Ein solider Krimi, der nicht atemberaubend spannend war, mich aber durchgehend unterhalten hat. Am Ende wurden alle losen Fäden zusammengeführt und die Auflösung war stimmig.
Auch wenn dies mein erstes ...
Ein solider Krimi, der nicht atemberaubend spannend war, mich aber durchgehend unterhalten hat. Am Ende wurden alle losen Fäden zusammengeführt und die Auflösung war stimmig.
Auch wenn dies mein erstes Buch über das Ermittlerduo ist, bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen. Wie nebenbei erfährt man, während die Geschichte beginnt, einige Hintergründe der beiden Kommissare, das hat mir gut gefallen. Ich mag es auch, wenn nicht "nur" die eigentliche Ermittlungsarbeit beschrieben wird, sondern auch das Privatleben der Protagonist:innen vorkommt, das macht sie irgendwie nahbarer und die Story realistischer.
Ich würde insgesamt 3,5 Sterne geben und runde hier mal auf, da es einer der besseren Krimis war, die ich in letzter Zeit gelesen habe!
Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist wie immer toll. Durch die recht kurzen Kapitel fliegt man nur so durch das Buch und es wird keine Sekunde langweilig. Dies war aber das erste seiner Bücher, in ...
Der Schreibstil von Ivar Leon Menger ist wie immer toll. Durch die recht kurzen Kapitel fliegt man nur so durch das Buch und es wird keine Sekunde langweilig. Dies war aber das erste seiner Bücher, in dem es mir manchmal etwas zu schnell ging.
Die Protagonistin Nova bekommt das Angebot, ein Jahr im neuen, hochmodernen Pramtower mitten in Berlin zu leben - und das völlig kostenlos! Perfekt, da sie gerade sowohl ihren Job als auch ihre Wohnung und ihren Freund verloren hat. Der Tower ist komplett KI-gesteuert, von der Öffnung der Wohnungstür rein über Stimmerkennung bis zur Temperatur des Duschwassers.
Direkt am Anfang hätte ich mir schon etwas mehr Infos über Novas Hintergrund gewünscht. Sie blieb über das gesamte Buch für mich nicht richtig greifbar bzw. irgendwie etwas blass und "charakterlos", weil wir nicht so richtig etwas über ihr Leben erfahren. Wir erfahren zwar, dass sie einen semi-erfolgreichen Instagramkanal, hauptsächlich über Kunst, Feminismus und Nachhaltigkeit, führt - okay, aber was beschäftigt sie wirklich? Hier wirkt es ein bisschen so, als wären ein paar aktuelle "Buzzwords" und Themen, für die junge Frauen sich halt so interessieren, ohne wirkliche Substanz eingestreut worden.
Die Handlung selbst streckt sich auch nur über wenige (ich glaube drei, vier) Wochen, was auch dazu führt, dass es mir oft einfach zu schnell ging und Nova häufig entweder nicht nachvollziehbar handelt oder ihre Meinung super schnell ändert. Nach und nach bemerkt sie, dass im Tower nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Ihre Nachbarn (mit denen sie sich jeden Freitag zum Essen treffen MUSS) verhalten sich teilweise sehr merkwürdig, Konrad behauptet sogar, die KI lasse ihn nicht mehr aus dem Tower hinaus. Bei manchen Aktionen der KI wird zwar auch Nova stutzig, erstmal nimmt sie aber alles so hin, weil der "Tower" ihr ungeahnte Chancen eröffnet. So haben zwei ihrer neuen Nachbarn zufällig eine Galerie im Tower eröffnet und stellen Nova gleich nach ihrem ersten Kennenlernen als Galeristin ein.
Irgendwann beginnt sie aber, merkwürdige Träume zu haben und die KI wird immer übergriffiger und scheint sich zu verselbstständigen.
Mehr möchte ich gar nicht zur Handlung selbst schreiben, das aktuelle Thema "Gefahren der KI" wurde sehr interessant umgesetzt und am Ende gab es einen Twist, den ich so nicht habe kommen sehen. Alles in allem also ein gutes Buch, das angenehm zu lesen war. Es hätte aber gerne noch mehr "Thrill" haben können, auch der Schluss war mir persönlich zu schnell erzählt, sodass sich nicht so viel Spannung aufgebaut hat.
Ich mochte schon die Jugendthriller von der Autorin, dies war mein erstes "Erwachsenenbuch" von ihr. Ich wusste vorher nicht, dass es Teil einer Reihe ist, man kommt aber sehr gut in die Story hinein und ...
Ich mochte schon die Jugendthriller von der Autorin, dies war mein erstes "Erwachsenenbuch" von ihr. Ich wusste vorher nicht, dass es Teil einer Reihe ist, man kommt aber sehr gut in die Story hinein und lernt die Hauptcharaktere kennen, auch ohne die anderen Bände gelesen zu haben.
Der Plot ist durchgehend spannend - eine Prepper-Gruppe, die sich im Wald auf apokalyptische Zustände vorbereitet, bis eine von ihnen tot aufgefunden wird. War es jemand aus den eigenen Reihen oder von Außerhalb? Welche Geheimnisse haben die Teilnehmer:innen voreinender? Gut zu lesen, wird nie langweilig, ein grundsolider Thriller!
Das Buch handelt von Melina, deren Kochvideos viral im Internet verbreitet werden, was ihr die Möglichkeit gibt, von ihrer Leidenschaft zu leben. Allerdings verköstigt sie lieber ihre Kreationen mit ihrem ...
Das Buch handelt von Melina, deren Kochvideos viral im Internet verbreitet werden, was ihr die Möglichkeit gibt, von ihrer Leidenschaft zu leben. Allerdings verköstigt sie lieber ihre Kreationen mit ihrem Freund Ben anstatt mit ihren Followern. Ben hat mit schwierigen Prüfungen zu kämpfen und zieht sich von Melina zurück, was sie belastet. Da Ben sich immer mehr zurückzieht, sucht Melina Ablenkung in der Welt der Influencer. Die Geschichte thematisiert Melinas Bemühungen, zu Ben durchzudringen, während er mit persönlichen Herausforderungen kämpft.
"Wo du uns findest" von Antonia Wesseling ist ein einfühlsamer Roman, der sich mit den Themen Liebe, Selbstfindung und die Auswirkungen der digitalen Welt auf zwischenmenschliche Beziehungen auseinandersetzt. Die Autorin webt geschickt die Geschichte von Melina, einer aufstrebenden Koch-Influencerin, und ihrem Freund Ben, der mit persönlichen Hürden kämpft, zu einem fesselnden Gewebe von Emotionen und Herausforderungen.
Als Ben beginnt, sich von Melina und der Beziehung zurückzuziehen, wird die Liebe der beiden auf eine harte Probe gestellt. Dieser Konflikt zwischen dem Wunsch nach Individualität und der Sehnsucht nach Nähe ist äußerst realistisch dargestellt und verleiht der Geschichte eine tiefgreifende Ebene. Wesseling gelingt es sehr gut, die inneren Kämpfe und Unsicherheiten beider Protagonisten einzufangen und den Leser:innen näherzubringen.
Die Entscheidung von Melina, sich in die Welt der Influencer zu stürzen, um Ablenkung zu finden, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Dimension. Diese Facette des Buches unterstreicht das Phänomen der Oberflächlichkeit und Selbstdarstellung in den sozialen Medien, während gleichzeitig das Bedürfnis nach Authentizität und emotionaler Tiefe betont wird.
Die präzise und sorgfältige Sprache der Autorin ermöglicht es dem Leser, sich in die Gedanken und Gefühle der Charaktere einzufühlen. Die Erzählung wechselt geschickt zwischen Melinas und Bens Perspektiven, was dazu beiträgt, die Tiefe ihrer individuellen Herausforderungen zu verdeutlichen.
"Wo du uns findest" ist eine berührende Geschichte über die Bedeutung von Kommunikation, Verständnis und Hingabe in einer Welt, die von digitaler Vernetzung geprägt ist. Antonia Wesselings Schreibstil und ihre einfühlsame Art, mit den inneren Konflikten ihrer Charaktere umzugehen, machen dieses Buch zu einem empfehlenswerten Leseerlebnis für alle, die sich für zwischenmenschliche Beziehungen und zeitgenössische Herausforderungen interessieren.
Joan hatte schon immer den Traum, ins All zu fliegen. Lange war dies für Frauen undenkbar - Ende der 1970er begann die NASA aber, auch Frauen als Astronautinnen auszubilden. Und tatsächlich gelingt es ...
Joan hatte schon immer den Traum, ins All zu fliegen. Lange war dies für Frauen undenkbar - Ende der 1970er begann die NASA aber, auch Frauen als Astronautinnen auszubilden. Und tatsächlich gelingt es ihr, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu bekommen.
Das Setting fand ich spannend gewählt! Ich wusste bisher wenig über interne Abläufe bei der NASA bzw. die Raumfahrt allgemein, und auch technische Details waren meist so geschrieben, dass man sie sich recht gut vorstellen konnte. Schnell freundet Joan sich mit ihren Teamkolleg:innen an, besonders mit der Pilotin Vanessa.
Viel mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht schreiben. Der Aufbau der Kapitel war sehr spannend gestaltet, alle Charaktere inkl. des Umfelds von Joan - vor allem ihre Schwester Barbara und Nichte Frances - sehr gut mit ihren charakterlichen Eigenheiten beschrieben. Vor allem zu Frances hat Joan eine besondere Beziehung, die sehr schön in den Plot eingearbeitet war.
Das Buch macht an vielen Stellen wütend: Dass Frauen lange systematisch aus bestimmten Berufen herausgehalten/es ihnen verboten war, und sie sich - wenn sie endlich eine Chance bekamen - doppelt beweisen mussten; dass gleichgeschlechtliche Liebe (oft immer noch) nicht offen gelebt werden durfte; dass alleinerziehende Mütter es in der Gesellschaft so schwer haben, während die dazugehörigen Väter sich oft aus dem Staub machen, Sexismus allgemein etc. etc.
Die Entwicklung der Liebesgeschichte und der Freundschaften aber auch Rivalitäten) innerhalb des Team war sehr schön geschrieben und hat mich an vielen Stellen wirklich gerührt. Für 5 Sterne fehlte mir noch der richtige "Wow"-Effekt, aber es ist insgesamt ein tolles Buch!