Ein spannender Jugendkrimi
Very Dangerous Things - Mord nach PlanIn „Very Dangerous Things“ geht es um Dulce, die eine Schule für angehende Kriminologen besucht. Als einer ihrer Mitschüler unerwartet stirbt, beginnt Dulce, mit ihren Freunden zu ermitteln …
Ich bin ...
In „Very Dangerous Things“ geht es um Dulce, die eine Schule für angehende Kriminologen besucht. Als einer ihrer Mitschüler unerwartet stirbt, beginnt Dulce, mit ihren Freunden zu ermitteln …
Ich bin durch Zufall auf „Very Dangerous Things“ aufmerksam geworden und wurde positiv überrascht. Für mich war es das beste Buch, das ich im Dezember beendet habe. Bisher habe ich nicht viele Jugendkrimis gelesen, würde das Buch von der Stimmung her aber mit „A Good Girl’s Guide to Murder“ vergleichen.
Der Autorin Lauren Muñoz gelingt es, Spannung aufzubauen, obwohl die Handlung eher ruhig verläuft. Wie für diese Art von Krimi typisch haben alle Figuren Geheimnisse und halten Informationen zurück, die nach und nach aufgedeckt werden. Bei ihren Ermittlungen geht Dulce nicht unbedingt professionell und planvoll vor – dies hat mir gut gefallen, da es die Handlung für mich authentisch gemacht hat. Die Figuren bleiben allen voran Highschool-Schüler und werden nicht plötzlich zu Meisterdetektiven.
Die Handlung war auch deshalb spannend, weil es nicht nur darum geht, Xaviers Tod aufzudecken. Stattdessen versucht Dulce außerdem, herauszufinden, was in der Nacht, in der ihre Mutter einen tödlichen Unfall hatte, tatsächlich geschehen ist.
Neben den Ermittlungen gibt es auch eine Liebesgeschichte, die gut eingearbeitet wurde, ohne zu viel Raum einzunehmen. Generell war die Dynamik zwischen den Figuren sehr interessant, auch wenn es zwei Figuren gab, die mir ziemlich unsympathisch waren.
Obwohl das Buch insgesamt ein Highlight war, habe ich zwei kleine Kritikpunkte. Erstens ist Dulces beste Freundin Emi eine ziemlich problematische Figur, weil sie Dulces Grenzen nicht respektiert. Dies ist Dulce zwar bewusst, jedoch wird Emis Verhalten an keiner Stelle problematisiert. Zweitens war die Auflösung für mich nicht ganz zufriedenstellend, weil ich das Motiv als etwas zu platt empfunden habe.
Alles in allem ein spannender Jugendkrimi, bei dem ich trotz kleiner Kritikpunkte gerne mitgerätselt habe.