Wenn aus PR plötzlich Liebe wird
Spiral*Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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„Spiral“ ist – ähnlich wie sein Vorgänger – eine ...
*Ich verfasse die Rezension auf Grundlage der englischsprachigen Originalausgabe. Dabei bewerte ich alles unter Ausnahme der deutschen Übersetzung.
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„Spiral“ ist – ähnlich wie sein Vorgänger – eine süße, gefühlvolle Geschichte rund um die Protagonisten Sage und Elias.
Sage ist eine ehrgeizige Balletttänzerin, die alles für ihren Traum gibt. Trotz ihres Talents bleibt ihr jedoch die mediale Aufmerksamkeit verwehrt, wodurch sie kaum Chancen auf eine bedeutende Rolle bekommt. Elias ist ein begnadeter und berühmter Eishockeyspieler, dem zu Unrecht ständig wechselnde Frauengeschichten nachgesagt werden. Zusätzlich steckt er sportlich in einer Flaute und wartet verzweifelt auf sein nächstes Tor. Gemeinsam beschließen die beiden, eine Fake-Beziehung einzugehen, um sich gegenseitig zu helfen – denn was sollte dabei schon schiefgehen?
Der Einstieg in die Geschichte wirkte auf mich zunächst etwas holprig. Doch sobald ich richtig angekommen war, konnte mich der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin wieder überzeugen. Besonders gut gelingt es ihr dabei, Emotionen authentisch zu transportieren und den Figuren Tiefe zu verleihen.
Sage mochte ich mit ihrer schlagfertigen, selbstbewussten Art sehr, denn sie bringt frischen Wind in die Geschichte. Elias hingegen ist trotz seines Bekanntheitsgrades angenehm bodenständig und unglaublich liebevoll. Vor allem sein Umgang mit Sages Bruder war einfach herzerwärmend.
Auch Aiden und Summer aus dem ersten Band haben immer wieder kleine Auftritte, was ich als schönes Easter Egg empfand. Ihre Einbindung wirkte stimmig und bereicherte für mich die Geschichte.
Den einzigen Kritikpunkt sehe ich beim Ende: Meiner Meinung nach hätte die Geschichte etwas früher abgeschlossen werden können. Einige Szenen wirkten unnötig in die Länge gezogen. Auch der Epilog war mir etwas zu überladen – innerhalb von drei Jahren erleben die beiden gefühlt alle großen Lebensziele im Schnelldurchlauf.
Insgesamt ist „Spiral“ jedoch eine gelungene Sports-Romance mit dem beliebten Fake-Dating-Trope und findet sicher bei allen Lesenden Anklang, die auch den ersten Band mochten.