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Veröffentlicht am 15.09.2025

Neue Herausforderungen

3 Streuner und der sprechende Berg
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Dies ist das zweite Buch über die 3 Straßenhunde King Kerl, Big Ben und Flirty. Besonders hervorzuheben bei den 3 Streunern ist ihr individueller Charakter. Flirty ist etwas hektisch und immer schnell ...

Dies ist das zweite Buch über die 3 Straßenhunde King Kerl, Big Ben und Flirty. Besonders hervorzuheben bei den 3 Streunern ist ihr individueller Charakter. Flirty ist etwas hektisch und immer schnell verliebt, Big Ben ist eher grummelig und schnell gereizt, dahingegen ist King Kerl eher entspannt und versucht sich anzupassen. Er ist auch der Erzähler der Geschichte, insgeheim sieht er sich als Anführer der Truppe und berichtet den Lesern seine Abenteuer aus der Hundeperspektive. Sein Glück ist, dass King Kerl die Menschensprache gut verstehen kann und auch die Sprachen vieler anderer Tiere spricht.

Wir waren von Teil 1 bereits begeistert und haben uns nun auf ein Wiedersehen mit den leicht chaotischen, aber liebenswerten Streunern gefreut. Die Grundidee, ein Abenteuer aus Hundesicht zu erzählen, finde ich nach wie vor klasse, denn einiges was für uns völlig normal ist, empfinden die Hunde als recht befremdlich. Die von Anja Fröhlich gewählte Sprache ist sehr locker, einfach oder gar kindlich gehalten, ich musste mich erst daran gewöhnen, aber finde den Stil irgendwie passend.

In ihrem neuen Abenteuer hat Schildegard eine größere Rolle und Big Ben, sowie Flirty rücken eher in den Hintergrund. Sie ist eine Schildkröte, die im Garten lebt und die bereits vor den Hunden Teil von Joys Familie war. Wir haben sie bereits im vorigen Buch kennengelernt, dort fiel sie als sprechender Berg auf, denn die Hunde kannten ein solches Tier nicht. Schildegard ist leicht mürrisch, aber hilfsbereit, sie selbst stellt sich als allwissend dar.

Der Umschlag zeigt die 3 niedlichen Hunde zusammen mit Schildegard, dieser sowie der Vor- und Nachsatz sind bunt gehalten. Im Inneren geht es dann schwarz/weiß weiter. Unterbrochen werden die Textseiten immer wieder mit einem zur Szene passenden Bild, illustriert von Pe Grigo.

Mein Kind ist noch etwas jünger, aber ich denke in der Zielgruppe ab 8 Jahren, lässt sich die Geschichte bereits gut selbständig lesen, auch dank der bildlichen Unterstützung und recht kurzer Kapitel.

Fazit: Wieder eine schöne unterhaltsame Geschichte um Freundschaft, Zusammenhalt und einer guten Bindung zwischen Tier und Mensch. Die Geschichte ist eigenständig, aber zum besseren Verständnis der Charaktere ist es doch besser zunächst "3 Streuner wittern das Abenteuer" zu lesen. Wir freuen uns auch auf das nächste Abenteuer mit den 3 Streunern.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Süße Freunde, für immer

Mister O'Lui und das schönste Geschenk der Welt
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Zunächst zur Optik des Buchs diese finde ich richtig gut, dass Cover ist sehr niedlich und ich mag die leicht cappuccinofarbenen Seiten, die beim Lesen eine entspannende Gemütlichkeit ausstrahlen. Die ...

Zunächst zur Optik des Buchs diese finde ich richtig gut, dass Cover ist sehr niedlich und ich mag die leicht cappuccinofarbenen Seiten, die beim Lesen eine entspannende Gemütlichkeit ausstrahlen. Die Reime lesen sich sehr gut und sind schön melodisch gemacht, ich habe da leider auch schon andere Kinderbücher gesehen und vorlesen müssen. Dass die Rätselauflösung immer auf der Folgeseite gezeigt wird ist gut durchdacht und mir gefällt wie sich jeder einzelne Gedanken macht, was dem Beschenkten gefallen könnte.

Mir gefällt aber ganz besonders die letzte Seite, die zeigt, wie das Buch inhaltlich vom Kind aufgefasst und verstanden wurde, gleichzeitig verbunden mit einem Gedächtnisspiel. Aber auch die vorige Seite ist mir positiv aufgefallen, dass das beste Geschenk nicht materiell ist, sondern die Freunde mit denen man nicht allein ist. Eine schöne Aussage.

Mein großes Kind (bald 4) war sehr begeistert von dem niedlichen Biberbär und fand es sehr schön, dass dieser am Schluss auch beschenkt wurde. Am liebsten mochte er die letzte Seite und konnte auf Anhieb bis auf ein Geschenk alles zuordnen. Ich war hier total verblüfft, mein Gedächtnis war leider nicht so gut. Aber auch auf den vorigen Seiten hatte er bereits schön mit geraten, auch wenn er nicht bei allem auf den richtigen Reim kam, zumindest nicht beim ersten Lesen.

Ich denke mit diesem Buch werden wir viel Freude haben und es öfter zusammen lesen und auch mit dem kleinen Geschwisterchen, wenn es größer ist.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Schön wie früher, aber mit aktuellem Thema

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Ich kenne den Regenbogenfisch bereits seit meiner Kindheit und war damals fasziniert von den bunt schimmernden Schuppen. Mit meinen Kindern habe ich weitere Bücher der Reihe kennengelernt so auch "Glaub ...

Ich kenne den Regenbogenfisch bereits seit meiner Kindheit und war damals fasziniert von den bunt schimmernden Schuppen. Mit meinen Kindern habe ich weitere Bücher der Reihe kennengelernt so auch "Glaub nicht alles" und eben jetzt das neuste Buch von Marcus Pfister "Der Regenbogenfisch in Gefahr."
Die farbenprächtigen und vollflächigen Illustrationen sind hierbei noch genauso schön anzuschauen wie früher, aber die kindlichen Themen von Freundschaft, Teilen oder nicht-Lügen ist in diesem Buch einem anderen wichtigen Thema gewichen. Den sehr aktuellen Themen des Umweltschutzes und der Zerstörung des Ökosystems Meer. Der Regenbogenfisch und seine Freunde werden in einem Schleppnetz gefangen. Kann er sich mit Hilfe und durch Zusammenhalt der Meeresbewohner retten?

Mein fast 4 jähriger war völlig gefesselt als ich ihm vorlas und hat richtig mitgefiebert. Als der Meeresboden zerstört zurück blieb und nicht mehr so bunt geleuchtet hat, war er traurig und hat viele Fragen gestellt, warum man das schöne Zuhause der Fische kaputt gemacht hat. Leider konnte ich ihm nicht auf alle seine Fragen eine ihn zufrieden stellende Antwort geben. Aber ihm hat die Rettung sehr gefallen und natürlich auch, dass so viele bunte Fische zu sehen sind. Ich wiederum wurde an meine Kindheit erinnert und natürlich hinterfragt man sein eigenes Konsumverhalten. Wieder ein gelungenes Kinderbuch, toll anzuschauen und regt zum gedanklichen Austausch an.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Spannender Mörder ohne Reue

Aschesommer
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Mir gefällt direkt am Cover, dass man an der Aufmachung bereits erkennt, es handelt sich um die Fortsetzung zu Krähentage. Vom ersten Buch Rund um die Gruppe 4 war ich begeistert und nach dem ersten Kapitel ...

Mir gefällt direkt am Cover, dass man an der Aufmachung bereits erkennt, es handelt sich um die Fortsetzung zu Krähentage. Vom ersten Buch Rund um die Gruppe 4 war ich begeistert und nach dem ersten Kapitel bin ich wieder mitten drin, als hätte ich Band 1 gerade beiseite gelegt.

Ein neuer Fall für die Gruppe 4 um Jakob Krogh und Mila Weiss bringt das Team bis an die Grenzen. Eine mysteriöse Todesanzeige führt zu zwei erfrorenen Leichen in einer Kältekammer, unterhalb eines verlassenen Bauernhofs. Dazu die in Asche geschriebene Botschaft "Das Sterben hat begonnen" lässt auf weitere Morde schließen und schnell führt die Spur zu einem langjährigen Insassen einer Psychiatrie, aber der kann es ja nicht gewesen sein. Ein spannender Wettlauf mit dem Mörder beginnt.

Benjamin Cors hat es wieder geschafft, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die schnelle Abfolge wie Mörder und Opfer sich finden, wie die Ermittlergruppe immer knapp an der Lösung dran ist, nimmt einen gefangen. Durch gekonnte Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Personen, inklusive des Mörders, kommt schnell Spannung auf. Dennoch bleiben manche Gedanken und Hintergründe unausgesprochen, so dass Wendungen und Irreführungen immer wieder möglich sind. So lässt einen nicht nur die Hitze des Sommers Schwitzen, auch wenn diese stark im Inhalt verankert ist. Mir gefällt zudem sehr, der psychopatische und kaltblütige Charakter, der mit seiner ruhigen Ausstrahlung für Gänsehaut sorgt.

Etwas bin ich nun auch traurig, dass ich den Thriller bereits beendet habe und mich auf den letzten 100 Seiten nicht bremsen konnte. Nun hoffe ich, dass die Reihe weitergeht und zwar möglichst bald. Mein neues Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Spannungsreicher Auftakt mit starken (Frauen-)Figuren

Der Trailer
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Von Aussen ist das Buch schon mal recht düster und vielversprechend. Toll finde ich auch, dass man optisch den Hauptschauplatz des Thrillers erkennen kann. Ich persönlich bin jetzt kein Campingfan und ...

Von Aussen ist das Buch schon mal recht düster und vielversprechend. Toll finde ich auch, dass man optisch den Hauptschauplatz des Thrillers erkennen kann. Ich persönlich bin jetzt kein Campingfan und ich glaube nach diesem Buch bin ich es noch weniger, aber nur weil das Buch mich so gepackt hat.

Vor 15 Jahren verschwindet Lisa, eine junge Frau, welche zuletzt auf einem Campingplatz in Belgien gesehen wurde. Frieda kannte sie und möchte sich nun an einem True-Crime-Podcast beteiligen, um so evtl. neue Hinweise zu erhalten. Sie ist mittlerweile eine erfolgreiche Kommisarin, auch wenn sie es unter ihren meist männlichen Kollegen nicht leicht hat. Ihr Verdacht fällt zunächst auf einen bereits verurteilten Stalker, der zur selben Zeit auf dem Campingplatz war, aber aufgrund von Versäumnissen seitens der Ermittler nicht als relevant betrachtet wurde. Jetzt kommt allerdings neuer Wind in den Fall und ein Fremder wird zunehmend unruhig.

Mit Frieda und Kathinka hat Linus Geschke sympathische und starke weibliche Charaktere geschaffen, die sich durchs Leben kämpfen. Etwas nachdenklich machte mich hier auch das Nachwort des Autors zum Thema wie manche Männer immer noch versuchen, Frauen zu unterdrücken um sie für eigene Zwecke ausbeuten zu können. Aber auch die männlichen Hauptfiguren sind mir sympathisch vielleicht weil sie so manche Charakterschwächen haben. Der Autor gibt seinen Figuren eine gute Tiefe, zeigt Eindrücke aus Ihrer Vergangenheit und lässt sie sich im Verlauf entwickeln. Ich habe schon einige Bücher von Geschke gelesen und mir gefällt sein Stil, wie er eine düstere Spannung aufbaut und durch kleine Erzählsprünge Einblicke in das Wissen und die innere Gefühlslage der einzelnen Figuren gibt. Etwas verwirrt war ich zunächst aufgrund einer kleinen Nebengeschichte zu Friedas privater Krise im Job, die gefühlt etwas zu kurz kommt. Jedoch wird hier wohl erstmal nur der Grundstein für die bald kommende Fortsetzung gelegt, auf die ich mich jetzt schon freue. Auch um zu sehen, was aus den mir bereits lieb geworden Figuren wird.

Fazit: Der Thriller hat mich mit tollen Wendungen bis zum Schluss gefangen gehalten, der Schluss war mir dann jedoch etwas turbulent und teils fragwürdig. Aber ich verzeihe dem Autor sein offenes Ende, da ja bereits die Fortsetzung beworben wird.

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