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Veröffentlicht am 27.01.2026

Oma Emmi in Aktion

Friesenschnack und falsche Fährten. Oma Emmi undercover
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Redolf Puschen nimmt seine Vorbildfunktion als Dorfpolizist sehr ernst, auch im Privatleben muss alles stimmen. Dass seine Oma nicht in dir Kirche geht, sich mit Esoterikkram beschäftigt und sich nur wenig ...

Redolf Puschen nimmt seine Vorbildfunktion als Dorfpolizist sehr ernst, auch im Privatleben muss alles stimmen. Dass seine Oma nicht in dir Kirche geht, sich mit Esoterikkram beschäftigt und sich nur wenig am Sozialleben der Dorfgemeinschaft beteiligt, passt ihm überhaupt nicht. Aber Oma ist das alles zu spießig und langweilig. Doch dann wird am Ostersonntag die Langeweile von einem verletzten Mann in der Kirche unterbrochen, der auch noch ein Pentagramm auf der Stirn hat und den anscheinend niemand kennt. Redolf ist völlig überfordert und muss mit den angereisten Beamten der Polizeiinspektion den Fall lösen. Ihm zur Seite stehen Tietje Schluff und Dr. Leopold Winkler. Da der Täter wahrscheinlich aus dem Dorf stammt, ist es für Redolf nicht einfach, die nächsten Nachbarn zu befragen. Oma Emmi steht ihm mit ungefragtem Rat und ungebetener Tat mehr oder weniger hilfreich zur Seite. Mit Pendeln, Klangschalen und Horoskopen will sie ihrem Enkel den Mörder auf dem Silbertablett servieren. So einfach ist es aber dann doch nicht.
Es ist eine manchmal übertrieben amüsante Geschichte, die in einem Dorf mit 221 Einwohner spielt und wo jeder jeden kennt. Trotzdem gibt es so einige Geheimnisse, die bei den Befragungen zutage kommen.
Redolf und seine Oma haben viel durchgemacht, was sehr traurig ist. Das hat sie zwar zusammengeschweißt, aber Emmi bringt Redolf durch ihre chaotischen Aktionen immer wieder an den Rand der Verzweiflung und es kracht schon mal zwischen den beiden. Aber Omas gutes Essen bringt sie immer wieder zusammen.
Die Charaktere sind mit ihren Macken gut beschrieben. Redolf ist irgendwie in der Vergangenheit, die noch vor seiner Zeit liegt, steckengeblieben. Er liebt alte Heimatschnulzen und Musik von Sandra. Seine Kollegin Tietje ist eine männlich wirkende, hagere Person, die einen Tick hat, immer etwas unfreundlich wirkt, bei den Befragungen aber schnell auf den Punkt kommt. Dr. Winkler ist ein „Wiener Würstchen“, den Dialekt finde ich toll. Er wirkt kränklich und seine Funktion in dem Fall blieb Redolf erst einmal ein Rätsel. Aber auch Winkler entpuppte sich mit seinem Wiener Schmäh als ein sehr guter und charmanter Befrager. Am Ende gab es dann doch eine Menge Verlierer und es war eine traurige Geschichte.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Mit dem schönen Reetdachhaus und der Möwe passt es zum Ort des Geschehens.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Schwiegeroma ermittelt

Klappe, Action, Küstenmord!
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Die 82jähige Luella, genannt Lulu und ehemalige preisgekrönte Hutträgerin, gewinnt einen VIP-Pass für das Set einer neuen Serie und darf die Dreharbeiten hautnah erleben. Doch dann ist dort der zu operierende ...

Die 82jähige Luella, genannt Lulu und ehemalige preisgekrönte Hutträgerin, gewinnt einen VIP-Pass für das Set einer neuen Serie und darf die Dreharbeiten hautnah erleben. Doch dann ist dort der zu operierende Patient wirklich tot. Wie sich herausstellt, wurde er ermordet. Der Täter kann nur am Set zu finden sein. Zum Glück ist Lulus Schwiegerenkel Johannes der leitende Kommissar in diesem Fall. Dem geht sie gehörig auf den Zeiger, um Einzelheiten zu erfahren. Sie ist ganz in ihrem Element, hört sich unter den Filmleuten um und wirft mit haltlosen Verdächtigungen um sich. Ebenfalls vor Ort ist eine Gruppe Influencer, der sich Lulu anschließt und die sie zu einigen bedenklichen Aktionen verleiten.
Lulu ist eine sehr aktive alte Dame, die sich in alles einmischt, was sie nichts angeht. Ihr Vorgehen kann ich kaum in Worte fassen, die Palette reicht von naiv bis unverschämt. Und sie kommt immer damit durch, weil sie ja den Altersbonus hat. Sie mischt sich sogar in Johannes‘ Privatleben ein. Ihn bewundere ich für seine Ruhe. Aber nicht mal er kommt gegen Lulu an. Sie ist mir höchst unsympathisch. Andererseits macht sie die Geschichte aus, die sehr unterhaltsam ist und mir gut gefallen hat. Es gibt immer neue Verdachtsmomente und Hinweise. Die Handlung ist gut konstruiert und schlüssig.
Neben Lulu sind auch die anderen Charaktere authentisch dargestellt. Vom genervten Regisseur bis hin zum überfreundlichen Hausmeister.
Besonders schön finde ich das Cover mit Attila und Möwe.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Sehr unterhaltsam

Mord in besserer Gesellschaft
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Alice Beeton betreibt zusammen mit ihrer Schulfreundin Jinx und einer weiteren Mitarbeiterin sehr erfolgreich eine Agentur zur Vermittlung von Hauswirtschaftskräften. Ihre langjährige Kundin Camille Messent ...

Alice Beeton betreibt zusammen mit ihrer Schulfreundin Jinx und einer weiteren Mitarbeiterin sehr erfolgreich eine Agentur zur Vermittlung von Hauswirtschaftskräften. Ihre langjährige Kundin Camille Messent braucht ganz dringend eine neue Haushälterin. Zum Glück bewirbt sich genau zum richtigen Zeitpunkt Enya, die alle erforderlichen Qualifikationen mitbringt. Aufgrund der Dringlichkeit unterlässt Alice eine genauere Prüfung und stellt Enya ein. Einige Tage später wird diese tot aufgefunden. Sie wurde im Arbeitszimmer des Hausherrn gefunden. Als Alice entsetzt im Haus ankommt, muss sie zunächst ihrer vorwitzigen Hündin nachlaufen, die sich von der Leine losgemacht hat und zielstrebig zum Tatort eilt. Dort lernt Alice Detective Rigby kennen. Dieser erweist sich letztendlich doch als ganz nett. Enyas Freundin bittet Alice herauszufinden, was passiert ist. Und schon steckt sie in einer Mordermittlung.
Die Handlung ist nicht unbedingt sehr spannend oder blutig, aber sehr unterhaltsam und humorvoll geschrieben. Durch ihre Arbeit in der Agentur kennt Alice sehr viele Menschen, die ihr nun hilfreich zur Seite stehen. Mit viel Raffinesse schmieden sie einen Plan, wie sie dem Mörder auf die Schliche kommen können. Es gibt immer wieder neue Wendungen und viele Geheimnisse werden aufgedeckt.
Alice ist eine sehr sympathische, mitfühlende und hilfsbereite Person, sie ist vielseitig interessiert, talentiert und liebt ihre Agatha über alles. Sie kocht und backt gern und die Rezepte finden sich auch im Buch wieder. Als ihr zu Hause buchstäblich die Decke auf den Kopf fällt, ist das schon der erste Schritt zur Aufklärung des Mordes. Leider ist sie ihrem Bruder gegenüber zu gutmütig. Dieser hat das Familienanwesen geerbt und wirtschaftet es herunter. Damit ihr geliebtes Elternhaus nicht verfällt, steckt Alice ihr ganzes Geld und noch mehr hinein, was ihr Bruder nicht zu würdigen weiß. Er finanziert damit das Leben seiner anspruchsvollen Frau und jammert nur herum. Ihre Freundin Jinx mag ich auch sehr. Sie ist modisch immer auf dem neuesten Stand. Der Besuch des Luxus-Secondhand-Ladens war sehr amüsant.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es liest sich leicht, ist durchweg unterhaltsam und gegen Ende doch etwas rasanter. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Charmant und sympathisch die bürgerlichen Personen und extravagant und arrogant die High Society. Und wer weiß, vielleicht hat Alice auch einen Freund fürs Leben gefunden.
Das Cover ist wunderschön und lädt zum Lesen ein.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Ungewöhnlicher Krimi

Tödlicher als Hass
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„Tödlicher Hass“ ist der 4. Fall für Rick London.
In London wird die berühmte Operndiva Kyra Callahan tot in ihrer Wohnung gefunden, eindeutig ermordet. Natürlich gerät zuerst der Ehemann in Verdacht, ...

„Tödlicher Hass“ ist der 4. Fall für Rick London.
In London wird die berühmte Operndiva Kyra Callahan tot in ihrer Wohnung gefunden, eindeutig ermordet. Natürlich gerät zuerst der Ehemann in Verdacht, der allerdings als Pilot ein Alibi hat. Rick hat gerade einen Fall abgeschlossen, in dem er und seine Nichte Cece involviert waren und nur knapp entkommen konnten. Das steckt beiden noch in den Knochen und lässt Rick über einige Dinge im Leben nachdenken. Der Fall Kyra Callahan wird ihm entzogen, also macht er sich zusammen mit deren Ehemann allein auf die Suche nach dem Mörder. Die beiden Männer finden einen guten Draht zueinander und in seiner besonderen und ruhigen Art erfährt Rick viel Persönliches aus dem Leben des Ehepaares.
Nebenbei bekommt er es auch noch mit seinem ungeliebten Bruder und dessen Frau zu tun. Sie wollen ihre Tochter Cece zwingen, mit ihnen nach Hause zu kommen und geben an allem, was passiert ist, Rick die Schuld. Cece hat ein sehr gutes Verhältnis zu Rick, beide hatten eine schwere Vergangenheit und finden auch gemeinsam Trost.
Für mich war es das erste Buch dieser Reihe. Ich bin aber schnell in die Handlung eingestiegen und habe auch die Charaktere kennengelernt. Diese sind gut beschrieben. Rick ist ein ungewöhnlicher, aber sehr sympathischer Ermittler und Mensch. Er hätte Karriere als Pianist machen können, ist aber lieber zur Polizei gegangen. Für Rick bringt dieser Fall berufliche und persönliche Veränderungen mit sich.
Das Buch ist eher ein ruhiger, unaufregender Krimi, der angenehm zu lesen ist. Nach dem Mord passiert eigentlich nichts Spannendes mehr. Trotzdem ist es nie langweilig. Es gibt einige Perspektivwechsel, wodurch die Handlung wieder etwas Auftrieb bekommt. Das Ende ist nicht überraschend und war vorhersehbar.
Das Cover ist sehr einfach gehalten, passt aber zu den Vorgängerbüchern.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Der Tatzelwurm geht um

Tatzelwurm
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Nachdem Agnes und Gernot eine Nachricht von dem gemeinsamen Freund Jochen für ein abendliches Treffen bekommen haben, finden sie am Treffpunkt seine Leiche und Gernot verschwindet. Hauptkommissar Lachermeier ...

Nachdem Agnes und Gernot eine Nachricht von dem gemeinsamen Freund Jochen für ein abendliches Treffen bekommen haben, finden sie am Treffpunkt seine Leiche und Gernot verschwindet. Hauptkommissar Lachermeier muss ausgerechnet an seinem runden Geburtstag zum Tatort. Als er mit seinem ewig schlecht gelaunten Kollegen Wankel eintrifft, ist auch noch die Leiche weg. Nach Agnes Aussagen, hat sie der Tatzelwurm geholt, ein Fabelwesen, welches seit Jahrhunderten in der Region sein Unwesen treiben soll. Wo ihr Freund Gernot abgeblieben ist, konnte sie nicht sagen. Natürlich glauben die Kommissare nicht an ein Fabeltier, haben aber auch keine anderen Anhaltspunkte.
Parallel dazu versucht auch Jochens Bruder Jürgen herauszufinden, was passiert ist. Dabei bewegt er sich hauptsächlich in den Kreisen seiner ehemaligen Schulfreunde und nimmt auch an einer Vereinssitzung der Progressiven Jugend teil, die sie gegründet haben. Dort sieht er einige zwielichtige Gestalten und viele verblendete Mitglieder der Partei, die ihrem Vorsitzenden fast hörig sind. Er kommt so einigen Dingen auf die Spur, die die Polizei noch nicht weiß.
Die Ermittlungen gestalten sich nicht einfach und zieht dann weite Kreise in das organisierte Verbrechen. Und der Tatzelwurm muss auch noch gefunden werden.
Das Buch hat mir gut gefallen, die Handlung ist bildhaft beschrieben und die Personen sind authentisch dargestellt. Lachermeier finde ich sehr sympathisch. Er ist ein guter Polizist und Familienmensch. Sein Kollege Wankel hat immer schlechte Laune, macht ständig seinem Ärger über Gott, die Welt und die Politik Luft. Darüber hinaus ist er aber auch ein Ermittler mit guten Instinkten, auf den immer Verlass ist.
Es ist eine gelungene Mischung aus Polizeiarbeit, Familiengeschehen und bayrischem Flair.
Das auffällige Cover mit der schönen Landschaft gefällt mir sehr gut.

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