Eine Geschichte voller Wiedersprüche
Slow DanceMeine persönliche Meinung:
Ich hatte große Erwartungen. Das Cover strahlt Ruhe aus und der Klappentext verspricht tiefe Gefühle, genau mein Ding. Und doch war das Lesen alles andere als entspannt.
Rainbow ...
Meine persönliche Meinung:
Ich hatte große Erwartungen. Das Cover strahlt Ruhe aus und der Klappentext verspricht tiefe Gefühle, genau mein Ding. Und doch war das Lesen alles andere als entspannt.
Rainbow Rowell schreibt einfach, fast abgehackt. Dennoch war es flüssig zu lesen, aber gewöhnungsbedürftig. Die Zeitsprünge zwischen Highschool, College und Gegenwart machten es mir zusätzlich schwer, immer den Faden zu halten, obwohl sie wichtig für den Verlauf sind.
Erzählt wird in der dritten Person, aber die Perspektive wirkte oft distanziert. Die Gespräche zwischen den Protagonisten fühlten sich zunächst unnatürlich an. Obwohl deutlich wird, dass es zwischen Cary und Shiloh knistert, kam bei mir kaum etwas an. Die Emotionen waren beschrieben, aber nicht spürbar.
Cary war mir sympathisch. Er wirkte geduldig, geerdet, verletzlich. Zum Schluss aber leider auch sprunghaft und anstrengend.
Shiloh fand ich dagegen in jeder Version anstrengend. Ihr Verhalten wirkte auf mich unreif und kaum entwickelt, was mich leider immer wieder aus der Geschichte geworfen hat.
Positiv fand ich, dass es schöne, detailreiche Szenen gab, sowie SMS und E-Mails, die den Stil auflockerten.
Und ja, etwa ab dem ersten Viertel änderte sich tatsächlich etwas. Der Stil wurde runder, Shiloh reifer, Emotionen greifbarer. Aber immer, wenn ich dachte, jetzt passt alles, fiel der Text wieder teilweise in alte Muster zurück.
Fazit:
Ein Buch, das mich emotional mitgenommen hat, allerdings nicht immer im positiven Sinn. Die Grundidee fand ich stark, und ich spüre, wie viel Herzblut darinsteckt. Trotzdem blieb ich bis zum Ende zerrissen. Es hat mich berührt, aber nicht überzeugt.
"Vielen Dank an den Gutkind Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley."