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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2025

Robin und Zylas - ein Duo, das süchtig macht

Ein Cookie für den Dämon
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Ich liebe die Bücher von Annette Marie und dieser Auftakt zum Spin-off der "Spellbound"-Reihe hat mich sofort gepackt. Robin ist anders als viele Heldinnen, leise und zurückhaltend, dabei voller Neugier. ...

Ich liebe die Bücher von Annette Marie und dieser Auftakt zum Spin-off der "Spellbound"-Reihe hat mich sofort gepackt. Robin ist anders als viele Heldinnen, leise und zurückhaltend, dabei voller Neugier. Genau das macht sie so nahbar. Zylas dagegen ist gefährlich, geheimnisvoll und doch auf eine unerwartete Weise witzig. Die beiden zusammen sind einfach großartig.

Die Handlung hat mich sofort mitgerissen. Es gibt Spannung, Action und auch humorvolle Momente. Besonders gelungen finde ich die Dynamik zwischen Robin und Zylas. Ihr vorsichtiges Annähern, die Wortgefechte und das langsame Vertrauen wirken sehr authentisch. Das macht die Geschichte intensiv und gleichzeitig herzerwärmend.

Die Welt rund um die Gilden ist detailreich und lebendig beschrieben. Wer die Codex-Reihe schon kennt, findet hier zusätzliche Tiefe und viele schöne Überschneidungen. Aber auch ohne Vorkenntnisse funktioniert dieses Buch hervorragend.

Für mich ist „Ein Cookie für den Dämon“ das beste Beispiel dafür, wie Urban Fantasy fesseln kann. Ich konnte nicht aufhören zu lesen und freue mich schon jetzt auf den nächsten Band. Ganz klare 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Ein Geschenk für alle, die mit den drei ??? groß geworden sind

Die Auferstehung
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Als jemand, der seit den frühen 90ern mit über 130 Originalkassetten, Live-Erlebnissen und unzähligen gemeinsamen Hörspielabenden mit der Familie tief in die Welt der drei ??? eingetaucht ist, war ich ...

Als jemand, der seit den frühen 90ern mit über 130 Originalkassetten, Live-Erlebnissen und unzähligen gemeinsamen Hörspielabenden mit der Familie tief in die Welt der drei ??? eingetaucht ist, war ich gleichermaßen neugierig wie vorsichtig gespannt auf dieses Buch. Was soll ich sagen: Die Auferstehung hat mich auf ganzer Linie abgeholt!

Natürlich darf man bei einem Drei-???-Fall keinen Hochglanz-Thriller erwarten, und genau das macht den Charme aus. Andreas Eschbach hat es geschafft, den Geist der alten Geschichten einzufangen und in eine reifere, vielschichtigere Erzählweise zu überführen. Die Struktur, die Atmosphäre, sogar der Aufbau der Ermittlungen fühlte sich für mich verblüffend vertraut an. Es war, als würde man alten Freunden begegnen, gezeichnet vom Leben, aber immer noch mit demselben Funken in den Augen.

Ich fand es berührend, zu erfahren, was aus Justus, Peter und Bob geworden ist. Nicht alles lief bei ihnen geradeaus, das hat wehgetan, aber auch total Sinn ergeben. Und doch: Das Gefühl von Hoffnung und Zusammenhalt zieht sich durch das ganze Buch. Es ist keine einfache Rückkehr nach Rocky Beach, sondern eine, die Spuren hinterlässt, im besten Sinne.

Der Fall selbst ist spannend, vielleicht nicht revolutionär, aber genau richtig dosiert und wunderbar erzählt. Mir hat besonders gefallen, wie die drei zunächst getrennt agieren, sich aber nach und nach wieder annähern. Es fühlt sich ehrlich an, nicht konstruiert. Die melancholische Stimmung, gepaart mit kleinen Lichtblicken und einem klugen Blick auf das Leben, das hat mich richtig bewegt. Beim finalen Zuklappen des Buches hatte ich sogar ein Tränchen im Auge,

Für mich war Die Auferstehung weit mehr als nur ein Krimi: Es war ein Nachhausekommen. Ein durch und durch lohnendes, emotionales und nostalgisch eingefärbtes Leseerlebnis, das mich noch lange begleiten wird.

Fünf Sterne +, und eine klare Empfehlung an alle, die Rocky Beach nie ganz verlassen haben.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Eine zarte, leuchtende Reise durch zwei Welten - einfach meisterhaft

Yumi and the Nightmare Painter
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Ich wusste, dass Brandon Sanderson mich gut unterhalten würde. Aber Yumi and the Nightmare Painter? Dieses Buch hat mich völlig überrascht und mitten ins Herz getroffen.

Ich habe es geliebt! Und zwar ...


Ich wusste, dass Brandon Sanderson mich gut unterhalten würde. Aber Yumi and the Nightmare Painter? Dieses Buch hat mich völlig überrascht und mitten ins Herz getroffen.

Ich habe es geliebt! Und zwar nicht nur, weil es voller Magie, Kreativität und fremdartiger Welten steckt, sondern weil es so tief menschlich ist. Dieses Buch erzählt von Einsamkeit und Verbindung, von Verantwortung, Angst und Mut. Es ist gleichzeitig sanft und intensiv, leichtfüßig und emotional herausfordernd. Ich habe gelächelt, gelacht, mitgefiebert und gegen Ende richtig geweint.

Die beiden Hauptfiguren, so unterschiedlich sie auch scheinen, wachsen einem schnell ans Herz. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und berührend. Auch wenn sie in völlig verschiedenen Realitäten leben, fühlen sich ihre Erlebnisse so nah und greifbar an. Und Sanderson, wie gewohnt, verwebt ihre Geschichten mit einer Sorgfalt und Finesse, die mich immer wieder staunen lässt.

Für alle, die sich fragen, ob dieses Buch Spoiler für andere Cosmere-Werke enthält: Nein. Null. Gar keine. Also bitte entspannt lesen und genießen. Auch ohne Vorkenntnisse funktioniert Yumi and the Nightmare Painter wunderbar, aber wer das Kosmeer kennt, wird ein paar schöne Aha-Momente erleben.

Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen und denke noch immer darüber nach. Es ist nicht nur Fantasy, es ist ein kleines Kunstwerk, ein Gefühl, ein Licht in dunkleren Zeiten.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Emma Ferrari überzeugt erneut - Ein köstlich-kriminelles Vergnügen!

Mord nach Rezept
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Emma Ferrari überzeugt erneut - Ein köstlich-kriminelles Vergnügen!

Mit dem zweiten Fall rund um Emma Ferrari hat mich Sabine Steck wieder mitten ins Herz von Himmelsricht katapultiert, und zwar direkt ...

Emma Ferrari überzeugt erneut - Ein köstlich-kriminelles Vergnügen!

Mit dem zweiten Fall rund um Emma Ferrari hat mich Sabine Steck wieder mitten ins Herz von Himmelsricht katapultiert, und zwar direkt hinein in das aufregende Finale eines kulinarischen Wettbewerbs. Schon nach den ersten Seiten war ich wieder vollkommen drin im Geschehen und in dieser so tollen "Ermittler"-Gruppe, als wäre ich nie weg gewesen. Emma und die anderen Damen, die man bereits aus dem ersten Fall kennt, sind für mich mittlerweile wie alte Bekannte/Freunde: sympathisch, bodenständig und mit einer feinen Nase für Ungereimtheiten. Umso schöner, dass Emma sich in diesem Band nicht nur ihrem Feinkostladen widmet, sondern auch gleich wieder auf Mördersuche geht, dieses Mal in einem wirklich delikaten Umfeld.

Die Atmosphäre im Buch ist herrlich lebendig und bodenständig: Man meint, die Düfte des Risottos in der Nase zu haben und die Spannung auf dem Dorfplatz fast greifen zu können. Die Figuren sind wunderbar gezeichnet, manche angenehm/unangenehm vertraut, andere neu, aber alle mit Ecken, Kanten und ganz viel Persönlichkeit. Gerade das Zusammenspiel zwischen Emma und ihren Freundinnen bringt viel Wärme und Witz mit.

Die Handlung selbst ist zwar nicht allzu überraschend, aber das stört überhaupt nicht. Vielmehr lebt das Buch vom Weg zur Auflösung: von den vielen kleinen Details, die Emma so wunderbar zusammenfügt, von den zwischenmenschlichen Spannungen, die sich wie Gewürze durch die Geschichte ziehen, und von der charmanten Mischung aus Ernst und Augenzwinkern.

Für mich ist „Mord nach Rezept“ ein idealer Krimi für alle, die Spannung ohne blutige Grausamkeiten lieben, mit viel Herz, regionalem Flair und einer Prise italienischem Temperament. Und das Beste: Am Ende gibt’s sogar noch etwas für den Gaumen.

Klare fünf Sterne von mir und eine große Vorfreude auf Emmas nächsten Fall!

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein Fitzek der anderen Art – und ich hab’s geliebt!

Horror-Date
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Ich hätte nie gedacht, dass ich bei einem Buch von Sebastian Fitzek mal laut lachen würde, und das nicht nur einmal. Horror-Date ist anders als seine typischen Thriller, aber gerade das macht es so besonders. ...

Ich hätte nie gedacht, dass ich bei einem Buch von Sebastian Fitzek mal laut lachen würde, und das nicht nur einmal. Horror-Date ist anders als seine typischen Thriller, aber gerade das macht es so besonders. Eine überraschende Mischung aus pechschwarzem Humor, völlig absurden Situationen und dennoch mit einem Hauch Ernsthaftigkeit, der nie ins Kitschige abdriftet.

Ursprünglich war ich ein wenig skeptisch, weil ich bisher nur Fitzeks düstere Psychothriller kenne. Doch dieses Buch hat mich im besten Sinne eines Besseren belehrt. Ich habe an einigen Stellen laut gelacht. Die Geschichte ist grandios, unterhaltsam, menschlich, und vor allem mal was ganz anderes.

Wer sich nicht daran stört, dass Fitzek hier bewusst mit Genre-Grenzen spielt und eher auf rabenschwarzen Humor als auf Nervenkitzel setzt, wird bestens unterhalten. Wir hoffen jedenfalls, dass er noch mehr solcher Ausflüge wagt. Absolute Leseempfehlung!

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