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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2018

Familiengeschichte

All die Jahre
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All die Jahre ist ein neuer Familierroman aus der Feder von J. Courtney Sullivan.
Die Autorin hat gut recherchiert, um alles detailgenau zu erzählen.
Mit kurzen prägnanten Sätzen erfährt der Leser einiges ...

All die Jahre ist ein neuer Familierroman aus der Feder von J. Courtney Sullivan.
Die Autorin hat gut recherchiert, um alles detailgenau zu erzählen.
Mit kurzen prägnanten Sätzen erfährt der Leser einiges von der Familie Rafferty. Nora Flynn und ihre Schwester Theresa verlassen Irland, um zu Noras Verlobten Charly Rafferty nach New York zu fahren. Interessant wie in den 50er Jahren der Anfang dort vor sich geht. Charly hat schon viele Verwandte in New York, das vereinfacht einiges. Theresa ist ein lebenslustiges junges Mädchen. Nora ist viel ruhiger und unsicherer. Wir erfahren, wie es dazu kommt, das Theresa im Kloster lander. Und wie Charly es endlich schafft, das Nora ihn hiratet. Die Kinder Patrick, John, Bridget und Brian werden erwachsen. Die Autorin zeichnet mit Nora ein besonderes schwieriges Frauenbild. Flugs vergeht die Zeit. Der 50jährige Patrick verunglückt und stirbt. Bei der Trauerfeier erfahren wir und die Geschwister, sehr viel neues über die Familie.
Dieses Buch ist ein einzigartiger Familienroman mit vielen Geheimnissen und Ängsten. Er liest sich nicht leicht, sondern verlangt viel Aufmerksamkeit, aber es lohnt sich.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Erinnerung

Das Sonnenkind
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Das Sonnenkind wurde von Detlev Meyer wenige Monate vor seinem Tod geschrieben. Er starb 1999. Der Roman wurde nach seinem Tod veröffentlicht und jetzt zu seinem 70. Geburtstag neu aufgelegt, mit einem ...

Das Sonnenkind wurde von Detlev Meyer wenige Monate vor seinem Tod geschrieben. Er starb 1999. Der Roman wurde nach seinem Tod veröffentlicht und jetzt zu seinem 70. Geburtstag neu aufgelegt, mit einem Nachwort von Matthias Frings.
Der kleine Roman ist wohl eine Erinnerung an seine eigene Kindheit. Er spielt 1960 in Neukölln und wird von der Sicht des 9jährigen Carsten erzählt. Er ist ein zartes, aufgewecktes und etwas verwöhntes Kind. Der Roman ist ein Portrait der Zeit und eine Hommage an die Kindheit. Ich sehe den kleinen Carsten, wie er mit seinem Großvater Max im Kranzler sitzt, jeder mit seinem Cognacschwenker in der Hand.
Dieser Roman ist ein wahres Kleinod. Ich freue mich, das ich diesen Autor endlich kennen gelernt habe.
Matthias Frings Nachwort trägt den passenden Titel „Das Sonnenkind tanzt jetzt auf den Sternen“ und in dem wird das Leben und Sterben Detlev Meyers gewürdigt.

Veröffentlicht am 31.12.2017

faszinierend

Die schöne Insel
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Tereza Vanek ist eine meiner Lieblingsautorinnen im Genre Historische Romane.
Sie schreibt fesselnd und spannend aus der exotischen Geschichte Chinas. Die schöne Insel ist der dritte Teil der China-Reihe. ...

Tereza Vanek ist eine meiner Lieblingsautorinnen im Genre Historische Romane.
Sie schreibt fesselnd und spannend aus der exotischen Geschichte Chinas. Die schöne Insel ist der dritte Teil der China-Reihe.
Dieser Roman beginnt im um 1900 in Shanghai. Die Unterschiede zwischen dem Internationalen Viertel und dem chinesischen Teil ist groß. Die Protagonistin Anastassia ist die Icherzählerin des Ganzen. Sie ist in Russland geboren worden und in Shanghai aufgewachsen. Sie arbeitet im Laden ihrer Eltern. Nach dem Tod ihres Vaters erfährt sie, das die Mutter nur ihre Stiefmutter ist und sich von ihr abwendet. So ist sie plötzlich auf sich gestellt, sie schafft es schnell sich zu behaupten. Die chinesische junge Clio wird von Anastassia gerettet. Sie freunden sich an und wohnen seitdem zusammen.
Durch ihren Chef gelangen die Beiden auf der Insel Taiwan, auch Formosa genannt. Wir dürfen die Natur und die Eingeborenen mit ihren Augen sehen ud an ihren Empfindungen teilnehmen. Annastassia hilft bei der Krankenpflege bei den Missionaren aus und unterrichtet Kinder. Sie sieht alles aus eigener Sicht, denn eigentlich ist sie als Jüdin aufgewachsen. Den bekannte Missionar George Leslie Mackay, 1844 bis 1901, wird in die Geschichte eingebettet, ist aber eine Nebenfigur.

Dann übernehmen die Japaner die Insel, da kommt es zu Konflikten mit den Ureinwohnern.
Die Autorin versteht es alles genau zu erzählen. Die ganze Szenerie ist grandios angelegt.
Tereza Vanek konnte mich mit diesem Roman wieder beeindrucken und begeistern.

Veröffentlicht am 25.12.2017

Lied der Weite

Lied der Weite
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Lied der Weite ist der zweite Roman, den ich von Kent Hanuf gelesen habe. Der erste Unsere Seelen bei Nacht war ein Highlight und dieser war genau so gut.
Kent Hanufs Schreibstil ist verhalten und gefühlvoll. ...

Lied der Weite ist der zweite Roman, den ich von Kent Hanuf gelesen habe. Der erste Unsere Seelen bei Nacht war ein Highlight und dieser war genau so gut.
Kent Hanufs Schreibstil ist verhalten und gefühlvoll. Wie er seine Personen aufbaut ist brillant. Der Leser kann sich in ihre Lage hinein versetzen. Seine Romane spielen in Colorado in der USA, der Ort Holt ist fiktiv.
Die siebzehnjährige Victoria wird schwanger und von der Mutter hinausgeworfen. Da war ich ja etwas entsetzt, aber nicht ganz unrealistisch.
Ihre Lehrerin Maggie ist ihr eine Hilfe. Die Brüder McPheron sind mir sehr sympathisch. Dann gibt es noch den Lehrer Guthrie mit seinen Söhnen Bobby und Ike, sie sind 9 und 10 Jahre alt.Sie zu begleiten macht großen Spaß. Die Charaktere aller Personen sind unterschiedlich, aber sehr gut geschildert.Wir erleben wie sie sich gegenseitig tolerieren und helfen.
Ein Roman, der zum Nachdenken anregt.
Ich hoffe das noch einige der Romane des Autors übersetzt werden. Ein lesenswerter Roman, den ich nur empfehlen kann. Eine wunderbare Lektüre.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Ergreifend

Das Leuchten der Erinnerung
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Das Leuchten der Erinnerung – Michael Zadoorian
Dieser Autor war mir bis jetzt unbekannt. Das Thema ist interessant, liebenswert und authentisch beschrieben.
Die Protagonistin Ella ist eine bemerkenswerte ...

Das Leuchten der Erinnerung – Michael Zadoorian
Dieser Autor war mir bis jetzt unbekannt. Das Thema ist interessant, liebenswert und authentisch beschrieben.
Die Protagonistin Ella ist eine bemerkenswerte Person, sie erzählt die Geschichte. Sie hat erfahren das sie schwer krank ist und ihr Mann John ist senil. Ich finde die Idee mit dem Wohnmobil zu verreisen, zwar riskant, aber besser, als nur auf das Ende zu warten. Klar das die Kinder nicht einverstanden sind und sich Sorgen machen.
Der Leser begibt sich mit den Beiden auf die Route 66 nach Disneyland.
Ellas Gedanken und Erinnerungen sinf interessant. John beobachtet sie genau und testet sein Gedächtnis immer wieder.
Es gibt einige Aufregungen. Trotz einiger Gefahren haben die Beiden sich gut gehalten.
Der Autor hat diesen Roman sehr einfühlsam geschrieben. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen, denn Sorgen habe ich mir um Ella und John auch gemacht. Ihre Liebe zu einander konnte ich fühlen. Ich konnte mich in ihre Lage hinein versetzen.
Den Roman kann ich nur empfehlen. Er ist verfilmt worden und ist bald im Kino zu sehen.