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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Wunderbare Fortsetzung

Im Nordlicht
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Wir begeben uns nach Hamburg ins Jahr 1914. Rosa, die kleine Tochter von Alice ist verschwunden. Vergeblich hat sie bisher nach ihr gesucht. Ihr Ehemann Hank weiß, so sie sich befindet, aber er benutzt ...

Wir begeben uns nach Hamburg ins Jahr 1914. Rosa, die kleine Tochter von Alice ist verschwunden. Vergeblich hat sie bisher nach ihr gesucht. Ihr Ehemann Hank weiß, so sie sich befindet, aber er benutzt die Tochter als Druckmittel, da Alice sich von ihm scheiden lassen will. Um Eindruck vor Gericht zu machen, nimmt Alice eine Stelle als Dienstmädchen beim Anwalt John Reeven an. Obwohl es keine Verbindung zwischen Alice und John geben darf, entwickelt sich zwischen den beiden eine Anziehungskraft, der sie sich nicht entziehen können.

Dies ist die Fortsetzung der Nordwind-Saga. Der Autorin Miriam Georg ist es wieder gelungen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, so dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Der Einstieg beginnt sehr ruhig bis sich nach und nach Spannung aufbaut. Alles ist sehr bildhaft beschrieben und man hat das Gefühl an der Seite von Alice zu stehen. In kurzen Rückblenden erfährt man mehr über das Leben von Alice. In der Vergangenheit musste sie viel erleiden und trägt ein Geheimnis mit sich.
Mir hat dieser Ausflug nach Hamburg wieder gut gefallen und ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der historische Romane liebt.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Spannung mit feinem Humor

Über die Toten nur Gutes
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Der Trauerredner Mads Madsen war während seiner Schulzeit mit Patrick befreundet, doch dann verschwand dieser mit seiner Mutter ganz plötzlich. Nun wird der Bestatter Fiete Amelung zu einem Verkehrsunfall ...

Der Trauerredner Mads Madsen war während seiner Schulzeit mit Patrick befreundet, doch dann verschwand dieser mit seiner Mutter ganz plötzlich. Nun wird der Bestatter Fiete Amelung zu einem Verkehrsunfall mit Todesfolge gerufen und erfährt, dass es sich um Patrick, Mads Freund handelt. Patrick will die Trauerrede halten, denn er hat nur schöne Erinnerungen an die Zeit. Dann erreicht ihn ein Brief, der alles verändert. Nach dem Mads bei der Kommissarin Luisa Mills abgeblitzt ist, versucht er auf eigene Faust die Wahrheit um Patrick herauszufinden. Schnell wird klar, dass der Unfall vorsätzlich herbeigeführt ist und je mehr Mads seine Ermittlungen wider Willen vorantreibt, desto tiefer gerät er in einem Strudel, der sich kaum aufhalten lässt.

Durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel ist mir der Einstieg sehr leichtgefallen, so dass die Seiten nur so dahinflogen. Schnell begann es in meinem Kopfkino zu rattern. Auch gefiel mir der feine Humor, der auf jeder Seite aufblitzt. Nach und nach lerne ich Mads und seine Familie kennen. In kurzen Rückblenden erfahre ich mehr von Patrick, so dass sich langsam eine gut ausgearbeitete spannende Kriminalgeschichte entwickelt, die mich mitraten lässt und in einem aufregenden Showdown endet. Andreas Izquierdo ist für mich ein Garant für spannende Romane und hat es wieder geschafft mich mit seinem neuen Buch zu begeistern.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Bewegende Spurensuche

Die Verlorene
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Der neue Roman von Miriam Georg spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2019 erkrankt Großmutter Änne schwer und liegt im Krankenhaus. Ihre Enkelin Laura geht allein in das Haus der Oma. Hier entdeckt sie ...

Der neue Roman von Miriam Georg spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jahr 2019 erkrankt Großmutter Änne schwer und liegt im Krankenhaus. Ihre Enkelin Laura geht allein in das Haus der Oma. Hier entdeckt sie auf dem Küchentisch ein Paket mit polnischen Briefmarken, in dem eine gemalte Leinwand eingepackt gewesen war. Die Frau auf dem Gemälde ähnelt Änne in jungen Jahren und in der unteren Ecke steht der Name Luise. Änne war nach dem Krieg aus Schlesien gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter geflohen, aber sie hatte sich geweigert, etwas darüber zu erzählen. Laura hatte noch viele Fragen, die bisher unbeantwortet geblieben sind. Sie reist nach Polen und macht sich auf die Spurensuche nach dem Pappelhof, dem ehemaligen Gut ihrer Familie. Sie findet Antworten, die ihr Bild von der Oma erschüttern.

Der Autorin Miriam Georg ist es wieder gelungen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, so dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Die Rückblenden führen nach Schlesien in die 1940er Jahre, wo wir mehr über Änne und ihre Schwester Luise erfahren. Der Einstieg beginnt sehr ruhig bis sich nach und nach Spannung aufbaut und ich mich dem Sog nicht entziehen konnte. Alles ist sehr bildhaft beschrieben, so dass die Schauplätze und Charaktere sehr lebendig werden. Geschickt hat die Autorin die Gegenwart mit der Vergangenheit verwoben. Auch mit ihrem neuen Roman hat Miriam Georg es wieder geschafft mich auf eine Reise durch ein Stück Zeitgeschichte mitzunehmen und durch ihren wunderbaren Erzählstil fesselnde Lesestunden bereitet. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der historische Romane liebt.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Eine Reise nach Sri Lanka

Die Nelkentochter (Die Blumentöchter 3)
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Während ich im ersten Band der Blumentöchter-Reihe nach Mexiko gereist bin und im zweiten Roman nach Island unterwegs war, treffe ich in diesem Buch auf Lali. Sie arbeitet in einer Werbeagentur und hatte ...

Während ich im ersten Band der Blumentöchter-Reihe nach Mexiko gereist bin und im zweiten Roman nach Island unterwegs war, treffe ich in diesem Buch auf Lali. Sie arbeitet in einer Werbeagentur und hatte schon viel ausprobiert und nichts gefunden wofür sie brannte. Beruflich sah sie ihre Zukunft düster und auch in der Liebe hatte sie nur unglückliche Dates. Sie beneidete ihre Cousinen Dalia und Soley, die ihr Glück gefunden hatten.
Der Tod der Großeltern hat eine große Lücke in Lalis Leben hinterlassen. Sie hatte Sehnsucht nach ihrer Mutter, die sie früh verlassen hatte und zurück in ihre Heimat Sri Lanka gegangen ist. Als im Lager auf Blooming Hall ein kleines Gedichtbändchen ihrer Mutter auftaucht, entschließt sich Lali nach Sri Lanka zu reisen, um ihre Mutter zu suchen und ihr all die Fragen zu stellen, die ihr auf der Seele liegen. Wird sie Antworten finden?
Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt hervorragend zu den ersten beiden Bänden der Blumentöchter. Ich liebe Bücher, in denen ich einem Familiengeheimnis auf die Spur komme. Da Rose und Albert fünf Kinder hatten, ist der Stammbaum zu Anfang sehr hilfreich, um die Kinder und Enkelkinder richtig einordnen zu können. Von der Geschichte war ich sehr angetan, schon die ersten Seiten haben mich gefesselt. Sie ist gut recherchiert und erstklassig geschrieben. Hauptsächlich findet die Handlung in der Gegenwart statt, aber es gibt einige Perspektivwechsel, die in der Vergangenheit spielen. Der Schreibstil der Autorin gibt mir das Gefühl dabei zu sein, denn die Protagonisten sind detailliert skizziert, so dass sie entsprechend lebensnah wirken. Es ist eine Mischung aus Urlaubslektüre und Familiengeschichte, die sich wunderbar leicht lesen lässt und nebenbei habe ich einiges Wissenswertes über Sri Lanka erfahren und hatte eine Art Reiseführer in der Hand. Das Buch ist in sich abgeschlossen, macht aber Lust auf die weiteren Bände dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Sehr informativ und spannend

Der Sommer am Ende der Welt
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Die Journalistin Hanna fährt gemeinsam mit ihrer 16jährigen Tochter Katie mit dem Schiff nach Borkum. Es handelt sich um eine berufliche Reise, denn Hanna möchte einen Artikel über die Verschickungskinder ...

Die Journalistin Hanna fährt gemeinsam mit ihrer 16jährigen Tochter Katie mit dem Schiff nach Borkum. Es handelt sich um eine berufliche Reise, denn Hanna möchte einen Artikel über die Verschickungskinder schreiben. Auch ihre Mutter Cornelia gehörte zu diesen Kindern und war 1963 zur Kur auf Borkum in der Villa Aurelia. Diese negativen Kindheitserfahrungen wirkten bei den Betroffenen noch bis ins Rentenalter nach. Hanna führt Gespräche mit Sabine, einem Verschickungskind, die ihr nach und nach viel offenbart. Dann wird Hanna überraschend das Tagebuch einer damaligen Betreuerin zugespielt und gerät in ein Dilemma, denn sie hat sich in den Inselarzt Ole verliebt und dessen Familie ist auch in die Angelegenheit verwickelt. Wie wird Hanna sich entscheiden?

Schon nach wenigen Seiten hat mich der Roman von Eva Völler gefangengenommen, am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch gelesen. Der Schreibstil ist, wie von der Autorin gewohnt, wieder einmal absolut angenehm und sehr bildreich. Auch der neue Roman weist darauf hin, dass sie wieder eine ausgezeichnete Recherchearbeit betrieben hat, zu einem lange verdrängten Kapitel der Nachkriegsgeschichte. Die Darstellung ist der Autorin wunderbar gelungen. Sie hat nichts beschönigt, sondern die tatsächlichen Vorfälle fiktionalisiert geschildert, so dass es für mich emotional keine einfache Kost war. Neben den informativen Inhalt der Geschichte kam auch Spannung auf, denn ich fragte mich, wer hat Hanna das Tagebuch zukommen lassen?
Auch mit ihrem neuen Roman hat Eva Völler es wieder geschafft, mich auf eine Reise durch ein Stück Zeitgeschichte mitzunehmen und durch ihren wunderbaren Erzählstil mir fesselnde Lesestunden bereitet.

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