Profilbild von Stampelchen

Stampelchen

Lesejury Star
offline

Stampelchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Stampelchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2025

Tolle Cyberaction, aber das Ende hat mich kalt erwischt und war mir etwas zu krass...

Cyberworld 4.0
0

Meinung:
Mehr als fünf Jahre ist es her, dass ich im Januar 2020 die ersten drei Teile dieser Reihe gelesen habe. Teil drei hat mir sogar am besten gefallen, aber irgendwie habe ich sie dann etwas aus ...

Meinung:
Mehr als fünf Jahre ist es her, dass ich im Januar 2020 die ersten drei Teile dieser Reihe gelesen habe. Teil drei hat mir sogar am besten gefallen, aber irgendwie habe ich sie dann etwas aus den Augen verloren.

Da die Autorin mit ihren Büchern nun zu einem neuen Verlag umgezogen ist, hat sich die Gelegenheit nochmal ergeben, die Reihe fortzusetzen und ich muss echt zugeben, dass ich etwas skeptisch war, wie das, nach dieser langen Zeit, gelingen würde.

Erstaunlicher und erfreulicher Weise hat es aber gar nicht lang gedauert, bis mir die groben Details dieser Welt und der Charaktere wieder bewusst geworden sind, und das, obwohl es eher wenig klassische Erinnerungsstützen gibt.

Aber die Charaktere sind einfach wieder mal sehr besonders und deshalb sind sie mir, auch nach dieser langen Zeit, gut in Erinnerung geblieben.

An sich hat es mir einfach wieder gut gefallen, die Protagonisten in ihrem tollen Umgang miteinander zu erleben. Auch wenn der hitzköpfige Jamie dabei meinem Wesen nicht ganz entspricht, aber es ist toll, dass so viele verschiedene Charaktere, einfach gut miteinander harmonieren. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, nur die Antagonisten waren mir etwas zu unsympathisch gezeichnet...

Und auch die Welt an sich, ist nach wie vor sehr interessant, denn realistische Cybergames würden mich selbst schon auch mal reizen.

Und in diesem Teil gibt auch noch die Verbindung von LiveAction mit Cyberabenteuern. Ich muss wirklich sagen, dass ich diese Verbindung echt gut gemacht fand und ich mir das alles auch super gut vorstellen und zum Teil auch live erleben könnte. Ich steh zwar, genau wie Charlie, nicht auf die Gruselsachen, aber auch sie hat es zumeist gut hinbekommen, weshalb ich da optimistisch wäre. Und ich fand die Details, die in diese Welt gesteckt wurden, echt interessant und glaubhaft dargestellt.

Umso trauriger war ich, dass man am Ende sehr abrupt und extrem krass aus dem Spiel katapultiert wurde und die Realität so hart zugeschlagen hat. Ich verstehe, weshalb die Autorin diese Racheaktionen eingebaut hat, aber ganz ehrlich, ich hätte sie so und vor allem in dieser krassen Form nicht gebraucht. Mir war das zu viel und ich fand es auch trotzdem nicht gut, dass sich die Figuren keine Hilfe von Veranstaltungsseite geholt haben.

So hat mich das Ende eher kalt erwischt und wie gesagt, fand ich es auch schade, dass das Abenteuer von Yonderwood so auch nicht komplett abgeschlossen werden konnte. Zwar hat die Autorin theoretisch erklärt, was hinter allem steckt, aber mir hat da am Ende einfach trotzdem was für den Seelenfrieden gefehlt. Die Autorin hat im Nachwort schon angekündigt, dass der nächste Teil leider kaum in der Cyberworld spielen wird und die absehbaren Herausforderungen dürften auch nicht kleiner werden, weshalb ich zum einen gespannt, aber doch auch etwas skeptisch bin, wie mir Teil fünf dann gefallen wird.

Fazit:
Auch nach fünf Jahren Pause, habe ich wieder super in die Geschichte gefunden und die Charaktere sofort wiedererkannt und erneut ins Herz geschlossen. Ich mag es, dass sie so unterschiedlich sind und doch so toll gemeinsam agieren. Und auch die Besonderheiten der Cyberworld haben sich hier von ihrer besten Seite gezeigt. Trotzdem bleibt am Ende etwas Wehmut, da mir die Antagonisten irgendwie einfach zu krass agiert haben und damit Yonderwood auch nicht wirklich zufriedenstellend abgeschossen werden konnte. Somit vergebe ich 3,5 Sterne, die ich bei Portalen mit ganzen Sternen aber auf, statt abrunde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2025

Im Kern echt unterhaltsam, aber braucht sehr lange um in Schwung zu kommen...

Die Sommergäste
0

Meinung:
Ich war sehr gespannt, auf diese Fortsetzung, da ich die Charaktere und die Ausgangslage echt toll fand, mir der Auftakt aber manchmal zu detailliert und ruhig war.

Und genauso geht es hier weiter. ...

Meinung:
Ich war sehr gespannt, auf diese Fortsetzung, da ich die Charaktere und die Ausgangslage echt toll fand, mir der Auftakt aber manchmal zu detailliert und ruhig war.

Und genauso geht es hier weiter. Auch hier braucht die Geschichte, nach dem schockierenden Prolog, doch recht lang, bis sie in Schwung kommt.

Wir lernen Susan kennen, die frisch in die Familie Conover hineingeheiratet hat. Aufgrund des Todes des Familienoberhaupts kommt die Familie im Ferienhaushaus in Purity zusammen und Susan lernt ihre neue, doch etwas spezielle Familie zum ersten Mal richtig kennen. Dabei verschwindet aber ihre Tochter unter mysteriösen Umständen, was Dedective Jo Thibodeau und auch Maggie Bird und den Martini-Club auf den Plan ruft.

Diese Figuren kennt man ja schon aus Teil eins und auch da haben mich die taffe Polizistin und der ungewöhnliche Club ehemaliger Spione gut unterhalten. Sie sind wirklich besonders und ich mochte auch ihre meist positive, humorvolle Energie, sodass mich einige Situationen doch auch zum Schmunzeln gebracht haben.

Polizistin Jo ist anfangs wieder ganz und gar nicht begeistert, als sich die Rentner in ihre Ermittlungen einmischen, aber mit der Zeit kann sie nicht von der Hand weisen, dass die Ex-Spione doch hilfreiche Methoden haben, um Nachforschungen anzustellen und es auch so gut mit ihr meinen. Ich mochte es echt gerne, wie sich ihre Beziehung zueinander langsam wandelt.

Mein Manko war auch dieses Mal das eher langsame und gediegene Erzähltempo und die vielen Details, die ich nicht immer so ausführlich gebraucht hätte. Klar, einiges ergibt später einen Sinn, aber das hätte es wahrscheinlich auch in gekürzter Form. Die Kunst daran ist aber, dass ich dank der vielen irgendwie humorvollen und leichten Szenen und der besonderen Verhaltensweisen und Ideen der Figuren doch immer an die Geschichte gebunden war und ich mit der Zeit immer dringender Wissen wollte, wie alles zusammenhängt und was hinter allem steckt.

Denn, die Zusammenhänge sind auf jeden Fall viel größer und tiefgründiger als erwartet und lösen auch den Prolog und viele andere Anspielungen gut auf. Am Ende gibt es dann auch noch handfeste Spannung und einen zufriedenstellenden Abschluss.

Und auch Sprecherin Nina Petri fand ich wieder sehr passend und authentisch.

Fazit:
Im Kern wieder eine interessante Fortsetzung dieser speziellen Reihe, rund um einen Club alter Spione. Leider braucht die Geschichte lang, bis sie in Schwung kommt und das Erzähltempo ist einfach extrem gemächlich, weshalb man doch etwas Durchhaltevermögen braucht. Die besonderen Figuren und ihre teils speziellen Verhaltensweisen und Ideen bringen doch auch einiges an Humor mit und das wachsende Vertrauen von Dedective Jo Thibodeau hat mir auch gefallen. Die Details waren mir insgesamt etwas zu viel, aber im Kern extrem interessant und spannend, weshalb ich gegen Ende immer neugieriger auf die Zusammenhänge war und sie so, in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte. Das Ende hat mehr Tempo und bietet zufriedenstellende Antworten, weshalb ich mich trotz der Durststrecke am Anfang und zwischendrin insgesamt gut unterhalten gefühlt habe und sehr gute 3,5 Sterne vergebe, die ich bei Portalen mit ganzen Sternen auf- statt abrunde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2025

Solider Abschluss, aber etwas schwächer als der Auftakt

Jewel & Blade, Band 2 - Die Hüter von Camelot
0

Meinung:
Nachdem der Cliffhanger von Band eins wirklich gemein war und diese Fortsetzung nahtlos anschließt, habe ich recht gut wieder in die Geschichte gefunden. Harper ist von den Ereignissen und dem ...

Meinung:
Nachdem der Cliffhanger von Band eins wirklich gemein war und diese Fortsetzung nahtlos anschließt, habe ich recht gut wieder in die Geschichte gefunden. Harper ist von den Ereignissen und dem Verrat noch extrem mitgenommen und versucht zusammen mit dem kleinen Häufchen Freunden, ihre Schwester und die Welt zu beschützen.

In diesem Teil kommen ein paar weitere Perspektiven hinzu, was ich an sich nicht schlecht finde. Vor allem die Perspektive von Harpers Freundin Willow und auch Lark kommt zu Wort.

Jedoch hätte ich mir statt Willow vielleicht etwas mehr von der Gegenseite gewünscht, um ein bisschen mehr Tiefe, statt eine weitere Liebesgeschichte zu bekommen. Diese ist zwar nicht besonders im Fokus und ich fand es auch echt gut, dass das Liebesdreieck, welches im Auftakt ein bisschen mitgeschwungen ist, nicht zustande kam, aber trotzdem gab es für mich einfach zu viele Situationen, wo es darum ging, etwas zu tun, oder nicht zu tun, um geliebte Menschen zu retten und die Charaktere am verzweifeln sind...

Das war mir in der Menge einfach viel zu viel und hat mich doch dann auch ab und an mal die Augen verdrehen lassen.

An sich fand ich die meisten Entwicklungen ganz interessant, aber meist nicht ganz so überraschend wie im Auftakt.

So hat sich die Geschichte wirklich gut hören lassen, auch weil Sprecherin Pia-Rhona Saxe einen super Job macht und sehr gut zu den Figuren passt. Aber es gab nicht mehr so den großen Fokus auf die mystischen Besonderheiten, sondern es wird einfach versucht geliebte Menschen zu beschützen und Artus und Morgana aufzuhalten.

Es gibt zwar noch ein paar interessante Visionen, auch aus der Vergangenheit, und ein paar Verknüpfungen von damals zur heutigen Zeit fand ich echt innovativ umgesetzt, wie z. B. die des heiligen Grals, aber an sich kam mir hier auch irgendwie die Magie zu kurz, weil der Fokus doch recht auf den persönlichen Schicksalen und Entwicklungen lag.

Das Ende ist auch nochmal wirklich emotional, aber doch ziemlich zufriedenstellend gelöst. Es werden viele lose Fäden verknüpft und die meisten offenen Fragen beantwortet, auch wenn ich gerne noch etwas mehr dazu gehabt hätte, was sich nun bei den anderen Wächterfamilien getan hat.

Fazit:
Eine solide Fortsetzung, die genau da ansetzt, wo der Vorgänger mit einem gemeinem Cliffhanger geendet hat, aber nicht ganz so überraschen kann. An sich gibt es interessante Entwicklungen, aber mir war es doch zu viel Fokus auf das persönliche Drama und die Liebesgeschichten, anstatt das große Ganze, die tollen mystischen Hintergründe und die Magie in den Vordergrund zu stellen. Dennoch fand ich die Figuren, allen voran Haper, vielschichtig dargestellt und vor allem auch die Sprecherleistung von Pia-Rhona Saxe wirklich top. Das Ende ist zufriedenstellend und beantwortet die wichtigsten Fragen, auch wenn es für mich gerne noch etwas weitgreifender hätte sein können. Somit gibt es gute 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2025

Unterhaltsam, aber doch auch mit Kritikpunkten

Eine von uns
0

Meinung:
Kurzbeschreibung und Cover haben mich gleich angesprochen. Schon allein die Ausgangslage klingt irgendwie mysteriös und spannend.

So bin ich auch recht gut ins Buch gestartet. Der Prolog ist ...

Meinung:
Kurzbeschreibung und Cover haben mich gleich angesprochen. Schon allein die Ausgangslage klingt irgendwie mysteriös und spannend.

So bin ich auch recht gut ins Buch gestartet. Der Prolog ist kurz und erschreckend, der Start in die Haupthandlung nachvollziehbar. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hauptsächlich aus der von Protagonistin Gina und der Haushälterin Mary. Später kommen auch noch Rückblenden von „Damals“ hinzu, die erzählen, was in Ginas Jugend passiert ist.

Ich mochte die mysteriöse Stimmung, die in der Geschichte aufkam. Mary verhält sich komisch, auch ihr „Sohn“ Tyler ist eigenartig und es gibt einige Situationen, die bei mir doch die Alarmglocken haben angehen lassen.

Jedoch muss ich sagen, dass ich die Verhaltensweisen zum Teil einfach komisch und nicht ganz nachvollziehbar fand. Und ich fand es etwas schade, dass vieles recht vorhersehbar war. So wurden Wendungen oftmals angedeutet und dann kurz darauf einfach durch eine andere Person bestätigt. Manchmal gab es auch gleiche Szenen aus unterschiedlichen Perspektiven, was ich ab und an ganz interessant, oft aber einfach wiederholend fand.

Man merkt recht schnell, dass der Schlüssel für alles in der Vergangenheit liegt, jedoch sind die Kapitel von „Damals“ oftmals auch eher nichtssagend, bzw. verdeutlichen sie nur, wie egoistisch die Figuren waren. Klar, es waren Jugendliche, aber trotzdem waren sie sehr arglos und Ich-bezogen. Und auch sonst plätschert einiges ein bisschen vor sich hin, aber die Stimmung hat trotzdem gepasst, sodass ich gerne weiterlesen wollte.

Am Ende geht es dann durchaus Schlag auf Schlag. Spannend, da einige Wendungen doch weiter gehen, als ich erwartet hatte und mich auch wirklich schockiert haben, dennoch fand ich auch hier einiges nicht ganz nachvollziehbar und recht übertrieben. Und auch die Sprache hat sich recht verändert und ist härter geworden. Vor allem ist mir die inflationäre Verwendung des Wortes „Schlampe“ recht negativ aufgefallen. Jeder wirft nur noch mit diesem Schimpfwort um sich.

Insgesamt fand ich den Abschluss aber dann doch auch irgendwie rund.

Nach dem Buch gibt es noch einen interessanten Brief der Autorin, der ihre Beweggründe für diesen Thriller erklärt. Sowas mag ich ja immer gerne und die Ausführungen fand ich auch stimmig.

Fazit:
Insgesamt bleibe ich etwas zwiegespalten. Einerseits hat es sich gut lesen lassen, war die Stimmung recht mysteriös und spannend, auch wenn die Handlung etwas vor sich hin plätschert, einiges recht vorhersehbar ist und manche Verhaltensweisen einfach komisch waren. Am Ende geht es Schlag auf Schlag und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen, aber dabei war vieles etwas übertrieben und zu viel des Guten. Ich würde solide 3,5 Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2025

Idee und Schreibstil sind top, die Entwicklung ist etwas durchwachsen...

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie
2

Meinung:
Die Idee, in Bücher reisen zu können, ist zwar nicht neu, begeistert mich und wahrscheinlich jeden Leser, immer wieder aufs neue. So auch hier.

Ich mochte den Einstieg in die Geschichte sehr. ...

Meinung:
Die Idee, in Bücher reisen zu können, ist zwar nicht neu, begeistert mich und wahrscheinlich jeden Leser, immer wieder aufs neue. So auch hier.

Ich mochte den Einstieg in die Geschichte sehr. Auch wenn ich mir zu Beginn vielleicht eher eine „normale“ Reise für den Einstieg gewünscht hätte, konnte ich die Magie dahinter auch bei den problematischen Reisen fühlen und habe mich auch von den eher unbekannten Geschichten verzaubert gefühlt.

Adam gehört zu den Libronauten, einer kleinen Gruppe von besonderen Menschen, die in Bücher reisen können und diese Fähigkeit für gut zahlende Kunden anbieten. Man merkt aber schnell, dass Adam irgendwie anders ist, da er die Reisen nicht allein machen darf. Anfangs denkt man, dass die Rollen gut und böse klar verteilt sind, aber das ändert sich schlagartig und es werden immer mehr Fragen aufgeworfen.

Was machen die Liebronauten wirklich? Was hat es mit der Tür auf sich? Welche Geheimnis steckt hinter Adams Herkunft? Usw, usw. usw.

Ein wahres Plus dieses Romans ist der lebendige und atmosphärische Schreibstil. Die kurzen Reisen in die Buchwelten und vor allem die Freude darüber kam bei mir wirklich immer lebensecht an. Es gibt auch ein paar Szenen mit schwarzem Humor und sarkastischen Sprüchen, die mir gut gefallen haben.

Was ich hingegen nicht ganz so klar gezeichnet fand, waren die Figuren, auch wenn ich sie im Grunde schon ok fand. Aber Adam bleibt manchmal etwas schwammig, bzw. fand ich sein Verhalten in manchen Szenen nicht ganz glaubhaft, bzw. einfach zu schnell. Und auch andere Charaktere waren für mich nicht durchgängig komplett greifbar. Vor allem im letzten Drittel, als sich die Handlung überschlägt, ist mir das doch sehr aufgefallen.

An sich muss ich leider sagen, dass ich den Anfang stark, die Handlung dann aber leider immer schwächer fand, da es für mich dann irgendwie nicht mehr so ausgewogen war. Da wir zwischendurch leider nur wenig Antworten erhalten und das leider auch am Ende so bleibt, hängt man ein bisschen in der Luft und kann die starken Beweggründe der Figuren nicht immer ganz nachvollziehen. Außerdem hat die Geschichte von Grund auf ein extrem hohes Tempo, was mir am Ende aber einfach zu viel wurde und auch mit eher unnötiger Gewalt wird nicht gespart.

Ich glaube, es hätte der Geschichte gut getan, wenn sie ein paar ruhigere Phasen mehr gehabt hätte, um Entwicklungen glaubhaft zu erklären und zu untermauern und vor allem auch in diesem Teil schon ein paar kleinere Antworten mehr zu geben. So wirkt manches einfach nicht völlig rund, was ich recht schade fand.

Fazit:
Die Idee und der Anfangsteil haben mir wirklich gut gefallen. Ich mochte die Buchreisen und die erlebbare und echte Freude und Besonderheit dahinter. Auch die Figuren fand ich prinzipiell gut, jedoch im Verlauf nicht ganz gefestigt und klar, auch weil die Geschichte ein hohes Tempo mitbringt und manchmal Entwicklungen etwas zu zügig abgehandelt und ruhige Momente eher etwas auf der Strecke bleiben. Im letzten Drittel überschlägt sich die Handlung dann komplett, leider ohne wirkliche Antworten zu liefern, weshalb man ein bisschen unbefriedigt zurückbleibt. Ich denke, das hätte man etwas besser lösen und trotzdem die Spannung auf Teil zwei erhalten können. Ich würde eher knappe 3,5 Sterne vergeben und hoffe, dass Teil 2 dann alle zufriedenstellenden Antworten liefert und dadurch dann runder wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasie