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Veröffentlicht am 23.08.2025

Krass abgefahren und dystopisch - ein klassischer Murata

Schwindende Welt
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Etwas konsterniert stelle ich beim Aufblättern von „Schwindende Welt“ fest, dass der „neue“ Roman von Sayaka Murata in Japan bereits 2015 erschienen ist. Er ist also im Werk der international renommierten ...

Etwas konsterniert stelle ich beim Aufblättern von „Schwindende Welt“ fest, dass der „neue“ Roman von Sayaka Murata in Japan bereits 2015 erschienen ist. Er ist also im Werk der international renommierten japanischen Schriftstellerin zeitlich vor den Romanen „Die Ladenhüterin“ und „Das Seidenraupenzimmer“ einzuordnen, die beide ebenfalls auf Deutsch erschienen sind.

Aber beim Lesen habe ich schnell bemerkt, dass das Erscheinungsjahr eigentlich egal ist, denn „Schwindende Welt“ ist ein typischer Murata und genauso zeitlos aktuell, wie die beiden anderen Romane, die ich kenne.

Und im Gegensatz zu „Die Ladenhüterin“ kratzt Murata in diesem „neuen“ Roman wieder hart an der Schmerzgrenze. Wenn du schon Texte von ihr gelesen hast, weißt du vielleicht, was ich meine…

Murata überschreitet einfach literarisch moralische und ethische Grenzen und macht sie so erst sichtbar. Ihre Geschichten sind teilweise grotesk und surreal abgefahren, dabei aber in einer heiteren, naiven Art erzählt, die selbst für asiatische Literatur ungewöhnlich ist.


In „Schwindenden Welt“ hat sich die Gesellschaft dahingehend weiterentwickelt, dass Menschen nur noch durch künstliche Befruchtung gezeugt werden. Sex gilt als überholt, und gilt zwischen einem verheirateten Paar als Inzest.


„Schwangerschaft und Geburt erfolgen, losgelöst von den Bedingungen der romantischen Liebe, mittels wissenschaftlicher Methoden.“


Muratas Ich-Erzählerin ist entsetzt, als sie herausfindet, dass sie selbst das Ergebnis eines primitiven Aktes ihrer Mutter ist und widernatürlich gezeugt wurde.
Als Amane heranwächst entdeckt sie allerdings ihre Lust am der körperlichen Liebesakt, wobei es ihr schwerfällt zwischen Masturbation zu einer Fantasiefigur und dem realen Akt mit einem Mann zu unterscheiden.
Ihre Sexpartner sind durch den Akt, den sie nur Amane zuliebe vollzogen haben, allerdings meistens verstört.

Murata dekliniert hier durch, wie willkürlich und veränderlich das ist, was in unserer Gesellschaft als normal angesehen wird, v.a. in sexueller Hinsicht.

„Egal wo ich bin, macht mich der Gedanke, normal zu sein, völlig verrückt. Normalität ist der schrecklichste Wahnsinn, den es gibt. Meinst du nicht auch?«“


Ich würde sagen, das ist eines der wiederkehrenden Hauptthemen in Muratas Roman. Amane wechselt dann im Laufe des Romans mit ihrem Mann in eine noch weiter entwickelte Gesellschaft namens “Experimenta” und wird dort mit ihren verdrängten Kindheitsprägungen durch ihre Mutter konfrontiert.

Wieder muss Amane sich an eine neue Definition von “normalen” gesellschaftlichen Zusammenleben anpassen.

Der ganze Roman ist stark durchdrungen vom Thema Sexualität und dem Verschwinden von sexueller Intimität aus dem Zusammenleben.

Murata greift hier das vor allem in Japan seit den 2010er Jahren in den Medien diskutierte „Zölibatssyndrom“ auf. Fast 50 Prozent der Frauen zwischen 16 und 24 Jahren hätten laut offizieller Erhebung kein Interesse an intimen Beziehungen und würden sexuelle Kontakte sogar ablehnen (Quelle: Wikipedia)
In “Schwindende Welt” gilt es als Weiterentwicklung, romantische Liebe mit virtuellen Figuren zu finden. Die Kleinfamilie ist ohne Sex ebenfalls dabei sich auszulösen und die Gesellschaft in Muratas Roman entwickelt sich immer mehr zu einem Zusammenschluss aus genderneutralen Individuen, die allerdings keinerlei Individualität mehr besitzen.

Muratas Stil würde ich als eher schlicht und naiv distanziert bezeichnen, was aber die Trennung der Menschen von ihren Gefühlen unterstreicht. Auch Amane und ihre Freundinnen sind durch ihre emotionale Abspaltung gekennzeichnet.
Und Murata treibt die verdrehte Logik und die Handlung, die dadurch entsteht, bewusst auf die Spitze.
Das ist schon manchmal krass grenzwertig, abgefahren und zeigt wie starr auch meine eigenen Vorstellungen von Familie und Sexualität sind.

Für Murata-Fans ist der Roman definitiv ein Muss, für Einsteiger
innen empfehle ich lieber “Die Ladenhüterin” für den sanfteren Einstieg.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Metamäßig vielschichtig

Die Ausweichschule
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Der Amoklauf von Erfurt erschütterte 2002 meine Welt. Bilder, die ich zuvor nur aus Amerika kannte, gab es plötzlich auch aus Deutschland und dann auch noch so nah.
Ich ging damals noch zur Schule und ...

Der Amoklauf von Erfurt erschütterte 2002 meine Welt. Bilder, die ich zuvor nur aus Amerika kannte, gab es plötzlich auch aus Deutschland und dann auch noch so nah.
Ich ging damals noch zur Schule und bereitete mich auf das Abitur vor. Eine Klassenkameradin von mir trug den gleichen Nachnamen wie der Schütze. Als das bekannt wurde, wurde sie gemobbt.

„In meiner Schule wird geschossen, das war 2002 ein Satz, der keinen Sinn ergab oder zumindest keine unmittelbare Assoziation hervorrief. In einer Schule schießt man doch nicht, vielleicht in den Staaten, aber doch nicht in Europa und schon gar nicht in Erfurt.“

Natürlich wollte ich den neuen Roman von Kaleb Erdmann lesen, der sich mehr als 20 Jahre später wieder den Ereignissen von Erfurt nähert.

Er tut das auf sehr innovative und unerwartete Weise. Erdmann selbst hatte als elfjähriger Schüler am Gutenberg Gymnasium den Amoklauf miterlebt und wurde in der Zeit danach in einer Ausweichschule unterrichtet. Sein Protagonist hat viel Ähnlichkeit mit Erdmann selbst und erzählt aus der Ich-Perspektive. Dennoch ist der Roman klar fiktiv, wenn auch vermutlich mit vielen autofiktionalen Elementen.

Es ist gerade dieses Spiel mit den verschiedenen Metaebenen, das den Roman für mich so spannend und faszinierend macht.

„Der Zweck dieses doppelten Bodens scheint es zu sein, den eigenen Voyeurismus und dadurch auch den des Lesers im Zaum zu halten, die eigene vulgäre Lust an dieser grässlichen Geschichte zu sanktionieren, eine Wand der Reflexion zwischen Romand und sich selbst einzuziehen.“

Erdmann verzichtet auf eine detaillierte Nacherzählung der Tat oder auf Spekulationen zu den Motiven des Täters. Und doch lässt er die Frage nach dessen Schuld immer wieder einfließen und zeigt die verschiedenen Sichtweisen auf dessen Verantwortung für die Tat.

„Die Komplexität erlischt, sie wird erstickt von der simplen Brutalität der einundsiebzig Schüsse. Steinhäuser tritt vor das eigentliche Thema des Textes - die Opfer und Hinterbliebenen.“

Auch die Verarbeitung eines solchen Traumas und die Erinnerungskultur nach einer solchen Tat ist ein großes Thema in Erdmanns sehr persönlich wirkendem Roman. In seinem Erzähler wirken Verdrängungsmechanismen und der Wunsch nach Erklärungen gleichermaßen.


„Heißt eine Sache zu bearbeiten, sich von ihr zu befreien?,“

„Aber bedeutet es nicht im Gegenteil auch, etwas am Leben zu halten, zu konservieren? Irgendwas in die Richtung?“

Mir gefällt das Vorgehen Erdmanns sehr gut und ich bewundere seine kunstfertige Romankonstruktion, die nur wie auf den ersten Blick spontan und im Moment geschrieben wirkt, aber natürlich auf den zweiten Blick sofort die gedankliche Reflektion dahinter erahnen lässt. Auch die kulterellen Referenzen wie beispielsweise die Verweise auf die Literatur von Ines Geipel und Emmanuel Carrère gefallen mir sehr gut.

Ich bin wirklich sehr beeindruckt von Erdmanns zweitem Roman. Jetzt habe große Lust auf Erdmanns Debütroman aus dem letzten Jahr, der mir zuvor in der Kurzbeschreibung zu zeitgeistig und jung geklungen hatte.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Faszinierendes Enigma

Die Probe
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Erst vor kurzem habe ich „Intimitäten“ von Katie Kitamura gelesen und war von der Vielschichtigkeit und Komplexität des Romans sehr begeistert. Jetzt ist Kitamuras neuer Roman „Die Probe“ erschienen, den ...

Erst vor kurzem habe ich „Intimitäten“ von Katie Kitamura gelesen und war von der Vielschichtigkeit und Komplexität des Romans sehr begeistert. Jetzt ist Kitamuras neuer Roman „Die Probe“ erschienen, den ich sogar als noch komplexer empfunden habe.

Allein der formale Aufbau, der aus zwei unterschiedlichen Teilen und Realitäten besteht, ist interessant und lädt mich zum Identifizieren der Konstanten und der Variablen ein.
Während sich die Protagonistin in „Intimitäten“ intensiv mit den moralischen Aspekten ihres Übersetzerinnenberufs auseinandersetzt, ist die Protagonistin in „Die Probe“ eine Schauspielerin. Auch sie setzt sich intensiv mit verschiedenen Aspekten ihres Berufs auseinander.
Der Beruf der Ich-Erzählerin ist natürlich bewusst so gewählt, denn Kitamura schaut diesmal genau auf die verschiedenen Rollen, die wir in unserem Leben einnehmen und wie wir in diesen Rollen von anderen Menschen wahrgenommen werden.
Dabei können wir öfter feststellen, dass unsere eigenen Vorstellungen von unserem Selbstbild nicht zwangsläufig mit denen übereinstimmen, die andere von uns haben.
Damit konfrontiert zu werden kann schmerzhaft werden.
Kitamura nutzt in den beiden unterschiedlichen Teilen ihres Romans einen festen Katalysator für die Handlung: die rätselhafte Figur des jungen Xavier. Im ersten Teil überrascht er die ältere Ich-Erzählerin mit der Behauptung er wäre ihr Sohn, den sie früher weggeben hätte. Im zweiten Teil des Romans ist er tatsächlich ihr Sohn, der wieder bei ihr und seinem Vater einziehen möchte.
Xavier, die Erzählerin und Tomas, ihr Partner, ergeben zusammen ein Dreieck, das mit komplexen Beziehungsfäden miteinander verbunden ist. Dabei können die Figuren immer nur ihre jeweiligen Beziehung zum anderen erkennen, aber über die Beziehung der beiden anderen zueinander nur spekulieren. Genauso wie ich als Leser*in, die sich im Kopf der Erzählerin befindet.

Auch wenn ich „Die Probe“ jetzt nicht als einen im Kern feministischen Roman sehen würde, baut Kitamura immer wieder auch Aspekte mit ein, die das Verhältnis der Geschlechter diskutieren. Mir fällt in ihren Romanen auf, dass ihre Figuren immer sehr emanzipiert und unabhängig wirkende Frauen sind, die aber diesem Anspruch nicht vollständig gerecht werden. Sie sind mit fehlbaren Männern zusammen, sind in gewisser Weise von ihrer Zuneigung abhängig.
Was mich auch unglaublich fasziniert ist, wie ruhig und rational Kitamura ihre Erzählerin anlegt, was aber eigentlich auch nur die Performance einer Schauspielerin ist. Unter ihrer Oberfläche brodeln die Emotionen.
Das spiegelt sich in Kitamuras Erzählstil wieder, der eigentlich ruhig und beherrscht wirkt, aber eben auch nur, wenn du an der Oberfläche bleibst. Wenn du eintauchst wird es aufregend.


Wahrscheinlich eher nicht aufregend ist der Roman für dich allerdings, wenn du lieber einer stringenten Handlung folgst, die auf einen Höhepunkt oder eine Auflösung zusteuert.
Dann würde ich dir lieber Kitamuras „Intimitäten“ empfehlen, das dieses Schema vielleicht mehr erfüllt.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Ein Buch für Gerechtigkeit und gegen das Vergessen

Lilianas unvergänglicher Sommer
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„In Mexiko werden täglich zehn Femizide verübt“
Eine der ermordeten Frauen war die 20-jährige Liliana Rivera Garza, die einzige Schwester von Cristina Rivera Garza, die heute Soziologin, Historikerin und ...

„In Mexiko werden täglich zehn Femizide verübt“
Eine der ermordeten Frauen war die 20-jährige Liliana Rivera Garza, die einzige Schwester von Cristina Rivera Garza, die heute Soziologin, Historikerin und Schriftstellerin ist. In „Lilianas unvergänglicher Sommer“ bearbeitet sie den Femizid an ihrer Schwester, die 1990 von ihrem Ex-Freund ermordet wurde. Er entzieht sich bis heute durch Flucht einer Strafverfolgung.

“Ich will Gerechtigkeit. Es war nicht ihre Schuld, / egal, wo sie war / oder welche Kleidung sie trug. Ich will Gerechtigkeit für meine Schwester. Der Vergewaltiger bist du.”

Mit ihrem Buch möchte Cristina Rivera Garza von ihrer Schwester erzählen und an sie erinnern, aber vor allem auch darauf aufmerksam machen, dass jeden Tag überall auf der Welt Frauen von Männern getötet werden.

„Die Unterwerfung weiblicher Körper birgt demnach eine Lektion: eine Pädagogik, die die Normalisierung von Grausamkeit propagiert, welche wiederum hilft, das patriarchale System aufrechtzuerhalten.
Femizid ist in diesem Kontext ein Hassverbrechen und richtet sich gegen Frauen, allein weil sie Frauen sind.“


Cristina Rivera Garza, die mit ihrer Familie in Mexiko aufgewachsen ist und heute in den USA lebt, begibt sich nach Jahrzehnte wieder auf die Spuren jenes Sommers. Sie versucht die Ermittlungsakten des Falls zu beschaffen, und beginnt die vielen Dokumente und Notizbücher, die ihre Schwester hinterlassen hat, durchzugehen.
Außerdem spricht sie mit Freund*innen von Liliana und mit ihren Eltern über die Vergangenheit.

In dem preisgekrönten Buch, das zuletzt mit dem Pulitzer-Preis 2024 ausgezeichnet wurde, erinnert sie an die intelligente, kreative und lebenshungrige junge Frau, die Liliana war und lässt sie mit Auszügen ihrer geschriebenen Briefen und Texten für mich lebendig werden.
„Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist aber auch ein bewegendes Buch über Trauerarbeit, die sich über Jahrzehnte erstreckt.

“Kann man das Leben genießen, während man trauert?
Diese allzu bekannte Frage taucht ein ums andere Mal in der Ewigkeit des Kummers auf. Über Schuld wird viel gesprochen, aber zu wenig über Scham.”

Es ist ein Buch, das vom Weiterleben ohne die geliebte Schwester, Tochter und Freundin erzählt und es hat mich sehr berührt.

„Seit dreißig Jahren vermisse ich Liliana jeden Tag, und jede Stunde in jedem Tag. Jede Minute in jeder Stunde. Jede Sekunde.“

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Spannende Unterhaltung!

Schattengrünes Tal
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Nach “Unter Wasser Nacht” und “In blaukalter Tiefe” ist das für mich schon der dritte Roman der Schriftstellerin, die sich auf ihrer Webseite selbst als absolute Spätzünderin in Punkto Schreibversuche ...

Nach “Unter Wasser Nacht” und “In blaukalter Tiefe” ist das für mich schon der dritte Roman der Schriftstellerin, die sich auf ihrer Webseite selbst als absolute Spätzünderin in Punkto Schreibversuche bezeichnet.
Spät ist in jedem Fall relativ und in diesem Fall definitiv besser als nie!
Und ihr nagelneues „Schattengrünes Tal“ hat mir bis jetzt am Besten gefallen.

Der Kurzbeschreibung des Plots hört sich, wie für Hauffs Romane typisch, ein bisschen nach einem Psychothriller an: eine geheimnisvolle Frau taucht plötzlich als Übernachtungsgast im Hotel von Lisas Vater auf. Die Protagonistin Lisa macht neben ihrem Job in der Touristinfo in dem abgetakelten Hotel die Buchhaltung und möchte der schutzbedürftig wirkenden, gleichaltrigen Daniela helfen.
Mit Lisas Unterstützung knüpft Daniela bald schnell eigene Kontakte in der malerischen Kleinstadt im Schwarzwald. Überraschend schnell macht sie sich an verschiedenen Stellen unentbehrlich…

Lisa entdeckt die ersten Ungereimtheiten in Danielas Geschichte und ihr Mann Simon reagiert sehr ungewöhnlich auf den attraktive Neuankömmling….
Wie schon in den vorigen Romanen erzählt Kristina Hauff die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und erzeugt mit dem langsamen Enthüllen von Geheimnissen und versteckten Motiven jede Menge Spannung.

Obwohl Hauff vor allem Lisas Psychologie und Entwicklung toll und nachvollziehbar herausarbeitet, steht der Unterhaltungsfaktor bei mir im Fokus. Nicht alle Figuren werden so sorgfältig durchleuchtet und allen voran Daniela bleibt für mich in einem negativen Stereotyp stecken.
Auch die Männer bekommen für meinen feministischen Geschmack zu wenig moralische Strafe und gehen zu versöhnlich aus der Geschichte. Auf der anderen Seite mag ich es aber auch, dass Hauff hier realistisch bleibt. Ja, Männer verhalten sich oft wie Arschlöcher, wir müssen uns aber trotzdem mit ihnen die Welt teilen, vor allem wenn sie vielleicht unsere (Ex-) Ehemänner oder Väter sind…

Für mich war „Schattengrünes Tal“ wieder beste Unterhaltung, die ich dir gerne weiterempfehle!

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