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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2025

Hier gibt es viel zu entdecken

Das Jahr
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Jonas Tjäder und Maja Knochenhauer führen uns durch das Jahr. Auf jeweils einer Doppelseite wird ein Monat abgebildet. Es gibt drei Szenerien, die sich im Laufe der Monate immer wiederholen und so kann ...

Jonas Tjäder und Maja Knochenhauer führen uns durch das Jahr. Auf jeweils einer Doppelseite wird ein Monat abgebildet. Es gibt drei Szenerien, die sich im Laufe der Monate immer wiederholen und so kann man z.B. einen Hausbau oder das Entstehen eines Kunstwerkes miterleben. Die Seiten sind detailreich und ich bin mir sicher, dass man auch nach mehrmaligem Betrachten der Bilder noch weitere Kleinigkeiten entdecken kann. Die Darstellung der Tiere gefällt mir sehr gut, die der Menschen sagt mir von der Art her allerdings nicht so zu. Jedem Monat ist auch ein kleiner Text in Form eines Reimes gewidmet. Auf den ersten und letzten Seiten des Wimmelbuches werden die einzelnen Personen aufgelistet und sie stellen den Kids einige Fragen, was sicher zum Suchen animiert. Was mir an dem Buch nicht gefällt, das ist die politische Überkorrektheit, welche ich für Kinder in diesem Alter für unnötig halte und schon aufdringlich finde. Ich denke, der natürliche Jahreskreis hat genug zu bieten, da braucht es keinen Pride Month. Alles in allem halte ich das Buch dennoch für abwechslungsreich und unterhaltend.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Eine eigensinnige Protagonistin

Nightblood Prince
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Wir tauchen in eine Welt voller Prophezeiungen, Magie, Kämpfen, Krieg und verfeindeter Reiche ein. Mittendrin Fei. Aufgrund einer Prophezeiung wird sie gezwungen im Kaiserpalast aufzuwachsen. Sie hat nur ...

Wir tauchen in eine Welt voller Prophezeiungen, Magie, Kämpfen, Krieg und verfeindeter Reiche ein. Mittendrin Fei. Aufgrund einer Prophezeiung wird sie gezwungen im Kaiserpalast aufzuwachsen. Sie hat nur eine Aufgabe im Leben, nämlich die Kaiserin aller Kaiserinnen zu werden. Dies an der Seite Siwangs, dem Kronprinzen des mächtigsten Reiches. Dort lebt auch gezwungenermaßen ein weiterer Kronprinz aus einem verfeindeten Reich. Lan Yexue ist nicht leicht zu durchschauen. Fei fühlt sich zwischen beiden hin- und hergerissen. Wer ist gut und wer ist böse? Wer verfolgt welche Absichten? Nur eines steht für Fei fest, sie will frei sein und ihre eigenen Entscheidungen treffen und kein Spielball von machtbesessenen und gierigen Männern sein. Ihre feministischen Ansichten in Ehren, aber die Autorin hat mir diesen Aspekt zu oft betont. Ich war ziemlich überrascht, dass in diesem Fantasyroman plötzlich Vampire auftauchen. Das war aus dem Klappentext nicht zu erahnen. Mir gefällt der Schreibstil der Autorin und so habe ich das Buch zügig durchgelesen. Gerade bis zur Mitte hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Dann lässt der Spannungsbogen leider nach. Der Schluss ist in Ordnung, da es der erste Band einer Reihe ist, bleiben natürlich noch viele Fragen offen. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die allerdings keinen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Kranke Beziehungen

Schattengrünes Tal
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Kristina Hauff hat ihren dritten Roman in einem fiktiven Dorf im Schwarzwald angesiedelt. Dort lebt Lisa zusammen mit ihrem Mann Simon. Lisa ist bestens in das Dorfleben eingebettet. Ihr Leben ist bestimmt ...

Kristina Hauff hat ihren dritten Roman in einem fiktiven Dorf im Schwarzwald angesiedelt. Dort lebt Lisa zusammen mit ihrem Mann Simon. Lisa ist bestens in das Dorfleben eingebettet. Ihr Leben ist bestimmt von ihrer Arbeit im Tourismusbüro, ihrer Chormitgliedschaft und ihrer Unterstützung im Hotel ihres Vaters. Eines Tages taucht eine Fremde im Dorf auf und drängt sich immer mehr in Lisas Leben. Während die Fremde sich überall schnell integriert, fühlt sich Lisa immer mehr ins Abseits gedrängt.
Der Roman beginnt interessant, da die Autorin geschickt eine psychologische Spannung aufbaut. Man spürt, dass etwas nicht stimmt und ein unangenehmes Gefühl macht sich breit. Für mich konnte der Spannungsbogen ab der Mitte leider nicht gehalten werden und der Schluss wurde für meinen Geschmack zu schnell und zu schwach abgehandelt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was mir wiederum sehr gut gefallen hat, wie auch der flüssige und angenehme Schreibstil der Autorin. Besonders gelungen sind vor allem die Naturbeschreibungen. Ebenso finde ich es fesselnd zu erfahren, wie ein eingefahrenes Leben plötzlich durch einen Menschen von außen aufgebrochen wird. Dennoch fehlt es mir an Tiefe bei den einzelnen Persönlichkeiten. Insgesamt ist es ein kurzweiliges Lesevergnügen, das aber keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Ein etwas anderer Fall

Riccardino
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Alles beginnt mit einem Anruf zu früher Stunde. Angerufen wird Montalbano, der den Anrufer aber gar nicht kennt. Kurz darauf liegt genau dieser Anrufer, ein gewisser Riccardino, ermordet auf offener Straße ...

Alles beginnt mit einem Anruf zu früher Stunde. Angerufen wird Montalbano, der den Anrufer aber gar nicht kennt. Kurz darauf liegt genau dieser Anrufer, ein gewisser Riccardino, ermordet auf offener Straße und Montalbano übernimmt die Ermittlungen. Bei seinem letzten Einsatz darf der Commissario noch einmal seinen widerspenstigen Charakter zeigen, seinen Unmut über die Einmischungen aus Politik und Kirche offenbaren und seine Ansichten kundtun. Die Ermittlung wird immer undurchsichtiger und Montalbano kämpft sich durch den Fall und genießt zwischendurch kulinarische Leckereien. Dieses Buch ist nicht so sehr ein spannender Krimi, ich würde eher von einem literarischen Krimi sprechen. Der Autor zeigt sich den Lesern und lässt einen Blick auf die Beziehung zwischen ihm und seiner von ihm erschaffenen Figur zu. Mir hat dieser Kunstgriff und der Blick aus der Metaebene gefallen. Allerdings leidet die Lösung des Mordfalles ein wenig darunter. Der Sprecher hat noch einmal alles aus diesem besonderen und letzten Fall herausgeholt und einen tollen Job gemacht. Ich würde dieses Hörbuch nur Kennern von Montalbano empfehlen, als Einstieg ist es sicher nicht geeignet. Mit einem lächelnden und einem weinenden Auge habe ich mich von der Serie verabschiedet und denke, dass Camilleri seiner Figur ein würdiges Ende geschenkt hat.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Ja zu sich selbst

Ja, nein, vielleicht
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Wir bekommen einen Einblick in einen kurzen Lebensabschnitt der Protagonistin. Sie hat zwei erwachsene Kinder, die nicht mehr bei ihr leben, sie hat eine geschiedene Ehe hinter sich, sie ist Single, ist ...

Wir bekommen einen Einblick in einen kurzen Lebensabschnitt der Protagonistin. Sie hat zwei erwachsene Kinder, die nicht mehr bei ihr leben, sie hat eine geschiedene Ehe hinter sich, sie ist Single, ist sozial gut eingebettet, arbeitet als Autorin und lebt sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Man könnte sagen, dass sie ein privilegiertes Leben führt. Dann wird sie plötzlich von Zahnschmerzen geplagt und das Zahnproblem wächst zu einer größeren Herausforderung heran. Es geht um mehr als bloß diesen kaputten Zahn. Es geht ums Älterwerden, um Vergänglichkeit, um den Körper, der nicht mehr so ist wie mit 20 Jahren. Aber nicht nur der Zahn beschäftigt sie, sondern auch die bevorstehende Heirat ihrer besten Freundin und das Treffen eines alten Bekannten. Das Buch liest sich wirklich gut und mir haben die feinen und treffenden Beobachtungen der Autorin sehr gefallen. Nicht nur wie sie ihre Mitmenschen einordnet, sondern ganz besonders die Introspektion haben mich beeindruckt. Alltägliche Gegebenheiten können einen weitschweifenden Gedankengang auslösen und so verliert sich die Protagonistin ab und an in ihren Wünschen und Vorstellungen. Insbesondere wenn es um die Frage geht, brauche ich einen Mann in meinem Leben? Und da kommen wir zum Titel des Buches: Ja, nein, vielleicht. Insgesamt hat mir die Lektüre zugesagt, wobei mich die vielen Anglizismen nicht begeistern konnten, und ich wirklich froh bin, andere und positivere Erfahrungen mit der männlichen Welt gemacht zu haben.

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