Mit einer Vorliebe für das Magische im Alltag ist Evie Woods‘ neuester Roman wieder voller sympathischer Charaktere, die außergewöhnliche Geschichten zu erzählen haben.
In einem ruhigen Dorf in Irland wird ein mysteriöser lokaler Mythos alles verändern ...
Vor hundert Jahren meldet sich Anna, ein junges Bauernmädchen, freiwillig, um einem faszinierenden amerikanischen Besucher dabei zu helfen, Märchen aus dem Irischen ins Englische zu übersetzen. Doch es ist nicht alles so, wie es scheint, und Anna findet sich bald inmitten eines Geheimnisses wieder, das ihre Lebensweise bedroht.
Im heutigen New York besteigt Sarah Harper ein Flugzeug an die Westküste Irlands. Doch als sie dort ankommt, stellt sie fest, dass sie dunkle Geheimnisse ans Licht gebracht hat – Geheimnisse, die sich auf der Grenze zwischen dem Alltäglichen und dem Jenseitigen, dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren bewegen.
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Evie Woods überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Kaum beginnt man zu lesen, merkt man, dass ihre Geschichten nie geradlinig sind. Man glaubt zu wissen, wohin die Reise geht, doch am Ende fügt sich alles ...
Evie Woods überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Kaum beginnt man zu lesen, merkt man, dass ihre Geschichten nie geradlinig sind. Man glaubt zu wissen, wohin die Reise geht, doch am Ende fügt sich alles auf ganz andere, oft magische Weise zusammen. Ihre Erzählkunst macht es unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen, weil sich hinter jeder Ecke neue Wendungen und unerwartete Begegnungen verbergen.
In ihrem Roman ‚Die Geschichtensammlerin‘ verbindet sie irische Sagen mit menschlichen Schicksalen auf beeindruckende Weise. Nach einer Trennung reist Sarah planlos nach Irland und landet in einem kleinen Cottage, das Oran gehört. Dort entdeckt sie ein altes Tagebuch, versteckt in einem Baum, geschrieben im Jahr 1910 von der jungen Irin Anna. Sie berichtet von ihrer Begegnung mit Harold, einem Amerikaner, der nach Irland kam, um die Geschichten des „Guten Volks“, also der Feen und der Anderswelt, zu sammeln. Gleichzeitig lernt Sarah Oran und seine Tochter Hazel näher kennen, die jeweils ganz unterschiedliche Ansichten zu diesen alten Sagen haben.
Evie Woods gelingt es, diese beiden Zeitstränge geschickt miteinander zu verweben, bis sich die Geschichten von Sarah und Anna auf berührende, aber indirekte Weise begegnen. Dabei geht es nicht nur um Liebe und Romantik, sondern auch um tiefgehende, komplexe Themen, die das Leben vieler Menschen prägen: sexuelle Belästigung, Todgeburten, Mordverdacht, Verlust, Angst und der schwierige Weg, sich selbst wiederzufinden. Die Autorin behandelt diese schweren Themen mit so viel Einfühlungsvermögen, dass sie nie bedrückend wirken, sondern stets nachvollziehbar und berührend bleiben.
Der Schreibstil von Evie Woods ist dabei federleicht und gleichzeitig intensiv. Man hat das Gefühl, über Zuckerwattewolken zu laufen: sanft, weich und doch voller Gefühl. Jede Szene, jede Begegnung ist so lebendig beschrieben, dass man die irische Landschaft, die kleinen Details des Cottages und die Magie der Anderswelt direkt vor Augen hat. Das Buch zeigt auf wunderschöne Weise, dass Schmerz und Hoffnung oft nah beieinanderliegen und dass selbst in den dunkelsten Kapiteln des Lebens ein Hauch von Magie verborgen ist.
Auf „Die Geschichtensammlerin“ von Evie Woods habe ich mich schon sehr gefreut. Vor ein paar Monaten konnte die Autorin mich mit „Der verschwundene Buchladen“ sooo begeistern! Ich war sprachlos, die Story ...
Auf „Die Geschichtensammlerin“ von Evie Woods habe ich mich schon sehr gefreut. Vor ein paar Monaten konnte die Autorin mich mit „Der verschwundene Buchladen“ sooo begeistern! Ich war sprachlos, die Story war unfassbar gut, voll verschiedenster Emotionen. Ich wollte, nein, ich MUSSTE unbedingt mehr von ihr lesen.
In „Die Geschichtensammlerin“ lesen wir einerseits von Anna, einem jungen irischen Bauernmädchen. Eines Tages kommt ein amerikanischer Besucher in ihr Dorf, Harold, der für seine Doktorarbeit mit den Bewohnern ihres Dorfes über irische Märchen und Sagen sprechen möchte. Sie schließt sich ihm an, um zu helfen und zu übersetzen. Rund 100 Jahre später will Sarah Harper nach einem Schicksalsschlag eigentlich zu ihrer Schwester fliegen, steigt aber spontan nach einem Zeitungsartikel über einen Feenbaum in den Flieger nach Irland. Ich war so gespannt auf die Geschichten dieser beiden Frauen, was ihnen widerfahren ist, was sie erlebt haben, wie die beiden Geschichten zusammenhängen und was für Geheimnisse hier lauern.
„Die Geschichtensammlerin“ wird nicht nur abwechselnd aus der Sicht der beiden Frauen erzählt, das Buch spielt auch auf zwei Zeitebenen. Wir reisen ins Jahr 1910 zu Anna und ins Jahr 2010 zu Sarah. Die Perspektivenwechsel sind gekennzeichnet, weswegen keine Verwirrung aufkommen kann. Evie Woods hat mich schnell in den Bann der Geschichte gezogen und teilweise kaum losgelassen. Ich habe das Buch als BuddyRead über mehrere Tage verteilt gelesen, mir fiel es manchmal aber tatsächlich schwer, Lesepausen zu machen. Ich mag die Art, wie die Autorin schreibt, total gern. Es hat etwas Besonderes.
Aber nicht nur der Schreibstil ist besonders, auch die Geschichte. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel zum Inhalt verraten, da man das einfach selbst entdecken muss.. aber es ist wirklich eine unheimlich packende Mischung. Es ist einerseits cozy, magisch, die Grenzen zwischen Realität und den Geschichten/Sagen verschwimmen teilweise, andererseits sind manche Entwicklungen auch wirklich heftig, es ist verdammt emotional und teilweise einfach nur grausam und so viel tiefgründiger, als man erst vermuten könnte. Ich habe so mitgefühlt, wurde so mitgerissen! Genau wie schon „Der verschwundene Buchladen“ geht mir dieses Buch kaum aus dem Kopf.
Was mir hier, genau wie bei „Der verschwundene Buchladen“, aufgefallen ist: Es gibt keine Content Notes. Das find ich echt schade, da die Themen teils wirklich nicht ohne sind.
„Die Geschichtensammlerin“ ist ein abgeschlossener Einzelband. Das nächste Buch von Evie Woods ist mittlerweile auch schon auf Deutsch unter dem Titel „Die geheimnisvolle Bäckerei in der Rue de Paris“ erschienen und ich bin so neugierig, was mich diesmal erwarten wird.
Mein Fazit:
Bisher konnte mich Evie Woods mit ihren Geschichten einfach nur begeistern. Auch „Die Geschichtensammlerin“ ist einerseits cozy und magisch, andererseits aber so viel tiefgründiger, emotionaler und grausamer, als man zunächst vermuten würde. Ich würde mir allerdings wirklich Content Notes wünschen.
Schon mit den ersten Seiten hat mich Die Geschichtensammlerin von Evie Woods vollkommen gepackt. Ich weiß nicht, ob es an der Atmosphäre eines verfluchten Herrenhauses lag, an der Spontanität, mit der ...
Schon mit den ersten Seiten hat mich Die Geschichtensammlerin von Evie Woods vollkommen gepackt. Ich weiß nicht, ob es an der Atmosphäre eines verfluchten Herrenhauses lag, an der Spontanität, mit der Sarah nach dem Ende ihrer Ehe nach Irland fliegt – ausgelöst durch nichts weiter als einen Zeitungsartikel über einen Weißdornbaum – oder an dem Moment, als sie in einer Baumhöhle ein Tagebuch aus dem Jahr 1911 entdeckt. Vielleicht war es auch die Mischung aus allem, die sofort diese besondere Faszination ausgelöst hat.
Evie Woods hat mich schon mit Der verschwundene Buchladen begeistert, nach dem ich wochenlang in kein anderes Buch mehr reinkam. Doch diesmal legt sie mit ihrer Magie noch eins drauf. Die Verknüpfung der Zeitebenen – Annas Geschichte vor hundert Jahren und Sarahs Weg in der Gegenwart – schafft eine Tiefe, die einen immer weiter in die Handlung hineinzieht. Die irischen Mythen und Geschichten über das „Gute Volk“ verleihen dem Roman zusätzlich eine geheimnisvolle Ebene, die mich neugierig gemacht hat, selbst endlich zu Feen der Zwischenwelt – Faeries of Faultlines von Iris Compiet zu greifen, das schon seit Weihnachten in meinem Regal wartet.
Einziger Kritikpunkt ist das Ende rund um Harold und Anna, das für mich etwas holprig wirkte. Doch das schmälert nicht den Gesamteindruck: Die Geschichtensammlerin ist ein Roman voller Magie, Geschichte und Mythen, der einen lange nicht loslässt.
Vor hundert Jahren in Irland: Anna, ein junges Bauernmädchen, hilft einem Amerikaner Sagen aus dem Irischen ins Englische zu übersetzen. Doch Anna kommt einem gewaltigen Geheimnis auf die Spur ...
Heute ...
Vor hundert Jahren in Irland: Anna, ein junges Bauernmädchen, hilft einem Amerikaner Sagen aus dem Irischen ins Englische zu übersetzen. Doch Anna kommt einem gewaltigen Geheimnis auf die Spur ...
Heute am Flughafen Newark, USA: Sarah hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und ist auf dem Weg nach Boston, um bei ihrer Schwester einzuziehen. Plötzlich wird ihr siedend heiß klar, dass familiäre Unterstützung kaum ohne Einmischung einhergeht - dann fallen ihr zwei Kleinigkeiten ins Auge, die sie dazu veranlassen nach Irland zu fliegen. Dort findet sie das Tagebuch von Anna und stoßt so auch auf das Buch, das der Amerikaner damals geschrieben hat …
Der atmosphärische, eindrückliche Schreibstil, die interessanten Charaktere und die zauberhafte Handlung rund um Selbstfindung, Aberglauben sowie Romantik haben mich restlos begeistert!
Die sympathischen Figuren erleben das Magische im Alltäglichen, Gemütlichkeit, Verbundenheit, Geheimnisvolles, große Gefühle sowie Dramatisches …
Man begleitet Sarah, die in Irland ihre Vergangenheit aufarbeitet, und Anna führt, in Form von Tagebucheinträgen, durch ihren Alltag, die Begegnungen mit dem Amerikaner sowie Geschichten rund um Feen oder “Das gute Folk”, wie sie hier heißen.
“Die Geschichtensammlerin” ist ein hinreißender Roman: Der Zauber Irlands ist absolut greifbar, die Schicksale der Protagonistinnen sind wirklich bewegend und die beiden Erzählstränge werden großartig miteinander verwoben!