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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2025

Bella donnas?

Belladonnas
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Die Idee, dass eine Zwillingsschwester das Leben der Anderen übernimmt fand ich unheimlich reizvoll und auch der Schreibstil hat mich abgeholt - er ist flott, etwas rotzig und ließ sich wirklich gut lesen. ...

Die Idee, dass eine Zwillingsschwester das Leben der Anderen übernimmt fand ich unheimlich reizvoll und auch der Schreibstil hat mich abgeholt - er ist flott, etwas rotzig und ließ sich wirklich gut lesen. Gerade die Art der Ich-Erzählerin Julie hat mir gefallen und mal ehrlich, die Chance ein Luxus Leben zu übernehmen, einfach so - wer würde sich das nicht entgehen lassen. Julie bekommt das auch gut hin und verliert sich dann aber in dieser Welt (wie mich dieses Buch verloren hat). Die anfängliche Begeisterung hat sich leider schnell gelegt, mir war es zu viel Drumherum um die Influencer Welt und ich war nicht mehr richtig gefesselt. Auch mir war klar, dass hier der Schein mehr zählt, aber für einen Thriller wurde es mir zu breit getreten. Der Plottwist hat mir den Rest gegeben, nicht mein Thema, leider und es wurde etwas abgefahren, ziemlich abgedreht und sehr unrealistisch. Das Ende war irgendwie seltsam und unschön und hat mich leider gar nicht zufrieden gestellt. Insgesamt gute Unterhaltung und wer auf Themen wie Influencer und religiöse Kulte steht kann sich bestimmt dafür begeistern, mir hat der Thriller gefehlt.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

schwieriger Einstieg

Vollmond für Anfänger
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Mir fiel es erst mal unheimlich schwer richtig in die Geschichte zu finden, ich habe mich sehr hineingeworfen gefühlt. Wissenschaftliche Themen in Büchern finde ich eigentlich faszinierend, hier sind sie ...

Mir fiel es erst mal unheimlich schwer richtig in die Geschichte zu finden, ich habe mich sehr hineingeworfen gefühlt. Wissenschaftliche Themen in Büchern finde ich eigentlich faszinierend, hier sind sie aber mit Magie vermischt und ich wurde ohne Erklärung in eine Welt geworfen, die es mir sehr schwer gemacht hat sie zu verstehen und mir fehlte lange der Durchblick. Eigentlich dachte ich das hier ist ein Reihenauftakt, wie sich nach etwas recherchieren herausgestellt hat, gehört das Buch zu einer Reihe und ich denke, man wird viel mehr Lesespaß haben, wenn man Hedon und die Lebenswelt von Raisa bereits kennt. Nun gut. Auch habe ich mich mit dem Humor etwas schwer getan. Es gibt unheimlich viele Anspielungen auf Film und Co., die manchmal aber etwas drüber und zu viel waren für mein Empfinden. Ebenso die Wortgefechte zwischen Raisa und Gideon - die fand ich auch etwas drüber. Die sonst so taffe Raisa, die mir eigentlich sehr sympathisch war, wirkte auf mich hier oft überdreht und seltsam anders. Diesen oft sprunghaften Wechsel konnte ich dann nicht nachvollziehen und habe mich daher mit den beiden Protas etwas schwer getan. Die Handlung selbst fand ich gut, auch wenn ich sie stellenweise etwas kompakter besser gefunden hätte. Die zwei Nebenfiguren haben mir gut gefallen, vielleicht sollte ich hier mal die "Jezebel" Reihe der Autorin lesen. Insgesamt eine gute Geschichte, die bei mir leider nicht wirklich gezündet hat. Wer allerdings die Welt bereits kennt, wird bestimmt ein größeres Lesevergnügen haben.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Sehr speziell und außergewöhnlich

Nachtschattengewächse
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Nach dem Schließen dieses Buches habe ich recht lange überlegt, wie ich es eigentlich fand. Hier kommt es hier allem darauf an, was man erwartet, denke ich. Eustacia als Ermittlerin ist sehr speziell und ...

Nach dem Schließen dieses Buches habe ich recht lange überlegt, wie ich es eigentlich fand. Hier kommt es hier allem darauf an, was man erwartet, denke ich. Eustacia als Ermittlerin ist sehr speziell und blieb für mich als Leserin bis zum Ende hin sehr unnahbar und nicht wirklich sympathisch. Allerdings macht gerade diese spezielle Art auch den Reiz an der Geschichte aus. Ihr Charakter ist gut ausgearbeitet, im Laufe der Handlung macht sie eine tiefgehende Entwicklung durch und ich habe das gerne verfolgt. Leider macht es ihre dezent autistische bzw. neurodivergente Art unheimlich schwer sie zu mögen. Menschen gibt sie beispielsweise Pflanzennamen, hier musste ich mich dann konzentrieren, wer denn nun eigentlich gemeint ist. Anfangs habe ich auch etwas gebraucht um ins Buch zu finden, Dinge werden angestuppst und dann später manchmal wieder weiter verfolgt, an diese Sprünge musste ich mich erst gewöhnen - für mich war es gerade am Anfang etwas zu viel dieses Verwirrprinzips (damit arbeiten Krimis ja gerne). Vom eigentlichen Fall habe ich mir etwas mehr erwartet, einige Dinge habe ich ziemlich schnell durchschaut, ein paar eher nicht. Das Ende ist sehr überraschend und außergewöhnlich - das Buch (und auch Eustacia) überschreitet definitiv Grenzen und ist außergewöhnlich. Ich hätte mir noch ein bisschen mehr zu der Wirkung der Pflanzengifte und deren Gegenmittel gewünscht, am Ende gibt es zwar eine Übersicht mit allen erwähnten Pflanzen (die findet man auch größtenteils auf dem Cover), der Fokus lag in diesem Einstiegsband aber auf Eustacias (Roses) Charakterentwicklung. Insgesamt hat mir dieser außergewöhnliche, etwas spezielle Krimi gut gefallen und ich werde mir jetzt mal die Folgebände (auf Englisch;) anschauen und dann entscheiden, ob ich die Reihe mit diesem etwas anderem Konzept noch weiter verfolge.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

originell, aber sehr grausam

The Book Eaters
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Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich sehr originell und hat mich am Anfang auch fasziniert, die Umsetzung hat mir allerdings zum Ende hin immer weniger zugesagt. Devons Geschichte wird auf zwei Zeitebenen ...

Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich sehr originell und hat mich am Anfang auch fasziniert, die Umsetzung hat mir allerdings zum Ende hin immer weniger zugesagt. Devons Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt - aus ihrer Vergangenheit und der Gegenwart. Hier hat mich ihr Aufwachsen in einer absolut patriarchalischen Gesellschaft deutlich mehr fasziniert, als die Gegenwart. In letzterer war ich aufgrund mancher Erzählsprünge oder Begriffe eher verwirrt und habe ziemlich lange gebraucht um die komplexen Zusammenhänge zu verstehen. Insgesamt sollte sich der Leser bewusst sein, dass die Geschichte unheimlich brutal ist; wer also mit Blut, sonstige Körperflüssigkeiten, Gedärmen und Menschenopfer so seine Probleme hat, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Ich habe grundsätzlich kein Problem damit und habe schon einiges an Horror etc gelesen, aber das hier ging auch mir an die Nieren. Diese ganzen Dinge werden mit einer solchen Selbstverständlichkeit und Neutralität erzählt, dass es für mich zunehmend schwerer zu verdauen war. Zum Ende hin hatte ich auch das Gefühl, dass es immer noch brutaler zuging und die Handlung dadurch zu schnell abgehandelt wurde. Zum Glück ließ mich diese Erzählweise auch eine gewisse Distanz zu den Figuren halten, denn die brauchte ich auch. Das märchenhafte Ende hat mich auch nicht ganz überzeugt, es war mich nicht rund genug (oder auch zu rund?) und mir haben noch ein paar Auflösungen der angesprochenen Probleme gefehlt.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

stellenweise etwas langatmig

Himmelerdenblau
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Der neue Thriller von Romy Hausmann hat mich etwas zwiegespalten zurück gelassen. Einersteits ist er richtig gut gemacht und wartet mit einem überraschenden Ende auf, andererseits ist er mir an vielen ...

Der neue Thriller von Romy Hausmann hat mich etwas zwiegespalten zurück gelassen. Einersteits ist er richtig gut gemacht und wartet mit einem überraschenden Ende auf, andererseits ist er mir an vielen Stellen zu langatmig gewesen um als nervenaufreibender Thriller zu gelten. Da ich bereits die anderen Thriller der Autorin gelesen habe, waren meine Erwartungen aber auch hoch. Der Schreibstil ist gewohnt gut, gerade die Kapitel aus Theos dementer Sicht sind sehr berührend und ich finde es sehr mutig, dieses Thema auf diese Art anzugehen. Allerdings waren gerade diese Kapitel auch unheimlich schwer zu lesen für mich, seine Wortverwechslungen und v.a. seine Gedankensprünge haben es mir oft schwer gemacht Theo zu folgen und den Inhalt zu erfassen. In dem Thriller "Liebes Kind" ist mir das bei der kindlichen Erzählperspektive deutlich einfacher gefallen. Durch die vielen Nebenhandlungen und Erzählstränge sind mir die Figuren leider etwas fremd geblieben und einzig Liv fand ich sympathisch. Leider fand ich das Buch gerade im Mittelteil sehr lang und ordne es daher eher als spanenden Roman ein. Im letzten Drittel überzeugt die Autorin mich dann wieder, gekonnt hat sie mit dem Leser gespielt, mich in eine Richtung blicken lassen und die Handlung dabei in eine ganz Andere laufen lassen. Das Ende hat mich in weiten Teilen überrascht und der Twist ist gut gelungen. Sie greift auch das Thema True Crime sehr realistisch auf und hat zumindest meine Sichtweise auf diese Podcast verändert. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen reicht für mich allerdings nicht ganz an ihre vorherigen Thriller ran.

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