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Veröffentlicht am 19.09.2024

„Wie soll man sich jemals von so etwas erholen. Wie?“

Wahllos
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Die Verhörspezialistin Kathryn Dance ermittelt in einem Fall, der schlimmer nicht sein könnte. In einem Nachtclub wird der Feueralarm ausgelöst und es kommt zu einer Massenpanik, es sterben Menschen. Die ...

Die Verhörspezialistin Kathryn Dance ermittelt in einem Fall, der schlimmer nicht sein könnte. In einem Nachtclub wird der Feueralarm ausgelöst und es kommt zu einer Massenpanik, es sterben Menschen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und immer noch ist nicht klar, ob es sich hier um ein Unglück oder einen geplanten Anschlag handelt. Kathryn befürchtet, dass dieser Täter erneut zuschlagen wird, denn er weidet sich am Leid der Menschen. Genau so kommt es dann auch. Der Täter ist gut, denn er hinterlässt überhaupt keine Spuren. Dance und ihr Team arbeiten am Limit, treten aber auf der Stelle. Darum kümmern sie sich zeitgleich auch um andere Fälle, aber es ist wie verflixt, denn es gibt nirgendwo Erfolge zu verzeichnen.

Fazit: Der Bestsellerautor Jeffery Deaver nimmt uns in seinem Thriller „Wahllos“, dem 4. Fall für die Verhörspezialistin Kathryn Dance, mit in die Welt eines Psychopathen. Dieser weidet sich am Leid der Menschen und kann seinen Drang, immer weiter zu machen nicht unterdrücken.
Deavers Schreibstil ist empathisch, fesselnd und lässt sich gut lesen. Mir gefallen die vielen Abbiegungen aber nicht immer, denn sie sind abrupt und nicht vorhersehbar. Gerade ist der Hauptfall so spannend und dann wird plötzlich ein anderes Verbrechen in den Vordergrund gestellt. Mir hätte es gereicht mich auf den psychopathischen Täter zu konzentrieren und nicht so viele verschiedene Spuren zu verfolgen. Sicher erhöht das extrem die Spannung, aber es kann auch dazu führen, dass man den Faden verliert.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und prima in Szene gesetzt. Es gibt die guten und die bösen Figuren und allen schauen wir bei ihrem Handeln über die Schulter. Auch werden wir mit Hintergrundwissen über die jeweilige Person gefüttert, das hat mir richtig wirklich gut gefallen.
Das Ende ist gut durchdacht. Einige Lösungen hatte ich so nicht erwartet. Mein Lieblingsautor Jeffery Deaver versteht es einfach ausgezeichnet die Lösungen noch mit viel Raffinesse zu präsentieren und er löst wirklich jede einzelne Frage auf.
Von mir kommt hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 4 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2018

„Er wusste ganz genau, wie schwer es ihr fallen würde Freunde in Gefahr zu bringen.“

Pochette's V
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Um ihr Erspartes betrogen und völlig mittellos sitzt Sandrine Ferrand in London fest. Die ausgebildete Wirtschaftsspionin, kurz Pochette, genannt, nimmt das aber nicht so hin. Sie plant einen großen Rachefeldzug. ...

Um ihr Erspartes betrogen und völlig mittellos sitzt Sandrine Ferrand in London fest. Die ausgebildete Wirtschaftsspionin, kurz Pochette, genannt, nimmt das aber nicht so hin. Sie plant einen großen Rachefeldzug. Dazu braucht sie aber Hilfe, die sie nach langem Hin- und Hergeplänkel von dem Hehler Robert Burke, bekommt. Nichts ist so einfach wie es scheint, denn ohne Zusage für ihren Gönner was zu erledigen, kommt kein Geld in Sandrins Finger.

Nun beginnt die Phase wer dabei sein soll. Das gestaltet sich spannend. Aber es gelingt Sandrine, die Besten der Besten zu rekrutieren.

Die Jagd nach dem versteckten Archiv gestaltet sich spannend. Es handelt sich um einen entführten jüdischen Uhrmacher, der aufgrund seines schier unfehlbaren Gedächtnisses dieses Pseudonym trägt.

Sandrine ist nicht immer die Erste vor Ort, aber es gelingt ihr tatsächlich den Gesuchten aufzuspüren.

Viele Hürden müssen genommen und einige Schlachten geschlagen werden um an das begehrte Ziel zu gelangen. Nicht immer einfach, denn es sind viele falsche Fährten gelegt und Sandrine tappt auch gerne mal in ein Fettnäpfchen.

So mehr verrate ich jetzt nicht. Lest selbst.

Fazit:

Der Autor Lucas Edel nimmt uns im zweiten Teil von Pochette mit auf die Jagd nach dem versteckten Archiv.

Die Spannung,die anfangs sehr hoch ist, ist mir ein wenig verlorengegangen während der Jagd. Nichtsdestotrotz vermag der Autor mich sofort in die Geschichte zu ziehen.

Der Schreibstil ist gut und lässt sich flüssig lesen. Wieder werden wir mit viel Humor unterhalten.

Die Charaktere, die uns teilweise schon bekannt sind, werden weiter durchleuchtet. Das gefällt mir gut, mag ich doch gern wissen, wie das Privatleben der Protagonisten so ist. Auch neue Personen lernen wir kennen, die mir richtig gut gefallen. Wieder ist die Schildkröte mit an Board. Parsley mochte ich schon im Prequel sehr. Hier wird eine kleine Geschichte um sie gestrickt, die mir sehr gut gefallen hat.

Alles in Allem ein guter zweiter Teil, der mich nicht so ganz überzeugen konnte.

Nach langem Hin- und Hergeringe vergebe ich hier 4 Sterne, weil es 3,5 einfach nicht gibt. Eine Leseempfehlung vergebe ich hier aber aus Überzeugung, weil das Buch einfach sehr unterhaltend ist.

Veröffentlicht am 04.05.2018

„Hör mal, Schatz, welchen Stoff rauchst du eigentlich?“

Braune Orchideen
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In dem kleinen Örtchen Schwalbach ist der Teufel los. Klar leben dort viele ältere Menschen und darum ist das Dahinscheiden natürlich an der Tagesordnung. Leider sterben aber einige dieser Bewohner nicht ...

In dem kleinen Örtchen Schwalbach ist der Teufel los. Klar leben dort viele ältere Menschen und darum ist das Dahinscheiden natürlich an der Tagesordnung. Leider sterben aber einige dieser Bewohner nicht eines natürlichen Todes.

Kommissar Frank Posselt ahnt schon länger, dass hier wild gemordet wird, wird aber immer wieder von seinem Vorgesetzten Hauptkommissar Bornheim, ausgebremst. Auch die Ärztin des Dorfes, Frau Dr. Else Kleefisch, scheint hier ihre Finger tief im Dreck stecken zu haben, sie unterstützt den Hauptkommissar in jeder Art und Weise.

Als nun die Frau des Pastoren tot aufgefunden wird, ruft Posselt alles herbei, was es an krimialtechnischer Unterstützung aufzubieten gibt. Sofort wird er zurückgepfiffen und er muss um seinen Job bangen. Aber er kennt die Familie gut und ruft dann die Tochter Stefanie an, um ihr vom Tod ihrer Mutter zu berichten. Stefanie, die auch Pastorin ist, kommt sofort und als dann weitere ominöse Todesfälle eintreten, arbeitet sie mit Posselt und einigen Eingeweihten zusammen, denn hier stinkt etwas ganz dolle gen Himmel.

Mehr verrate ich jetzt nicht, lest selbst.

Fazit:

Der Autor Andreas Schnabel nimmt uns in seinem Buch mit nach Schwalbach. Sehr schön beschreibt er die Umgebung und die Charaktere.

Der Schreibstil ist gut und lässt sich sehr flüssig lesen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, als ich angefangen hatte. An der Spannung lag es aber nicht, denn die ging mir im Laufe des Buches irgendwie verloren. Als Thriller beginnend, wird das Buch dann zum Krimi und letztendlich zum erzählenden Roman. Das war schade, denn es fing wirklich phänomenal an.

Für Zartbesaitete ist es aber nicht geeignet, denn anfangs wird schon recht heftig gemordet. Die Protagonisten gibt es in allen Varianten. Da gibt es die Guten, die Schlechten und die ganz fiesen Schlächter. Besonders gut gefallen hat mir Pastorin Stefanie, obwohl sie mir ein wenig zu flapsig und tough rüberkam. Auch Kommissar Frank ist sehr gut gelungen. Allen Figuren verleiht der Autor ein eigenständiges Gesicht. Auch sein Humor kommt hier nicht zu kurz, ich hatte oftmals ein Lachen auf den Lippen, das hat mir gut gefallen.

Alles in Allem ein gutes Buch. Mit der Sternenvergabe hadere ich schon ein wenig, drei sind mir zu wenig und vier zu viel, also vergebe ich 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.08.2025

„In dieser Situation wirkt jeder wie ein nervöses Wrack, ob schuldig oder unschuldig.“

Die Herzchirurgin
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Die erfahrene Herzchirurgin Dr. Anna Jones liebt ihren Beruf genauso wie ihren Sohn Zack. Als sie eines Tages vor die Wahl gestellt wird, das Leben eines Patienten während einer OP zu beenden oder ihren ...

Die erfahrene Herzchirurgin Dr. Anna Jones liebt ihren Beruf genauso wie ihren Sohn Zack. Als sie eines Tages vor die Wahl gestellt wird, das Leben eines Patienten während einer OP zu beenden oder ihren entführten kleinen Sohn zu retten, ist ihr klar, was sie tun muss.
Auch Krankenschwester Margot hat große Sorgen, denn sie sitzt in der Zwickmühle. Wie kann sie ihre enormen Schulden tilgen, ohne ihre eigenen Kollegen weiterhin zu beklauen. Als sie dann eine ungeheuerliche Beobachtung macht, weiß sie was sie tun muss um ihre Schulden loszuwerden. Aber ist das die richtige Entscheidung?
Beide Frauen, obwohl sie so unterschiedlich sind, treffen nun ihre Wahl, aber ist es die Richtige?

Fazit: Der Autor Jack Jordan schreibt mit „Die Herzchirurgin“ einen Thriller, der mich mit in den Operationssaal der Herzchirurgie nimmt. Die Beschreibungen und Erklärungen einer OP am offenen Herzen konnten mich überzeugen. Der Schreibstil ist einfach, geradlinig und lässt sich flüssig lesen.
Bei den Charakteren hatte ich so meine Schwierigkeiten. Keine der drei Frauen konnte mich hier wirklich mitnehmen. So eiskalt und abgekocht die eine, so labil und durchsichtig die anderen beiden. Die Figuren blieben das ganze Buch über blass und handelten meist kopflos.
Die Spannung, die anfangs sehr hoch war, fiel dann plötzlich ins bodenlose. Es gab so viele skurrile Handlungen, die ich nicht nachvollziehen konnte und die wenig überzeugend rüberkamen, dass ich zur Mitte hin das Buch einfach nicht weiterlesen wollte. Schon allein die Perspektive aus der Sicht der Frauen in der Ich-Form, war für mich schwierig, denn sie klangen irgendwie immer gleich, ich kam da manchmal echt durcheinander.
Ich kämpfte mich Seite um Seite weiter und plötzlich war wieder Spannung da. Wenn auch viele Ereignisse für mich an den Haaren herbeigezogen erschienen, ergaben sie irgendwie doch Sinn.
Das Ende hatte ich so nicht erwartet. Es hat mich jetzt nicht in Euphorie versetzt, aber es könnte durchaus so gewesen sein. Ich bin das ganze Buch über, aber kein Fan der Geschichte geworden. Schade, denn der Plot hatte schon sehr viel Potenzial für einen spannenden Thriller zu bieten gehabt.
Ich habe mich durch dieses Buch gequält und hätte es fast abgebrochen. Von mir kommt verständlicherweise hier keine Leseempfehlung und es reicht auch nur für 3 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

„Unhöflich und unverschämt zu sein, das ist das Naturrecht der Jugend.“

Die Insel der Tausend Leuchttürme
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Hildegunst von Mythenmetz begibt sich zur Insel Eydernorn, wo er seine Allergie in der dortigen Kureinrichtung behandeln lassen will. Dafür muss er aber auf ein Schiff und die Überfahrt dorthin ist die ...

Hildegunst von Mythenmetz begibt sich zur Insel Eydernorn, wo er seine Allergie in der dortigen Kureinrichtung behandeln lassen will. Dafür muss er aber auf ein Schiff und die Überfahrt dorthin ist die reinste Katastrophe, denn ein Unwetter begleitet die Überfahrt. Er selbst ist Standhaft wie ein Felsen, aber alle anderen Passagiere, sowie auch manches Crewmitglied, kämpfen mit Übelkeit und Angst über Bord zu gehen.
Endlich angekommen bezieht Mythenmetz sein Hotel und wird mit Musik von der Hummdudel empfangen. Verwundert stellt er fest, dass er Patient erster Klasse ist.
Die Insel ist riesig und es gibt so viele Tiere und Pflanzen, ganz zu schweigen von den vielen Leuchttürmen, die er sich anschauen und untersuchen möchte. Aber nicht alles ist schön und ungefährlich, denn er muss aufpassen, dass er sich nicht zu leichtsinnig benimmt.
In einem der 1.000 Leuchttürmen begegnet er aber Jemanden, den er schon lange nicht mehr unter den Lebenden vermutete.

Fazit: Der Autor Walter Moers nimmt mich in „Die Insel der Tausend Leuchttürme“ mit auf die Insel Eydernorn und in eine Geschichte, die mich von Anfang an nicht begeistern konnte. Anfangs war es ja noch nett, die Briefe an seinen Freund zu lesen, aber die Ausschweifungen und Erzählungen wurden immer extremer und irgendwann war es dann nur noch langweilig und ärgerlich.
Sicher gibt es viele neue Tiere und Pflanzen zu entdecken und beschreiben, ich empfand es aber als sehr mühselig, immer wieder vom Kopf bis zum Schwanz, jedes Detail genauestens beschrieben, überprüft und skizziert zu sehen. Was die Illustrationen anbelangt, so sorgen sie im eBook wirklich schon für Schmerzen in den Augen. Schön und gut erkennbar ist anders.
Auch wenn das Ende ein wenig an Fahrt aufgenommen hat, konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Oftmals habe ich unterbrochen, mir Zeit genommen und dann weitergelesen, aber mein Eindruck änderte sich nicht. Langezogen, langweilig und ich war froh, dass ich es dann letztendlich über zweieinhalb Monate hin geschafft hatte, das Ende zu erreichen.
Ich möchte aber nicht nur rummeckern, bin ich ja ein ziemlicher Neuling in dieser Welt des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz.
Von mir kommt hier jetzt keine Leseempfehlung und es reicht bei mir auch nur zu 3 Sternen, aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

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