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Veröffentlicht am 22.08.2025

Interessant zu lesen, jedoch für mich nicht hilfreich

Erziehung war gestern
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Gerade weil es so schlicht ist, wurde ich von dem Cover mit dem knallig leuchtenden Text verführt und ich habe mir das Buch mit dem interessanten Titel näher angeschaut.

Ich möchte eigentlich nicht viel ...

Gerade weil es so schlicht ist, wurde ich von dem Cover mit dem knallig leuchtenden Text verführt und ich habe mir das Buch mit dem interessanten Titel näher angeschaut.

Ich möchte eigentlich nicht viel zum Inhalt spoilern, denn jeder der sich vom Thema angesprochen fühlt, sollte das Buch selbst lesen und seine Schlüsse daraus ziehen. Man liest ja meist Bücher zu solchen Themen, wenn man sich und seine Ideale vertreten fühlt und so konnte auch ich mich im Inhalt und der grundsätzlichen Meinung der Autorin wiederfinden.

Ich finde es interessant, wie Ruth Abraham ihr Buch in verschiedene Bereiche unterteilt hat und wie sie die Leser direkt und ohne belehrhaftem Tonfall anspricht.  Besonders gefiel mir die Idee, dass Liebe nicht nur als Gefühl gesehen werden kann, sondern auch als eine Handlung gegenüber dem Kind oder als ein Bedürfnis, für ein glückliches Kind. Zudem, dass nicht die gebende Person entscheidet, was Liebe ist, sondern die empfangene. Ebenfalls gut finde ich den Denkanstoß, dass man mit dem eigenen Verhalten die Schablone für das zukünftige Leben vorgibt.
Im Verlauf der Kapitel wird dann der Drang nach Erziehung auf verschiedene Gründe zurückgeführt und erklärt, dass man sein Verhalten diesbezüglich hinterfragen muss. Jedoch fehlt mir am Ende ein praktischer Ansatz, wie man ohne Erziehung, die eigenen Werte an sein Kind vermitteln kann. Natürlich wird schon zu Beginn des Buchs mitgeteilt, dass es sich hier nicht um einen Ratgeber handelt und man seinen eigenen Weg finden muss, aber enthalten ist ein Kapitel "Lösungen" und diese konnte ich für meine Alltagssituation leider nicht finden.

Versöhnt bin ich zum Schluss zwar mit dem Ansatz "dass wir Elternschaft als eine Ansammlung von Prioritäten sehen. Was ist uns wichtig? Und warum?" Aber mir fehlt der Weg, wie ich meine wichtigen Prioritäten auf das Kind übertragen kann, ohne auf eine Form von Gewalt zurückgreifen zu müssen, denn diese beginnt ja schon beim lauten Wort.

Ich werde versuchen zukünftig öfter nachzudenken, warum ich mich über das Verhalten meiner Kinder aufrege und welche Alternativen zum "Nein" es geben könnte. Letztlich stimme ich jedoch nicht mit der Autorin überein, Erziehung war nicht gestern, sondern muss heute nur anders umgesetzt werden. Auf die Frage "wie?" fehlt mir weiterhin eine Antwort, damit wirklich alle Gewinnen.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Psychologisch gut aufgebaut, aber mit Längen

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Von Aussen ein schönes Buchcover, ich mag die Haptik und das der Bildausschnitt mit UV-Lack heraussticht. Das Bild ist stimmungsvoll und wirkt abgelegen bzw. einsam. Die altrosa Färbung ist jetzt allerdings ...

Von Aussen ein schönes Buchcover, ich mag die Haptik und das der Bildausschnitt mit UV-Lack heraussticht. Das Bild ist stimmungsvoll und wirkt abgelegen bzw. einsam. Die altrosa Färbung ist jetzt allerdings nicht so meins.

Für mich waren die ersten Kapitel ein schöner Einstieg ins Buch, man lernt die Charaktere und deren Verbindung zueinander kennen. Mir gefällt, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man so auch einen Einblick in die innere Gefühlslage der Charaktere erhält. Ich konnte mich recht schnell mit den Personen verbinden. Die Umgebung mit dem Wald und den abgelegenen Häusern haben bei mir gemischte bzw. beklemmende Gefühle ausgelöst.

Im Buch werden viele zerrüttete Familien dargestellt und aufgezeigt, wie besondera Kinder darunter leiden, welche sich erst noch selbst findrn müssen. Hier wurde stark mein Mitgefühl geweckt. Jedoch wurde durch die ganzen Familienprobleme auch immer wieder Spannung rausgenommen, was mich etwas gestört hat.
Dennoch haben mich die Sprache und die bildhafte Darstellung der Umgebung weitestgehend durch die Seiten fliegen lassen. Manche poetisch ausgedrückte Passagen waren mir etwas zu viel und bräuchte es für mich jetzt nicht in einem Thriller, denn es bläst den Seitenumfang unnötig auf.

Das Genre finde ich zuden schwierig einzuorden, für einen Thriller passiert mir zu viel aussen herum und ich hatte zu wenig Mord und Gänsehautmomente. Bin da eher bei einem spanneden Roman, der psychologisch sehr gut aufgebaut ist.

Fazit: Generell konnte mich das Buch gut fesseln, allerdings erst ab der zweiten Hälfte. Aber für ein erstes Werk der Autorin in einem neuen Genre, kann man über den langsamen Spannungsaufbau hinweg sehen und ich bin gespannt, was noch kommt und halte die Augen offen.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Konnte mich nicht recht überzeugen

Der Wolf im dunklen Wald
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Mir fiel hier gleich das Cover auf, ein kurzes Déjavu, der Wiedererkennungswert ist da, die Ermittlerin Carla Seidel ist zurück. Das gewählte Motiv erzeugt bei mir eine umheimliche Stimmung, düsterer Wald, ...

Mir fiel hier gleich das Cover auf, ein kurzes Déjavu, der Wiedererkennungswert ist da, die Ermittlerin Carla Seidel ist zurück. Das gewählte Motiv erzeugt bei mir eine umheimliche Stimmung, düsterer Wald, ein einsames Reh im Nebel und ein blutrot gefärbter Boden.

Gleich zu Beginn wird Carla zu einer Leiche im Wald gerufen, der Mord ist gerade erst passiert, denn kurz zuvor war Tommi noch mit einer groß angelegten Jagtgemeinschaft unterwegs. Ein Unfall lässt sich schnell ausschließen und die Suche nach dem Mörder beginnt. Die Ermittlungen laufen schnell in alle Richtungen.

Ich hatte mich ja sehr auf die Fortsetzung gefreut und auch darauf die Weiterentwicklung der Charaktere zu sehen oder Tiefer in deren Leben einzutauchen. Aber ich bin nun etwas enttäuscht... vielleicht habe ich nach dem ersten Band auch zu viel erwartet. Die Beziehung zwischen Carla und ihrer Tochter Lana empfand ich zunehmend als nervig, beide Verhalten sich sehr naiv, egal ob im privaten Umfeld als auch die Mutter bei den Ermittlungen. Generell finde ich es wirklich schlimm, wie unprofessionell Clara die Ermittlungsarbeit mit nach Hause trägt und in der Küche auf ihrem Whiteboard präsentiert, da sie doch mitbekommt, dass ihre Tochter (erneut) alles mitverfolgt. Ich hätte mir gewünscht, sie hätte aus dem vorigen Fall dazugelernt und würde Beruf und Familie trennen, auch zum Selbstschutz. Zudem wirkt mir der ganze Fall zu konstruiert und es gibt nach meinem Geschmack zu viele Zufälle und zu wenig fundierte Ermittlungsarbeit. Gefühlt dreht sich das ganze Buch mehr um die kaputte Tochter-Mutter-Beziehung und weniger um den Mordfall. Das Ermittlerteam von Clara kommt dabei eher selten zum Zug und findet auch keine großen eigenen Spuren, viel mehr bringt sich Clara mit ihren Alleingängen unnötig in Gefahr und kommt eher durch glückliche Fügung zum Ziel.

Einzig überzeugen konnte mich Sia Pionteks flüssiger und detailreicher Schreibstil, sowie der aufgebaute Spannungsbogen, der sich mit nur kleinen Längen in der Buchmitte, doch bis zum Schluss halten kann und auch mit kleinen Wendungen überzeugt. Ob ich einen dritten Teil lesen werde, kann ich noch nicht sagen, ich bin eine Wiederholungstäterin, aber mit Band eins kann dieses Buch definitiv nicht mithalten.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Mit Längen, aber guter Grundgeschichte

Minus 22 Grad
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Mir hat ja hier das Cover und der Titel sehr gefallen, passt doch beides zur aktuellen Jahreszeit. Allerdings ist auch das einzig "eisige" an diesem Thriller der Titel und die Zeit, in der sich das Geschehen ...

Mir hat ja hier das Cover und der Titel sehr gefallen, passt doch beides zur aktuellen Jahreszeit. Allerdings ist auch das einzig "eisige" an diesem Thriller der Titel und die Zeit, in der sich das Geschehen abspielt.

Nach der Leseprobe hatte ich mir etwas anderes vorgestellt und das physische "kälte" auch irgendwie wichtig wäre im Verlauf des Thrillers. Ich bin daher noch hin und hergerissen, wie ich dieses Buch finde und musste es erst ein paar Tage beiseite legen um es zu bewerten.

Die Grundgeschichte ist gut durchdacht und zeigt, wie tief ein Schmerz in der Seele brennen kann, um in purem Hass und Verzweiflung zu enden, so dass man Strategien entwickelt, um über seine moralischen Grenzen gehen zu können. Allerdings musste ich mich leider öfters überwinden, nicht einzelne Kapitel zu überblättern, da mir vor allem die Passagen über Ariane immer sehr langatmig vorkamen und die Spannung hier runtergefahren wurde. Noch dazu haben mich diese Sprünge, welche im Prinzip unabhängige Geschichten erzählen, im Lesefluss gestört und ich wurde immer wieder aus der Szene gerissen. Dafür kam das Ende überraschend und konnte mich letztlich überzeugen. Ich froh bin, trotz Längen, beide Teile des Buchs gelesen zu haben und so die komplex konstruierte Geschichte zu erkennen.

Der andere Hauptcharakter Lukas, welcher die Ermittlungen leitet, ist mir sehr sympathisch und nach dem Ende hoffe ich auf ein Wiedersehen mit ihm, damit er seinen Seelenfrieden findet und mich der Autor vielleicht mit einem neuen Thriller besser überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Unlogisch, konstruiert und vorhersehbar

Eine von uns
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Mich hat hier das düstere Cover verführt, mit der knallroten Schrift, die mir gleich ins Auge fiel. Als ihr Haus abbrennt, kann Gina mit ihrer Familie bei Annie, einer alten Freundin wohnen, welche gerade ...

Mich hat hier das düstere Cover verführt, mit der knallroten Schrift, die mir gleich ins Auge fiel. Als ihr Haus abbrennt, kann Gina mit ihrer Familie bei Annie, einer alten Freundin wohnen, welche gerade auf einer längeren Urlaubsreise ist. Natürlich ist Gina sehr dankbar, wird dadurch jedoch auch von Erinnerungen an ihre gemeisame Schulzeit geplagt, denn sie ist jetzt in ihrer alten Heimat, zu der sie nie mehr zurückkehren wollte. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie schon Annies Haushälterin Mary kennen. Diese wird von ihrer Freundin in höchsten Tönen gelobt, scheint jedoch etwas zu verbergen.

Kaum die ersten Seiten gelesen, wurde ich vom Inhalt gepackt und mitgerissen. In meinem Kopf schrie jedoch recht schnell eine Stimme "Gina tu es NICHT!" und das auch schon, bevor wir einen Perspektivwechsel erleben und aus Marys Sicht erzählt bekommen. Generell mag ich es sehr, wenn in Büchern aus verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitebenen geschrieben wird. Hier jedoch finde ich es teilweise weniger spannungsfördernd. Leider konnte ich mir so die Handlung schon vorab ausmalen und die Überraschungsmomente, sowie die Spannung wurden vor allem im großen Mittelteil reduziert. In den letzten 100 Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und es wirkt jedoch alles so konstruiert und hingedreht, dass es am Ende passt. Ohne etwas vorweg zu nehmen, das Ende habe ich dann wirklich nicht erwartet, aber auch nur, weil es sich falsch und unrealistisch angefühlt hat.

Über die einzelnen Charaktere erfahren wir nur oberflächlich, ihr Handeln ist nach meiner Meinung recht naiv und nicht nachvollziehbar. Ich fühlte mich schon fast genervt, wenn man offensichtliche Beweise findet und sie dann kleinredet, statt sich in Sicherheit zu bringen. Vor allem Gina konnte ich in ihrer Art nicht ernst nehmen, wer verhält sich so? Einzig Tyler, Marys Sohn brachte Spannung mit seiner verschlossenen, unheimlichen Art.

Fazit: Vom anfänglichen Pageturner, mit spannender Idee, hat sich dieser Thriller für mich zu einer vorhersehbaren und unlogisch konstruierten Geschichte entwickelt. Würde ich dieses Buch empfehlen oder nochmal lesen wollen, eher nicht. Die Sterne vergebe ich für den gut lesbaren Schreibstil, der mich schnell durch die Seiten geführt hat und die enthaltene Thematik zwischen best friends (no secrets) wie in einem biestigen Teeniefilm und später Schuldeinsicht.

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