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Veröffentlicht am 02.01.2026

Gefühlvolle queere Sportsromance mit kleinen Schwächen

Break my Frozen Soul
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Meine persönliche Meinung:
„Break My Frozen Soul“ ist mein erster queerer Roman. Da ich vorher nicht wusste, wie sehr mir eine solche Geschichte gefallen würde, habe ich mich bewusst für eine Sports Romance ...

Meine persönliche Meinung:
„Break My Frozen Soul“ ist mein erster queerer Roman. Da ich vorher nicht wusste, wie sehr mir eine solche Geschichte gefallen würde, habe ich mich bewusst für eine Sports Romance entschieden. Ein Genre, das ich sehr liebe.

Cover und Klappentext haben von Anfang an einen vielversprechenden Eindruck auf mich gemacht.

Die Geschichte spielt in New York, zwischen Thanksgiving und dem Jahresbeginn, wobei die Stadt selbst eher als Hintergrundkulisse dient und nicht im Fokus steht.

Maddox und Lou haben es mir leicht gemacht, meinen ersten queeren Liebesroman zu mögen, denn beide Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Während Maddox den eher störrischen Part übernimmt und Lou als hilfsbereit dargestellt wird, steht sich vor allem Lou mit seinen negativen Gedanken immer wieder selbst im Weg und sieht das Thema Liebe sehr schwarz-weiß.
Maddox hat mich als Figur besonders verzaubert, auch wenn nicht jedes seiner Verhaltensmuster für mich vollständig authentisch für einen Eishockey-Superstar wirkte.
Gegen Ende empfand ich zudem Lous Handlungen als nicht mehr ganz stimmig mit seinen zuvor klaren Prinzipien, da sich sein größter innerer Grundsatz meiner Meinung nach zu schnell und zu radikal veränderte.

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählt, und der Schreibstil ermöglicht es, gut in die Liebesgeschichte einzutauchen. Allerdings wiederholen sich manche Bemerkungen im Laufe des Buches recht häufig. Teilweise sind sie für den weiteren Verlauf relevant, teilweise wirkten sie jedoch eher wie Lückenfüller. Ein Zeitsprung hat mich zudem kurz aus dem Lesefluss gebracht und etwas verwirrt.

Die Autorin versucht, durch wichtige und emotionale Gespräche Tiefe in die Geschichte zu bringen. Für mich blieb diese Tiefe jedoch stellenweise oberflächlich und konnte mich nicht vollständig überzeugen.

Ein klarer Pluspunkt ist hingegen das Geplänkel zwischen Maddox und seinen Teamkollegen, das der Sports Romance immer wieder frischen Wind verleiht.

Den passenden Zeitpunkt für das Ende habe ich persönlich bereits vor dem Epilog gespürt, weshalb sich das Finale für mich etwas unnötig in die Länge gezogen hat.


Fazit:
„Break My Frozen Soul“ von Leona Bolt ist eine perfekte queere Sports Romance für Einsteiger:innen in dieses Genre und eignet sich hervorragend für eine kurzweilige Lektüre zwischendurch. Wer es nicht allzu spicy mag, ist hier ebenfalls gut aufgehoben, da der Spiceanteil dezent bleibt und nicht zu detailliert beschrieben wird.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Eine Geschichte voller Wiedersprüche

Slow Dance
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Meine persönliche Meinung:
Ich hatte große Erwartungen. Das Cover strahlt Ruhe aus und der Klappentext verspricht tiefe Gefühle, genau mein Ding. Und doch war das Lesen alles andere als entspannt.

Rainbow ...

Meine persönliche Meinung:
Ich hatte große Erwartungen. Das Cover strahlt Ruhe aus und der Klappentext verspricht tiefe Gefühle, genau mein Ding. Und doch war das Lesen alles andere als entspannt.

Rainbow Rowell schreibt einfach, fast abgehackt. Dennoch war es flüssig zu lesen, aber gewöhnungsbedürftig. Die Zeitsprünge zwischen Highschool, College und Gegenwart machten es mir zusätzlich schwer, immer den Faden zu halten, obwohl sie wichtig für den Verlauf sind.

Erzählt wird in der dritten Person, aber die Perspektive wirkte oft distanziert. Die Gespräche zwischen den Protagonisten fühlten sich zunächst unnatürlich an. Obwohl deutlich wird, dass es zwischen Cary und Shiloh knistert, kam bei mir kaum etwas an. Die Emotionen waren beschrieben, aber nicht spürbar.

Cary war mir sympathisch. Er wirkte geduldig, geerdet, verletzlich. Zum Schluss aber leider auch sprunghaft und anstrengend.
Shiloh fand ich dagegen in jeder Version anstrengend. Ihr Verhalten wirkte auf mich unreif und kaum entwickelt, was mich leider immer wieder aus der Geschichte geworfen hat.

Positiv fand ich, dass es schöne, detailreiche Szenen gab, sowie SMS und E-Mails, die den Stil auflockerten.
Und ja, etwa ab dem ersten Viertel änderte sich tatsächlich etwas. Der Stil wurde runder, Shiloh reifer, Emotionen greifbarer. Aber immer, wenn ich dachte, jetzt passt alles, fiel der Text wieder teilweise in alte Muster zurück.


Fazit:
Ein Buch, das mich emotional mitgenommen hat, allerdings nicht immer im positiven Sinn. Die Grundidee fand ich stark, und ich spüre, wie viel Herzblut darinsteckt. Trotzdem blieb ich bis zum Ende zerrissen. Es hat mich berührt, aber nicht überzeugt.


"Vielen Dank an den Gutkind Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley."

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Nicht der erotische Liebesroman, den ich erwartet hatte

Sinful Shadows
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Meine persönliche Meinung:
Das Cover mit den Rosen, Dolchen und Spinnweben wirkte auf mich zunächst magisch und ließ mich ans Genre Fantasy denken. In Kombination mit dem dunklen Farbton passt es jedoch ...

Meine persönliche Meinung:
Das Cover mit den Rosen, Dolchen und Spinnweben wirkte auf mich zunächst magisch und ließ mich ans Genre Fantasy denken. In Kombination mit dem dunklen Farbton passt es jedoch sehr gut zum Klappentext, der eine erotische Dark Romance verspricht.

Das Buch beginnt mit einer Content-Warnung. Ein sinnvoller und verantwortungsvoller Hinweis angesichts der Thematik, die für das Genre typisch ist.
Die Hauptprotagonisten sind Hilly und Damon.
Hilly hat eine schwere Vergangenheit, die sie nachhaltig geprägt hat. Sie bemüht sich, ihren Mitmenschen gegenüber offen und fürsorglich zu sein. Trotz ihrer Bemühungen wirkt sie auf mich eher ängstlich und zurückhaltend. Durch verschiedene Szenen bekommt man einen tiefen Einblick in ihre Persönlichkeit und Geschichte, was mir gut gefallen hat.
Damon erscheint zunächst wie der perfekte Sohn, freundlich, hilfsbereit, fast schon zu ideal. Der „heiße Bad Boy“, den ich laut Klappentext erwartet hatte, kommt erst später zum Vorschein. Allerdings war ich ab dem ersten Drittel zunehmend irritiert von seinem Verhalten. Es passte für mich überhaupt nicht zu dem Bild, das ich mir gemacht hatte. Dadurch wirkte Damon auf mich unglaubwürdig, teilweise sogar abstoßend, da er oft überreagiert.

Rückblicke in die Vergangenheit lockern die Geschichte auf und sind aus meiner Sicht gut eingebunden. Sie ermöglichen es, die Hintergründe der Charaktere besser zu verstehen und bringen Tiefe in die Handlung.

Leider nehmen Damons „Schattenseiten“ im Verlauf zu viel Raum ein. Das Buch wirkte dadurch stellenweise eher wie ein Thriller oder gar Horrorroman, weniger wie eine erotische Liebesgeschichte. Einige Szenen empfand ich persönlich als unangenehm bis verstörend, sodass ich mich beim Lesen bewusst ablenken musste.

Ein Pluspunkt sind definitiv die spicy Szenen. Diese sind detailliert, intensiv und fügen sich gut in die Handlung ein. Sie bringen genau das Knistern, das ich mir erhofft hatte.


Fazit:
Für Leser:innen ab 18 Jahren geeignet.
Ich hatte mich sehr auf einen erotischen Liebesroman gefreut, der laut Klappentext eine düstere Dark Romance verspricht. Die Grundidee der Geschichte und das Zusammenspiel zwischen Hilly und Damon fand ich vielversprechend. Leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Wer sich an Thriller-Elementen nicht stört und gerne tief in die Schatten der Figuren eintaucht, könnte hier dennoch fündig werden.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Sport, Emotion und alte Wunden

Falling for No. 89
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Meine persönliche Meinung:
„Falling for No. 89“ ist der zweite Band der L.A. Vipers Trilogie, lässt sich aber auch unabhängig vom ersten Teil lesen. Wer Band 1 kennt, erhält allerdings tiefere Einblicke ...

Meine persönliche Meinung:
„Falling for No. 89“ ist der zweite Band der L.A. Vipers Trilogie, lässt sich aber auch unabhängig vom ersten Teil lesen. Wer Band 1 kennt, erhält allerdings tiefere Einblicke in die Nebencharaktere und ihre Beziehungen.

Der Roman beginnt mit Rückblicken in die Vergangenheit der beiden Protagonisten, Kayce James und Shaila Sterling. Besonders gelungen sind die Tagebucheinträge von Shaila, die einige Kapitel einleiten und eine authentische jugendliche Sprache widerspiegeln. Diese Einträge stammen aus ihrer Jugendzeit, was sprachlich glaubhaft umgesetzt wurde und einen emotionalen Zugang zu ihrer Figur ermöglicht.

Kayce James, ein gefeierter NFL-Star, tritt zunächst selbstsicher, humorvoll und unnahbar auf. Doch hinter der Fassade verbirgt sich tiefer seelischer Schmerz.
Shaila Sterling ist als Sportmedizinerin empathisch und liebevoll, wirkt aber innerlich sehr unsicher. Ihre Gedanken kreisen ständig um ihre Zweifel. Stellenweise wirkt sie, als sei sie emotional in ihrer Jugendzeit stehen geblieben.
Obwohl beide Charaktere viel Raum bekommen, blieb die emotionale Verbindung zu ihnen über weite Strecken eher oberflächlich. Erst gegen Ende des Buches gelang es, wirklich mit ihnen mitzufühlen.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Besonders positiv fällt auf, wie die Autorin Football-Elemente in die Handlung integriert: verständlich und ohne den Lesefluss zu stören. Ideal für Leser:innen ohne Vorkenntnisse.

Die Geschichte hat grundsätzlich viel Potenzial. Vor allem die Themen wie Leistungsdruck und mentale Belastung im Profisport wurden sensibel und realitätsnah behandelt. Diese Aspekte verleihen dem Buch Tiefe und bieten Denkanstöße, sowohl für die Charaktere als auch für die Leser:innen.

Weniger gelungen ist die häufige Wiederholung bestimmter Handlungselemente. Einige Szenen wirkten dadurch langgezogen oder breitgetreten. Auch der Spannungsaufbau rund um Kayces Geheimnis blieb eher schwach. Der erwartete „Funke“ sprang hierbei nicht über.

Positiv hervorzuheben ist jedoch die authentische Entwicklung der Liebesgeschichte. Das emotionale Tempo war stimmig und nachvollziehbar. Insbesondere nach der langen Zeit der Trennung der beiden Figuren.


Fazit:
"Falling for No. 89" ist eine solide Sportromance mit einem emotionalen Kern und einem wichtigen Thema: dem Umgang mit Druck im Profisport. Der angenehme Schreibstil und die authentischen Rückblicke machen das Buch lesenswert, auch wenn es in der Figurenzeichnung und beim Spannungsbogen Luft nach oben gibt.
Für Fans von ruhigen Liebesgeschichten mit sportlichem Setting definitiv einen Blick wert.  Vor allem, wenn man bereit ist, kleinere Längen in Kauf zu nehmen.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Liebeschaos mit holprigem Start und gereiftem Ende in Paris

Never Trust Your Fake Husband
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Meine persönliche Meinung:
Der New Adult Roman spielt in Paris. Ein Setting, das bereits durch den Eiffelturm auf dem Cover eingefangen wird.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, doch leider ...

Meine persönliche Meinung:
Der New Adult Roman spielt in Paris. Ein Setting, das bereits durch den Eiffelturm auf dem Cover eingefangen wird.
Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, doch leider konnte das Buch meine Erwartungen bereits ab der ersten Seite nicht erfüllen.

Der Einstieg fiel mir schwer, vor allem wegen des ungewohnten Schreibstils, der mich eher abgeschreckt als abgeholt hat. Ich hatte gehofft, dass sich die sprachliche Ausdrucksweise im Verlauf verbessert, was zum Teil auch der Fall war.

Ally Carter die bereits eine erfahrene Autorin ist, hat hiermit ihren ersten New Adult Roman veröffentlicht. Leider wirkte die Sprache der weiblichen Hauptfigur eher wie in einem Young Adult Buch, zu kindlich und unreif für das Genre. Immer wieder wurden dieselben Floskeln verwendet, was auf Dauer ermüdend war. Auch die humorvollen Dialoge, die sicherlich für Leichtigkeit sorgen sollten, wirkten nicht und waren zu viel des Guten.

Die Kapitel sind abwechselnd mit „Sie“ und „Er“ dargestellt, was eine interessante Struktur schafft. Erzählt wird aus der Erzählerperspektive, was gut funktioniert.

Mit der Protagonistin „Sie“ hatte ich jedoch von Anfang an meine Schwierigkeiten. Ihr Verhalten war oft kindisch, ihre Gedankengänge absurd und ihre überdrehte Art passte für mich nicht zur Situation, in der sie sich befand. Sie wirkte, als würde sie glauben, in einem Spiel zu stecken. Das machte es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen.
Jake Sawyer hingegen fand ich von Anfang an sympathisch. Seine Rolle als Spion war glaubwürdig und sein Charakter gut ausgearbeitet. Er wirkte fokussiert und kühl, aber zugleich zeigte er im Laufe der Geschichte auch eine weiche, herzliche Seite, die ihn greifbar machte.

Positiv hervorzuheben ist, dass ein klarer roter Faden erkennbar ist. Es wirkte auf mich, als wäre die Autorin während des Schreibprozesses gemeinsam mit ihrer Geschichte gewachsen. Vor allem ab der zweiten Hälfte wurden die Szenen stärker, stimmungsvoller und haben mich dazu motiviert weiterzulesen. Ab dem dritten Viertel hat sich auch die Protagonistin weiterentwickelt, sie wurde reifer und dadurch erträglicher.

Das Ende des Romans hat mir besonders gut gefallen. Es war stimmig und rund, und es deutet auf eine mögliche Fortsetzung hin, was mein Interesse durchaus geweckt hat.


Fazit:
Ein durchwachsener Einstieg in Ally Carters ersten New Adult Roman mit Schwächen in Stil und Figurendarstellung, der sich jedoch im Laufe der Geschichte steigerte. Wer durchhält, wird mit einem gelungenen Ende belohnt und möglicherweise auf einen zweiten Band neugierig gemacht.

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