veröffentlicht am 21.08.2025

Eine Liebe, die man verdient

Red Flags
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Inhalt: Die achtzehnjährige Poppy hatte noch nie eine richtige Beziehung. Bislang hat jeder Junge ihre hohen Erwartungen enttäuscht. Zu einem zweiten Date kommt es nie, denn Poppy hat noch bei jedem einen ...

Inhalt: Die achtzehnjährige Poppy hatte noch nie eine richtige Beziehung. Bislang hat jeder Junge ihre hohen Erwartungen enttäuscht. Zu einem zweiten Date kommt es nie, denn Poppy hat noch bei jedem einen Fehler gefunden. Auch Cams Beziehungen halten nie lange, denn immer wenn es ernst werden könnte, ergreift der Achtzehnjährige die Flucht. Als Poppys Freunde sie auffordern, zwei Monate lang jemandem eine Chance zu geben, beschließt sie, es mit Cam, ihrem Crush aus dem Bus, zu versuchen. Auch Cam hat sich etwas vorgenommen: Er wird dieses Mal nicht derjenige sein, der Schluss macht. Schon beim ersten Date sehen beide Red Flags, bei denen sie normalerweise sofort davonlaufen würden. Doch so einfach will keiner von beiden aufgeben – und dann kommen auch noch die Gefühle dazwischen …

Der Einstieg in "Red Flags" war für mich nicht ganz einfach. Vor allem im ersten Drittel hatte ich Mühe, einen Zugang zu den Figuren zu finden – Poppy erschien mir zu unversöhnlich, zu sehr schwarz-weiß, während Cameron sich direkt auf eine völlig unsinnige Lüge einließ und sich damit selbst ins Aus manövrierte. Ich habe mich gefragt, warum er ihr nicht einfach eine echte Chance gibt, sondern stattdessen so abweisend und unangenehm wirkt.

Doch mit der Zeit veränderte sich mein Blick auf die beiden. Bei Poppy habe ich gemerkt, dass hinter ihrer manchmal nervigen Härte auch eine starke Frau steckt, die für ihre Werte einsteht und ihre Liebsten kompromisslos verteidigt. Cameron wiederum konnte ich nach und nach ins Herz schließen – besonders, als man mehr über seine familiäre Situation erfuhr und sah, wie schnell er selbst erkannte, wie dumm er sich verhalten hatte. Diese Entwicklung hat ihn für mich greifbarer, liebenswerter und menschlicher gemacht.

Die Geschichte erinnerte mich an den Film "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen": erst geprägt von Missverständnissen, Schlagabtauschen und Situationen, die zum Kopfschütteln bringen, dann immer unterhaltsamer, amüsanter und voller Charme. Ab dem zweiten Drittel habe ich mich richtig mitreißen lassen – es gibt viele süße, witzige Szenen, und auch die Nebenfiguren wie die Freundinnen oder Camerons herzerwärmender Opa trugen viel zur Leichtigkeit des Buches bei.

Sophie Jos Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass die Seiten nur so dahinflogen und am Ende überwiegt bei mir ein positives Gefühl: Ich habe das Buch gerne gelesen, trotz mancher Anfangsschwierigkeiten mit den Figuren. Besonders schön finde ich die Kernbotschaft: dass wir eine Liebe verdienen, die uns guttut, in der wir akzeptiert werden, wie wir sind – und dass es nicht darum geht, verbissen zu suchen, sondern jemanden zu finden, mit dem man gemeinsam wachsen möchte.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Die diamantene Spinne

Frag Philomena Freud
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Das Waisenmädchen Philomena lebt auf der Straße und schlägt sich mit Schuhputzen durch. Jeden Tag findet man sie vor der Praxis des Psychiaters Sigmund Freud, um den Großkopferten die Schuhe zu pflegen. ...

Das Waisenmädchen Philomena lebt auf der Straße und schlägt sich mit Schuhputzen durch. Jeden Tag findet man sie vor der Praxis des Psychiaters Sigmund Freud, um den Großkopferten die Schuhe zu pflegen. Dabei erteilt sie manchmal auch den ein oder anderen praktischen Rat. Ihr Rufname "Philomena Freud" kommt daher nicht von ungefähr. Als eines Tages Sidonie von Wallersee verdächtig wird, die Gräfin und zugleich ihre Erbtante mit einer Haarnadel, auf der eine diamantene Spinne thront, ermordet zu haben, wird Philomena hellhörig. Schließlich ist Sidonie bei Sigmund Freud in Behandlung, um ihre Albträume sowie ihre extreme Spinnenphobie in den Griff zu bekommen...

Philomena Freud hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und das trotz eines kleinen Hakens: Ich habe schon ziemlich früh durchschaut, wer, warum und wie hinter allem steckt. Die Handlung war für mich daher vorhersehbar, doch der Showdown war trotzdem packend und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt.

Der historische Jugendroman lebt vor allem von seinen einprägsamen Figuren. Sie sind durchweg liebevoll und detailliert gezeichnet, auch wenn man natürlich nicht alle gut leiden kann - es gibt auch Figuren für die Antipathie ;). Besonders Philomena habe ich aber sofort ins Herz geschlossen. Sie ist frech, gewitzt und mit einem Herz aus Gold ausgestattet. Sie trägt die Geschichte mit so viel Witz und Eigenwilligkeit, dass man einfach weiterlesen muss. Aber auch die anderen Straßenkinder, ihr Hund Kaiser Franz, ihr Bruder und die Angestellten der Gräfin bringen herzallerliebste Momente mit sich.

Der Schreibstil ist flüssig, jedoch musste ich mich an den Wiener Dialekt erst einmal gewöhnen, aber als ich drin war, hat er dem Ganzen einen ganz eigenen Charme verliehen. Zudem gibt es für Jugendliche im Anhang ein Glossar, um eine Übersetzung für das ein oder andere Wort nachschlagen zu können.

Das historische Setting wirkte unglaublich authentisch; die damaligen Verhältnisse wurden so lebendig beschrieben, dass ich beim Lesen regelrecht in diese Zeit eintauchen konnte.

Fazit: Der Roman ließ sich in einem Rutsch weglesen und ich hoffe sehr, dass es noch weitere Abenteuer mit Philomena geben wird, denn ich ich wäre auf jeden Fall wieder dabei!

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Sommerferien-Vibes

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Als Kenzie nach Absolvieren ihres Bachlorstudiums in BWL zurück auf den familiären Pferdehof "Goldcrest" kehrt, trifft sie auf einige Veränderungen und Probleme. Der Hof hat finanzielle Probleme, ihre ...

Als Kenzie nach Absolvieren ihres Bachlorstudiums in BWL zurück auf den familiären Pferdehof "Goldcrest" kehrt, trifft sie auf einige Veränderungen und Probleme. Der Hof hat finanzielle Probleme, ihre Schwester birgt ein Geheimnis und ihre Mutter ist überbehütend, weil Kenzie an Epilepsie leidet. Und wenn das nicht schon reichen würde, taucht auch noch ihr ehemals bester Freund Julian auf, der ihr vor Jahren unerwartet die Freundschaft gekündigt hat, nachdem sie sich gerade zum ersten Mal geküsst hatten...

"Goldcrest Manor" hat mich von der ersten Seite an in eine Welt entführt, die irgendwie nach Sommerferien roch: warme Abende, leichte Brisen und dieses wohlige Gefühl, Zeit zu haben. Das Buch strahlt einen Sommer-Vibe aus, den ich absolut geliebt habe – auch wenn mein persönlicher Bezug zu Pferdesport und Eliten nach wie vor eher skeptisch ist.

Yvy Kazis Erzählweise hat etwas Gemütliches: Selbst wenn eigentlich nicht viel passiert oder vieles vorhersehbar ist, fühlte ich mich beim Lesen geborgen. Die Geschichte plätscherte eher dahin, ohne starken Spannungsbogen, und trotzdem wirkte sie wie aus einem Guss. Es gab keine atemlosen Höhepunkte, aber einen konstanten Flow, der mich durch die Seiten getragen hat.

Thematisch kreiste die Handlung stark um Geld und zwar in einer Welt, in der alle Figuren reich sind und kaum existenzielle Sorgen kennen. Das machte die Geschichte bzw. deren Figuren für mich manchmal etwas weltfremd. Auch so manch unrealistische Wendung hätte ich mir anders gewünscht, aber glüchklicherweise konnte ich großzügig darüber hinwegsehen.

Kenzie und Julian hätten für mich als Figuren noch mehr Tiefe vertragen. Ich hätte es geliebt, wenn sie sich nach all den Jahren erstmal wirklich wieder angenähert hätten, bevor es körperlich wurde. Auch Kenzies fehlende Offenheit gegenüber ihrer Familie fand ich schade, weil das Potenzial für eine starke, selbstbestimmte Protagonistin da war, aber nicht ganz genutzt wurde. Zudem wirkte die schnelle Verlobung am Ende für mich etwas überholt und zu abrupt.

Besonders spannend fand ich den Aspekt von Kenzies Epilepsie. Leider blieb dieses Thema für meinen Geschmack zu oberflächlich – hier hätte ich mir mehr Tiefe und Einblicke in ihre Erfahrungen gewünscht.

Fazit: Am Ende ist "Goldcrest Manor" kein Roman, der mit dramaturgischen Finessen oder tiefgründigen Konflikten überrascht. Aber er ist einer, der für ein paar Stunden Leichtigkeit sorgt. Wenn man den Kopf ausschaltet, kann man sich wunderbar darin verlieren – und manchmal ist es genau das, was man braucht.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Meisterdieb mit Amnesie

Aristide Ledoux – Meisterdieb wider Willen
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Inhalt: Paris, Anfang des 20. Jahrhunderts: Im Schutz der Dunkelheit wird aus dem Waisenjungen Aristide Ledoux ein Meisterdieb. Kein Tresor ist vor ihm sicher, kein Polizist findig genug, um ihn aufzuhalten. ...

Inhalt: Paris, Anfang des 20. Jahrhunderts: Im Schutz der Dunkelheit wird aus dem Waisenjungen Aristide Ledoux ein Meisterdieb. Kein Tresor ist vor ihm sicher, kein Polizist findig genug, um ihn aufzuhalten. Seine Aufträge bekommt Aristide von einer geheimnisvollen Person – doch als er in dieser Nacht eine Nachricht erhält und in eine Kutsche steigt, gerät er in eine Falle. Aristide sitzt in der Kutsche fest, die Unbekannte in die Seine werfen. Aber er hat Glück und wird vom Taschendieb Julien und dessen Freundin aus gutem Haus, Leontine, gerettet. Doch Aristide hat sein Gedächtnis verloren und weiß nicht mehr, dass er der berüchtigtste Meisterdieb von Paris ist, dem jemand nach dem Leben trachtet.

Aristide Ledoux hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Mix aus Geschichte und Graphic Novel ist modern und lässt nur so über die Seiten fliegen. Die Illustrationen sind so unfassbar detailliert und lassen die Handlung wie im Kino vor Augen abspielen. Inhaltlich erinnerte mich das Kinderbuch an Arsene Lupin, was mir sehr gut gefiel. Vor allem die Figuren der 3 Kinder (Asteride, Leontine und Julien) sind mit angenehmer Tiefe ausgestattet und wuchsen mir direkt ans Herz. Auch, wenn ich inhaltlich nicht immer alle Vorgehensweisen nachvollziehen konnte, hoffe ich auf weitere Abenteuer und kann die Reihe für die Zielgruppe nur wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Schwarzes Schaf

Preston Brothers, Band 2 - Losing Logan
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"Losing Logan" ist der zweite Teil der Preston-Brothers Trilogie von Jay McLean. Logan Preston ist der mittlere Bruder und fällt bisher durch sein Bady Boy-Verhalten auf und hat an jedem Finger in Mädchen. ...

"Losing Logan" ist der zweite Teil der Preston-Brothers Trilogie von Jay McLean. Logan Preston ist der mittlere Bruder und fällt bisher durch sein Bady Boy-Verhalten auf und hat an jedem Finger in Mädchen. Die Papeterie-Besitzern Aubrey lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und so haben die beiden zunächst nur Beschimpfungen füreinander übrig. Als Logan ihr jedoch in kurzen Momenten sein wahres Ich zeigt, kommen sich die beiden näher und es entsteht eine Liebesbeziehung mit extremen Hochs und Tiefs.

"Losing Logan" hat mich ehrlich gesagt mit gemischten Gefühlen zurückgelassen – und genau das macht es für mich auch besonders. Ich war anfangs extrem skeptisch, ob ich mit Logan warm werden kann. Schon in Band 1 war er für mich einfach nur der nervige Bruder von Lucas. Denn mit seinen ständigen Drogeneskapaden, seinem verantwortungslosen und egoistischen Verhalten war er eigentlich genau der Typ Charakter, der mich eher abschreckt als begeistert.

Umso überraschter war ich, dass ich im Laufe des Buches doch immer wieder Momente gefunden habe, in denen Logan mich berührt hat. Seine süßen, verletzlichen Seiten, die er vor allem Aubrey gegenüber zeigte, haben mich manches Mal dahinschmelzen lassen. Die beiden haben zusammen wirklich schöne, intime Szenen – aber gleichzeitig gab es auch so viel Drama, das mir stellenweise zu übertrieben war. Die Konflikte kochten mir oft zu schnell zu hoch, die Emotionen schossen in Extreme, die ich nicht immer nachvollziehen konnte. Erst ganz am Ende wird aufgelöst, warum Logan so ist, wie er ist – warum er sich betäubt, warum er flieht. Hätte ich das eher gewusst, hätte ich manches sicher anders gelesen und weniger die Augen verdreht.

So sehr ich mir zwischendurch mehr Tiefe gewünscht hätte, so sehr hat mich Jay MacLeans Schreibstil trotzdem gefesselt. Ihre Worte ziehen einen einfach weiter, Seite um Seite, egal wie widersprüchlich und problematisch die Figuren in meinen Augen handeln. Trotz mancher Längen und wiederkehrender Streitereien wollte ich stets wissen, wie es ausgeht.

Die emotionale Wucht am Ende hat vieles wieder gutgemacht. Manche Szenen haben mich wirklich berührt und mitgenommen. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Lochlane, den jüngsten Preston-Bruder, der so viel Wärme und Leichtigkeit in die Geschichte bringt. Seine Szenen waren für mich kleine Highlights.

Insgesamt bin ich inhaltlich zwiegespalten – es gab einiges, das ich hinterfragt habe, aber am Ende überwiegt dieses Gefühl, dass ich doch unbedingt weiterlesen möchte. Band 3 kann kommen!

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