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Veröffentlicht am 30.09.2025

Junges Backen

Cozy baking time
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Das Buch ist von einer jungen Studentin und die Zielgruppe dürfte ebenfalls die Generation zwischen 16 und 26 Jahre sein. Aber auch für mich Oldie sind hier interessante Rezepte zu finden. Der Jugend-Sprech ...

Das Buch ist von einer jungen Studentin und die Zielgruppe dürfte ebenfalls die Generation zwischen 16 und 26 Jahre sein. Aber auch für mich Oldie sind hier interessante Rezepte zu finden. Der Jugend-Sprech ist vielleicht ein wenig aus der Bahn geraten, aber ich verstehe, was Theresa Haubs sagen möchte, mir und ihrer Generation. An manchen Stellen ist es zu viel geworden, aber meistens finde ich es einfach nur witzig und ein wenig charmant. Besonders süß ist doch aber auch, dass ihre Mama quasi trotz Abwesenheit auch zu Worte kommt, indem die Gebäcke nicht nur in Theresa-Sprech, sondern auch mit dem richtigen Titel, wie ihn ihre Mama nutzt, erwähnt werden.

Zunächst gibt es eine Art Vorwort, dann ein paar Back-Hacks. Für alte Hasen dürften die schon zum Allgemeinwissen gehören, aber ich denke, die Neulinge in der Backstube werden dafür dankbar sein. Ich widerspreche aber in Punkto Mehl sieben und mit Backpulver mischen. Für alle, die so wenig Lust aufs Sieben haben, wie Theresa und ich ein kleiner Tipp. Alternativ klappt das super mit dem Schneebesen! Backpulver ins Mehl geben, mit dem Schneebesen gut verrühren, fertig. Schüssel ausreiben reicht, muss nicht gespült werden. Der nächste Kuchen kommt bestimmt! Ich habe eine eigene Schüssel dafür, die für nichts anderes verwendet wird. Die Playlist ist wohl ein Trend. Muss ich nicht haben, schadet aber auch nicht.

Der Aufbau der Rezepte ist wie eh und je. Als Liste findet man die Zutaten mitsamt passender Form und der Zubereitungs- und Backzeit, daneben die Arbeitsschritte. Diese sind nicht zu ausführlich, aber eben im Theresa-Sprech. Dazu gibt es jeweils noch ein ansprechendes Foto. Hier fällt mir dann aber auf, dass Details nicht ganz mit der Beschreibung übereinstimmen, z.B. ist das Frosting bei den Pumpkin Spice Muffins eindeutig mit einem Spritzbeutel mit Zackentülle aufgespritzt, im Text sagt Theresa jedoch, sie nimmt einen Gefrierbeutel, weil sie keinen Spritzbeutel hat. Oder bei den Absolute Banger Cookies werden Vollmilch-Schokotropfen verwendet, auf dem Foto sehe ich aber eindeutig gehackte Schokolade. Hier und da wurde auch eine Zutat verwechselt, ist aber auch für Anfänger erkennbar. Rechtschreibfehlerchen haben sich ebenfalls eingeschlichen. Alles nicht dramatisch, fällt mir eben aber auf.

Die Auswahl der Rezepte ist schön. Keine Neuerfindungen, aber ein prima Querschnitt aus Klassikern und aktuell beliebten Kuchen und Backwerken. Für die Zielgruppe definitiv super. Am Ende finden sich noch die Danksagung und das alphabetische Rezeptregister, wie bei allen guten Backbüchern. Es ist fast zu erwarten, dass ein zweites Buch mit Rezepten für die warme Jahreszeit folgen wird. Das schau ich mir bestimmt auch genauer an. Trotz mittlerer Kritik von mir von daher vier Sterne.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Auch diesmal einfach richtig gut!

Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
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Achim und Angela sind froh, endlich wieder zu Hause zu sein. Der Urlaub mit den Obamas war nicht das, was sie erwartet hatten. Wie konnten sie überhaupt denken, dass Weihnachten auf Hawaii schön sein kann? ...

Achim und Angela sind froh, endlich wieder zu Hause zu sein. Der Urlaub mit den Obamas war nicht das, was sie erwartet hatten. Wie konnten sie überhaupt denken, dass Weihnachten auf Hawaii schön sein kann? Da fehlen doch der Glühwein und der Schnee! Gerade wollen sie es sich gemütlich machen, da steckt in ihrem Kamin ein toter Weihnachtsmann. Angela freut sich natürlich klammheimlich, dass sie wieder ermitteln kann. Dass Puffel und Puffeline nun doppelt vorhanden sind und im kleinen Ort in der Uckermark noch vier weitere Weihnachtsmänner und Frauen herumschwirren, führt zu einigen Komplikationen.

Vielleicht ist der Krimi an sich etwas weniger spannend geraten, aber die Wortwitze, die Situationskomik, die Gesellschaftskritik und die Zusammenhänge sind urkomisch und so pointiert, dass man beim Hören nicht mehr aus dem Grinsen rauskommt. Allein schon die vielen Kosenamen machen echt Laune! Aber auch die Nebenschauplätze, wie die Actionfigur, die Mike unbedingt noch für Adrian auftreiben möchte, sind so irre, dass sie wieder total cool sind. Nach den irrsten Kaffeesorten geht es hier jetzt um Biere. Und damit trifft Safier wieder genau meinen Humor.

Die wiederkehrenden Figuren entwickeln sich kontinuierlich. Sie verändern sich nicht krass, sondern stimmig. Neue Figuren passen ins Bild sehr gut und schlagen quasi nicht aus der Reihe. Es menschelt ganz gewaltig und das mag ich sehr. Bezaubernd ist auch der eine Weihnachtsmann, der sich für den echten hält. Was ist da dran? Dieser Faden hat mich trotz tollem Septemberwetter tatsächlich in Weihnachtslaune versetzt! Auch Achim als Josef und noch dazu rappend macht was her! Ein kleiner Wehrmutstropfen ist jedoch vorhanden, der einen Stern kostet. Das Hörbuch ist super kurz, eigentlich halb so kurz, wie die Bücher sonst. Auch das Print mit unter 200 Seiten erstaunt in seiner Kürze. Trotzdem war das mal wieder Unterhaltung vom Feinsten. Daher vier Sterne!

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Ein Feuerwerk an Ideen

Bringst Du was Leckeres mit?
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Nudelsalat macht jeder gern. Nudelsalat isst auch jeder gern. Aber stimmt, eigentlich ist das langweilig. In diesem Buch finden sich für mein Verständnis aber zu viele zu abgehobene Mitbringessen. Mir ...

Nudelsalat macht jeder gern. Nudelsalat isst auch jeder gern. Aber stimmt, eigentlich ist das langweilig. In diesem Buch finden sich für mein Verständnis aber zu viele zu abgehobene Mitbringessen. Mir sind zu viele Zutaten verarbeitet, die nicht ganz in meinen klassischen Vorrat gehören. Klar, das finden andere toll, ich bin mehr für das Regionale und Saisonale, das man im Übrigen auch super raffiniert zubereiten kann.

Trotzdem gefällt mir das Buch. Es bringt mich auf Ideen, die Rezepte mit regionalen und saisonalen Zutaten abzuwandeln und auszuprobieren. Es regt mich an, bei der Dekoration etwas mehr Phantasie walten zu lassen. Es inspiriert mich, Gläschen-Portionen hübsch anzurichten und mitzubringen. Einen Nudelsalat findet man hier übrigens auch! Restlos überzeugt hat mich aber die Bratwurst-Kartoffel-Quiche, auch wenn dafür fertiger Blätterteig verwendet wird.

Die Rezepte kommen, mit wenigen Ausnahmen, mit ansprechenden Bildern. Die Ausnahmen bilden die Vier-sind-ne-Party-Rezepte, bei denen die Fotos für mich dennoch schön gewesen wären. Die Angaben umfassen die Personen bzw. Portionen, die Zubereitungszeiten, die Kalorien, die Zutaten und die Zubereitungsschritte. Alles ist übersichtlich angeordnet und verständlich formuliert. Die Zusammenstellungen sind hin und wieder überraschend. Die Rezepte sind nach Jahreszeiten sortiert. Ein gesondertes Kapitel ist für Rezepte, die das ganze Jahr passen, eingefügt.

Aus allen Bereichen der Küche, sei es Salat, Suppe, Dips, Brot, Kuchen oder Quiche finden sich hier Rezepte. Am Ende gibt es noch Tipps für Transport und Verpackung. Liebevoll und phantasievoll, abwechslungsreich und ein wenig abgehoben, aber ideal für das Besondere und damit auch als Geschenk. Von mir daher vier Sterne.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Wahnsinn

Station 22. Wo bist du sicher?
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Die Patienten mögen Krankenschwester Ida sehr. Dann verschwindet eine Patientin. Alle denken, sie ist geflohen, doch Ida ist von etwas völlig anderem überzeugt. Sie will die Wahrheit ans Licht bringen. ...

Die Patienten mögen Krankenschwester Ida sehr. Dann verschwindet eine Patientin. Alle denken, sie ist geflohen, doch Ida ist von etwas völlig anderem überzeugt. Sie will die Wahrheit ans Licht bringen. Dabei soll ihr ein Kollege helfen, der sie in Hypnose führt, um die verschütteten Erinnerungen hervorzuholen.

Ida war mir sehr schnell sympathisch, auch dann noch, als die erste Andeutung kam, dass sie ein Geheimnis hat. Sie nennt sich selbst dick, hat Ecken und Kanten, macht Dinge, die vielleicht nicht sehr angemessen sind und wird damit sehr nahbar. Man hat das Gefühl, sie kann nur unter Qualen an ihre Vergangenheit denken, womit auch klar ist, warum der Leser oder Hörer zunächst selbst drauf kommen muss, wohin die Reise geht.

Die Geschehnisse sind von Anfang an sehr ergreifend. Von der Arbeit in der Psychiatrie über die Gefühle und Distanz, die Ida den Patienten gegenüber hat und halten muss, bis zum Umgang der Angehörigen mit der Situation ist alles enorm tiefgreifend. Ich denke, da ist nicht nur für mich jede Menge Potenzial für Triggerpunkte.

Anne Elvedal hat mich immer wieder aufs Glatteis geführt. Wie ihre Protagonistin verdächtige ich immer wieder jemanden anderes und finde alle Überlegungen stimmig. Doch dann ändert sich wieder alles. Das erhöht natürlich die Spannung und fesselt an die Story, ebenso dass im Raum schwebt, dass Ida ebenfalls in Gefahr ist.

Nach und nach kommen die Dinge ans Licht und hier fängt es mit den Szenen an, die für mich enorm starke triggernde Wirkung haben. Zarte Gemüter müssen hier vorsichtig sein. Schön sind diese Szenen definitiv nicht und auch für einen Thriller heftig. Leider kippt der Thriller gegen Ende ins absolut Absurde und Unglaubwürdige. Daher verliert die Autorin mich und einen Stern hier, sodass ich gerade noch vier Sterne geben kann.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Profi-Brote rund um die Welt

Die besten Brote der Welt
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Für mich ist es etwas unglücklich gewählt, dass die theoretischen Hilfestellungen und die Anleitung für den Sauerteig erst nach den Rezepten, also am Ende des Buches, zu finden sind. Das fände ich am Anfang ...

Für mich ist es etwas unglücklich gewählt, dass die theoretischen Hilfestellungen und die Anleitung für den Sauerteig erst nach den Rezepten, also am Ende des Buches, zu finden sind. Das fände ich am Anfang wesentlich sinnvoller. Über die QR-Codes zu den sozialen Medien und Shops musste ich etwas schmunzeln. Bei vielen Texten gibt es weitere QR-Codes zu Videos zum Thema. Das mag für die junge Generation wichtig sein, mich persönlich stört es nicht gerade, aber ich finde es etwas nervig. Entweder online oder offline ist meine Devise. Nicht beides zusammen. Zwischen Theorie und Werbung findet man dann das alphabetische Rezeptregister.

Den Rezepten merkt man an, dass sie vom Profi stammen. Anfänger in der Küche und Backstube, besonders im Bereich des Brotbackens, werden hier schnell überfordert sein. Klar, die Begriffe sind am Ende des Buches gut erklärt, aber es ist dann eine wilde Blätterei und verdirbt meiner Meinung nach die Freude am Brotbacken. Nur wenige der Rezepte kommen mit einfachen Handgriffen und ohne Fachbegriffe aus. Das ist sehr schade, denn die Backwaren sind einfach toll.

Die Rezepte sind nach Ländern unterteilt. Es finden sich hier Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Niederlande, Dänemark, Schweden, Großbritannien, Irland, Schottland, Türkei, Iran, Russland Indien, USA Mexiko. Zudem gibt es ein Rezept für ein Jüdisches Brot. Zu den meisten der aufgezählten Länder gibt es nur ein einzelnes Rezept. Die meisten kommen aus Deutschland.

Sehr schön finde ich die extrem gute Bebilderung der Rezepte. Nicht nur sieht man das fertige Produkt, sondern immer wieder auch Arbeitsschritte, z.B. für das Formen. Das ist wirklich vorbildlich! Vielleicht wäre es noch genialer, wenn sich nicht immer wieder Bilder vom Autor mit eingeschmuggelt hätten.

Insgesamt ist dies ein tolles Buch für alle, die gut mit Sauerteig klarkommen, wozu ich leider nach wie vor nicht gehöre. Die meisten Rezepte erfordern nämlich Sauerteigzugaben, nur wenige sind ohne. Das sollte man vielleicht beachten. Ansonsten ist dies auch ein tolles Geschenk für eine Brotweltreise für Backfans und Brotfans. Ich gebe vier Sterne.

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