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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2025

Hier bei uns im Kartoffelland

People Pleaser
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Seitdem Nina ihre beste Freundin Teo kennt, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich um sie zu kümmern. Und als Teo sich Hals über Kopf in Aleks, den Badboy der Schule verliebt, nimmt Nina sich vor, seine ...

Seitdem Nina ihre beste Freundin Teo kennt, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, sich um sie zu kümmern. Und als Teo sich Hals über Kopf in Aleks, den Badboy der Schule verliebt, nimmt Nina sich vor, seine Probleme zu lösen, damit er für Teo so perfekt wie möglich wird. Womit Nina jedoch nicht rechnet, sind ihre eigenen Probleme, die dabei ans Licht kommen.

Nina ist ein People Pleaser. Oder anders gesagt: Sie hat das Helfersyndrom. Was das genau bedeutet, wurde mir erst im Laufe des Romans bewusst. Denn was zunächst wie eine liebenswerte Eigenschaft klingt, offenbart bei näherem Hinschauen Ninas eigentliche Schwächen: Selbstwertzweifel, der Wunsch nach Bestätigung und der innere Zwang, von außen kommenden Erwartungen gerecht zu werden. Bis Nina selbst zu dieser Erkenntnis kommt, ist es jedoch ein weiter Weg, der uns offenbart, dass auch ihre Freunde mit ihren eigenen Konflikten zu kämpfen haben. Hier kommen unter anderem die Themen psychische Gesundheit, toxische Männlichkeit und Leistungsdruck aus dem familiären Umfeld zum Tragen.
So unterschiedlich die Themen, so unterschiedlich auch die Figuren in diesem Roman. Nina kann als Hauptprotagonistin identifiziert werden. Daneben gibt es jedoch auch wenige Kapitel aus den Perspektiven von Aleks und Finn. Obwohl wir somit drei verschiedene Ich-Erzähler haben, wirken alle Perspektiven authentisch und differenziert. Irgendwo findet wahrscheinlich jeder auch ein Stück von sich selbst in den Figuren wieder.
Gemeinsam mit Teo wirken die Protagonisten wie ein Querschnitt der Generation Z, mitsamt all ihrer Sorgen, Bedürfnisse und der teils klischeehaften Erwartungen an sie.

Und obwohl der Roman so viele wichtige Botschaften in puncto Selbstliebe und Freundschaft transportiert, ist er voller Humor und Sarkasmus und konnte mich mit seiner guten Story wirklich gut unterhalten, zeitgleich aber auch immer zum Nachdenken anregen.
Auch das Erzähltempo ist absolut stimmig und sorgt sogar für eine
People Pleaser ist ein Roman, der mich emotional abgeholt hat. Und obwohl es ein Coming-of-Age-Roman mit Jugendslang ist, fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt zu alt dafür. Absolut lesenswert!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.08.2025

Lernen, Spielen, Lesen und Motorik schulen

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate
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Die Spiel-mit-Magnetbuchreihe vereint Lernen, Spielen, Lesen und Motorik schulen in einem. Und das ist schon eine ganz schöne Leistung.
Die Kleinen helfen in diesem Buch mit, die Kinder entsprechend der ...

Die Spiel-mit-Magnetbuchreihe vereint Lernen, Spielen, Lesen und Motorik schulen in einem. Und das ist schon eine ganz schöne Leistung.
Die Kleinen helfen in diesem Buch mit, die Kinder entsprechend der Jahreszeiten und des Wetters anzuziehen. Dabei lernen sie auf spielerische Weise die Farben, denn sie müssen ein Kleidungsstück immer in der passenden Farbe zuordnen. Anschließend können sie auf jeder Seite weitere Gegenstände in der gesuchten Farbe entdecken. Und daneben lernen sie auch noch, welche Jahreszeiten es gibt, was diese ausmacht und welche Kleidung zu welcher Jahreszeit passt. So braucht man im Winter zum Beispiel oft einen Schneeanzug.
Die sechs verschiedenen Magneten können natürlich auch nach Lust und Laune im Buch verteilt und die Kinder frei nach Fantasie angezogen werden. Da das Buch für Kleinkinder ab 18 Monaten geeignet ist, kann es zusätzlich die Motorik schulen, wenn Kleidungsstücke bzw. Magnete passend angelegt werden müssen.
Zusammengefasst: Dieses Buch ist ein richtiger Allrounder im Kinderbücherregal.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Es wird spannend und emotional …

Not Quite Dead Yet
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In der Halloween-Nacht wird Jet zu Hause von jemandem überwältigt, der ihr wortwörtlich den Kopf einschlägt. Das Ziel: Mord. Doch Jet überlebt. Jedoch ist ihre Lebenszeit begrenzt, denn ein Knochensplitter, ...

In der Halloween-Nacht wird Jet zu Hause von jemandem überwältigt, der ihr wortwörtlich den Kopf einschlägt. Das Ziel: Mord. Doch Jet überlebt. Jedoch ist ihre Lebenszeit begrenzt, denn ein Knochensplitter, der sich bei den Schlägen auf den Kopf gelöst hat, löst in ihrem Kopf ein Aneurysma aus, das zu platzen droht. Jet bleiben vielleicht noch sieben Tage - und die will sie nutzen, um ihren Mörder zu finden.

Was dann beginnt, ist eine wirkliche wilde und actionreiche Suche nach Beweisen, Motiven und Tatverdächtigen. Holly Jackson hat das unnachahmliche Talent, die Tätersuche dermaßen spannend und nahbar zu gestalten, dass man sich fühlt als spiele man gerade Cluedo und ist selbst auf Mördersuche.
Jet bekommt bei ihrer Suche Unterstützung von Billy, ein ehemaliger Freund aus Kindheitstagen. In der Geschichte bekommt ihre einst freundschaftliche Beziehung eine neue Dynamik und entwickelt sich in eine Richtung, die mir gut gefällt.

Holly Jacksons erster Erwachsenenthriller unterscheidet sich dabei jedoch nur geringfügig von einem Jugendthriller. Die Protagonistin ist zwar älter (27), verhält sich aber eher wie eine sehr junge Erwachsene. Mich hat das nicht gestört, die Erwartungen an einen Erwachsenenthriller könnten jedoch davon abweichen. Das letzte Buchdrittel macht dafür dann ziemlich deutlich, dass wir hier keinen Jugendthriller lesen.

Der personale Erzählstil war für mich hervorstechend. Holly Jackson erzählt in dritter Person und lässt uns dennoch tief in Jets Inneres blicken. Sie flucht in inneren Monologen, die sich immer wieder unter das Erzählte mischen, als wären wir trotz dritter Person in Jets Kopf. Dabei begleiten wir stets Jet; Einblicke in die Gedanken anderer Figuren bekommen wir nicht.

Kritikpunkte habe ich nur wenige. Zum Einen braucht man lange, um mit Jet warm zu werden. Sie ist ein sehr ich-bezogener Charakter und eher blind für ihre Mitmenschen und dafür, wie sie mit ihnen umgeht. Zum Anderen werden Jets sieben verbleibende Tage wie ein fixer Termin behandelt, was fernab der Realität ist, genauso wie ihr fitter Zustand nach dem Überfall. Darüber konnte ich zugunsten der dynamischen Story aber hinwegsehen.

Ich mochte diesen Thriller von den ersten Seiten an, vor allem wegen seiner Dynamik, dem Zwischenmenschlichen zwischen Jet und Billy und dem ständigen Rätselraten, dass mich unweigerlich gepackt hat.

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  • Handlung
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  • Spannung
Veröffentlicht am 23.06.2025

Die Welt mit Kinderaugen entdecken

Mein erstes Vorlese-Fühlbuch - Bist du eine Katze?
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In diesem Vorlese-Fühlbuch geht die kleine Katze auf Entdeckungsreise und lernt verschiedene Tiere kennen, wie den Frosch oder den Esel. Dabei gibt es auf jeder Seite ein Fühlelement wie zum Beispiel den ...

In diesem Vorlese-Fühlbuch geht die kleine Katze auf Entdeckungsreise und lernt verschiedene Tiere kennen, wie den Frosch oder den Esel. Dabei gibt es auf jeder Seite ein Fühlelement wie zum Beispiel den flauschige Schwanz vom Hund.
Das Buch besticht bereits auf den ersten Blick durch seine süßen Illustrationen. Diese stammen aus der Feder von Iris Blanck, die schon manch anderes wundervolles Kinderbuch liebevoll illustriert hat. Die Texte sind in Reimen verfasst, kurz und eingängig. Dabei entdeckt das Kätzchen ihre Umwelt mit den Augen eines Kindes, was ich sehr geeignet und gut umgesetzt finde. So erinnert ihre stets einleitende Frage „Bist du auch eine Katze?“ an die unvoreingenommene kindliche Neugier und macht das Buch auch für die Allerkleinsten verständlich und ansprechend.
Das Buch wird empfohlen ab einem Alter von 18 Monaten. Ich habe es mit meiner 8 Monate alten Tochter gelesen und es eignet sich meiner Meinung nach auch bereits für dieses Alter.
Ich vergebe volle 5 Sterne für dieses süße Kinderbuch, an dem ich keinerlei Kritik finde.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Mein neuer Favorit: der Biberbär

Mister O'Lui und das Mutigsein
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Mister O'Lui ist der tollste Biberbär der Welt - nun gut, wahrscheinlich auch der einzige. Aber er ist wirklich besonders. Und ich habe ihn von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen.
Von Mister ...

Mister O'Lui ist der tollste Biberbär der Welt - nun gut, wahrscheinlich auch der einzige. Aber er ist wirklich besonders. Und ich habe ihn von der ersten Seite an in mein Herz geschlossen.
Von Mister O'Lui gibt es zwar bereits mehrere Bücher, wir haben ihn in diesem Buch aber erstmals kennengelernt. Er und sein bester Freund Rupert haben sich besondere Pläne für den Tag gemacht, doch diese werden alle auf seltsame Weise durchkreuzt. Mister O'Lui hat Rupert in Verdacht, doch dieser ist mutig und begibt sich allein auf die Suche nach dem wahren Übeltäter.
Der Zeichenstil der Autorin ist absolut liebenswert. Die Farben sind stimmig und es ergibt sich hier eine süße Welt, an der ich mich einfach nicht satt sehen kann. Nicht weniger begeistern kann die Geschichte. Die Figuren im Buch sind alle drei zum Knuddeln. Jede Figur ist auf ihre Art besonders und einzigartig. Die Geschichte veranschaulicht den Kindern, was Mut ist und dass es sich lohnen kann, mutig zu sein. Dabei beweist jede der Figuren (Mister O'Lui, Rupert und Olivia) auf eine andere Art, was Mutigsein bedeutet. Und jeder von ihnen muss dafür ein bisschen über seinen Schatten springen. Eine gelungene Geschichte, die Kindern die Bedeutung und den Wert von Mut näherbringt.

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