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Veröffentlicht am 13.09.2025

Schmerzhafte Wandlung

WARDA
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Die in Armenien geborene Autorin Rose Daniel, die ab ihrem 7. Lebensjahr in Deutschland aufgewachsen ist, hat sich an ein sehr sensibles Thema gewagt und es mit Bravour gemeistert.
Es geht um ...

Die in Armenien geborene Autorin Rose Daniel, die ab ihrem 7. Lebensjahr in Deutschland aufgewachsen ist, hat sich an ein sehr sensibles Thema gewagt und es mit Bravour gemeistert.
Es geht um Kulturen und Unterschiede, um Hass und Liebe, um Verständnis und Vergebung, um Einsicht und Sturheit.
Agnesa, die nach einem Bombenanschlag ihr Gedächtnis verloren hat und nun weder weiß, was davor passiert ist, noch wer sie ist, wird von einer moslemischen Familie aufgenommen, deren Tochter bei dem selben Anschlag getötet wurde.
Zuerst ist es für alle sehr schwierig, die Mutter trauert um die Tochter, der Agnesa sehr ähnlich sieht, bis auf ein Merkmal, sie hat verschiedenfärbige Augen, eines blau, eines braun. Der Vater, der helfen will und Agnesa den Namen " Warda", die Rose gibt. Und Tamer Al Bari, der Sohn, der Polizist ist und versucht, herauszufinden, wer da im Zimmer seiner Schwester wohnt. Nach und nach nähern sich die Eltern von Cherin, der toten Tochter, Warda und es fällt allen leichter, miteinander auszukommen.
Bis, ja, bis sich Warda und Tamer ineinander verlieben....
Aber Warda hat die Narbe eines Kaiserschnittes und zum Zeitpunkt ihrer Rettung einen Ehering getragen.
Warum sucht ihr Mann nicht nach ihr?
Warum wird sie von manchen Leuten so komisch angeschaut?
Warum wird ein anderes Opfer des Anschlages so unruhig und will unbedingt etwas sagen?
Fragen über Fragen...
Das Cover mit den beiden halben Gesichtern, eines mit blauem, eines mit braunem Auge steht für die zweigeteilte Persönlichkeit Wardas/ Agnesias

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Veröffentlicht am 30.08.2025

Das verräterische Tattoo

DER SCHWARZE OKTOPUS
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Auch in ihrem zweiten Griechenlandkrimi kann die Autorin mich voll überzeugen.

Ein gut eingespieltes Team bei den ermittelnden Beamten, zu denen nun auch Christina Stratos gehört, setzt alles in Bewegung, ...

Auch in ihrem zweiten Griechenlandkrimi kann die Autorin mich voll überzeugen.

Ein gut eingespieltes Team bei den ermittelnden Beamten, zu denen nun auch Christina Stratos gehört, setzt alles in Bewegung, um den Mord am jungen, aufstrebenden Unternehmer Tinos Kourvelis aufzuklären.

Christina hatte gehofft, dass der Fall ihr übertragen wird, aber es wurde anders entschieden, ihr Kollege Fanis bekommt des Auftrag, Christina ist Stellvertreterin.

Die Ermittlungen laufen natürlich nicht so geradlinig, wie erwünscht, zu viele kleine Hindernisse lassen die Ermittlungen langsamer vorankommen, obwohl der Staatanwalt öfters als üblich auf die Insel kommt und Ergebnisse fordert.

Auch privat hat Christina wieder mit kleineren und größeren Problemen zu kämpfen, der Mann in Dubai, die Tochter in München, auch der Sohn wollte kommen, es würde ein tolles Familientreffen werden, aber da gab es den neuen Fall...

Dieser Fall führt diesmal bis nach Athen, wird auch wieder brisant und gefährlich für Christina, die jetzt aber ihre Erfahrungen aus dem früheren Fall beherzigt, aber doch stark beteiligt ist. Denn es stellt sich heraus, dass alle der inzwischen erfassten Toten eines gemeinsam haben, ein Tattoo mit einem schwarzen Oktopus....

Mit viel Liebe zur griechischen Küche, zur Landschaft und den Menschen, die auf der Insel beheimatet sind, schreibt die Autorin ihren Roman. Wenn man den ersten Fall der Reihe gelesen hat, ist es beinahe wie Heimkommen, man kennt schon viele Beteiligte, kennt auch ihre Stärken und Schwächen, und dazu immer wieder diese verführerischen Gerichte, man muß einfach weiterlesen.


Ein sehr schönes, inselbezogenes Coverfoto mit dem titelgebenden Oktopus lädt zum Zugreifen ein.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ein Leben in Briefen

Die Briefeschreiberin
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Hier habe ich ein Buch gelesen, das mir besonders viel Freude gemacht hat.
Das Buch von Virginia Evans hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Ihre Protagonistin Sybil van Antwerp ist eine ...

Hier habe ich ein Buch gelesen, das mir besonders viel Freude gemacht hat.
Das Buch von Virginia Evans hat mich von der ersten Seite an gefesselt.
Ihre Protagonistin Sybil van Antwerp ist eine Briefeschreiberin vom Feinsten.
Mit jedem Brief, den sie an total unterschiedliche Personen schreibt, ihr Bruder, ihre Schwägerin, ihr Patensohn, ein Fremder, Autoren von Büchern, die ihr am Herzen liegen, Verehrer, Nachbarn, Institutionen, alle werden brieflich kontaktiert, kommt man dem Leben von Sybil etwas näher. Und fast alle schreiben zurück.
Sybil hat auch andere Hobbies, sie gärtnert gerne und ist Mitglied in einem Gartenclub.
Als sie noch im Berufsleben stand, war sie die persönliche Referentin eines Richters.
Sie schreibt aber auch Briefe, die sie nie abschickt.
Und sie ist adoptiert und bekommt einen Account bei einer Firma geschenkt, die anhand von DNA Verwandte suchen können, wenn der Kunde das wünscht.
Zuerst ist sie gar nicht erfreut.......
Das Cover zeigt die Ansicht, die sie sieht, wenn sie ihre Briefe schreibt.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

11 Briefe eines Imkers

Wilder Honig
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Die preisgekrönte walisische Autorin Caryl Lewis siedelt ihren Roman im walisischen Örtchen Berllan Deg an. Die Hauptpersonen sind der Wichtigkeit nach
Hannah, Witwe des Imkers und Briefeschreibers ...

Die preisgekrönte walisische Autorin Caryl Lewis siedelt ihren Roman im walisischen Örtchen Berllan Deg an. Die Hauptpersonen sind der Wichtigkeit nach
Hannah, Witwe des Imkers und Briefeschreibers John.
Sadie, Hannahs jüngere Schwester
Megan, Johns uneheliche Tochter.
Die einzelnen Kapitel bekommen durch die Briefe ihre Richtung und stehen als Vergleich zu den Situationen.
Hannah hat eine Abtreibung, als sie von John schwanger wird, die Eltern wollten es so und John kam zu spät, um es zu verhindern.
Nach Monaten, in denen Hannah nichts von John hörte, kam es zurück, heiratete Hannah und blieb in ihrem Elternhaus. Hanna hatte dann aber nur noch Fehlgeburten und so blieb die Ehe kinderlos. John, ein sehr gebildeter Mann, schrieb Bücher, um die walisische Sprache zu erhalten, wurde Imker, die Ehe war trotz der im Haus lebenden Schwiegereltern gut. Als dann die Eltern gestorben waren, ging es besser, auch weil da kein Widerstand mehr war. Hannah kam, im Gegensatz zu ihrer Schwester nie aus dem Dorf heraus und war es zufrieden.
Als dann John gestorben war, kam Sadie , inzwischen geschieden, in ihr Elternhaus und stand ihrer Schwester in der schweren Zeit bei. Beim Durchsehen des Nachlasses fand sie einen Brief, der klar machte, dass John ein uneheliches Kind, eine Tochter hatte.
Zwischen den zwei, und als auch die Tochter dazu kam, zwischen den drei Frauen entwickelte sich nach und nach ein feine Beziehung, ganz ohne Wertigkeit und die drei bestellten den Hof und das Haus, so gut sie konnten. Hilfe hatten sie dabei auch von Jack, einem in einem Wohnwagen lebenden jüngeren Mann, der sich viel von John bei den Bienen und viel von Hannahs Vater bei den Obstbäumen abgeschaut hatte und dieses Wissen nun einbringen konnte.
Auch er wurde in die Gemeinschaft einbezogen.
Wie sich dies alles ganz langsam und fließend entwickelt, was daraus wurde und wie die einzelnen Charaktere sich veränderten, erzählt diese Roman mit einer mitreißenden Langsamkeit, die aber nie langweilig wird.
Ein wunderschönes Cover lädt zum Zugreifen und Lesen ein.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Ende einer langen Geschichte

Finale Curioso
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In einer vornehmen Bozener Villa werden vier unterschiedlich getötete Frauen gefunden. Wer macht so etwas?

Relativ schnell stellt sich heraus, dass in dem als Hotel gemeldeten Haus ein Edelbordell etabliert ...

In einer vornehmen Bozener Villa werden vier unterschiedlich getötete Frauen gefunden. Wer macht so etwas?

Relativ schnell stellt sich heraus, dass in dem als Hotel gemeldeten Haus ein Edelbordell etabliert ist. Und dort verkehrt die männliche Creme de la Creme von Bozen und Umgebung.

Fabio, Francesca und Eduard ermitteln in alle Richtungen, der Vicequestore Marzollo ist gar nicht erfreut und verhängt einen Informationsstop für die Presse. Was natürlich Fragen aufwirft.

Aus Innsbruck kommt der Mieter des Hotels und macht seine Aussage, er will helfen, den oder die Täter zu finden, ist doch seine Lebensgefährtin eine der Toten. Er vermutet ganz offen einen Bandenkrieg und die Morde sollten eine Warnung sein.

Der pensionierte Polizist Tommaso hingegen vertreibt sich seine nun reichliche Freizeit mit dem Hauen auf eine Pauke, vertretungsweise, aber er findet Gefallen an der Südtiroler Musikkapellenwelt.

Fabio, der von den Eltern Immobilien bekommen hat, schlägt sich mit Umbauplänen herum, kommt aber zeitlich wegen der anfallenden Ermittlungen nicht so recht weiter, auch ist er unsicher, was und wie er an die Sache herangehen soll. Er betreibt mittlerweile Yoga und es gefällt ihm sogar.

Im Mordfall allerdings haben die Ermittler inzwischen ordentlich umgerührt und die Unterwelt ins Rotieren gebracht.

Wer diesen Krimi, es ist der 12. und letzte der Reihe von Ralph Neubauer, liest, wird keine Anschlussprobleme haben, denn was man aus den vergangenen Büchern wissen muss, erfährt man.

Das Buch ist außerordentlich gut und leicht zu lesen, man will gar nicht aufhören.

Schade, dass es nicht weitergeht.

Das Cover ist wieder mit einem typischen Motiv geschmückt und hat hohen Wiedererkennungswert.

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