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Veröffentlicht am 06.09.2025

Vielfältige Ideen

Grünes Smørrebrød
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Mit "Grünes Smørrebrød – Nordisch, vegan und voller Geschmack" hat Kirsten Skaarup ein Kochbuch vorgelegt, das sich einer traditionsreichen dänischen Spezialität widmet und sie ganz neu interpretiert. ...

Mit "Grünes Smørrebrød – Nordisch, vegan und voller Geschmack" hat Kirsten Skaarup ein Kochbuch vorgelegt, das sich einer traditionsreichen dänischen Spezialität widmet und sie ganz neu interpretiert. 80 Rezepte für belegte Brote und ganze Brotzeitplatten, komplett pflanzlich.

Das Buch punktet sofort mit seiner Gestaltung. Die Fotos sind farbenfroh, ästhetisch und machen Lust darauf, Neues auszuprobieren. Jede Seite strahlt Frische aus, die Kreationen sind bunt angerichtet, abwechslungsreich und wirken sehr einladend. Man kann sich beim Durchblättern kaum vorstellen, dass die Vielfalt ausschließlich auf pflanzlichen Zutaten beruht. Das macht die Lektüre spannend und inspirierend, auch wenn man nicht streng vegan lebt.

Inhaltlich bietet Skaarup eine große Bandbreite an Ideen, von klassischen Brotaufstrichen über Gemüse- und Pilzvariationen bis hin zu kreativen Kombinationen, die das traditionelle Smørrebrød modern und international erweitern. Damit zeigt sie, wie vielfältig vegane Küche sein kann, ohne sich auf das Übliche zu beschränken.

Allerdings sollte man für dieses Buch eine gewisse Offenheit für die spezielle Art des nordischen Smørrebrød mitbringen. Wer belegte Brote eher schlicht mag, könnte sich mit den oft sehr kreativen und teilweise ungewohnten Zusammenstellungen schwertun. So ging es auch mir. Die Rezepte sind zweifellos originell, entsprachen aber nicht meinem persönlichen Geschmack.

Fazit: Ein optisch wunderschönes Buch voller kreativer und veganer Ideen, das die klassische Brotzeit neu denkt. Für alle, die Spaß an ungewöhnlichen Kombinationen haben und ihre Brotzeit abwechslungsreicher gestalten wollen, ist es eine inspirierende Quelle. Wer allerdings einfache, traditionelle Brote bevorzugt, könnte sich von der Vielfalt etwas überfordert fühlen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Nicht überzeugend

Besser fit
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Ich habe "Besser fit" von Tobias Gunst gelesen, habe mich persönlich jedoch nicht wirklich abgeholt gefühlt. Das Buch ist in die Bereiche Training, Ernährung und Regeneration gegliedert und bietet dabei ...

Ich habe "Besser fit" von Tobias Gunst gelesen, habe mich persönlich jedoch nicht wirklich abgeholt gefühlt. Das Buch ist in die Bereiche Training, Ernährung und Regeneration gegliedert und bietet dabei wissenschaftlich fundierte, alltagsnahe Tipps. Gunst verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der Bewegung, Ernährung und Erholung kombiniert und legt Wert darauf, Fitness ohne Stress und übertriebene Selbstoptimierung zu vermitteln.

Im Bereich Training stellt das Buch einfache Routinen vor, die sich in den Alltag integrieren lassen, wie kurze Bewegungseinheiten oder gezielte Kraftübungen. Für mich blieben die Inhalte jedoch zu allgemein, ich hätte mir individuellere oder motivierendere Anleitungen gewünscht. Die Ernährung wird ohne strenge Diäten oder Kalorienzählen behandelt, stattdessen gibt es bodenständige Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Auch hier fehlten mir praktische Anleitungen, Rezepte oder konkrete Umsetzungstipps für den Alltag. Die Tipps wirken eher konzeptionell als direkt umsetzbar. Bei der Regeneration verfolgt Gunst einen ganzheitlichen Ansatz, der auch mentale Gesundheit und soziale Faktoren einbezieht. Dennoch blieben die Inhalte aus meiner Sicht eher oberflächlich, tiefergehende Strategien für Schlaf, Stressabbau oder konkrete Erholungsübungen habe ich vermisst.

Insgesamt ist das Buch solide und leicht verständlich geschrieben, mit einem humorvollen, undogmatischen Stil. Für mich war es jedoch eher durchschnittlich, da der persönliche Bezug fehlte und ich mich nicht inspiriert oder abgeholt gefühlt habe. Wer pragmatische, allgemein gehaltene Tipps sucht, findet hier sicherlich nützliche Hinweise, wer hingegen konkrete, praxisnahe oder individuell anpassbare Strategien erwartet, könnte enttäuscht werden.

Fazit: Für mich war das Buch leider nur durchschnittlich. Es vermittelt solide, alltagsnahe Tipps zu Training, Ernährung und Regeneration, konnte mich jedoch nicht wirklich abholen, da mir persönliche Erfahrungsbezüge und konkrete, praxisnahe Anleitungen gefehlt haben. Schade.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Weihnachtswunderland

Schneemanntod
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Mit "Schneemanntod" ist Susanne Oswald ein wunderbar kurzweiliger Cosy-Crime gelungen, der perfekt in die Adventszeit passt. Die Geschichte liest sich leicht und fließend, sodass man schon nach wenigen ...

Mit "Schneemanntod" ist Susanne Oswald ein wunderbar kurzweiliger Cosy-Crime gelungen, der perfekt in die Adventszeit passt. Die Geschichte liest sich leicht und fließend, sodass man schon nach wenigen Seiten mitten im winterlichen Setting und in der spannenden Handlung steckt. Besonders hervorzuheben sind die sympathischen Figuren. Franziska, die als Mütterchen Frost über das Weihnachtswunderland wacht, ihr Sicherheitschef Poldi, Detektiv Jürgen und Frau Claus bilden ein charmantes Ermittlerteam, das mit viel Herz und Humor agiert. Jeder Charakter ist liebevoll gezeichnet und trägt dazu bei, dass man sich in dieser kleinen Welt sofort wohlfühlt.

Der Roman ist humorvoll und herzlich, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Die humorvollen Dialoge und warmen Begegnungen zwischen den einzelnen Figuren schaffen eine echte Wohlfühlatmosphäre. Gleichzeitig sorgen die mysteriösen Vorfälle für eine angenehme Portion Krimispannung, ohne dass es all zu düster wird. Nicht zuletzt ist "Schneemanntod" eine wunderbare Einstimmung auf die bevorstehende Adventszeit. Die verschneite Kulisse, festlichen Details und sogar kreative Extras wie Rezepte und Strickanleitungen am Ende des Buches machen große Lust auf gemütliche Abende mit einem heißen Getränk und Kerzenschein.

Fazit: Ein charmanter, kurzweiliger Wohlfühlkrimi mit liebenswerten Figuren, Humor und einem Hauch Nervenkitzel. Für mich persönlich sind derartige Parks nichts. Da wäre Weihnachten nichts besonders mehr und der Reiz daran und die Vorfreude auf diese besinnliche Zeit würde verloren gehen.

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Veröffentlicht am 16.08.2025

Melancholische Erzählung

Das Geschenk des Meeres
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Der Roman spielt im Winter 1900 in dem abgelegenen schottischen Fischerdorf Skerry. Ein Junge wird an den Strand gespült, der der Lehrerin Dorothy sehr an ihren damals im Meer verschwundenen Sohn Moses ...

Der Roman spielt im Winter 1900 in dem abgelegenen schottischen Fischerdorf Skerry. Ein Junge wird an den Strand gespült, der der Lehrerin Dorothy sehr an ihren damals im Meer verschwundenen Sohn Moses erinnert. Diese Begegnung öffnet alte Wunden und das nicht nur bei Dorothy, sondern auch bei dem Fischer Joseph und in der gesamten Dorfgemeinschaft.

"Das Geschenk des Meeres" von Julia R. Kelly ist ein Roman, der sich sehr viel Zeit lässt bzw. nimmt und das erfordert eine Menge Geduld. Die Autorin erzählt in einer eher schweren, melancholischen Sprache, die die Stimmung gut einfängt, aber auch dafür sorgt, dass die Handlung nur sehr langsam voranschreitet. Viele Fragen bleiben lange im Raum, Antworten kommen erst nach und nach. Wer wie ich ein schnelles Erzähltempo bevorzugt, wird hier womöglich ungeduldig.

Im Mittelpunkt stehen die Lehrerin Dorothy, die auf einer kleinen Insel ein neues Leben beginnt, und der Fischer Joseph, der selbst mit Verlust und Trauer zu kämpfen hat. Die Begegnung der beiden wirkt zunächst unscheinbar, doch gerade ihre stille Annäherung macht einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Der Autorin gelingt es, Figuren zu zeichnen, die nicht laut oder spektakulär sind, sondern die durch ihre Warmherzigkeit und Verletzlichkeit sympathisch wirken.

Die Erzählung wechselt zwischen zwei Zeitsträngen, der Gegenwart mit dem mysteriösen Jungen und Dorothys Gegenwart sowie verschiedenen früheren Rückblenden mit Joseph, der Dorfgemeinschaft und dem Verschwinden Moses’.

Auch wenn ich persönlich Schwierigkeiten mit der zähen Erzählweise hatte und das Buch für mich nicht zum Lieblingsroman geworden ist, habe ich doch die ruhige Schönheit der Geschichte wahrgenommen. Die leisen Themen wie Neuanfang, Verlust, Hoffnung und die heilende Kraft menschlicher Nähe wurden dezent verbunden und regen einen zum Nachdenken an.

Fazit: "Das Geschenk des Meeres" ist mit Sicherheit kein Buch für ungeduldige Leser:innen. Aber wer sich auf die melancholische Atmosphäre erst einmal einlässt, wird eine berührende Geschichte mit liebenswerten Figuren entdecken, die noch eine Weile nachklingt.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Nicht gerade inspirierend

Quick & Tasty
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Leider hat mich dieses Kochbuch eher enttäuscht. Obwohl der Titel schnelle und delikate Rezepte verspricht, fehlt mir der Bezug zu den Wurzeln der Autorin, die sie ja im Buch so anpreist. Die meisten Gerichte ...

Leider hat mich dieses Kochbuch eher enttäuscht. Obwohl der Titel schnelle und delikate Rezepte verspricht, fehlt mir der Bezug zu den Wurzeln der Autorin, die sie ja im Buch so anpreist. Die meisten Gerichte wirken beliebig und austauschbar, man findet wenig Persönliches oder Neues.

Aufgeteilt sind die Kapitel in unterschiedliche Themen wie die Familie, Pasta & Reis, Gemüse, Hülsenfrüchte & Getreide, Kartoffeln, Eier, Brot und abschließend Dips & Saucen. Positiv hervorheben möchte ich die Kapitel über Brot, Kartoffeln und Eier. Das sind meine Lieblingskapitel. Mit den restlichen konnte ich nichts anfangen. Die Rezepte sind zwar unkompliziert, gut umsetzbar und alltagstauglich, aber trotzdem bleibt der Gesamteindruck blass. Viele Ideen kennt man bereits aus anderen Kochbüchern oder dem Internet.

Für Einsteiger in die schnelle Küche mag es eine solide Sammlung sein. Wer jedoch Inspiration, Kreativität oder kulinarische Überraschungen erwartet, wird hier wahrscheinlich nicht fündig. Es ist nur ein Kochbuch unter vielen, welches bald wieder in Vergessenheit geraten wird.

Fazit: Das Buch liefert 50 solide, pragmatische Rezepte, aber keine aufregenden Ideen oder Überraschungen.

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