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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2025

ein wunderbares Buch

Mein Name ist Emilia del Valle
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„Mein Name ist Emilia de Valle“ ist mein erstes Buch der Autorin Isabel Allende, aber sicherlich nicht mein letztes.
Das Buch ist ein tolles Buch über das südamerikanisches Land Chile , seine Landschaft ...

„Mein Name ist Emilia de Valle“ ist mein erstes Buch der Autorin Isabel Allende, aber sicherlich nicht mein letztes.
Das Buch ist ein tolles Buch über das südamerikanisches Land Chile , seine Landschaft und deren Bevölkerung.

In ihrem aktuellen Buch geht es um eine starke Frau Emilia de Valle.
Aufgewachsen in sehr einfachen Verhältnissen mit einem Stiefvater, der sie über alles liebt. Ihr Mutter wollte eigentlich Nonne werden, lässt sich aber von einem reichen Mann verführen, der sie dann mit dem Kind allein lässt. Dieses Ereignis prägt das Leben ihrer Mutter und auch das von Emilia.
Sie entwickelt sich zu einem aufgeweckten , sprachlich begabten Mädchen, das schon früh anfängt zu schreiben. Später arbeitet sie als Journalistin und reist nach Chile, um über den dortigen Bürgerkrieg zu berichten, aber auch , um ihren leiblichen Vater zu finden.

Isabel Allende hat eine lebhafte und interessante Art ihre Geschichten zu erzählen. Man taucht als Leser in den chilenischen Bürgerkrieg ein, lernt die Bevölkerung, die gesellschaftlichen Unterschiede, aber auch durch die Schilderungen der Autorin die wunderbare Natur und die Landschaften dieses Landes kennen.

Es hat sehr viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

wieder ein Lesevergnügen

Es bleibt doch in der Familie
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Christiane Wünsche ist eine Lieblingsautorin von mir. Ich habe alle ihre Bücher gelesen und war natürlich erfreut zu lesen, dass sie einen neuen Roman herausgebracht hat. " Es bleibt doch in der Familie.".

In ...

Christiane Wünsche ist eine Lieblingsautorin von mir. Ich habe alle ihre Bücher gelesen und war natürlich erfreut zu lesen, dass sie einen neuen Roman herausgebracht hat. " Es bleibt doch in der Familie.".

In diesem Buch spielt eine Rheininsel " Hohenwerth" ein große Rolle. Hier lebte Tante Klara bis kurz vor ihrem Tod, hier traf sich die Familie lange Zeit jeden Sommer, verlebte schöne Tage und führte die Familie noch enger zusammen. Die Insel hatte Tante Klara von ihrem Mann geerbt, mit dem ihr aber nur eine kurze Ehe vergönnt war. Diese Insel und das Haus darauf und noch einige andere Dinge, befinden sich in der Erbmasse, da werden natürlich Begehrlichkeiten wach und Charaktereigenschaften , die nicht unbedingt angenehm sind, denn" bei Geld hört die Freundschaft auf".

Als nach dem Tod von Klara die Erbangelegenheiten geklärt werden müssen, erfahren die Erben, Marlene; Nicole, Esther, Andi und zwei Cousins, dass noch eine ihnen fremde Person erbt und zwar die große Liebe von Tante Klara.Wer ist diese Person und warum große Liebe? Marlene, die den engsten Kontakt zu ihrer Tante hatte und sie bis zu ihrem Tod betreut hat ist verletzt, glaubte sie doch, Tante Klara am nächsten zu stehen. Als sie dann ein altes Tagebuch ihrer Tante findet und feststellt, dass ihre Tante ihrer Familie noch viel mehr verheimlicht hat, vor allem auch eine Stiftung, von deren Existenz die ganze Familie nichts wusste, ist die Verwirrung , aber auch die Empörung groß in der Familie.

Als ich dieses Buch zu lesen anfing , wusste ich nicht was mich erwartet. Die Geschichte fing recht ruhig an und ich dachte ok, ganz nett. aber dann offenbart die Autorin das Geheimnis von Tante Klara und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein Thema, was an Aktualtität und Wichtigkeit nicht nicht zu unterschätzen ist, gerade in der heutigen Zeit, wo Randgruppen immer mehr in den Fokus der Populisten geraten und sich fürchten müssen angegriffen zu werden.

Christiane Wünsche versteht es sehr emphatisch mit diesem Thema umzugehen und zeigt auch noch mal sehr klar auf,wie wichtig es ist in seiner Individualtität angenommen zu werden, aber auch welche Eigenschaften die Aussicht auf Geld in einem Menschen hervorbringt. Neid, Missgunst und Egoismus, auch in einer Familie, die sich doch eigentlich so nahe steht.
Was mich aber am Ende der Geschichte versöhnt hat war die Einsicht der Familienmitglieder, dass manche Ereignisse im Leben den Fokus auf die Prioritäten im Leben lenken und die liegen ganz sicherlich nicht auf dem Geld, sondern auf Zufriedenheite, Gesundheit und dem Zusammenhalt der Familie.

Ein tolles Buch und eine dicke Leseempfehlung !

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Veröffentlicht am 11.09.2025

eine Frau kämpft für ihren Traum

Lebensträume. Ärztin einer neuen Zeit
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„Lebensträume“ von Svea Lenz,alias Nicole C.Vosseler,gehört genau zu den Büchern,die ich liebe.Eine Kombination aus Roman über eine starke Frau,die ihren Weg geht und Liebesgeschichte, eingebunden in ...



„Lebensträume“ von Svea Lenz,alias Nicole C.Vosseler,gehört genau zu den Büchern,die ich liebe.Eine Kombination aus Roman über eine starke Frau,die ihren Weg geht und Liebesgeschichte, eingebunden in einen zeitgeschichtlichen Kontext und somit basierend auf wahren Ereignissen,wie es die Autorin auch am Ende des Buches betont.

Die Geschichte führt uns zurück in die sechziger und kurz in die siebziger Jahre,in denen sich sowohl politisch,als auch was die Rechte der Frauen anging, viel getan hat.

Zentrale Figur dieses Romans ist Vicky,die in Ostberlin lebt,aber an der TU in Westberlin Medizin studiert zusammen mit ihrem Verlobten Achim.Kurz vor ihrem Abschlussexamen wird die Grenze geschlossen und Vicky sieht ihren Wunsch Ärztin zu werden dahinschwinden.Mit einem Schleusernetzwerk,das es tatsächlich gegeben hat, gelingt Achim und ihr die Flucht in den Westen.Hier wollen sie ihr Studium beenden und zu gegebener Zeit in den Osten zurückkehren.Doch es kommt anders.Die Mauer wird gebaut und Achim,der sich trotz aller Warnungen im Flüchtlingsnetzwerk betätigt,wird festgenommen und jeglicher Kontakt zu ihm gekappt.Wird sie ihn je wiedersehen?
Vicky beendet ihr Studium und versucht vergeblich eine Assistentenstelle zu bekommen,ein fast unmögliches Unterfangen in einem Männer dominierenden Berufsstand.Durch einen beherzten Einsatz ihrerseits eröffnet sich dann doch eine Chance für sie,eine Assistentenstelle in der Flughafenambulanz.Auch hier braucht sie starke Nerven und Durchsetzungsvermögen,schlagen ihr doch nur Skepsis,Ablehnung und traditionelles Geschlechterverhalten entgegen.
Doch Vicky lässt sich nicht entmutigen.

Dieses Buch ließ mich von Anfang an eintauchen in eine Zeit,die einfach nur spannend war.Die Autorin bindet alle wichtigen zeitgeschichtlichen Ereignisse in die Geschichte um Vicky ein.Wir begleiten Vicky bei ihrem Kampf um Geschlechtergerechtigkeit,aber auch beim Kampf um jedes Menschenleben in ihrer Eigenschaft alsÄrztin.Wir erfahren von wahren Zug,- und Flugzeugunglücken, bei denen sie erste Hilfe leisten muss,aber auch vom Empfang der Beatles oder Beach Boys am Frankfurter Flughafen.Anschläge der RAF werden genauso genannt,wie die Veränderung des Rotlichtmilieu‘s in Frankfurt.
Frau Lenz hat mich durch ihren bezwingenden Schreibstil sofort in die damalige Zeit versetzt und es hat einfach nur Spaß gemacht Vicky‘s Leben zu folgen.Sie scheut auch nicht davor zurück wichtige Themen wie die nur oberflächliche Aufarbeitung der Naziverbrechen zu nennen,genauso wie die Lebensbrüche,die das DDR Regime zu verantworten hat.
Alles wird auf spannende,aber auch unterhaltsame Weise erzählt,dass es zu keiner Minute langweilig wurde.
Für mich ein tolles Leseerlebnis,

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Veröffentlicht am 08.09.2025

ein Buch über Identität und Zusammengehörigkeitsgefühl

Der Kuckuck
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Gina Mayer ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen und habe mich natürlich gefreut, dass ein neues Buch von ihr auf den Markt kam.
Wie der Name des Buches es schon ...

Gina Mayer ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe bisher alle ihre Bücher gelesen und habe mich natürlich gefreut, dass ein neues Buch von ihr auf den Markt kam.
Wie der Name des Buches es schon sagt, geht es hier um Kuckuckskinder oder Findelkinder, denn der Kuckuck legt seinen Nachwuchs auch in fremde Nester.

Dieses Buch wird auf zwei Zeitebenen geschrieben und startet in den neuziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Ella, die mit ihrem Freund zusammenlebt, erfährt , dass sie schwanger ist. Zeitgleich teilt ihr ihre Mutter mit, zu der sie immer ein distanziertes Verhältnis hatte, dass sie ein Adoptivkind ist. Mit dreißig Jahren erfährt Ella, dass sie vor einem Krankenhaus abgelegt wurde. Dies zieht ihr den Boden unter den Füßen weg . Für sie ist es wichtig, gerade in ihrer Situation als werdende Mutter, woher sie kommt und wer ihre Eltern sind. Sie begibt sich auf Spurensuche.

Diese Spurensuche wird sie in die zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts führen in ein kleines Dorf in Bayern, in dem drei Mädchen, Ellen, Babett und Rosl, aus sehr unterschiedlichen gesellchaftlichen Schichten, zu Freundinnen werden und in der Zukunft ein Geheimnis teilen.
Denn auch Babett, die einen Bauern heiratet und gerade eine Tochter geboren hat, findet eines nachts ein Findelkind vor ihrer Tür, Das Kind hat ein Medaillon dabei mit einem Zettel darin auf dem der Name Kaspar steht. Kasper bleibt in ihrer Familie an Kindes statt und sie glaubt die Mutter dieses Jungen zu kennen. Die Geschichte erzählt Kaspers Lebensweg und seine Verbindung zu Ella.

Mich hat dieses Buch von Gina Mayer sehr berührt, handelt es doch von Identitätssuche und den Konsequenzen, wenn man erst spät von seiner Ursprungsfamilie erfährt. Ganze Lebenswege werden dadurch bestimmt, die nicht immer gut enden.
Die Auflösung der Geschichte fand ich sehr spannend und auch berührend umgesetzt. Die Figuren waren sehr nahbar beschrieben, vor allem Anna und Kaspar haben mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin, die hoffentlich nicht wieder so lange auf sich warten lassen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

absolutes Lesevergnügen

Die Familienangelegenheiten der Johanne Johansen
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Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, zuletzt immer wieder ihre wahren Lebensgeschichten, die meist schwere Schicksale wiedergaben. und schwer verdaulich waren.
Dieses Buch ist eine tolle ...

Ich habe schon einige Bücher dieser Autorin gelesen, zuletzt immer wieder ihre wahren Lebensgeschichten, die meist schwere Schicksale wiedergaben. und schwer verdaulich waren.
Dieses Buch ist eine tolle Familiengeschichte, die mich von Anfang an begeistern konnte.

Johanne Johannsen geht nach 42 Jahren in den Ruhestand. sie war eine geschätzte Angestellte und Kollegin, die in der Schiffslogistiki gearbeitet hat und sich jetzt auf ihren Ruhestand freut. Doch dieser währt nicht lange.

Das Familienunternehmen Kurt Johannsen& Söhne, an der Johanne auch Anteile hält, steht kurz vor der Pleite. Der Mann ihrer zehn Jahre jüngeren Cousine Luise Gehrke, Thilo Alexander und sein missrater Sohn, haben die Reederei abgewirtschaftet. Louie hat ihrem Mann vertraut und Jpohanne, die damals in das Unternehmen einsteigen wollte und von ihrem Onkel schroff abgewiesen wurde, weil sie eine Frau war, hat sich auch nicht mehr gekümmert, doch jetztb ist ihr Ehrgeiz geweckt, denn schließlich handelt es sich um das Familienunternehmen. Und das wa´ihr Onkel damals nicht wollte, Frauen ins Unternehmen zu holen, ist jetzt die Rettung desselbigen. Mit voller Frauenpower machen sich die Frauen der Familie daran das Unternehmen zu retten. Werden sie es schaffen?

Von Anfang an war ich drin in dieser Familiegeschjichte. Sowohl der Schreibstil , als auch die Charaktere haben es mir sehr leicht gemacht mich in der Geschichte wohl zu fühlen. Johanne ist eine unnahbare Frau, die Sachen immer pragmatisch angeht und von " Schnickschnack" und Gefühlsduselei nicht viel hält. Und Luise, die Jahrzehnte lang nur als " Schmuckstück" ihres Mannes diente und ein oberflächliches High Socitiy Leben führte, macht eine erstaunliche Entwicklung in diesem Buch durch.
Viel hanseatisches Flair und humorige Schilderungen runden dieses Buch ab, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe.

Einfach ein tolles Leseerlebnis.

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