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Veröffentlicht am 14.08.2025

Fernweh

Blau Türkis Grün
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Die Autorin Mareike Guhr beschreibt in dem Buch ihre 4 ½-jährige Weltreise mit einem Katamaran-Segler. Sie besucht verschiedene Länder und vor allem viele Inseln dieser Welt und berichtet in kleinen Kapiteln ...

Die Autorin Mareike Guhr beschreibt in dem Buch ihre 4 ½-jährige Weltreise mit einem Katamaran-Segler. Sie besucht verschiedene Länder und vor allem viele Inseln dieser Welt und berichtet in kleinen Kapiteln und Abschnitten über ihre verschiedenen Erlebnisse, teilweise auch über ihre Mitreisenden, das Boot, das Meer, die Natur. Das ist abwechslungsreich und gut gelungen. Dazu kommen – wie immer bei Büchern dieses Verlages- traumschöne Fotos. Das Fernweh ist definitiv geweckt.

Ich habe bedauert, dass das Buch keinen festen Einband hat. Ich finde, die eher broschürenartige Umhüllung schmälert den guten Eindruck etwas und ist dem Inhalt des Buches nicht angemessen.

Den Punktabzug gibt es bei mir deshalb, weil ich etwas mehr Persönliches über die Autorin vermisst habe. Sie schreibt über ein Studium, mehr wird nicht erwähnt. Ich hätte gern gewusst, was sie studiert hat, warum sie sich zu dieser Reise entschlossen hat, wie lange sie überlegt hat und ähnliche Sachen. So fehlt für mich etwas viel an Hintergrund.

Doch alles in allem ein sehr gut lesbares Buch, das auf jeden Fall das Fernweh weckt.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Gelungen

Das Flimmern der Wahrheit über der Wüste
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Das Buch behandelt rund 3 Jahre im Leben von Karl May. Von seiner ersten Orientreise 1899 bis zu Scheidung 1902.
Dem Autor ist ein interessantes Buch gelungen. Ich denke mal, ausgewiesene Karl May Fans ...

Das Buch behandelt rund 3 Jahre im Leben von Karl May. Von seiner ersten Orientreise 1899 bis zu Scheidung 1902.
Dem Autor ist ein interessantes Buch gelungen. Ich denke mal, ausgewiesene Karl May Fans werden nicht so begeistert sein, aber als neutraler Leser hat es mir gut gefallen. Besonders die Passagen, in denen die Ausschnitte oder zumindest gut nachgeschriebenen Sachen aus Karl Mays Büchern mit der Wirklichkeit der Orientreise zusammenprallen. Karl May als normaler und noch sehr naiver Tourist, der alles falsch macht, was man nur falsch mache kann. Das ist so herrlich schräg und witzig. Und widerspiegelt so deutlich, in welchem Wahn oder welcher Selbstüberschätzung sich May wohl oft befunden hat. Trotzdem bemüht sich der Autor nicht um Lächerlichkeit des Schriftstellers, sondern um mögliche Erklärungen seines Verhaltens. Und auch um die privaten Probleme des Ehepaars. Auch hier ist er um Ausgewogenheit bemüht.
Dazu kommt noch, dass das Buch gut lesbar ist, unterhaltsam, auch informativ. Ich spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Leben

Die Welt war so groß
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1957 in der Nähe von Boston beginnen Daphne, Emily, Chris und Annabell ihr Collegestudium. Jede hat eigene Pläne, doch letztendlich geht es für sie in den 1950er Jahren vor allem darum, einen präsentablen ...

1957 in der Nähe von Boston beginnen Daphne, Emily, Chris und Annabell ihr Collegestudium. Jede hat eigene Pläne, doch letztendlich geht es für sie in den 1950er Jahren vor allem darum, einen präsentablen passenden Mann zu finden, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Vorher zwar auch in den engen, damals möglichen Grenzen ihr Leben zu genießen. Sie werden zum Teil Freundinnen und sehen sich 20 Jahre später zu einem Klassentreffen wieder.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Und obwohl es schon vor rund 40 Jahren geschrieben wurde, ist es erstaunlich modern und gut lesbar. Auf jeden Fall eine gelungene Übersetzung. Doch auch inhaltlich finde ich es sehr modern. In der heutigen Zeit versuchen viele junge Mädchen und Frauen, sich ganz schnell einen reichen Mann zu suchen, und denken, damit wären sie versorgt und glücklich. In diesem Buch sieht man, was aus solchen Vorstellungen werden kann und mit welchen Widerständen die Frauen in der damaligen Zeit zu kämpfen hatten (aber auch homosexuelle Menschen). Man kann die verschiedenen Entwicklungen gut nachvollziehen und es ist auf jeden Fall eine sowohl interessante Zeitreise wie auch eine menschliche Entwicklung.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Gelungener Erstling

Das andere Haus
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Caroline hat mit ihrem Mann Francis wegen einer Woche Urlaub in der Nähe von London ihre Wohnung getauscht. Sie haben schwere Zeiten hinter sich, die Ehe lief nicht gut. So wollen sie ohne Sohn Eddie im ...

Caroline hat mit ihrem Mann Francis wegen einer Woche Urlaub in der Nähe von London ihre Wohnung getauscht. Sie haben schwere Zeiten hinter sich, die Ehe lief nicht gut. So wollen sie ohne Sohn Eddie im Urlaub auftanken. In der Wohnung angekommen wird sie bald misstrauisch, denn alles erinnert sie an einen vergangenen Seitensprung. Und mehr und mehr fühlt sie sich bedroht...

Ich finde, das Buch ist ein gelungener Erstling, auch wenn es für mich kein typischer Psychothriller ist. Spannung ist die meiste Zeit vorhanden, sei es der Ex, sei es die eigenartige Nachbarin oder der Ehemann. Die Autorin hat einige Überraschungen eingebaut. Allerdings fand ich die Beschreibungen der Eheprobleme und des Seitensprunges ein wenig zu ausführlich und ausschweifend. Hier hätte eine Straffung oder das Vermeiden von Wiederholungen mehr gebracht. Doch insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Heftig

Rachewinter
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Zwei Bauarbeiter beobachten ein Pärchen beim Sex. Plötzlich ermordet die Frau den Mann. Und plötzlich ist die Frau gar keine Frau. Die Bauarbeiter haben alles gefilmt und auf den Film ist der Mörder zu ...

Zwei Bauarbeiter beobachten ein Pärchen beim Sex. Plötzlich ermordet die Frau den Mann. Und plötzlich ist die Frau gar keine Frau. Die Bauarbeiter haben alles gefilmt und auf den Film ist der Mörder zu erkennen. Michael von Kotten, Sohn eines reichen Unternehmers in Wien. Er sucht sich Evelyn Meyers als Anwältin zu seiner Verteidigung.
Derweil hat in Leipzig Kommissar Walter Pulaski den Tod des Vaters der Freundin seiner Tochter aufzunehmen. Doch es kommt ihm einiges komisch vor. Aber der Fall gehört ihm nicht und so ermittelt er auf eigene Faust weiter.

Rachewinter ist ein gelungener Thriller. Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht, doch das ist zum Verständnis auch nicht nötig. Anfangs tappt man noch eine ganze Weile im Dunklen, später kennt man zwar den Täter, doch das mindert die Spannung nicht, weil man kein wirkliches Motiv erkennen kann. Das Ende fand ich ein bisschen zu viel und auch zu heftig. Und nicht mehr wirklich realistisch, doch mit viel Fantasie. Alles in allem eine Leseempfehlung.

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