Gefühlvolle queere Sportsromance mit kleinen Schwächen
Break my Frozen SoulMeine persönliche Meinung:
„Break My Frozen Soul“ ist mein erster queerer Roman. Da ich vorher nicht wusste, wie sehr mir eine solche Geschichte gefallen würde, habe ich mich bewusst für eine Sports Romance ...
Meine persönliche Meinung:
„Break My Frozen Soul“ ist mein erster queerer Roman. Da ich vorher nicht wusste, wie sehr mir eine solche Geschichte gefallen würde, habe ich mich bewusst für eine Sports Romance entschieden. Ein Genre, das ich sehr liebe.
Cover und Klappentext haben von Anfang an einen vielversprechenden Eindruck auf mich gemacht.
Die Geschichte spielt in New York, zwischen Thanksgiving und dem Jahresbeginn, wobei die Stadt selbst eher als Hintergrundkulisse dient und nicht im Fokus steht.
Maddox und Lou haben es mir leicht gemacht, meinen ersten queeren Liebesroman zu mögen, denn beide Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Während Maddox den eher störrischen Part übernimmt und Lou als hilfsbereit dargestellt wird, steht sich vor allem Lou mit seinen negativen Gedanken immer wieder selbst im Weg und sieht das Thema Liebe sehr schwarz-weiß.
Maddox hat mich als Figur besonders verzaubert, auch wenn nicht jedes seiner Verhaltensmuster für mich vollständig authentisch für einen Eishockey-Superstar wirkte.
Gegen Ende empfand ich zudem Lous Handlungen als nicht mehr ganz stimmig mit seinen zuvor klaren Prinzipien, da sich sein größter innerer Grundsatz meiner Meinung nach zu schnell und zu radikal veränderte.
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählt, und der Schreibstil ermöglicht es, gut in die Liebesgeschichte einzutauchen. Allerdings wiederholen sich manche Bemerkungen im Laufe des Buches recht häufig. Teilweise sind sie für den weiteren Verlauf relevant, teilweise wirkten sie jedoch eher wie Lückenfüller. Ein Zeitsprung hat mich zudem kurz aus dem Lesefluss gebracht und etwas verwirrt.
Die Autorin versucht, durch wichtige und emotionale Gespräche Tiefe in die Geschichte zu bringen. Für mich blieb diese Tiefe jedoch stellenweise oberflächlich und konnte mich nicht vollständig überzeugen.
Ein klarer Pluspunkt ist hingegen das Geplänkel zwischen Maddox und seinen Teamkollegen, das der Sports Romance immer wieder frischen Wind verleiht.
Den passenden Zeitpunkt für das Ende habe ich persönlich bereits vor dem Epilog gespürt, weshalb sich das Finale für mich etwas unnötig in die Länge gezogen hat.
Fazit:
„Break My Frozen Soul“ von Leona Bolt ist eine perfekte queere Sports Romance für Einsteiger:innen in dieses Genre und eignet sich hervorragend für eine kurzweilige Lektüre zwischendurch. Wer es nicht allzu spicy mag, ist hier ebenfalls gut aufgehoben, da der Spiceanteil dezent bleibt und nicht zu detailliert beschrieben wird.