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CynthiaM94

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2025

Der Geschmack geliebter Erinnerungen

Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei
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Ich mag ja diesen spirituellen und mythischen Touch, die Bücher dieser Art so an sich haben. Mir gefällt der Gedanke, dass das Leben mach dem Tod nicht einfach endet, dass man nochmal in Kontakt treten ...

Ich mag ja diesen spirituellen und mythischen Touch, die Bücher dieser Art so an sich haben. Mir gefällt der Gedanke, dass das Leben mach dem Tod nicht einfach endet, dass man nochmal in Kontakt treten und etwas hinterlassen kann. Finde diese Art von Geschichten immer sehr tröstlich.

Passend zur Geschichte hat mir auch der QR Code am Ende gefallen, der dem Lesen noch ausführliches Wissen über die Gebäcke vermittelt. So kleine Add-Ons sind einfach super besonders.

Die Geschichte ist quasi in vier Kurzgeschichten unterteilt, die sich innerhalb der Rahmenhandlung abspielen und sich um Kunden der Bäckerei drehen. Der Ablauf ist dabei immer identisch: ein Gast bestellt ein Gebäck, teilt eine Lebenserinnerung, die mit einem geliebten Menschen und dem eigenen Tod zusammenhängt und dann wird sich überlegt wie man wieder geboren werden will. Das Konzept ist also recht simpel, sodass man schnell in die Handlung einsteigt.

Die einzelnen Lebensgeschichten sind aber schon sehr unterschiedlich und dadurch jede auch ihre Art interessant. Die sich drumherum entwickelnde Rahmenhandlung hat mir ebenfalls gut gefallen hat. Ich hätte mir vllt sogar noch mehr emotionale Tiefe gewünscht, so bleibt alles recht kurz gefasst, auf das wesentliche beschränkt. Liest sich dadurch aber natürlich super kurzweilig und angenehm flüssig weg.

Die Idee hat mir richtig gut gefallen, mochte das Buch sehr

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Es brennt in Rußstadt

Lichterloh - Funken in der Luft
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„Bald brennt ihr alle Lichterloh“- ein Brandstifter treibt in Rußstadt sein Unwesen und versetzt die Bewohner in Panik und die Schornsteinfeger in Alarmbereitschaft. Und Cleo begibt sich auf die Jagd nach ...

„Bald brennt ihr alle Lichterloh“- ein Brandstifter treibt in Rußstadt sein Unwesen und versetzt die Bewohner in Panik und die Schornsteinfeger in Alarmbereitschaft. Und Cleo begibt sich auf die Jagd nach dem Feuerteufel, wobei sich schnell die Frage stellt, wer hier eigentlich wen jagd.

Die Einblicke in die Gilde und deren Tätigkeit fand ich sehr stimmig zum ersten Band und auch, wie anderen Schornsteinfeger Cleo begegnen passt zu dem, was man bereits in Band 1 erlebt hat. Denn obwohl Cleo nun offiziell dazu gehört, ist sie noch weit davon entfernt, von den anderen respektiert und anerkannt zu werden. Trotzdem merkt man jetzt, dass es auch andere Ansichten und volksnähere Schornsteinfeger gibt. Und Cleo findet unerwartete Freunde. Das Thema Freundschaft kam mir in diesem Band fast ein bisschen kurz, nachdem es in Band 1 eigentlich eine zentrale Rolle eingenommen hat.

Generell fand ich, dass die Themen in diesem Band erwachsener waren. Es geht viel in Cellos Rolle innerhalb der Gesellschaft, ihren Zwiespalt zwischen ihrer Berufen und den Regeln die damit einhergehen und ihrem inneren Drang zu helfen und Lösungen fernab der bewährten Wege zu finden.

Den Teil um den Feuerteufel fand ich etwas repetitiv und für mein Empfinden kam das lange nicht also richtig auf den Punkt. Es gibt zwar immer mal wieder Andeutungen und Vermutungen, aber es dauert recht lange, bis das Thema wirklich konkret wird. Vor allem war ich verwundert, dass Cleo sich so schnell gegen ihre eigenen Ideale und Überzeugungen stellt. Gleichzeitig macht sie dieses Wanken sehr menschlich und authentisch

Die Auflösung dessen, was sich im Hintergrund getan hat fand ich richtig klasse und spannend konstruiert. Hier tut sich auch nochmal viel Potential auf. Freue mich jetzt richtig auf den dritten Teil!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Ich weiß, was du an Halloween getan hast

Halloweenkind
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Der Kriminalroman beleuchtet eindrucksvoll, welche Apparate in Bewegung versetzt werden, wenn ein Kind verschwindet. Und wie es einen Ort und seine Bewohner einholt, wenn dies erneut passiert, ohne dass ...

Der Kriminalroman beleuchtet eindrucksvoll, welche Apparate in Bewegung versetzt werden, wenn ein Kind verschwindet. Und wie es einen Ort und seine Bewohner einholt, wenn dies erneut passiert, ohne dass die Vergangenheit schon aufgearbeitet wurde.

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt und ich weiß nicht, ob mir das hier so 100% gefallen hat, weil es die Ereignisse so zerpflückt. Dazu werden die Ereignisse zwei Jahre zuvor ebenfalls nicht chronologisch erzählt, sodass ich schon fast zu sehr mitdenken musste, um entspannt dran zu bleiben.

Was ich aber richtig stark fand: wie die Beziehungen und Ereignisse über zwei Jahre hinweg in Zusammenhang gebracht wurden und sich der Plot kontinuierlich aufbaut und entwickelt. Was sich da an Geheimnissen und Intrigen auftaut ist absolut erschreckend und dadurch so mitreißend. Und dazu dieser ruhige, fast schon sachliche Erzählstil? Fand ich richtig gut.

Das Setting ist denkbar simpel und trotzdem wird da alles rausgeholt, was irgendwie möglich ist. Das macht die Geschichte so schrecklich authentisch. Dies ist kein spektakulärer Fall am Rande des Möglichen- es ist ein leises Verschwinden, so wie es vermutlich häufiger als gedacht geschieht. Und der Täter ist im nahen Umfeld des Opfers zu suchen. Allein das gibt mir Gänsehaut pur.

Schöner gemäßigter Kriminalroman, hat mir gut gefallen

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Veröffentlicht am 29.08.2025

hinter verschlossenen Türen

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Denn auch in deinen eigenen vier Wänden bist du nicht sicher. Du kannst die Türen verschließen, die Lichter löschen, aber er wird dich finden.
Ich fand den Start ins Buch tatsächlich etwas schwerfällig. ...

Denn auch in deinen eigenen vier Wänden bist du nicht sicher. Du kannst die Türen verschließen, die Lichter löschen, aber er wird dich finden.
Ich fand den Start ins Buch tatsächlich etwas schwerfällig. Ja, die unheimlichen Ereignisse starten relativ unmittelbar, aber irgendwie kommt noch nicht so richtig Stimmung auf, das kennt man aus anderen Büchern von Strobel auf jeden Fall stärker.

Generell ist dieses Home Invasion/ Intruder-Thema ja nichts neues und im Vergleich zu anderen Thrillern, die ich zu diesem Thema bereits gelesen habe, ist dieser hier nicht besonders atmosphärisch oder gruslig. Generell gab es hier für mich keine Gänsehaut-Momente. Hier fehlt mir die subtile Spannung, das Gefühl des beobachtet werden. Und das, obwohl es genau diese Szenen in dem Buch ja gibt. Trotzdem fühlen sie sich eher kalt und etwas lieblos an.

Der Mittelteil ist grundsolide, es werden einige Fährten ausgelegt, wie man es von Strobel gewohnt ist. Das Finale wird ziemlich stimmig vorbereitet, wenn auch etwas klischeehaft. Im Vergleich zu anderen Büchern des Autors ist dieses hier fast schon seicht was das Gewaltlevel betrifft. Finde ich aber gut, der Fokus liegt stärker auf der zwischenmenschlichen Komponente.

Das Buch liest sich wieder flüssig weg und ist insgesamt super rund, auch wenn das Spannungslevel dieses Mal eher Mittelmaß ist. Hätte für mich gerne einen Ticken perfider sein dürfen.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Zurück zum Ursprung

Heimat
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An der Tradwife-Bewegung kommt man ja auf Social Media nicht mehr vorbei, genauso wie am sich verbreitenden Gedankengut der AfD. Dieser Roman greift das Thema, sowie Mutterschaft und Beziehung gekonnt ...

An der Tradwife-Bewegung kommt man ja auf Social Media nicht mehr vorbei, genauso wie am sich verbreitenden Gedankengut der AfD. Dieser Roman greift das Thema, sowie Mutterschaft und Beziehung gekonnt auf und setzt es in einen aktuellen, politisch angehauchten Kontext.

Was wahnsinnig stark rübergebracht wurde, das war die sanfte Indoktrinierung- Kaffeeklatsch, Buchklub, Spieletreff. Vor dem Hintergrund weiblicher Solidarität werden die neuen Werte und Denkstrukturen geteilt, sodass sie sich in Jana, die anfangs noch skeptisch auf das unspektakuläre Dorfleben und die anderen Mutter geblickt hat, langsam festsetzen.

Es wirkt, als würde Jana nach und nach umgepolt werden; ein Hinterfragen findet kaum noch statt. Erst gehört ihr Körper nicht mehr ihr und plötzlich auch ihre Gedanken. Was war zuerst: die Entfremdung vom eigenen Ehemann, während man noch schwanger mit dem nächsten Kind ist oder das projizieren des eigenen Leben in die neue Ideologie. Und die Politik dahinter immer nur Rande, für Jana, die außer Social Media keine Medien mehr konsumiert, nur in der Mütterbubble greifbar. Und da ist es doch was Gutes, oder nicht? Es ist doch ein Safe Space. Und alle wollen doch nur das Beste für unsere Kinder, wie könnte man da widersprechen?

Das Buch weiß auf sanfte Art zu schockieren, aufzurütteln und Fragen aufzuwerfen. Hat für mich fast schon Schauerroman-Charakter, dabei liegt doch die Brisanz gerade darin, wie realistisch dieses fiktive Szenario ist. Trotzdem werden viele Gedanken gefühlt nicht zu Ende gedacht, nirgends Konsequenzen aufgezeigt.

Ich glaub ich hab das Ende einfach nicht verstanden, habe die Seiten wieder und wieder gelesen und verbleibe doch unschlüssig, was da jetzt eigentlich passiert. Das hat mir zum Schluss so ein bisschen die Stimmung und die Handlung selbst verhagelt.

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