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Veröffentlicht am 10.01.2026

Allumfassendes und interessantes Fachbuch zum Thema Apfelessig

Der Apfelessig-Effekt
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Dieses Fachbuch mit dem Titel "Apfelessig-Effekt" von Autor Burkhard Hickisch entpuppt sich als Hommage an den Apfelessig, denn der Inhalt verspricht, dass dieser Essig sich bei konsequenter Anwendung ...

Dieses Fachbuch mit dem Titel "Apfelessig-Effekt" von Autor Burkhard Hickisch entpuppt sich als Hommage an den Apfelessig, denn der Inhalt verspricht, dass dieser Essig sich bei konsequenter Anwendung als ein wahres Wundermittel entpuppen könnte.
Den wundersamen Apfelessig-Effekt kenne ich zwar schon aus anderen Büchern zum Thema Gesundheit, doch Hickisch fokussiert sich hier gänzlich auf dieses eine lebendige Naturprodukt, auf dessen Heilwirkung, Wirkstoffe und Anwendungsmöglichkeiten.
Ob innerlich oder äußerlich, Apfelessig in Beschaffung und Anwendung ist wirklich simpel, sowie kostengünstig. Im Buch gibt es gut erklärte Anleitungen und Rezepte, die meisten Apfelessig-Rituale lassen sich als kleine Gewohnheiten auch sehr gut in den Tagesablauf einbinden.
Auch wenn der gesundheitliche Aspekt noch nicht durch Studien als fundiert wissenschaftlich erwiesen ist, kann es ja nicht schaden, die Vorzüge des Essigs einmal selbst zu testen. Das Produkt Apfelessig und seine Wirkung habe ich schon etwas länger für mich entdeckt, doch hier im Buch konnte ich noch viele weitere Anregungen mitnehmen. Gerade die einfachen und leicht nachvollziehbaren Rezepte haben mich inspiriert und auch die Empfehlung des Safttages werde ich bei Gelegenheit umsetzen.

Mein Fazit:
Ein schönes Fachbuch für gesundheitsbewusste Menschen, die mit ganz einfachen Mitteln und einem heimischen Produkt ihre Gesundheit pushen wollen. Alles im Buch ist simpel und easy nachvollziehbar. Das Buch war eine schöne Inspiration und Motivationsquelle für mich.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Umfangreicher interessanter Geschichtswälzer

Sieben Jahre
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Friedrich der Große machte sich nicht nur halb Europa zum Feind, sondern auch in der eigenen Familie war die Stimmung zumeist angespannt. Besonders schwierig war sein Verhältnis zum Vater, das am Ende ...

Friedrich der Große machte sich nicht nur halb Europa zum Feind, sondern auch in der eigenen Familie war die Stimmung zumeist angespannt. Besonders schwierig war sein Verhältnis zum Vater, das am Ende eskaliert und ihn für sein ganzes Leben zeichnet. Kaum ist Friedrich an der Macht müssen sich ihm alle unterordnen, das gelingt mal besser, mal schlechter. Sein größter Zorn konzentriert sich letztlich auf seine Erzfeindin, Maria Theresia von Österreich und eskaliert in einem erbitterten Krieg.

Tanja Kinkel ist eine ganz wunderbare Autorin für historische Bücher und eine Meisterin darin, sich tief in die Befindlichkeiten ihrer Protagonisten einzufühlen. Mit ihrem Roman „Sieben Jahre“, taucht sie tief in die Epoche preußischer Geschichte ein und konzentriert sich dabei besonders auf die konfliktreichen Jahre zwischen 1756 und 1763. Dabei betrachtet man das Geschehen aus völlig unterschiedlichen Perspektiven, mit viel persönlichen Esprit und Anspruch. Besonders im Mittelpunkt dabei stehen auch Friedrichs Geschwister und deren Beziehungen zueinander. Mit dem Mohren Hannibal bekommt aber auch das Dienstpersonal eine Stimme und es bieten sich interessante Einblicke. Die Lektüre ist, was ihre unzähligen Charaktere betrifft, zwar eine Herausforderung, jedoch eine hochinteressante wie ich finde. Neben den vielen Kriegsschauplätzen, liegt der Focus im Roman besonders auf einem Geflecht aus Liebschaften, Vorlieben und menschlichen Gefühlen. Das heißt, es ist eine außergewöhnliche Mischung, die uns hier auf 830 Seiten präsentiert wird. Mit absolut authentischem sprachlichen Ausdruck und Umgang findet man sich in einer anderen Zeit wieder, das ist der Autorin wieder ganz besonders gut gelungen.
Bislang wusste ich nicht wirklich viel über Friedrich den Großen, durch den Roman konnte man sich seine Welt aber sehr gut vorstellen. Bei meinem kürzlichen Berlin Besuch nach Beendigung der Lektüre habe ich die Stadt mit ganz anderen Augen betrachten können. Es ist mir ins Auge gestochen, wie stark Friedrich die Stadt geprägt und wie viele Spuren er hinterlassen hat. Mir wurde durch Kinkels Roman aber auch die menschliche Seite von ihm und seiner Familie offenbart, denn es wird oft sehr persönlich. Durch die glänzende Recherche, wirkt dabei alles sehr authentisch und menschlich, wahrlich eine Glanzleistung die hier geleistet wurde.
Die Optik das Buchs ist eine Erscheinung, mit dem attraktiven Cover und seinem auffällig goldenen Buchschnitt bietet sich ein nobler einladender Anblick, der zum Lesen einlädt.

Mein Fazit:
Ein sehr intensives Zeitporträt, das tief hinter die Kulissen der Mächtigen blicken lässt und mir trotz ein paar Längen gut gefallen hat. Besondere Empfehlung für Liebhaber von historischen Geschichten, gewappnet mit der Ausdauer von über 800 Seiten. Es ist schon ein wenig Lesemarathon zu leisten, aber es lohnt sich.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Spannende Wendung in einem Alt-Fall

Clemens Sartorius und der schuldige Mann: Kriminalroman | Der spannende 2. Fall der Clemens-Sartorius-Krimireihe
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Clemens Sartorius hat seinen Job bei der Erlangener Polizei an den Nagel gehängt und macht sich nun als Privatdetektiv selbstständig. Als erste Aufgabe wählt sich Clemens eine Art Wiedergutmachung aus. ...

Clemens Sartorius hat seinen Job bei der Erlangener Polizei an den Nagel gehängt und macht sich nun als Privatdetektiv selbstständig. Als erste Aufgabe wählt sich Clemens eine Art Wiedergutmachung aus. Er glaubt nämlich, dass sein erster Fall bei der Kripo damals irgendwie falsch lief und der damalige Mörder nicht Bender war. Der ehemalige Lehrer hat immer wieder seine Unschuld beteuert. Obwohl Bender seine Strafe schon abgesessen hat, beschließt Clemens den damaligen Mord an dessen Schülerin Sophia noch einmal zu recherchieren und macht dabei erstaunliche Entdeckungen.

In dem Kriminalroman „Clemens Sartorius und der Schuldige Mann“, von Autorin Katharina Drüppel geht es weiter mit der Story um den smarten Clemens Sartorius, der dieses Mal als privater Ermittler auftritt, zusammen mit der Forensikerin Marie aus Nürnberg und ein klein wenig Unterstützung seiner Ex-Kollegin Cora.
Dabei werden einige Leute in Aufruhr versetzt und einige unschöne Dinge über das Opfer enthüllt.
Obwohl sich zu Beginn die Story etwas hinzieht, geht es schließlich doch recht spannend in die Endphase, mit absolut überraschenden Ergebnissen! Nachdem ich mehrere Teile der Serie kenne, scheint mir der Lokalkolorit mittlerweile etwas abhanden gekommen, man merkt diesmal kaum mehr das man in Franken ist. Neben altbekannten Leuten, schart Sartorius auch neue Leute um sich, es glänzen ein paar unbekannte aber interessante Charaktere in seiner Detektei.
Auch das Coverbild hat sich bedauerlicherweise verändert, dabei fand ich den Widererkennungswert der Vorgängerbände mit der coolen Franken-Cover-Serie eigentlich unverwechselbar. Diese Veränderung liegt wohl am Verlagswechsel.

Mein Fazit:
Unterhaltsame Fortsetzung die mir gut gefallen hat, mit einem interessanten Fall und einem altbekannten Charakter, der sich gerade neu entwickelt.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

Schicksalhafte Identitätskrise mit dramatischen Wendungen

WARDA
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Bei einem Sprengstoff-Attentat vor einer Kölner Moschee werden während des Zuckerfestes etliche Menschen verletzt und in den Tod gerissen. Unter den Festbesuchern ist auch Cherin, die Tochter der Familie ...

Bei einem Sprengstoff-Attentat vor einer Kölner Moschee werden während des Zuckerfestes etliche Menschen verletzt und in den Tod gerissen. Unter den Festbesuchern ist auch Cherin, die Tochter der Familie Al Bari. Im Krankenhaus trifft die Familie zunächst auf eine schwer verletzte bewusstlose junge Frau, die Cherin unglaublich ähnelt, doch ihre Tochter ist leider tot. Tamer Al Bari, von Beruf Polizist schwört sich, die Attentäter zu finden, um seine Schwester zu rächen. Dabei geht ihm die hübsche Unbekannte nicht mehr aus dem Kopf, denn sie hat ihn fasziniert. Aus dem Koma erwacht, fehlt der Verletzten komplett die Erinnerung. Voller Mitgefühl beschließt Tamer der jungen Frau zu helfen. Seine Familie nimmt die Heimatlose auf und gibt ihr den Namen Warda - die Rose.

Der Roman „Warda“ von Autorin Rose Daniel ist ein großartiges Plädoyer gegen Hass und Selbstjustiz. Ihre Protagonistin Agnesa alias Warda wird durch ein Wechselbad von Gefühlswelten geschickt. Die ganze Geschichte beginnt mit einer Amnesie, die sie völlig von ihrem alten Ich trennt. Durch ihren schicksalhaften Identitätswechsel erhält Agnesa einen ungeplanten Einblick in das Leben, einer von ihr ursprünglich so sehr gehassten Zielgruppe. Dazu kommt eine Liebesgeschichte, mit Auswirkungen und tragischen Folgen auf allen Ebenen.
Der Schreibstil ist wirklich packend und liest sich absolut flüssig. Die Story ist fiktiv angelegt, wirkt daher manchmal etwas über konstruiert, unreal und vollgepackt auf mich. Aber die Kernbotschaft, dass Hass keine Lösung und Rache am Ende alles nur noch Schlimmer macht, wird prima dargestellt und im Laufe der Handlung immer intensiver aufgezeigt.
Das Cover zeigt die zersplitterte Persönlichkeit Warda/Agnesa und passt ganz wunderbar zum Inhalt.


Mein Fazit:
Eine mutige Thematik, verpackt in ein schicksalhaftes, vielleicht etwas zu überspitztes Drama, das zum Nachdenken anregt. Die Sicht auf Gerechtigkeit ist eben nicht immer ganz einfach, schlussfolgernd sind Rache, Hass und Selbstjustiz aber eben auch keine Lösung!

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Vielfältige Rezept-Auswahl für den Schmortopf

Cocotte
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Im Kochbuch, mit dem Titel „Cocotte“, gestaltet von der französischen Foodbloggerin und Kochbuchautorin Amandine Bernardi, verbergen sich 100 wunderbare Rezepte für den Schmortopf. Ob deftig fleischigen ...

Im Kochbuch, mit dem Titel „Cocotte“, gestaltet von der französischen Foodbloggerin und Kochbuchautorin Amandine Bernardi, verbergen sich 100 wunderbare Rezepte für den Schmortopf. Ob deftig fleischigen Genuss oder aber Vegetarisches, die Auswahl ist groß. Auch etwas Süßes, Brot oder gar Popcorn ist mit dem Schmortopf zu machen!
Die Auswahl und Aufmachung des Buches finde ich insgesamt sehr gut gelungen. Jedes Gericht wird mit einem aussagekräftigen Foto und einer kurz gehaltenen Beschreibung dargestellt, für mich perfekt.
Einzig den französischen Klassiker „Coq au vin“ habe ich vergeblich gesucht, den beherrsche ich zur Not aber auch auswendig.
Informativ fand ich noch die kurze Einführung mit Tipps und Tricks zum Thema Topf, sowie die praktischen Übersichten nach Rubriken, oder aber nach Themengebieten, sowie das abschließende ABC nach Zutaten. Da findet jeder für sich, das für ihn am besten passende System.
Das Cover ist schlicht und passend, es gefällt mir gut.

Mein Fazit:
Es gibt eine Menge zum Ausprobieren und ich finde, das Buch ist eine inspirierende Bereicherung für meine Küche. Die Rezepte ist vielleicht schon einen klein wenig fleischlastig, aber das macht mir persönlich nichts aus. Alles kommt aus einem Topf, das macht am meisten Laune und war Anlass mir gleich einen solchen Topf zu besorgen;).

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