Warum wir wütend sein dürfen - und müssen!
Die Wut, die bleibtIn „Die Wut, die bleibt“ nimmt sich Helene, Mutter von drei Kindern, beim Abendessen das Leben. Zurück bleiben ihre ihre 15-jährige Tochter Lola und ihre beste Freundin Sarah – und wir begleiten beide ...
In „Die Wut, die bleibt“ nimmt sich Helene, Mutter von drei Kindern, beim Abendessen das Leben. Zurück bleiben ihre ihre 15-jährige Tochter Lola und ihre beste Freundin Sarah – und wir begleiten beide aus ihrer Sicht durch ihre Trauer und Wut.
Mich hat das Buch unglaublich gepackt. Mareike Fallwickl zeigt schonungslos, wie viel Frauen in unserer Gesellschaft leisten, was sie aufgeben – und wie selbstverständlich Männer sich darauf ausruhen. Ich war beim Lesen oft wütend, vor allem auf Helenes Mann, aber auch auf die Strukturen, die genau dieses Ungleichgewicht zementieren. Es ist unbequem, aber so wichtig und notwendig, sich dem zu stellen.
Besonders stark fand ich die beiden Perspektiven: Lola, jung, voller feministischer Wut und Sarah, die aus einer ganz anderen Generation kommt und vieles hingenommen hat. Zwei Stimmen, die sehr unterschiedlich sind und sich doch gegenseitig spiegeln.
Die Wut, die bleibt ist ein kraftvoller, radikaler und absolut notwendiger Roman über Mutterschaft, weibliche Rollenbilder und die Frage, warum Frauen wütend sein dürfen – und müssen. Ein Buch, das nachhallt und das ich jeder Person nur ans Herz legen kann.