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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2025

tolles Buch

We are Austria
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Das Buch „We Are Austria“ von Nina Pavicsits hat mich als Österreicherin natürlich schon durch den Titel angesprochen. Beim Lesen merkt man schnell, dass es nicht primär um Österreich geht, sondern ...

Das Buch „We Are Austria“ von Nina Pavicsits hat mich als Österreicherin natürlich schon durch den Titel angesprochen. Beim Lesen merkt man schnell, dass es nicht primär um Österreich geht, sondern um Menschen, um Gefühle und darum, was uns alle miteinander verbindet.
Die Bandbreite der vorgestellten Frauen geht von von Künstlerinnen über Wissenschaftlerinnen bis zu Aktivistinnen, über die man noch nicht allzu viel gehört hat.

Der Aufbau und Schreibstil des Buches ist sehr einfach, aber dennoch mit viel Mehrwert. Nina Pavicsits schreibt in einer einfachen, klaren Sprache, die trotzdem viel Tiefe hat. Man kann jedes Wort gut verstehen, und trotzdem steckt viel Bedeutung darin.
Optisch gefällt mir im Buch nicht jede Illustration, aber das ist Geschmackssache.

Das Leerformular am Ende des Buches finde ich eine sehr intuitive und aufmerksame Idee, denn natürlich kann das Buch nicht jede Frau abbilden, so kann man seine eigene Heldin ergänzen.

Veröffentlicht am 28.09.2025

Schwiegermutter der Queen

Prinzessin Alice
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Das Cover finde ich gut passend für die nicht so einfache Geschichte von Prinessin Alice.
Das Buch erzählt die wahre Geschichte von Alice von Battenberg (später Mountbatten), Schwiegermutter ...

Das Cover finde ich gut passend für die nicht so einfache Geschichte von Prinessin Alice.
Das Buch erzählt die wahre Geschichte von Alice von Battenberg (später Mountbatten), Schwiegermutter der Queen und Großmutter von König Charles III, einer Prinzessin, die ein sehr schwieriges, aber auch starkes Leben geführt hat.
Irene Dische beschreibt Alice als eine Frau, die oft missverstanden wurde. Sie war taub, hatte psychische Probleme, aber auch ein großes Herz. Sie hat viel Leid erlebt – sei es in ihrer schwierigen Familie, in der Politik oder im Krieg. Trotzdem hat sie nie aufgegeben. Besonders ergreifend und mutig fand ich, wie sie im Zweiten Weltkrieg eine jüdische Familie versteckte.
Der Schreibstil ist sehr ruhig, das passt aber sehr gut zum Buch. Auch empfinde ich das geschriebene als sehr intensiv.
Was in diesem Buch Realität ist, und was hier "ergänzt" wurde, ist mir teilweise zu unklar, und verschwimmt - einige Punkte wirken unrealistisch.

Veröffentlicht am 18.09.2025

Aktuelles Thema

Aufsteiger
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Der Gesellschaftsroman „Aufsteiger“ von Felix Huth ist aktueller denn je, da er viele Gesellschaftsprobleme und -phänomene aufgreift und humorvoll aufgreift. Titelfigur ist Felix Licht, ein bekannter Redakteur, ...

Der Gesellschaftsroman „Aufsteiger“ von Felix Huth ist aktueller denn je, da er viele Gesellschaftsprobleme und -phänomene aufgreift und humorvoll aufgreift. Titelfigur ist Felix Licht, ein bekannter Redakteur, der auf eine Beförderung zum Chefredakteur des Magazins wartet, für das er seit Jahren arbeitet und dem er unendlich viel Zeit, auch seines Privatlebens, geopfert hat. Doch sein langersehnter Traum platzt. Sein Verleger entscheidet sich nicht für ihn, sondern für seine junge, aufstrebende Kollegin Zoe, in die sich Felix schon seit Jahren verguckt hat. Vor vollendete Tatsachen gestellt, gerät sein Leben ins Wanken. Er beginnt zu trinken und seine Ehe zerbricht. Der Roman ist sehr bildlich und intensiv geschrieben und es werden viele politische Themen angeschnitten. Ich habe einen guten Einblick in die Machenschaften der Medienwelt erhalten und das Opfer Felix hat mein Mitleid.

Veröffentlicht am 07.09.2025

stilles, aber tiefes Buch

Spät am Tag
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Spät am Tag ist ein stilles, aber tiefes Buch. Es erzählt von Momenten im Leben, die zuerst klein und unscheinbar wirken, aber eigentlich sehr viel über uns und die Welt sagen. Der Roman handelt ...

Spät am Tag ist ein stilles, aber tiefes Buch. Es erzählt von Momenten im Leben, die zuerst klein und unscheinbar wirken, aber eigentlich sehr viel über uns und die Welt sagen. Der Roman handelt von Johanne, die uns in Tagebuchaufzeichnungen an ihrem Leben teilnehmen lässt. Sie ist bei Mikael als Untermieterin eingezogen ist, die beiden verlieben sich ineinander und es beginnt ein Auf und Ab von Gefühlen.

Die Sprache ist ruhig, klar und manchmal traurig. Kristin Vego beschreibt Gefühle und Gedanken so bildhaft, dass man sich selbst darin wiederfindet. Es geht oft um das Alleinsein, um Erinnerungen und um das, was zwischen Menschen unausgesprochen bleibt.

Das Cover ist malerisch und farbenfroh gestaltet.

Teilweise ist das Buch etwas langatmig und eine Spur zu ruhig, daher ein Stern Abzug.

Von mir gibt es eine Empfehlung - ein Buch, das beschäftigt.

Veröffentlicht am 29.08.2025

stilles Buch mit Tiefgang

Adlergestell
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Adlergestell ist ein Buch, das mich tief berührt hat. Laura Laabs schreibt auf eine direkte und ehrliche Weise, die unter die Haut geht. Die Geschichte ist traurig, aber auch stark. Es geht um ...

Adlergestell ist ein Buch, das mich tief berührt hat. Laura Laabs schreibt auf eine direkte und ehrliche Weise, die unter die Haut geht. Die Geschichte ist traurig, aber auch stark. Es geht um Familie, Verlust und das Erwachsenwerden – um das Gefühl, nicht dazuzugehören und trotzdem weiterzumachen.

Besonders bewegt hat mich, wie die Autorin über Trauer schreibt. Nichts wird verschönert, aber auch nichts wird zu schwer. Man spürt, wie weh Erinnerungen tun können – und gleichzeitig, wie wichtig sie sind. Der Ort "Adlergestell" wird fast zu einer eigenen Figur im Buch. Die Stimmung dort ist grau, kalt, fast hoffnungslos – und doch irgendwie vertraut.

Die Sprache ist klar und manchmal fast hart, aber genau das macht das Buch so stark. Es fühlt sich ehrlich an. Nichts ist übertrieben, und gerade deshalb bleibt vieles lange im Kopf.

Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Geschichten mögen, die echt sind – Geschichten, die wehtun, aber auch Mut machen. Adlergestell ist ein stilles, aber kraftvolles Buch.