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Veröffentlicht am 24.10.2025

Ein wunderschön erzählter Roman!

Foxlight
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Niemand weiß, woher die Zwillinge Rey und Fen kommen. Als Babys wurden sie inmitten eines Rudels wilder Füchse gefunden, die sie offenbar vor der Kälte geschützt haben. Seitdem leben die Schwestern in ...

Niemand weiß, woher die Zwillinge Rey und Fen kommen. Als Babys wurden sie inmitten eines Rudels wilder Füchse gefunden, die sie offenbar vor der Kälte geschützt haben. Seitdem leben die Schwestern in einem Waisenhaus, wo sie von der freundlichen Lissa versorgt werden. Das Waisenhaus ist ein alter Leuchtturm, der sich am Rande des Wildlands befindet – eine raue und einsame Landschaft, aus der angeblich niemand zurückkehrt. Fey hat sich dieser Wildnis schon immer sehr verbunden gefühlt und träumt davon, eines Tages in ihr zu leben. Als sie und Ren eines Abends einen Fuchs entdecken, sehen sie es als ein Zeichen. Sie beschließen, dem Fuchs ins Wildand zu folgen, in der Hoffnung, mehr über ihre Herkunft zu erfahren. Und vielleicht auch ihre Mutter zu finden. Heimlich schleichen sie sich davon, doch sie haben nicht damit gerechnet, wie wild und gefährlich das Wildland wirklich ist. Ein unvergessliches Abenteuer beginnt...

Nachdem mir Katya Balen schon mehrmals gezeigt hat, dass sie ein Garant für außergewöhnliche Kinderbücher ist, war ich sehr gespannt auf ihren Roman „Foxlight“. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick (sieht es nicht toll aus?) und auch die Geschichte dahinter zog mich sehr schnell in ihren Bann. Mir, als Erwachsene, hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, allerdings bin ich mir nicht so sicher, wie es bei Kindern ankommen wird.

Die englische Autorin Katya Balen hat zweifellos mal wieder ein anspruchsvolles Kinderbuch geschrieben, das vor allem sprachlich begeistert. Ihr Schreibstil ist gewohnt bildgewaltig und gefühlvoll und von der Liebe zur Natur geprägt. Durch die anschaulichen Beschreibungen hat man direkt das Gefühl, selbst vor Ort zu sein, besonders die Szenen im Wildland sind pures Kopfkino. Man hört das Rauschen der Flüsse regelrecht, riecht den Duft der Wälder, spürt den Hunger und die Kälte. Katya Balen Sprache ist einfach wieder malerisch und steckt voller schöner Aussagen, die man sich am liebsten sofort markieren möchte. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle auch der Übersetzerin Birgitt Kollmann, die mit ihrer Übersetzung hervorragende Arbeit geleistet hat.
Einziger Nachtteil dabei ist, dass die vielen detaillieren Beschreibungen etwas zu Lasten der Spannung gehen. „Foxlight“ ist ein sehr ruhig erzählter Roman. Viel Action oder Nervenkitzel findet man hier nicht und es dauert, bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt. So manche junge Leser*innen werden vermutlich schnell gelangweilt von dem Buch sein und es beiseite legen. Es lohnt sich aber, am Ball zu bleiben! Seite für Seite entfaltet sich hier eine bewegende und märchenhaft anmutende Geschichte über die Suche nach der eigenen Herkunft, Geschwisterliebe, Wildheit, Freiheit, die raue Schönheit der Natur und Macht der Vorstellungskraft.

Sämtliche Charaktere sind liebevoll und authentisch gezeichnet, vor allem die Zwillinge Fen und Rey sind zwei starke Protagonistinnen, die man sehr schnell ins Herz schließt. Die Geschichte wird durchgehend aus der Ich-Perspektive von Fen erzählt, wörtliche Rede wird ausschließlich ohne Anführungsstriche in kursiver Schrift gedruckt (ein weiteres Merkmal der Autorin). Fen fühlt man sich dadurch besonders nahe. Man kann ihren Wunsch nach Antworten nur zu gut nachvollziehen, ihre Zweifel an ihre eigenen Entscheidungen und ihre Sorge um ihre Schwester, als es in der Wildnis gefährlich wird. Immer wieder gibt es aber auch kleine humorvolle Momente und Szenen, die das Herz erwärmen. Durch die kurzen Kapitel fliegen die Seiten nur so dahin, die spannende Frage, was mit der Mutter der Zwillinge geschehen ist, lädt zum Immer-Weiterlesen ein. Die Auflösung am Ende kommt ein bisschen überraschend, ist vielleicht weniger magisch als gedacht, aber dennoch sehr passend und zufriedenstellend.

Fazit: „Foxlight – Zwei Schwestern im Herzen des Wildlands“ ist eine berührende und abenteuerliche Geschichte über Schwesternbande, die Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln und die Kraft der Fantasie. Ein ganz besonderer Kinderroman ab 11 Jahren mit poetisch schöner Sprache. Wer gerne Kinderbücher liest, die sich von der Masse abheben, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen. Ich habe es richtig gerne gelesen und kann es sehr empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Ein wunderbares romantisches Sommerbuch voller Leichtigkeit und Tiefgang.

Happy – Wo du mich findest
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Anouk hat es gerade nicht leicht im Leben. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Ex-Freund hat per Hashtag mit ihr Schluss gemacht und nun droht sie auch noch ihren liebsten Happy Place zu verlieren: Das ...

Anouk hat es gerade nicht leicht im Leben. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Ex-Freund hat per Hashtag mit ihr Schluss gemacht und nun droht sie auch noch ihren liebsten Happy Place zu verlieren: Das Strandhaus ihrer Eltern in der verträumten Junos Bay an der kalifornischen Küste. Für sie ein Ort voller Magie, Nostalgie und Marmeladenglasmomente. Für Anouk steht sofort fest, dass sie das Strandhaus retten muss. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Josh reist sie kurzerhand nach Junos Bay – ohne das Wissen ihrer Eltern. Doch hier hat sich einiges verändert. Vor allem Noah, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, ist anders als früher. Inzwischen ist er ein gefeierter Star und scheint von außen alles erreicht zu haben. Doch in Wahrheit hat auch er sein Päckchen zu tragen, steckt voller Zweifel und Unsicherheiten. Als die beiden aufeinandertreffen, beginnt es zwischen ihnen zu knistern. Und als wäre das noch nicht genug, wären da auch noch die geheimnisvollen Postkarten, die Anouk seit kurzem erreichen und sie dazu auffordern, die Liebe zu finden. Es wird ein unvergesslicher Sommer...

Endlich gibt es neues Lesefutter von Dagmar Bach! Nachdem ich bereits ihre Zimt- und Glück-Bücher absolut geliebt habe, konnte ich ihre neue Reihe „Happy“ kaum erwarten. Schon das Cover verspricht wohlig-sommerliche Wohlfühlvibes vom Feinsten und ist gemeinsam mit dem farbigen Buchschnitt (nur in der Erstauflage) ein echter Hingucker. Optisch unterscheidet es sich ziemlich von Dagmar Bachs bisherigen Werken, was aber perfekt zur Geschichte dahinter passt, welche sich diesmal an eine etwas ältere Zielgruppe richtet. Ich habe mich wirklich sehr aufs Lesen gefreut, muss jedoch ehrlich sagen, dass ich mir ein bisschen mehr erhofft habe. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch oder vielleicht lag es auch daran, dass mich Liebesgeschichten momentan irgendwie nicht mehr so reizen wie früher, keine Ahnung. Doch auch wenn der letzte Funke nicht überspringen wollte, habe ich die Lektüre definitiv nicht bereut.

Dagmar Bach stellt zweifellos mal wieder unter Beweis, dass sie ein Garant für zauberhafte Feelgood-Romane ist. Ihr Schreibstil ist gewohnt locker, leicht und humorvoll und so bildlich, dass man direkt das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein. Man riecht die salzige Seeluft regelrecht, hat das Wellenrauschen im Ohr und spürt die Sonne auf der Haut. Mit dem fiktiven malerischen Küstenort Junos Bay hat die Autorin einfach einen traumhaften Schauplatz geschaffen, die perfekte Kulisse für eine romantische Sommergeschichte mit einer Prise Magie.

Erzählt wird die Geschichte in kurzen Kapiteln und in zwei Perspektiven. Während der erste und dritte Teil aus der Sicht von Anouk geschildert wird, schlüpft im mittleren Abschnitt Noah in die Rolle des Ich-Erzählers. Ein geschickter Schachzug, da manche Situationen dadurch in einem ganz anderen Licht erscheinen und man beide Protagonisten sehr gut kennenlernt. Während Anouk herzlich, quirlig und etwas verpeilt daherkommt, ist der Noah der ruhige Gegenpart: Charmant, sensibel und weitaus tiefgründiger als man es ihm als Serienstar zunächst zutrauen würde. Die Annäherung der beiden wird wunderbar beschrieben, wirkt echt und authentisch und zu keiner Zeit kitschig. Dass die Handlung bisweilen etwas vorhersehbar ist, tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Man fühlt sich einfach durchweg wohl und möchte Juno und die vielen liebevoll gezeichneten Figuren gar nicht mehr verlassen.
Auch die Story rund um die mysteriösen Postkarten ist sehr gut gemacht, sorgt für ordentlich Spannung und lädt zum Miträtseln ein. Die gelegentlichen Einschübe von Baileys Podcast peppen das Ganze zusätzlich auf und das Ende lässt einen voller Vorfreude auf den zweiten Band zurück.

Fazit: „Happy – Wo du mich findest“ ist ein schöner cozy Summer-Read ab 14 Jahren mit jeder Menge Urlaubsfeeling, liebenswerten Charakteren und einer gelungenen Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit. Ein toller Auftakt einer magisch angehauchten Rom-Com-Trilogie, der Lust auf mehr macht. Auch wenn das Buch für mich nicht an Dagmar Bachs vorherige Bücher heranreicht, habe ich das Lesen sehr genossen und bin richtig gespannt auf den zweiten Band. Wer Sommer, Freundschaft, Geheimnisse und das Kribbeln der erste Liebe mag und gerne unterhaltsame Wohlfühlgeschichten liest, sollte an „Happy“ nicht vorbeigehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.10.2025

Ein total verrücktes und lustiges Weltraumabenteuer!

Captain Flop
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In einem Zoo in New York lebt ein kleiner Schimpanse namens Flop. Er ist nicht die hellste Kerze auf der Torte, wurde aber dennoch für eine große Mission ausgewählt: Die NASA möchte ihn ins All schießen, ...

In einem Zoo in New York lebt ein kleiner Schimpanse namens Flop. Er ist nicht die hellste Kerze auf der Torte, wurde aber dennoch für eine große Mission ausgewählt: Die NASA möchte ihn ins All schießen, wo er einmal die Erde umfliegen soll. Absolut begeistert von dieser Aufgabe tritt Flop die Reise an. Doch es kommt, wie es kommen muss. Dank seiner legendären Schusseligkeit drückt der Affe einen roten Knopf, der NIEMALS gedrückt werden darf. Ehe es sich Flop versieht, wird er eingefroren (ganze 50 Jahre!) und schließlich von einem waschechten Weltraumpiraten geweckt. So beginnt ein galaktisch chaotisches Abenteuer, bei dem aggressive Mutanten-Fruchtfliegen, eine unerschrockene Katzen-Superheldin und ein ziemlich langsames Notfallrettungsteam eine große Rolle spielen werden. Und ganz nebenbei muss auch noch die Welt gerettet werden...

Obwohl ich die letzten Bücher von David Walliams um einiges schwächer fand als seine ersten Werke, bin und bleibe ich großer Walliams-Fan und fiebere jedem neuen Buch von ihm ganz vorfreudig entgegen. Da ich zudem eine leidenschaftliche Comicleserin bin, konnte ich „Captain Flop“ kaum erwarten. Ich war sehr gespannt auf Walliams ersten Kindercomic, schon das Cover und der Titel versprechen ein galaktisch tolles Abenteuer. Insgesamt wurde ich auch wieder sehr gut unterhalten, wobei ich jedoch auch diesmal sagen muss, dass die Story bei weitem nicht an meine Lieblingswerke des britischen Bestsellerautors heranreicht. Mir persönlich war sie stellenweise ein bisschen zu abgedreht und albern. Kinder aber werden den Humor garantiert lieben und aus dem Kichern gar nicht mehr herauskommen.

David Walliams stellt zweifellos einmal mehr unter Beweis, dass er weiß, wie man gute (und vor allem witzige!) Kinderbücher schreibt. In gewohnter Manier startet auch dieser Band mit einer Figurenvorstellung und bereits da wird einem sofort klar, dass der Autor mal wieder die skurrilsten Gestalten erschaffen hat. Allein unser Hauptprotagonist Flop ist eine Nummer für sich: Tollpatschig, ein wenig dümmlich, aber durchweg sehr sympathisch. Man muss diesen kleinen naiven Schimpansen einfach gernhaben und kann gar nicht anders, als über seine Fragen und Kommentare zu schmunzeln. Auch die weiteren (ausschließlich tierischen) Charaktere sind ein Garant für gute Laune wie Grummel-Piratenhund Dmitri, die furchtlose Katzonautin Bardot und ein ziemlich betagtes und etwas schwerhöriges Schildkrötenpaar. Gemeinsam mit dieser bunten Truppe erlebt man hier ein (irr)witziges und actionreiches Weltraumabenteuer, das – typisch David Walliams – vor schrägen Ideen und Wendungen nur so sprüht (und eine nette kleine Anspielung auf Roald Dahl bereithält).

Neben den ganzen Albernheiten ist das Buch aber durchaus auch ein bisschen lehrreich. So erfährt man am Ende mehr über die Raumfahrtgeschichte der Tiere und dass alle Figuren in dieser Geschichte reale Vorbilder haben.

Optisch ist dieser Comic ein besonderes Highlight. Adam Stowers Illustrationen sind farbenfroh, amüsant und voller Situationskomik. Sie passen einfach perfekt zu dieser durchgeknallten Story und setzen das Erzählte gekonnt in Szene. Der Textanteil (mal wieder wunderbar von Bettina Münch übersetzt) ist sehr gering gehalten, die Seiten sind übersichtlich und nicht zu überladen. Für Comiceinsteigerinnen, schwache Leserinnen und Lesemuffel ist dieses Buch daher ideal geeignet.

Fazit: „Captain Flop – im Affenzahn ins All“ ist ein völlig verrücktes und rasantes Weltraumabenteuer ab 9 Jahren, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen. Ein tierisch wilder und lustiger Comicspaß zum Lachen und Mitfiebern. Auch wenn ich mir ein wenig mehr erhofft habe, habe ich das Buch sehr gerne gelesen, vor allem von der kunterbunten Gestaltung bin ich begeistert. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Wunderbar witzig und grummelig-sympathisch!

Grumpf vom Sumpf
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Grumpf liebt nichts mehr als seinen Schlickschlack-Sumpf. Dort ist es so herrlich matschig, modderig und grünbrauntrüb. Als Chef kann er tun und lassen, was er will: Er kann im Sprudelsumpfbecken chillen ...

Grumpf liebt nichts mehr als seinen Schlickschlack-Sumpf. Dort ist es so herrlich matschig, modderig und grünbrauntrüb. Als Chef kann er tun und lassen, was er will: Er kann im Sprudelsumpfbecken chillen und dabei ordentlich pupsen, dass es nur so blubbert; er kann laut rülpsen, alleine sein und sich über das dunstig-graue Wetter freuen. Doch eines Tages ist es mit dem Frieden plötzlich vorbei: Die Schmuddler scheinen es sich zur Aufgabe gemacht zu machen, den Grumpf mächtig zu ärgern. Eigentlich gehen diese kleinen Wichte dem Grumpf ziemlich auf die Nerven, allerdings sorgen sie für die schöne kaffebraune Matschesuppe. Jetzt aber haben sie einfach aufgehört zu schmuddeln! Sein Sumpf ist auf einmal total widerlich sauber. Und nicht nur das: Die Schmuddler haben auch noch jede Menge schmodderigen Sumpfschrott vor seiner Tür abgeladen. Grumpf ist stinkwütend. Zum Glück sind seine beiden Freunde für ihn da: Ralle Sumpfhahn und der oberschlaue Professor Nörgel. Ob sie es wohl schaffen werden, das Problem zu lösen?

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Schon allein das Cover hat mich direkt angelacht, sieht es nicht herrlich aus? Von Annette Moser habe ich schon einige Bücher mit großer Begeisterung gelesen und auch die Zeichnungen von Nikolai Renger verzaubern mich jedes Mal aufs Neue. Den Grumpf musste ich einfach kennenlernen und ich habe es nicht bereut.

Das Autorin-Illustrator-Duo präsentiert mit „Grumpf vom Sumpf“ eine sehr unterhaltsame und fantasievolle Vorlesegeschichte, bei der jeder Shrek-Fan ganz auf seine Kosten kommt. Ein bisschen erinnert der Grumpf schon an den bekannten grünen Oger aus den Animationsfilmen, mit seiner muffeligen Art, seiner Vorliebe fürs Alleinsein und seinem Faible für alles, was schlammig und schmuddelig ist. Doch auch hier gilt: Trotz seiner Grummeligkeit muss man den Grumpf einfach gernhaben. Es ist ein großes Vergnügen, in seine Welt einzutauchen, langweilig wird es darin zu keiner Zeit! Ob die liebenswert-schrägen Charaktere, die sumpfige Kulisse oder die vielen Wortneuschöpfungen – dieses Buch sprüht nur so vor Witz und Charme und begeistert nicht nur Kinder. Die lebendige Sprache mit den vielen Lautmalereien macht beim Vorlesen und Lauschen gleichermaßen viel Spaß und ganz nebenbei lernt man auch noch, dass vieles oft anders ist als gedacht und wie wichtig es, einander gut zuzuhören und Vorurteile zu hinterfragen. Ob auch schon vierjährige Zuhörer alles verstehen werden, hängt natürlich vom jeweiligen Kind ab. Ich persönlich würde das empfohlene Lesealter ungefähr ein Jahr höher ansetzen.

Begleitet wird die Geschichte von Nikolai Rengers zahlreichen bunten Illustrationen, die wie die Faust aufs Auge passen. Für dieses lustige Sumpfabenteuer hätten man wirklich keinen passenderen Illustrator finden können. Nikolai Rengers Zeichnungen sind gewohnt humorvoll und hinreißend charmant und setzen das Erzählte auf jeder Doppelseite perfekt in Szene.

Fazit: „Grumpf vom Sumpf“ ist ein wunderbar witziges und grummelig-sympathisches Vorlesebuch ab 4 Jahren über Missverständnisse, Vorurteile und Freundschaft. Grumpfig-gute Laune ist hier garantiert! Wer Shrek mag, wird auch den Grumpf lieben. Ich jedenfalls hatte sehr viel Spaß mit dem neuen Kinderbuchhelden von Annette Moser und Nikolai Renger und hoffe sehr auf ein Wiedersehen mit ihm. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Eddie (Band 1) – Achtung, die Mumie ist los!
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Die 12-jährige Cleo muss mit ihrem Archäologen-Papa für einige Zeit in Ägypten leben, da dieser eine Mumie nach Kairo überführen soll. Ihre Begeisterung hält sich sehr in Grenzen, sie findet Mumien einfach ...

Die 12-jährige Cleo muss mit ihrem Archäologen-Papa für einige Zeit in Ägypten leben, da dieser eine Mumie nach Kairo überführen soll. Ihre Begeisterung hält sich sehr in Grenzen, sie findet Mumien einfach nur langweilig. Dies ändert sich jedoch bereits während ihrer Anreise. Zusammen mit ihrem neuen Freund Marik, dessen Mutter ebenfalls Forscherin ist, erweckt sie aus Versehen die Mumie im Laderaum zum Leben. Sie glauben erst zu träumen, als plötzlich eine putzmuntere Dörrleiche vor ihnen steht, in Begleitung eines pfiffigen Skarabäus namens Pillepalle. Doch statt unheimlich ist Mumie Eddie ziemlich nett, lustig und chaotisch und überhaupt nicht so todlangweilig wie Cleo immer gedacht hat. Sehr schnell findet der über 3000 Jahre alte Eddie Gefallen an dieser neuen Welt (vor allem Skateboard fahren, Fernsehen und Süßigkeiten findet er ziemlich toll). Leider hat er aber sein Gedächtnis verloren und braucht dringend die Hilfe von Cleo und Marik, um das Rätsel seiner Herkunft zu lösen. Ehe es sich die Freunde versehen, stecken sie mittendrin in einem gefährlichen Abenteuer, bei dem sie es nicht nur mit Krokodilen, sondern auch mit fiesen Grabräubern zu tun bekommen.

Geschichten, die in Ägypten spielen, habe ich schon immer gerne gelesen und nachdem mich Christiane Ritterhausen bereits mit ihrer Mari-Reihe begeistern konnte, war ich auf den ersten Band ihrer neuen Kinderbuch-Reihe sehr gespannt. Schon bei einem Blick aufs Cover wird klar, dass es dahinter ziemlich abenteuerlich und fantasievoll werden wird und wer solche Geschichten mag, ist hier definitiv goldrichtig.

Christiane Ritterhausen legt mit „Eddie – Achtung, die Mumie ist los!“ einen originellen Serienstart vor, der von den ersten Seiten an hält, was der Einband verspricht. Gekonnt verbindet die deutsche Autorin Action mit einer ordentlichen Portion Humor, Übersinnliches mit spannendem Wissen. Leider verschenkt sie ein wenig Potenzial, als Mumie Eddie in unsere Welt stolpert. Er findet sich erstaunlich gut in der neuen Zeit zurecht und scheint keine Probleme mit unserer Technik und anderen Gepflogenheiten zu haben. Diesen Zusammenprall von zwei völlig unterschiedlichen Welten hätte man für meinen Geschmack etwas witziger gestalten können, allerdings tut das dem Lesevergnügen kaum einen Abbruch. Es macht einfach richtig Spaß dieses Buch zu lesen, langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, allen voran unsere vier Helden Cleo, Marik, Eddie und Skarabäus Pillepalle, die ein ungewöhnliches, aber starkes Team ergeben und uns zeigen, dass Freundschaft keine Unterschiede kennt. Gemeinsam mit dieser bunten Truppe erlebt man hier ein turbulentes Abenteuer, das ordentlich zum Mitfiebern einlädt und sich stellenweise wie ein Indiana-Jones-Film mit Krimi-Elementen anfühlt. Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch so einiges über das Alte Ägypten, Grabräuberei, Pyramiden und Co. ohne in irgendeiner Weise lehrbuchmäßig daherzukommen.
Abgerundet wird das Ganze durch zahlreiche liebevolle Illustrationen in Orange und Grautönen, beigesteuert von Maja Bohn. Das Ende hält einen cliffhangerischen Epilog bereit, nach dem man die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Fazit: Eine lebendige und überhaupt nicht gruselige Mumie zum Gernhaben, ein magisches Amulett, skrupellose Grabräuber, ein unschlagbares Quartett, das über sich hinauswächst – all das und noch mehr erwartet einen in diesem vielversprechenden Reihenauftakt. „Eddie – Achtung, die Mumie ist los!“ ist ein rasantes, unterhaltsames und lehrreiches Ägypten-Abenteuer mit jeder Menge Witz, Spannung und Freundschaft. Ein großer Spaß für alle ab 9 Jahren, der Lust auf mehr macht. Auch wenn mich das Buch nicht komplett überzeugen konnte, bin ich begeistert und schon voller Vorfreude auf den zweiten Band. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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