Ein magischer Mörder und 5 Racheengel
Jack the Ripper`s Sammlung der HerzenAllein optisch ist dieser Roman ein Traum und die Autorin hat im Nachwort absolut Recht mit der Vermutung, dass allein die Gestaltung viele Leser anziehen wird.
Aber wie immer nützt das schönste Cover ...
Allein optisch ist dieser Roman ein Traum und die Autorin hat im Nachwort absolut Recht mit der Vermutung, dass allein die Gestaltung viele Leser anziehen wird.
Aber wie immer nützt das schönste Cover wenig, wenn die Geschichte nichts hergibt. Heißt es auch hier mehr Schein als Sein?
Unsere Protagonistin ist Mary Kelly, Jack‘s letztes Opfer. Diese wacht nach ihrem Tod umringt von ihren vier Mit-Ermordeten auf. Die erklären ihr, Jack hätte sie zwar getötet, durch ein Ritual aber wieder zum Leben erweckt. Im Besitz ihrer Körper sind sie sogar in der Lage von anderen gesehen zu werden und mit ihnen zu interagieren. Und das nicht ohne Grund. Die Frauen sollen ihre Kräfte nutzen und für Gerechtigkeit sorgen. Gerechtigkeit auch für das ganze Volk und dafür muss Jack die Kontrolle über die Königin erlangen. Das Jack‘s Absichten nicht gut sein können, erkennt vor allem Mary. Doch nur in Besitz ihrer Herzen, können sie sich Jack‘s Bann wieder entziehen.
Okaaaay…
Zunächst einmal zum Positiven. Ich fand es wirklich schön, diesen fünf Frauen eine Stimme zu geben. Und es ist ein netter Gedanke, so viel sei verraten, dass Jack the Ripper doch seine gerechte Strafe bekommen hat, wenn auch nicht offiziell. Auf literarischer Ebene ist es auch keine schlechte Idee, dass dabei die Geister seiner Opfer ihre Hände mit im Spiel hatten.
Aber diese Umsetzung!
Jack the Ripper mit magischen Kräften? Woher er die hatte, wird nicht erklärt.
Will Macht über die Königin erlangen, um was genau zu tun? Was sind seine Pläne für England? Wird nicht geklärt.
Und mal ganz ehrlich, hätte er wirklich fünf Prostituierte umbringen müssen, um dieses Ziel zu erreichen? Eigentlich nicht.
So viele Plot Holes. Das Meiste hat für mich einfach keinen Sinn ergeben.
Die Beziehung zwischen Mary und Inspektor Abberline ist stark angelehnt an den Film „From Hell“. Da hat mich die Chemie schon nicht überzeugt und auch hier habe ich mich stets gefragt, warum Abberline immer wieder so bereitwillig hinter Mary aufräumt.
Immerhin ist das Buch einfach zu lesen und perfekt für Zwischendurch. Aber ich war mit vielen Dingen einfach nicht wirklich zufrieden, deswegen gibt es von mir nur 3 Sterne.