Familiengeheimnisse vor zauberhafter Kulisse
Apfelzeit am DeichDas Cover mit dem alten Apfelhof strahlt Wärme aus. Den Duft der Äpfel in den Körben und Kästen kann ich förmlich riechen. Die Apfelbäume sind wunderschön und das Alte Land lädt ein zum Glücklichsein. ...
Das Cover mit dem alten Apfelhof strahlt Wärme aus. Den Duft der Äpfel in den Körben und Kästen kann ich förmlich riechen. Die Apfelbäume sind wunderschön und das Alte Land lädt ein zum Glücklichsein. Doch auch im Alten Land ist nicht alles so harmonisch, wie es auf dem Bild scheint.
Falsche Einschätzungen, gegenseitige Anschuldigungen, aufklärende Gespräche, die nicht stattgefunden haben und Konflikte, die nie gelöst worden sind: All das sind die Gründe für eine zerbrochene Familie aus drei Generationen.
Grete lebt inzwischen ganz allein auf dem Apfelhof. Sie ist alt geworden und bräuchte Hilfe, die sie von ihren Angehörigen allerdings nicht bekommt. Ihre Enkelin Merle ist die Einzige, Kontakt zu ihr hält.
Merle lebt zusammen mit Falk, aber ich spüre ihre großen Beziehungsängste. Wahrscheinlich hat sie die Trennung ihrer Eltern – sie selbst war damals erst zwölf Jahre alt – nicht verarbeiten können.
Grete merkt, dass sie die Einzige ist, die versuchen kann, die Scherben der Vergangenheit zu beseitigen. Es gibt so viele Geheimnisse und Missverständnisse, nicht nur zwischen ihr und ihrem Sohn, sondern auch Funkstille zwischen Merle und ihrem Vater, der nach der Trennung eine neue Familie gegründet hat.
Frieda Lamberti hat vor dem Hintergrund einer zauberhaften Landschaft, die so eindrucksvoll beschrieben ist, dass ich mich sofort auf den Weg dorthin machen möchte, eine traurige und dramatisch Familiengeschichte erzählt, für die ich gern eine Leseempfehlung gebe.