Lavendelduft, Herzschmerz und Hoffnung
Ich bin so froh, dass ich der Autorin noch einmal eine Chance gegeben habe – und wurde mit einem wundervollen Highlight belohnt. Fleur de Lavande hat mich von Anfang bis Ende verzaubert: ein magisch-malerisches ...
Ich bin so froh, dass ich der Autorin noch einmal eine Chance gegeben habe – und wurde mit einem wundervollen Highlight belohnt. Fleur de Lavande hat mich von Anfang bis Ende verzaubert: ein magisch-malerisches Setting in Südfrankreich, der Duft von Lavendel, das Meer und eine Geschichte voller Tiefe.
Besonders Viola als Protagonistin hat mich sofort berührt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt war so authentisch, dass ich mich oft in ihr wiedererkannt habe. Als Autorin gewährt sie uns wertvolle, ehrliche Einblicke ins Schreiben – in Zweifel, Druck, Social-Media-Vergleiche. Viele werden sich darin selbst wiederfinden. Gerade das machte Viola für mich so echt und greifbar. Auch Luc konnte mein Herz schnell gewinnen: Handballprofi, facettenreich, selbstlos, mit einer spürbaren Tiefe. Er ist kein typischer „Bookboyfriend“, sondern ein Mann, der durch Respekt, Rücksicht und Ehrlichkeit beeindruckt. Ihre Liebesgeschichte ist nicht nur romantisch, sondern vor allem echt – voller vorsichtiger Nähe, Spannung, ehrlicher Gespräche und leiser Momente, die umso stärker wirken.
Unheimlich wertvoll waren auch die kleinen Einblicke in Lucs Familie mit seinen Schwestern Jules und Margaux, die der Geschichte eine weitere Ebene gaben und zusätzliche Spannung schafften. Gabriella Santos de Lima verbindet ernste und hochaktuelle Themen – Selbstzweifel, Erfolgsdruck, Vergleiche – mit so viel Empathie, dass es sich gleichzeitig schwer und doch tröstend anfühlt. Wie eine warme Umarmung mit den Worten: „Du bist nicht allein.“
Ein Highlight sind auch die besonderen Elemente im Buch: wunderschöne Letterings, Chatverläufe, Social-Media-Beiträge und Kommentare. Alles wirkt so realistisch, dass man völlig in Violas Welt eintaucht.
Für mich ist Fleur de Lavande ein perfekter Spätsommer-Roman – leicht und atmosphärisch durch Setting und Stimmung, gleichzeitig tiefgründig und emotional durch die Figuren. Gabriellas Schreibstil ist einzigartig: Sie gibt Gefühlen Worte, für die wir selbst oft keine finden, und macht ihre Figuren verletzlich, mutig und nahbar.
Und nicht nur von innen, auch von außen, ist dieses Buch unglaublich schön. Der Lavendel liegt förmlich in der Luft.
Ich habe jede Seite geliebt, Viola und Luc in mein Herz geschlossen und spüre jetzt schon Herzschmerz, dass es vorbei ist. Zum Glück ist es erst der Auftakt einer Reihe – und die kleinen Einblicke auf die Folgebände machen mich unglaublich neugierig.
Ein Roman, der sich anfühlt wie ein warmer Spätsommertag im Lavendelfeld – voller echter Emotionen, Nähe und Tiefe. Keine leichte Kost, sondern eine Geschichte, die berührt, tröstet und lange nachhallt. Für mich ein echtes Herzensbuch und eine große Empfehlung.