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Veröffentlicht am 10.08.2025

Stark geht es in den zweiten Band

Dreamcatcher | Verbotene Träume (Band 2)
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Das Ende des ersten Bandes hat uns mit einer ganz schön großen Überraschung stehen lassen. Während wir also den ganzen ersten Band wilde Vermutungen angestellt haben (so ging es mir) was genau mit Alexis ...

Das Ende des ersten Bandes hat uns mit einer ganz schön großen Überraschung stehen lassen. Während wir also den ganzen ersten Band wilde Vermutungen angestellt haben (so ging es mir) was genau mit Alexis los ist, denn das was passiert sein musste, nachdem der Mare sie berührte, war uns allen klar.

Mit dem Gedanken, was alles in Band zwei auf uns zukommen kann, habe ich es mir direkt in “Verbotene Träume” gemütlich gemacht. Wir tauchen ein in die Situation, dass der Mare in Alexis erwacht ist und sich tatsächlich zu Wort meldet. Dieser Mare ist auch absolut nicht auf den Mund gefallen, gibt Widerworte und hat seine ganz eigenen Ziele.

Alexis hat nun also das Problem, dass sie sich mit dem Mare ihren Körper, ihre Gedanken und aktuell ihr Leben teilen muss. Sie muss sich fürchten vor dem König und dass dieser sie lieber tot als lebendig sehen möchte und nun taucht auch wieder der Hohepriester auf, der sein ganz eigenes Stück “vom Kuchen” abhaben möchte und seine Pläne verfolgt.

Alexis ist vom Mare in ihr abgesehen ziemlich alleine, sie weiß nicht, wem sie trauen kann, ständig auf der Flucht und große Angst, was mit ihr werden wird. Sie kann im Grunde nie wieder in ihr altes Leben zurück, ein neues gibt es aber auch nicht für sie.

Ich will hier zuerst mal auf den Mare eingehen, es war so unfassbar unterhaltsam, wie ich es mir vorgestellt habe. Ehrlich gesagt, wenn man die Schrecklichkeit der Situation beiseite lässt, wünschte ich mir auch meinen kleinen eigenen Mare in mir. Der mich beschützen könnte und mit dem ich nicht alleine wäre und mit dem man die Wortgefechte genießen kann, gerne allerdings ohne die ganzen anderen Probleme, gegen die sich Alexis wehren muss.

Wir bekommen in diesem Band so einige Informationen, die uns klüger machen und uns tiefer einblicken lassen in den Schlamassel, in den wir geraten sind. Dies bringt die Geschichte zum einen natürlich um einiges weiter und lässt uns Leser einige Puzzleteile in die richtigen Lücken setzen.

Neue Charaktere haben ihren Auftritt wie der König und vor allem die Prinzessin der Alptraumlande, hier spoiler ich sicher nicht wenn ich sage, das wir in diesem Band deutlich sehen das eine Zukunft für Alexis und Nate nicht möglich ist. Das ist auch immer wieder ein Moment wo ich mit Alexis leide, denn mir persönlich war es natürlich im ersten Band schon klar.

Dieser wundervolle Teil eröffnet uns neue Richtungen und lässt uns an Alexis Seite weiter wachsen. Denn ihre Reise ist noch am Anfang und wir werden nicht von ihrer Seite weichen.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Grandioser Einstieg

Dreamcatcher | Königreiche der Nacht (Band 1)
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Frau Maibach nimmt uns hier in eine ganz eigene Welt mit, nicht sehr weit entfernt von der Welt, die auch wir kennen. Die Welten und die Verbindung, die sie haben, ist ein zentrales Thema dieser Reihe, ...

Frau Maibach nimmt uns hier in eine ganz eigene Welt mit, nicht sehr weit entfernt von der Welt, die auch wir kennen. Die Welten und die Verbindung, die sie haben, ist ein zentrales Thema dieser Reihe, wir begleiten die Protagonistin Alexis dabei, wie sie versucht, alles was ihr bekannt ist und das, wo ihre Sehnsucht sie hin ruft, zu beschützen.

Das ist alles gar nicht so einfach, denn nicht nur ihr Leben ist von allen Seiten bedroht, auch ihr Herz ist es, das sie schützen muss. Zwischen dem Wunsch, mehr zu sein, als sie jetzt ist, und dem Gefühlschaos, das sie bewältigen muss, gar nicht so einfach, am Leben zu bleiben.

Wir werden durch die Augen von Alexis in die Geschichte um die Traumlande und die wichtige Arbeit, die sie täglich erledigen, eingeführt. Wir lernen verschiedene Charaktere kennen und erfahren mehr über das Gleichgewicht ihrer Welt. Dadurch fühlte ich mich direkt abgeholt und schon sehr “zu Hause”.

Wir haben hier eine Protagonistin, die ganz unten beginnt und einen Traum vom Himmel hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn sie möchte nichts lieber als den Dreamcatchern anzugehören, die mit ihren fliegenden Drachen auf beeindruckende Weise ihre Welt beschützen.

Die Autorin baut hier ganz langsam die Geschichte auf, sodass wir nicht direkt einen Schwall kalten Wassers ins Gesicht bekommen, sondern wie Alexis selbst Stück für Stück an dem wachsen, was wir erleben. Wir haben nicht von 0 auf 100 die “Eierlegende Wollmilchsau“, sondern einen Charakter der wird, was er erlebt und durchmachen muss.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen, zu verstehen und fördert das schnelle Aufnehmen der fantastischen Geschichte. Die Kampfszenen waren spannend und man konnte mitfiebern und feuerte die Dreamcatcher und Alexis an und hätte sich am liebsten gleich mit in den Kampf gestürzt. Genauso waren die liebevollen Momente der Annäherung zuckersüß und verursachten eigene kleine Schmetterlinge, die einen mit einem bittersüßen Lächeln in den kommenden Bänden auf noch mehr hoffen lassen.

Das Buch endet ganz richtig mit einer Szene, in der nicht nur Nate ungläubig auf das Weiterlesen warten muss, auch wir müssen dafür zum zweiten Band greifen und ich freue mich sehr darauf.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Die Zukunft kommt, mit Macht.

2048: Die Macht des Sturms
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Lorena Christ ist die Autorin des 2024 erschienenen Dystopischen Romans, dessen Rezension ihr nun bei mir lesen könnt.

In knapp 500 Seiten leitet uns Frau Christ uns durch die Geschichte der fünf jugendlichen ...

Lorena Christ ist die Autorin des 2024 erschienenen Dystopischen Romans, dessen Rezension ihr nun bei mir lesen könnt.

In knapp 500 Seiten leitet uns Frau Christ uns durch die Geschichte der fünf jugendlichen Caitlin, Darren, Julia, Arian und Connor, deren gemeinsames Schicksal in einer stürmischen Nacht beginnt.

Fünf Jugendliche, Fünf Schicksale und doch fünf Gemeinsamkeiten, die die Jugendlichen auf besondere Weise zusammengeschweißt und um im Kampf mit und um ihre neuen Kräfte stärker machen.

Besonders gefallen hat mir zu Beginn schon, dass es die Jahres-Ticker gab, was alles mit der Welt passiert war und dessen Auswirkungen. Das bringt einen schon in die richtige Stimmung und umreißt einfach, in welchen Zeiten wir uns im Buch befinden.

Stück für Stück erfahren wir mehr über die einzelnen Protagonisten und wie sie enger zusammenwachsen. Sie sind so jung und mussten im Grunde schon in nicht ganz idealen Bedingungen den Weg in das Erwachsenwerden antreten.

Der Schreibstil der Autorin ist unfassbar flüssig, man hat ein Kapitel so schnell durch, da kann man nicht mal blinzeln. Wirklich sehr erstaunlich.

Die Story finde ich unglaublich toll, gerade die dystopischen Romane haben ja den Reiz, dass es so viele verschiedene Möglichkeiten einer Zukunft gibt. Sie mit den Augen der Autoren zu lesen und im Grunde zu sehen ist einfach immer wieder eine tolle Erfahrung.

Dies ist der erste Band und findet sein Finale im zweiten Band. Ich bin sehr gespannt, welchen Ausgang wir erleben werden, zum Ende hin gibt es so einige neue Wendungen, die einen mit vielen Spekulationen zurücklassen.

Mein Fazit ist, dass dieses Buch für jeden Jugendbuch Liebhaber ist, der sich gerne auf eine Reise in die Zukunft begibt und offen für neue Wendungen ist.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Eine schöne und etwas andere Idee zur Endzeit

Water Rising (Band 1) - Flucht in die Tiefe
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Am Ende des Buches bin ich etwas unschlüssig zurück geblieben. Für das Buch habe ich mich entschieden, weil ich Dystopien sehr gerne lese. Auch das Thema hat mich sehr angesprochen, ein Meteorit der auf ...

Am Ende des Buches bin ich etwas unschlüssig zurück geblieben. Für das Buch habe ich mich entschieden, weil ich Dystopien sehr gerne lese. Auch das Thema hat mich sehr angesprochen, ein Meteorit der auf die Erde stürzt, reißt die Erde in ein völliges Chaos und überflutet die Welt so, dass die Menschen sich vollständig ins Wasser zurückziehen müssen. Die Reise von Leyla beginnt in einer Unterwasser-Version von London.

Das hat mich sehr angesprochen, denn diese Idee hatte ich bisher noch nicht gelesen. Richtig spannend wird es, als man erfährt, dass die Menschen bereits vor der Katastrophe davon erfahren, was ihnen passieren wird und sie sich darauf vorbereiten können. Sie erschufen eine neue Spezies, die Anthropoiden, sie sehen aus wie wir, doch sie sind anders. Wundervoll, hat dem Ganzen noch mal etwas Besonderes gegeben, eine spannende Nuance.

Doch es gab so viele Kleinigkeiten, die mich immer wieder gestört haben, welche dann auch letzten Endes immer wieder etwas meinen Lesefluss beeinträchtigt haben. Frau Shah versucht immer wieder kleine Situationen, Begebenheiten und Augenblicke einzuführen, die keinen besonderen Zweck erfüllen, sondern glaube ich einfach natürlich wirken sollen im jeweiligen Handlungsstrang, in dem sich Leyla befindet. In meinen Augen bewirkt sie leider einfach das Gegenteil damit, viel mehr hätte ich mich darüber gefreut, wenn wir mehr über die Erde erfahren hätten und die Konsequenzen, die mit dem Meteoriten einhergehen. Klar, wir erfahren hier und da, dass die Menschen nicht nach oben können. Aber dafür, dass es als Climate-Fiction eingestuft wird, ist mir das hier jedoch zu wenig Input.

Ebenfalls habe ich das Gefühl, dass sie eher lückenfüllend schreibt. Schreiben ohne wirklich etwas zu sagen. Auch hier könnte man viel mehr darüber schreiben, was für einzelne Gruppen sich seither gebildet haben, gerade weil viel Mangel herrscht, oder im Verlauf, als wir schon mehr von den Anthropoiden wissen, hier nochmal mehr auf einige Sachen eingehen.

Es tut mir wirklich fast leid, dass ich so viel Negatives zu berichten habe. Auch einige Entscheidungen, die der Charakter immer und immer wieder stumpf trifft ohne Rücksicht auf Verluste machen wenig Sinn, zum einen hat sie unglaubliche Angst und alles ist so schrecklich und doch macht sie immer weiter damit, es ist keine Lernkurve keine Entwicklung zu sehen, zumindest in diesem Band nicht. Natürlich kann man sagen, dass gehört zu ihrem Charakter, aber es ist leider einfach nur dumm, egoistisch und um so öfter es vorkommt vor allem leider auch unlogisch.

Ob ich den zweiten Band zur Hand nehme weiß ich jetzt noch nicht, aber auch wenn ich vieles bemängelt habe, bleibt die Tatsache, dass das Thema Unterwasserwelt und die neue Spezies unheimlich spannend sind. Ebenfalls erkenne ich an und bemerkte ich, dass die Autorin hier viel Herz rein gelegt hat, vielleicht wird es eine Mischung aus diesen drei Aspekten sein, warum ich doch noch zum zweiten Band greifen werde.

Empfehlen kann ich dieses Buch nur jenen, die einem Abenteuer die eine oder andere Macke und Eigenheit verzeihen. Ein Abenteuer erleben wir hier auf jeden Fall, eines, das zumindest mit sehr liebevollen und vor allem charmanten Charakteren in Form von Ari (Gott, ich wollte ihn gerne aus dem Buch holen.) bestückt ist.

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