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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Solide wie immer

Eiskalte Provence
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Und ein weiterer spannender Leclerc-Fall! Der in meinem Falle sogar einen perfekten Abschluss darstellt, weil er ist das letzte Buch, das ich aus der Reihe habe, und auch wenn ich viel Spaß an den Fällen ...

Und ein weiterer spannender Leclerc-Fall! Der in meinem Falle sogar einen perfekten Abschluss darstellt, weil er ist das letzte Buch, das ich aus der Reihe habe, und auch wenn ich viel Spaß an den Fällen hatte, denke ich nicht, dass ich mir die restlichen Bücher aktiv zusammensuchen werde.
Das gesagt, war es aber wieder ein sehr solider Fall, mit viel Spannung, tollen Figuren, und ich war eindeutig gut unterhalten. Ich merke nur auch, dass ich aktuell langsam wieder genug von Krimis habe, weil ab und an war ich nicht ganz so begeistert, wie ich es sonst vermutlich gewesen wäre, bzw. ich merke, dass ich aktuell eher gelangweilt bin. Liegt aber nicht am Buch, denn das hat mir eigentlich wieder gut gefallen.
Ausnahmsweise spielt der Fall mal nicht im Sommer, sondern zu Weihnachten, aber ein bisschen anderes Wetter muss eben auch mal sein. Wieder kommt es zu vielen falschen Spuren und Leclerc, der nicht mehr loslässt, bis er ganz sicher ist, wenn er sich einmal festgebissen hat.
Das private Leben von Leclerc war mir hier wieder mehr egal, was nichts daran ändert, dass ich mich über die Entwicklungen dennoch gefreut habe (und sie zu dem Gefühl eines guten Abschlusses an dieser Stelle beitragen), und der Fall hatte es auch in sich.
Ich merke, dass mir an der Reihe einerseits echt gut gefällt, das Innenleben der Täter näher kennenzulernen, andererseits nimmt es natürlich so einiges an Spannung raus beim Miträtseln und Entdecken der Auflösungen am Ende, weil man natürlich so viel mehr Informationen hat, als der Rest der Leute.
Trotzdem macht Lagrange es auf eine Art und Weise, dass ich immer gerne entdecke, wie Leclerc am Ende aufdeckt, was man selbst dann schon länger weiß.

Handelt es sich um eine perfekte Reihe? Ziemlich sicher nicht. Aber ich hatte eine Menge Spaß mit den Büchern und bin froh, die Gelegenheit gehabt zu haben, Leclerc bei einigen seiner Fälle zu begleiten.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Spannend, blutig, schnell

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Bei Die Prinzessin der tausend Diebe handelt es sich um die Geschichte von Sora, die ihren Vater und dessen Clan eigentlich vor Jahren hinter sich gelassen hat, nun durch Umstände aber wieder in das Clanleben ...

Bei Die Prinzessin der tausend Diebe handelt es sich um die Geschichte von Sora, die ihren Vater und dessen Clan eigentlich vor Jahren hinter sich gelassen hat, nun durch Umstände aber wieder in das Clanleben hineingezogen wird, und dabei überraschende Unterstützung in einem Tigergott findet, den sie versehentlich aus einer Zwischenwelt befreit.
Das ganze spielt dabei in Korea und das Setting ist in meinen Augen sowohl gut gewählt, als auch sehr angenehm im Text eingebracht, sodass ich beim Lesen auch aktiv das Gefühl hatte, alles würde in Korea spielen, selbst in den Teilen, die mehr Fantasy enthielten, als andere. Für ein Clan-Setting mit Göttern, Mana, und so einigen Kämpfen ein sehr passendes drumherum, wenn man mich fragt.
Sora ist dabei eine sehr starke weibliche Hauptfigur, die unbedingt an Geld kommen möchte, um sich und ihre Mutter finanziell besser unterstützen zu können. Auf dieses Ziel arbeitet sie zielgerichtet hin, und wird natürlich von einigen Hindernissen hier und da aufgehalten. Sie macht in der Geschichte auf jeden Fall Fehler und ist nicht immer sympathisch, ist mir in ihrer Menschlichkeit aber dennoch sehr schnell ans Herz gewachsen, und ich habe sie als Hauptfigur sehr gerne verfolgt.
Ähnliches gilt für beinahe alle anderen Figuren, die mal mehr, mal weniger tief ausgearbeitet waren, in ihren Handlungen aber durchgängig konsequent und großteils auch nachvollziehbar geblieben sind. So stehe ich zwar eindeutig nicht hinter jeder Entscheidung, kann aber aus Perspektive der Figuren eindeutig sehen, warum sie jeweils ihre Entscheidungen getroffen haben, oder wie sie an bestimmten Punkten angekommen sind.
Es gibt zwei Punkte, die mich persönlich nicht so ganz überzeugen konnten. Das ist einmal die Tatsache, wie düster das Buch teils wird (ich persönlich fand es einerseits ziemlich cool, war aber andererseits gar nicht darauf vorbereitet, wie blutrünstig es werden könnte, und ich kann mir durchaus Vorstellen, dass es nicht für jeden was ist, plötzlich in solche Situationen hineingeworfen zu werden), und andererseits das Tempo der Geschichte. So ist alles an Action gut geschrieben, nur leider auch wirklich extrem schnell. Ab einem gewissen Punkt folgt im Buch wirklich ein Ereignis aufs nächste, alles ohne Pause, man hat nie einen Moment zum Durchatmen, und leider hat damit vieles auch eher seinen Effekt auf mich verloren, weil ich ein paar emotionale Wendungen so gar nicht auf mich wirken lassen musste oder konnte, weil ja schon das nächste kam. An der Stelle hätte ich mir gewünscht, dass das Buch etwas länger wäre, um die Situationen wenigstens ein bisschen mehr auszukosten.
Für mich haben darunter auch die emotionalen Entwicklungen der Hauptfigur gelitten, die ich einerseits zwar durchaus sehen kann, andererseits haben mir an ein paar Stellen die Zwischenschritte einfach gefehlt. Sehr gerne hätte ich gehabt, dass sich die Änderungen wenigstens ein bisschen langsamer entwickelt hätten.
Gut zu lesen war das Buch eindeutig, und man ist geradezu durch die Seiten geflogen, gerade das mit der Mischung des sehr dichten Schreibstils hat aber eben auch einiges an Wirkung abgeschwächt, in meinen Augen.
Insgesamt eine absolut solide Geschichte (mit tatsächlich auch einer angenehm langsamen Liebesgeschichte etwas mehr im Hintergrund), und ich werde Band 2 ganz sicher auch lesen (oder zumindest habe ich großes Interesse daran, zu erfahren, wie es weitergeht), mit dem Tempo aber nicht durchgängig überzeugend.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 04.10.2025

Inhaltlich als Reflexions-Übung total spannend, scheint leider KI-Kust zu sein

Die Phönixkarten für dein Inneres Kind - 44 Archetypenkarten und 192-seitiges farbiges Booklet
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Wie der Titel bereits sagt, gefallen mir Karten und Buch als Hilfsmittel um Dinge zu reflektieren und sich Gedanken zumachen richtig gut. Das Buch erklärt total ansprechend und leicht verständlich, wie ...

Wie der Titel bereits sagt, gefallen mir Karten und Buch als Hilfsmittel um Dinge zu reflektieren und sich Gedanken zumachen richtig gut. Das Buch erklärt total ansprechend und leicht verständlich, wie man mit den Karten arbeiten kann (aber nicht muss) und als jemand, der vorher noch nie auch nur ansatzweise irgendwie Karten gelegt hat, fand ich das alles super gut und kurz erklärt, sodass ich sofort ins Thema einsteigen und die Karten auch "anwenden" konnte.

Die Texte zu den einzelnen Karten sind dabei ebenfalls gut gelungen, und als Anstoß, um sich mit seinem Leben weiter auseinanderzusetzen, funktionieren sie richtig toll. Natürlich muss man sich auch auf sie einlassen, aber wenn man das tut, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie sie nicht Hilfreich sein könnten.

Außerdem gefallen sie mir auch weg von einer persönlichen Reflexion einfach zum Nachdenken allgemein echt gut.

Und zum Zeichenstil würde ich gerne ähnliches sagen, gerade weil die Karten ja doch echt hübsch sind, aber leider musste ich beim Betrachten der Karten feststellen, dass es sich höchstwahrscheinlich um KI-Bilder handelt. Was nichts daran ändert, dass es sich inhaltlich um echt gute Arbeit handelt, mir aber trotzdem einiges an der Freude genommen hat, besonders, weil es eben nirgendwo erwähnt wird (oder ich es nicht gefunden habe). Gerade wenn man doch so viel Arbeit in ein Kartendeck steckt, kann man in meinen Augen durchaus auch Künstler für die Illustrationen bezahlen, oder wenigstens die Transparenz zeigen, dass man genau das nicht getan hat. Aber während es viele Bilder gibt, die tatsächlich recht vernünftig wirken, gibt es auch viele, die bei genauerer Betrachtung eher zerfallen (fehlende Arme, Finger, die einfach im Buch verschwinden, ein Vogel der nicht wirklich auf der Hand des Menschen sitzt sondern irgendwie komisch daneben), und ich bin mir sehr sicher, dass solche Fehler einem Menschen nicht passiert wären.

Insofern inhaltlich richtig solide Arbeit, die mir gut gefällt, aber durch die KI-Bilder nimmt meine Begeisterung dann leider doch eher ab.

Veröffentlicht am 28.09.2025

Tolles Setting und Story mit nicht ganz überzeugendem Love Triangle

The Night Ends With Fire
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Dieses Buch hat mir einerseits unglaublich viel Spaß gemacht, andererseits hatte es aber auch hier und da einige Schwächen. Es geht um Hai Meilin, die sich um ihrem Vater und einer ungewollten Verlobung ...

Dieses Buch hat mir einerseits unglaublich viel Spaß gemacht, andererseits hatte es aber auch hier und da einige Schwächen. Es geht um Hai Meilin, die sich um ihrem Vater und einer ungewollten Verlobung zu entfliehen als Mann ausgibt, und der Armee beitreten möchte, hauptsächlich, um zumindest noch ein paar Monate lang ihre Freiheit zu genießen.

Und was eindeutig für das Buch spricht (neben der unglaublich ansprechenden Aufmachung natürlich) ist Meilin, der ich wirklich gerne gefolgt bin. Sie hat Ziele, einen starken Charakter, macht eindeutig Fehler und ist nicht perfekt, aber in ihrer Menschlichkeit fand ich sie trotzdem total spannend, um ihren Gedanken zu folgen.
Was ich ebenfalls ganz gut gemacht fand, mir andererseits aber auch immer mal wieder zu anstrengend war, was das Theme zur Rolle der Frau. Frauen dürfen hier keinerlei Bedürfnisse haben, und sind hauptsächlich als Eigentum zu betrachten, eine Einstellung, die Meilin aufgrund ihrer Erziehung ebenfalls nur so kennt, weshalb sie entsprechend mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen so ihre Probleme hat, weil sie natürlich nicht "normal" handelt. Und natürlich verstehe ich total, woher es kommt, und warum Meilin ebenfalls solche Gedanken hat, wie sollte es immerhin anders sein, wenn sie die Welt nur so kennt, leider ändert es trotzdem nichts daran, dass ich die Momente nicht immer passend fand, in denen sie darüber nachdenkt. Was mich halt manchmal ein bisschen aus dem Lesen rausgerissen hat (gleichzeitig ergibt es aber für die Welt und Meilin wie gesagt Sinn, entsprechend kann ich es auch durchaus verstehen).

Gar nicht Überzeugend fand ich im Vergleich zu den letzten beiden Sachen die Romanzen. Bzw. das Love Triangle. Ich bin sowieso der Meinung, dass es die nicht braucht, aber hier hatte ich echt das Gefühl, was verpasst zu haben, denn während ein Mann von Anfang an Gefühle zeigt und es großteils so wirkt, als wäre Meilin dem ebenfalls zugetan, kam der andere für mich dann komplett aus dem nichts. Sie hat einfach plötzlich irgendwie von Gefühlen gesprochen, und ich saß vor dem Buch und habe überhaupt nicht nachvollziehen können, woher das kommt? Weder von seinem noch ihrem Verhalten aus hätte irgendwas daran für mich je auf eine Romanze hingedeutet, und als ich irgendwann verstanden habe, dass es ein Love Triangle sein soll, habe ich echt an mir gezweifelt, weil für mich halt echt nichts darauf hingedeutet hat, bis zu den letzten 100 oder 150 Seiten, in denen es plötzlich offen ausgesprochen wurde, dass da was war.
Die Nebenfiguren finde ich ebenfalls teils schwach, und irgendwie auch manchmal etwas zu ähnlich zueinander (gerade die Kameraden im Krieg haben doch teils sehr ähnliche Ansichten, auch wenn das irgendwie auch im Ansatz zwischendurch mal erklärt wird, aber da hätte ich mir trotzdem etwas mehr Differenziertheit gewünscht), dafür sind die Gegenspieler und Love Interests aber eindeutig etwas mehr ausgearbeitet und haben mehr für sich stehen als nur "Love Interest" oder "Bösewicht" auch wenn das schon viel mit reinspielt ins Geschehen.

Ebenfalls gut gefallen hat mir die Tatsache, dass die beständige Frage danach, wem man Vertrauen oder nicht vertrauen kann, auch für den Lesenden besteht. Es gibt zwar durchaus Momente, in denen ich mir dachte "okay, hier verstehe ich wirklich nicht, warum da Vertrauen/kein Vertrauen herrscht", aber den Großteil der Zeit war es für mich genauso schwierig zu durchschauen, wer jetzt vertrauenswürdig ist, wie das für Meilin der Fall war, und das fand ich durchaus ziemlich cool gelöst.

Alles in allem hatte ich auf jeden Fall viel Spaß an der Geschichte, und ich bin auch auf jeden Fall interessiert an Band zwei (auch wenn ich davon ausgehe, dass das Love Triangle hier eine größere rolle spielen wird und mir damit vermutlich mehr auf die Nerven geht), von dem ich aktuell davon ausgehe, dass ich daran ebenfalls viel Freude haben werde und von dem ich auch gespannt bin, wie genau die Geschichte jetzt in welche Richtung auch immer weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2025

Viele Rtsel und Geheimnisse

Die drei ???, Die geheime Treppe (drei Fragezeichen)
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Ich erinnere mich auf jeden Fall an ein paar gefährliche kleine Ausflüge, bei denen auch geklettert wurde, ein bisschen Piraten-Feeling, (eventuell eine Kette?) und ein paar Rätsel gab es auch, bei denen ...

Ich erinnere mich auf jeden Fall an ein paar gefährliche kleine Ausflüge, bei denen auch geklettert wurde, ein bisschen Piraten-Feeling, (eventuell eine Kette?) und ein paar Rätsel gab es auch, bei denen man ebenfalls ein bisschen knobeln konnte. Leider kenne ich die Auflösung nicht mehr ganz so genau, aber gerade als Jugendliche:r hatte ich 'ne Menge Spaß an der Geschichte und sie hat mir glaube ich gut gefallen und war recht spannend.