Profilbild von Schugga

Schugga

Lesejury Star
offline

Schugga ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schugga über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2025

Die Drei ??? agieren hier zu lange allein statt gemeinsam den Fall zu lösen

Die Auferstehung
0

Die Abenteuer der drei Jugend-Detektive Justus Jonas (Erster Detektiv), Peter Shaw (Zweiter Detektiv) und Bob Andrews (Recherche und Archiv), auch bekannt als Die drei ??? (wir lösen jeden Fall), liegen ...

Die Abenteuer der drei Jugend-Detektive Justus Jonas (Erster Detektiv), Peter Shaw (Zweiter Detektiv) und Bob Andrews (Recherche und Archiv), auch bekannt als Die drei ??? (wir lösen jeden Fall), liegen lange zurück und sind dennoch vielen ein Begriff. Mittlerweile sind die damals Jugendlichen über 50 und leben getrennt voneinander ihre eigenen Leben. Die mutmaßliche Auferstehung einer vor sieben Jahren verschollenen Millionenerbin führt die drei jedoch über Umwege wieder zueinander.
Fragezeichen 1: Die Charaktere
Wer die Jungs von damals kennt hat deren Charaktere bestimmt noch im Kopf, für alle anderen werden diese vom Autor im Laufe des Romans deutlich. Bob Andrews ist glücklich verheiratet und bekommt als Literaturagent den Auftrag, aus dem Fall irgendwie einen Bestseller zu machen. Mit Bob wird man schnell warm, ein sympathischer und ausgeglichener Charakter. Justus Jonas lebt noch immer bei seiner Tante auf dem Schrottplatz. Ihn empfand ich als einen Typen, der nie erwachsen werden wollte und zu einem verbohrten Weltverbesserer und ewigen Junggesellen wurde. Zudem hat er sich vor Jahren mit Peter verkracht, einem Workaholic, der sich bei einem Bekannten Internet-Unternehmen hochgearbeitet und ausserhalb seines Jobs wenig Privatleben hat.
Fragezeichen 2: Der Fall
Zunächst weiß man nicht, ob die Rückkehr der Erbin zu Recht angezweifelt wird oder nicht. Denn die Auftraggeberin ist die Tante der besagten Verschollenen, die in der jungen Frau eine Erbkonkurrentin sehen könnte. Allerdings sprechen erste Hinweise für die Identität der jungen Frau. Doch das wäre zu einfach und dank diverser Zufälle kombiniert mit gewollter Recherchen ergibt sich bald ein neues Bild. Unnötig zu erwähnen, dass die Recherchen deutlich schneller verlaufen wären, hätten die drei ??? von Beginn an gemeinsam agiert.
Fragezeichen 3: Der Stil
Der Autor hat sich am Stil früherer Abenteuer orientiert, die Ähnlichkeit ist m.E. erkennbar. Erst gibt es einen unerklärlich wirkenden Fall, dann weitere Hinweise, ein wenig Gefahr und im gewohnten Auflösungs-Rhythmus geht es auf dem Umweg zum Happy End. Wer sich auf gemeinsame Recherchearbeit freut wird allerdings enttäuscht sein, dass die ehemaligen Detektive lange Zeit unabhängig voneinander agieren. Daran ist ein langjähriger Streit zwischen Justus und Peter nicht ganz unschuldig. Dieser wird irgendwann näher erklärt, allerdings hätte es mir gereicht, wenn das nur einmal thematisiert worden wäre statt zweimal, das wirkte etwas redundant. Jedenfalls dümpelt der Fall dadurch lange unnötig vor sich hin, auf Kosten der Spannung. Auch wurde mir die wiederholt eingeworfene Nostalgie irgendwann zuviel. Vom Anspruch her empfinde ich es wie ein Jugendbuch, da muss ich keine ü50 Männer haben, die sich gedanklich in ihre Jugend zurückversetzen. Das Cover ist ganz im Stil früherer Fälle gestaltet, schwarz mit den Fragezeichen-Farben rot/blau/weiß und als Motiv zwei sich ähnelnde Gesichter, stellvertretend für die Auferstandene.
Die Lösung: Meine Bewertung
Es macht definitiv Spaß zu erkunden, welche Wege die Leben der früheren Detektive genommen haben. Dass zwischen ihnen teilweise Funkstille herrscht macht es weniger geradlinig, leider bremst es den Fall bzw. die Ermittlungen aber auch zu lange unangenehm aus. Der Fall an sich ist gut gewählt, hätte jedoch deutlich schneller gelöst werden können, wenn die Männer mal miteinander geredet hätten. Stilistisch hätte ich mir weniger Nostalgie und weniger Jugendroman-Stil gewünscht. Für einen Jugendroman sind die Charaktere definitiv zu alt, für einen Erwachsenenroman ist der Stil stellenweise zu jugendlich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2025

Pseudo-Agentin wider Willen

Never Trust Your Fake Husband
0

Sie: Ohne Erinnerungen wacht sie im winterlichen Paris auf. Sie hat keine Ahnung wer sie ist, von was der Typ neben ihr da redet oder warum sie irgendwelche Fremden plötzlich umbringen wollen.
Er: Endlich ...

Sie: Ohne Erinnerungen wacht sie im winterlichen Paris auf. Sie hat keine Ahnung wer sie ist, von was der Typ neben ihr da redet oder warum sie irgendwelche Fremden plötzlich umbringen wollen.
Er: Endlich hat er seine untergetauchte Agentenkollegin Alex efunden und mit ihr hoffentlich die gestohlenen Daten. Warum tut sie so, als würde sie ihn nicht erkennen? Und warum taucht sie nicht wie sonst vor dem Feind unter, der ihnen dicht auf den Fersen ist?
Der Anfang liest sich spannend-amüsant, da zunächst nicht klar ist, ob die Frau nur zur Tarnung so tut, als hätte sie ihre Erinnerungen verloren, oder tatsächlich völlig orientierungslos durch Paris irrt. Durch die Perspektivenwechsel zwischen den Beiden erfährt man so nach und nach mehr über die beiden bzw. ihre Hintergründe. Dass der geheimnisvolle Fremde tatsächlich ein Agent ist, wird den Lesenden somit schnell klar, ihre Rolle entschlüsselt sich hingegen nicht ganz so schnell.
Der Anfang bietet definitiv Potential, da ihnen diverse Parteien auf den Fersen sind und es um gestohlene Daten geht, die zunächst ebenfalls unauffindbar sind. Was mich mit der Zeit störte sind zwei Punkte: Zum Einen ziehen sich manche Szenen unnötig in die Länge, wodurch die Spannung sinkt. Zum Anderen wird sie zu oft unnötig dümmlich-naiv dargestellt, wie ein unbeholfenes oder trotziges Blödchen, was die Story mehrfach absurd wirken ließ. Zwar ist es eine Rom-Com (Romance-Comedy), trotzdem muss eine Frau dafür nicht derart kindisch dargestellt werden. Dadurch wird es keineswegs lustiger, im Gegenteil, das wirkte manchmal wie ein Teenieroman. Auch die Anziehung zwischen den beiden wirkte einfach nur unbeholfen.
Handlung und Auflösung, nunja, vieles war recht überzogen und konstruiert statt wirklich realistisch, wohl auch dem Rom-Com-Genre geschuldet. Im Großem und Ganzen zwar ganz unterhaltsam, nur eben stellenweise unnötig kindisch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.07.2025

Die Spionin war nur eine Marionette

A Dance of Lies
0

Nach zwei Jahren im Kerker ist die einstmalige Tänzerin Vasalie ein körperliches Wrack. Nun schlägt ihr König Illian, für den sie damals alles getan hätte, einen Deal vor: entweder arbeitet sie beim nächsten ...

Nach zwei Jahren im Kerker ist die einstmalige Tänzerin Vasalie ein körperliches Wrack. Nun schlägt ihr König Illian, für den sie damals alles getan hätte, einen Deal vor: entweder arbeitet sie beim nächsten Treffen der Königreiche als tanzende Spionin für ihn, oder der Kerker ist weiterhin für sie gebucht. Vasalie geht auf die Erpressung ein und trainiert trotz ihrer Schmerzen hart, um als Künstlerin bei dem Event zugelassen zu werden.
Tanzende Spionin und königliche Intrigen, das klang für mich vielversprechend und zunächst ist es auch ganz spannend mitzuverfolgen, wie Vasalie mit ihren körperlichen Einschränkungen zu kämpfen hat und diese trickreich zu kaschieren versucht. Auch waren ihre Tanzaufführungen zunächst eine willkommene Abwechslung, allerdings wünschte ich mir schon bald, die Autorin hätte mit dem Rest des Romans ebenso überzeugen können.
Vasalie hält sich für eine starke Frau, und zunächst wirkt sie tatsächlich auch so, wenn man bedenkt, wie sie anfangs zu kämpfen hat. Leider entpuppt sie sich jedoch als eine Frau, die das macht, was ein Mann ihr sagt. Spionin? Von wegen, eine Marionette ist sie, die brav die Aufgaben ausführt, welche der König ihr zukommen lässt. Skrupel redet sie sich zwar ein, Widerstand konnte ich keinen erkennen. Ebensowenig kommt nicht einmal die Idee bei ihr, zu fliehen oder sich Verbündete zu suchen. Sie glaubt weiterhin an die leeren Versprecher, pardon, Versprechungen ihres Königs. Dem Mann, durch dessen Lügen sie überhaupt erst im Kerker landete! Jeder Mensch würde doch daraufhin dessen anderen Äusserungen ebenfalls mal infrage stellen. Vasalie nicht. Zu König Illian kann ich übrigens sagen, als Antagonist war er angenehm perfide, seine Pläne gut durchdacht.
Auch in anderen Punkten hakte für mich die Story schnell. Allem voran diese wochenlange Veranstaltung, bei der sich die Herrschenden der Nachbarländer samt Hofstaat und Soldaten an einem Ort versammeln, ihr Land führungslos zurücklassen. Und wofür? Für Dauervergnügungen? Gerade wenn ein Land sich steter Bedrohung durch Nachbarländer ausgesetzt sieht, wie es bei einem teilnehmenden Land der Fall ist, sehe ich ein derartiges Vorgehen als höchst fahrlässig. Stattdessen wirkt das Spektakel wie eine entspannte Sommerfrische, auf der König Illian seine intriganten Pläne verfolgen kann.
Am meisten ging mir recht schnell Vasalie selbst auf den Keks, sie ist naiv wie ein Teenager, lässt sich von Männern herumschubsen, verwechselt Aufmerksamkeit mit Liebe und wirft sich dem erstbesten an den Hals, unnötige Eifersuchtsgedanken inklusive. Wobei der Typ ihr mit seiner besitzergreifenden Eifersucht in nichts nachsteht. Als sie mit einem weiteren der drei Königsbrüder anbandelt, drei Narzissten mit unterschiedlich hohem Gewaltpotential übrigens, wirft sie ihm wie eine Schallplatte mit Sprung vor, er hätte sich einen Pseudoharem zusammengeraubt, weil dessen Bruder Illian das so behauptet. Was wieder der Punkt wäre, dass sie nichts hinterfragt. Auch gewisse Erinnerungen an ihre Stiefmutter werden bis zum Erbrechen wiedergekaut.
Mit der Zeit funktioniert die geplante Handlung hauptsächlich, weil gewisse Leute sich selten dämlich verhalten. Und am Schluss wird man, nach einer fantasyfreien Story, mit einem Fantasypart überfallen, der stilistisch nicht so recht zum Rest passt.
Wobei zum Thema Stil anzumerken ist, dass mir so manche Ausdrücke zu modern sind im Roman. Getoppt hat das die wiederholte Aussage, sie würden Champagner trinken. Ich bezweifle doch sehr, dass es in dieser Welt eine namensgebende, französische Champagne gibt.
Leider konnte sich Vasalie mit dieser Erzählung nicht vollständig in mein Herz tanzen, dazu war sie mir zu naiv und zu sehr Marionette. Ebenso weist der Roman hier und da einige Längen auf, wenn der Fokus sich detailreich auf Tänze und Kostüme verschiebt. Die Darstellung ihrer körperlichen Probleme war hingegen sehr gut dargestellt. Romantik oder das versprochene Liebesdreieck konnten mich überhaupt nicht abholen, dafür war sie zu sehr Mäuschen, dass sich von Kerlen dirgieren lässt. Die Gestaltung des Buch ist übrigens wunderschön passend an die Glaskunst angelegt, welche im Roman eine gewisse Rolle spielt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2025

Wenn morgen zu gestern wird

Gestern waren wir unendlich
0

Zwischen Louis und Henry kriselt es gerade, trotzdem ist Louis zur Feier von Henrys Familie mitgekommen. Auf dem Heimweg geraten die beiden in einen Verkehrsunfall, Henry stirbt vor Louis‘ Augen. Und das, ...

Zwischen Louis und Henry kriselt es gerade, trotzdem ist Louis zur Feier von Henrys Familie mitgekommen. Auf dem Heimweg geraten die beiden in einen Verkehrsunfall, Henry stirbt vor Louis‘ Augen. Und das, bevor die beiden sich aussöhnen konnten. Am nächsten Morgen ist jedoch wieder gestern, der Tag der Feier. Und diesmal setzt Louis alles daran, den Unfall zu vermeiden.
Dies ist die erste, jedoch nicht die letzte Zeitschleife. Louis erlebt diesen Tag immer und immer wieder, versucht erneut, den Tod seines Partners zu vermeiden und nutzt hierzu diverse Strategien. Im Wechsel erleben wir Szenen aus der Vergangenheit der beiden, diese aus Henrys Perspektive, welche die Beziehung der beiden um weitere Details ergänzen.
Ein Ziel des Ganzen ist es darzustellen, was so eine Zeitschleife seelisch mit einem macht, in diesem Fall mit Louis. Also mal euphorisch, ungeduldig, verzweifelt etc. Diese Stadien sind mal mehr, mal weniger gut erkennbar und hätten meiner Meinung nach stärker herausgearbeitet werden können. Im Gegensatz zum Anfang, der recht gefühlvoll daherkommt, schleichen sich mit der Zeit diverse Wiederholungen ein, die mir beim Lesen jedesmal die Spannung raubten. Was mir auch missfällt ist, dass sehr lange lediglich Anspielungen gemacht werden, warum die jungen Männer grad eine Unstimmigkeit haben, und als es zur Auflösung kam wirkte der ganze Streit auf mich deswegen völlig überzogen. Ebenso schwanke ich bei der Auflösung des Ganzen zwischen guter Idee und zu kitschiger Umsetzung.
Das Buch ist auf jeden Fall gefühlvoll geschrieben, daran besteht kein Zweifel. An mancher Stelle hätten sogar gern noch mehr Emotionen einfließen dürfen. Auch die Perspektivenwechsel mit Louis für die Gegenwart und Henry für die Vergangenheit sind sehr gut gewählt und verhindern, dass man zeitlich durcheinander kommt. Diverse Wiederholungen, der Grund für den Streit und die recht kitschige Auflösung des Ganzen haben mir allerdings ein wenig den Spaß am Buch gemindert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2025

Die Magie der Feinde - High Fantasy mit diversen Schwächen

Faebound
0

Die Erzählung spielt in einer Welt, in welcher Menschen, Fae und Elfen sich einst das Land teilten. Jedes Volk erhielt von seiner ihr zugehörigen Gottheit die ihm eigene Magie. Diese Zeit ist jedoch lange ...

Die Erzählung spielt in einer Welt, in welcher Menschen, Fae und Elfen sich einst das Land teilten. Jedes Volk erhielt von seiner ihr zugehörigen Gottheit die ihm eigene Magie. Diese Zeit ist jedoch lange vorbei, die Völker bekriegten sich so lange, bis nur noch die Elfen übrig blieben. Das Volk, welches von sich glaubt, nur die Vorteile von Mensch und Fae in sich zu vereinen. Das Volk, welches sich nun untereinander im ewigen Krieg um Ressourcen bekämpft.
Erzählt wird aus der Perspektive von zwei Personen. Die erste Person ist Yeeran, eine erfolgreiche Soldatin vom Elfenstamm des Abnehmenden Mondes, die wegen eines Fehlers bei ihrer Anführerin in Ungnade fällt und verbannt wird. Die zweite Person ist Lettle, Yeerans jüngere Schwester und gelernte Wahrsagerin. (Der Epilog bekommt dann später eine Extra-Perspektive).
Gemeinsam mit Rayan, einem weiteren Soldaten der Elfen, geraten die Schwestern in die Gefangenschaft der totgeglaubten Fae. Von da an geht es um Vorurteile, Vertrauen, Verrat, Liebe, Hass, Unterdrückung, Macht, Magie, Vergangenheit, Zukunft, Familie, kurz: man bekommt ein kunterbuntes Programm geboten in einer Welt, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Wenn auch zwischendurch mit einigen Längen. Unterstützt von einer wirklich gelungenen Landkarte im Buch sowie einer Notizsammlung der Elfen am Ende des Romans.
Dennoch gibt es einige Kritikpunkte, sowohl inhaltlich wie auch stilistisch. Wiederholt gab es Szenen, in denen gefühlt Sätze fehlten, der Anschluss sich nicht stimmig anfühlte. Auch hätte ich mir wirklich sehr gewünscht, dass die Autorin die Detailverliebtheit, welche sie für Kleidung, Frisuren und Accessoires aufbrachte, in mindestens der Intensität auch für die Beschreibung der Umgebung eingesetzt hätte. Mehrfach wußte ich bis ins Details, wie die Hauptpersonen aussahen, hatte jedoch keine Ahnung, wie ich mir den Platz, die Straße, den Raum oder das Fest optisch oder akustisch vorzustellen hatte. Auf Dauer ziemlich öde. Dann wurde für die deutsche Übersetzung leider das nonbinäre englische (!) Personalpronomen they benutzt, obwohl es die deutsche Variante sier gibt, die sich deutlich harmonischer liest. So hatte ich beim Lesen immer wieder dieses englische Wort im deutschen Text, was sich genauso nervig liest, als hätte man die deutschen Artikel (der, die, das) einfach in englisch (the) geschrieben. Und der letzte Kritikpunkt, der mich ebenfalls sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass die Autorin die Elfenfreunde in zwei Punkten unnötig dumm darstellt, damit sie zum Schluss die Leserschaft mit zwei Überraschungen beeindrucken kann (die sie für ebenso unaufmerksam hält?). Ich sag mal so: Das waren zwei Dinge, welche jede Person bereits zu Beginn der Gefangenschaft hinterfragt hätte. Und die drei Elfen sind mehrere Monate bei den Fae! Zum Einen ist es die unerklärliche Magie, auf welche Yeeran und Rayan bei einem Angriff auf verfeindete Elfen treffen und die sich exakt mit der Magie der Fae deckt (was denen überhaupt nicht auffallen soll?). Zum Anderen treffen die drei bei den Fae auf einen weiteren Gefangenen, bei dem diverse Details sehr eindeutig auf seine Herkunft hindeuten, aber auch das soll keinem der drei Elfen innerhalb all der Wochen auffallen. Das fand ich extrem schwach konstruiert, der Typ hatte im übertragenen Sinne schon fast ein Namensschild samt Steckbrief um den Hals hängen. Das hätte die Autorin geschickter angehen müssen, um die Überraschung glaubhaft zu präsentieren. Dennoch hoffe ich, dass die Folgebände dieser Trilogie besser ausfallen, da die Grundidee vielversprechend wirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere