Als Journalistin Kirsten Bertram von einem bisher unbekannten Frühwerk des Dresdner Künstlers Markus Zwönitz erfährt, ist sie Feuer und Flamme. Doch dann geschehen zwei Todesfälle im engsten Umfeld des Malers, und ein Freund von Kirsten gerät ins Visier der Polizei. Kirsten will helfen und beginnt zu recherchieren. Spielt die Künstlergruppe Abseits, die einst mit spektakulären Aktionen die DDR-Regierung herausforderte, bis heute eine Rolle? Und wie passt der Reiterhof Natur ins Bild? Dann gibt es plötzlich eine Attacke auf ihre Wohnung und Kirstens Mann gerät in Gefahr.
"Ihre Milieubeobachtungen sind sorgsam recherchiert, die Charakterzeichnungen kommen mit wenigen präzisen Strichen aus." (Sächsische Zeitung über Beate Baum)
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Die Thematik ist wirklich sehr gut recherchiert. Besonders als es um die alten Verbindungen zur DDR-Zeit geht. Vieles, aus dieser Zeit, war wirklich so und offenbart ein sehr authentisches Zeitzeugnis.
Beate ...
Die Thematik ist wirklich sehr gut recherchiert. Besonders als es um die alten Verbindungen zur DDR-Zeit geht. Vieles, aus dieser Zeit, war wirklich so und offenbart ein sehr authentisches Zeitzeugnis.
Beate Baum schreibt flüssig und schafft es, dass sich Bilder im Kopf bilden.
Ich werde mich definitiv den anderen Bände auch noch widmen, da diese auch sehr gute Kritiken bekommen haben, wird es sich ganz sicher lohnen.
Für mich ist dieser 10. Kirsten-Bertram-Krimi der erste dieser Reihe.
Ich erlebe die Journalistin in Recherchearbeiten rund um den Künstler Zwönitz. Als sie sich mit einem Frühwerk des Künstlers beschäftigt, ...
Für mich ist dieser 10. Kirsten-Bertram-Krimi der erste dieser Reihe.
Ich erlebe die Journalistin in Recherchearbeiten rund um den Künstler Zwönitz. Als sie sich mit einem Frühwerk des Künstlers beschäftigt, kurz hintereinander zwei Todesfälle passieren und ein Freund verdächtigt wird, beginnt sie, unterstützt von ihrem Mann Andy, tiefer zu graben.
Das Cover gefällt mir, die Farben und Spiegelungen sind gut festgehalten.
Zu Beginn musste ich mich an den etwas nüchternen Erzählstil von Beate Baum gewöhnen, doch er passt zu dem Krimi. Kirsten und ihren Mann Andy lerne ich als harmonisches Paar kennen, die beide ihren Job als Journalist ernst, ja vielleicht auch zu ernst nehmen, denn Andy erleidet einen Herzinfarkt, was ihn jedoch vor allem später in der Reha nicht daran hindert, zumindest zu recherchieren. Kirsten ist sehr neugierig, manchmal etwas naiv, aber gut, durch diese Neugierde hat sie Erfolg.
Die Recherche rund um den Künstler Zwönitz reicht bis in die Zeiten der DDR-Regierung, deren Nachwirkungen auch im -Jetzt- noch spürbar sind.
Sowohl die sehr präzise Beschreibung dieser Zeit, als auch die kritische Begutachtung der freien Journalisten, die sich bei manchen Artikeln doch in Gefahr begeben ( nicht jedem passt eine kritische Beschreibung seines Umfeldes) hat mich sehr beeindruckt. Der Spannungsbogen wurde rasch aufgebaut und auf hohem Niveau gehalten.
Insgesamt war es für mich ein gelungener Abstecher in die Künstlerszene in und um Dresden.
Beate Baum weiß ganz genau, wie sie in ihren Krimis Realität und Einfallsreichtum mischen muss. Für Spannung ist also gesorgt.
Da gibt es einen Maler, Markus Zwönitz, der verhindern will, dass seine ehemalige ...
Beate Baum weiß ganz genau, wie sie in ihren Krimis Realität und Einfallsreichtum mischen muss. Für Spannung ist also gesorgt.
Da gibt es einen Maler, Markus Zwönitz, der verhindern will, dass seine ehemalige Freundin Marion Schneider, die das Geld wirklich benötigt, ein frühes Werk von ihm verkauft. Und dann ist da noch ein netter Nachbar, Victor, der vermitteln will. Er vertraut sich einer Journalistin, Kirsten Bertram, an, die für eine Zeitung über Kunst und Künstler berichtet.
Und diese Journalistin ist ihrerseits mit einem Kollegen, Andreas Rönn, verheiratet, der über die Jugend in der AFD einen Artikel schreibt, aber wegen eines Herzinfarktes in einer Klinik festsitzt.
Das Ehepaar wird bedroht und es kommt zu unschönen Vorkommnissen, weswegen Kirsten in die Wohnung eines Freundes umzieht.
Kurz vor der Eröffnung einer Ausstellung in Dresden stirbt der Assistent des Künstlers und direkt nach der Beerdigung wird seine Frau ermordet.
Das und noch ganz viel mehr an Politik, Kriminalität und dem Versuch Andreas´, gesund zu werden und seinen Artikel fertig zu schreiben, wird jeden, der das Buch zur Hand nimmt, nicht mehr loslassen, bevor das Buch zu Ende gelesen ist.
Ein sehr schönes und passendes Cover rundet das Leseerlebnis ab.
Beate Baum gelingt mit diesem Buch ein ebenso spannender wie tiefgründiger Kriminalroman, der sich mit brisanten Themen wie Rechtsextremismus, Schuld und dem Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart ...
Beate Baum gelingt mit diesem Buch ein ebenso spannender wie tiefgründiger Kriminalroman, der sich mit brisanten Themen wie Rechtsextremismus, Schuld und dem Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart auseinandersetzt. Die Geschichte spielt in Dresden und verbindet geschickt die Kunstszene mit einem packenden Kriminalfall.
Im Mittelpunkt steht die Journalistin Kirsten Bertram, die durch die Entdeckung eines unbekannten Frühwerks des Künstlers Markus Zwönitz auf eine brisante Geschichte stößt. Als plötzlich zwei Menschen im Umfeld des Künstlers sterben, gerät nicht nur ein Freund Kirstens ins Visier der Ermittlungen, auch ihr eigenes Leben wird zunehmend aus der Bahn geworfen. Die Situation spitzt sich zu, als ihre Wohnung angegriffen wird und sogar ihr Mann in Gefahr gerät. Trotz aller Widrigkeiten bleibt Kirsten hartnäckig und versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Der Roman lebt von seiner komplexen Figurenzeichnung: Kirsten ist keine klassische Heldin, sondern eine Frau mit echten Sorgen, Konflikten und Zweifeln. Gerade diese Zerrissenheit zwischen beruflicher Neugier und privater Verantwortung macht sie so glaubwürdig und nahbar. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig gestaltet, besonders im Umfeld der Künstlergruppe „Abseits“, die in DDR-Zeiten rebellische Kunstaktionen organisierte und deren Schatten bis in die Gegenwart reicht.
Frau Baums Schreibstil ist atmosphärisch und klar, dabei nie vorhersehbar. Sie hält die Spannung bis zum Ende hoch und versteht es, unterschiedliche Themenstränge miteinander zu verweben – Gegenwart und Vergangenheit, Kunst und Politik, öffentliches Interesse und persönliche Betroffenheit. Auch das kunstvoll gestaltete Cover spiegelt die doppelte Perspektive des Romans gut wider.
Dieses Buch ist mehr als nur ein Krimi. Es ist ein gesellschaftlich relevanter Roman mit Tiefe, der erschüttert, nachdenklich macht und gleichzeitig hervorragend unterhält. Eine klare Leseempfehlung für alle, die intelligente Spannung mit historischem Hintergrund und psychologischem Feingefühl schätzen. 5 Sterne.
„...Sie ist in Besitz eines sehr frühen Gemäldes von Zwönitz und hat sich, da es ihr finanziell schlecht geht, entschlossen, es zu verkaufen...“
Victor erscheint bei Kirsten Bertram, einer Journalistin, ...
„...Sie ist in Besitz eines sehr frühen Gemäldes von Zwönitz und hat sich, da es ihr finanziell schlecht geht, entschlossen, es zu verkaufen...“
Victor erscheint bei Kirsten Bertram, einer Journalistin, und bittet sie um Hilfe. In dem Zitat geht es um seine Nachbarin Marion. Der Maler Markus Zwönitz verbietet den Verkauf des Gemäldes. Victor hofft, dass Kirsten mit ihm sprechen kann. Der Privatsekretär des Malers verweigert Marion den Zugang zu ihm.
Den Autorin hat einen abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Die Geschichte spielt in Dresden.
Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er gibt die Zusammenhänge gut wieder und lässt mich lange im Dunkeln, um was es eigentlich geht.
Bevor Kirsten überhaupt etwas unternehmen kann, hat sie ein völlig anderes Problem. Ihr Mann Andy, der Artikel über die rechte Szene in Sachsen schreibt, erleidet einen Herzinfarkt. Als Patient ist er eine Katastrophe, weil er den Ernst der Lage überhaupt nicht begreift.
Währenddessen stirbt der Privatsekretär von Zwönitz ebenfalls an einem Herzinfarkt. Am Tage der Beerdigung wird seine Frau in ihrem Haus niedergeschlagen. Victor ist vor Ort und wird verhaftet.
Kirsten will ihm helfen, doch ihre Bekannte bei der Kriminalpolizei ist gerade in Urlaub. Also ermittelt Kirsten selbst. Ihre Spur führt sie in die rechte Szene.
Nebenbei muss sie sich aber auch um ihre Arbeit kümmern. Da eine Ausstellung von Zwönitz geplant ist, ist dafür ein Artikel fällig. Mit dem Maler Markus Zwönitz hat die Autorin einen interessanten Protagonisten kreiert. Seine Vergangenheit weist Brüche auf. Außerdem steht er für ein Interview nicht zur Verfügung.
Die Autorin hat gekonnt nicht nur unterschiedliche Themen miteinander verknüpft, sondern auch eine Spur in die Vergangenheit gelegt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.