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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2025

eine jüdische Familiengeschichte über vier Generationen

Adama
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Die tragische schicksalshafte Geschichte über Ruth und ihre Nachkommen in der Zeit von 1946 – 2009.

Mit der Hauptfigur «Ruth» erzählt Lavie Tidhar eine Familientragödie, die so durchaus geschehen sein ...

Die tragische schicksalshafte Geschichte über Ruth und ihre Nachkommen in der Zeit von 1946 – 2009.

Mit der Hauptfigur «Ruth» erzählt Lavie Tidhar eine Familientragödie, die so durchaus geschehen sein könnte. Ruth, ihre Schwester sowie ihr Leben zusammen mit ihren Eltern in Ungarn. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs lebten sie glücklich und zufrieden. Einziger «Makel», sie sind gläubige Juden, die mehr oder weniger alle von den damaligen Nazis verfolgt wurden. Ruth gelingt die Flucht und reist über das Mittelmeer nach Palästina, wo sie zusammen mit anderen Juden den Kibbuz Trashim aufbaut. Ihre Mutter sowie ihre Schwester kommen ins KZ. Dieses überlebt nur die Schwester. Auch ihr Bruder gelingt die Flucht Richtung Sowjetunion.

Die damalige Zeit bis 2009 verlangt von Ruth das Äusserste. Doch sie hat immer nur Ziel, den Kibbuz für sich und ihre Familie auf- und auszubauen, zu einem florierenden Unternehmen. Doch viele Akteure spielen darin teilweise mehr oder weniger sehr tragische Rollen. Vieles ist nicht legal, trotzdem notwendig, um zu überleben. Auch vor Mord wird nicht zurückgescheckt.

Anfänglich springen die einzelnen Ereignisse hin und her. Erst später wird es chronologisch. Für Verwirrung sorgen auch die mir ungewohnten Namen, wer ist wer und ist seine Aufgabe. Dazu habe ich für mich eine Legende erstellt, die sehr hilfreich war. Der Erzählstil des Autors verlangt die volle Aufmerksamkeit, denn es ist nicht ein Buch, das man einfach so wegliesst. Die Ereignisse enden teilweise sehr blutig und schonungslos. Es liess mich nicht kalt oder schockiert zurück, eher nachdenklich. Für mich ist «Adama» ein Buch, die einen gewissen Einblick in das Geschehen Israels einbringt. Das Cover mit der Kalaschnikow eher als Symbol verwertet.

Ich habe es nicht bereut, das zweite Buch aus dieser Reihe zu lesen. Auf «Maror» bin ich gespannt.

Meine Empfehlung an alle, die zwischendurch auch mal ein intensives und berührendes Buch lesen möchten.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2025

genial spannend

Narbenkünstler #Thriller
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Das 3. Buch in dieser Reihe wartet mit einer Herausforderung an das Sonderermittlungsteam Davids und Martin der besonderen Art auf. Dabei scheut die Täterschaft nicht, Zoe Martin mit ihrer Schulzeit im ...

Das 3. Buch in dieser Reihe wartet mit einer Herausforderung an das Sonderermittlungsteam Davids und Martin der besonderen Art auf. Dabei scheut die Täterschaft nicht, Zoe Martin mit ihrer Schulzeit im bekannten Campus einer Eliteschule in Frankfurt zu konfrontieren. Ist sie zu befangen, um weiter zu ermitteln?

Der Reihe nach; in Frankfurt tauchen Leichen auf, die alle erfroren sind. Das Besondere ist, die Art wie sie starben, nämlich langsam, sehr grausam und schmerzhaft wurden sie eingefroren. Nicht genug, alle wurden nach ihrem Tod geköpft. Welche Rolle hier der bekannte Künstler Zhalar alias Sascha Kaminski spielt, wird im Laufe der Ermittlungen immer klarer.

Das Besondere ist die integrierte Geschichte mit Bezug auf die «drei Musketiere» von Alexander Dumas, die der Täter in verschieden Abschnitten in seiner Version zum Besten gibt.

Die Auflösung ist sehr überraschend. Alle losen Knoten wurden vom Autor hervorragend zusammengeknüpft und schlüssig erklärt. Der direkte, schnörkellose Schreibstil trieb mich förmlich durch die Seiten, so spannend war es. Dabei sparte er auch hier nicht mit Szenen, die sehr grausam rüberkommen. Jeder einzelne Protagonist wiederum ihrer Spezialität entsprechend eingesetzt. Marc Davids leidet immer noch unter seiner besonderen Angstpsychose. Da frage ich mich, wie lange er mit seiner speziellen Therapie noch durchhält, ohne dass es zu einer Katastrophe kommt. Seine Partnerin Zoe Martin ahnt schon einiges und versucht bei jeder Gelegenheit, ihn darauf anzusprechen.

«Narbenkünstler» hat mich ein paar Stunden super unterhalten. Ich empfehle diesen Psycho-Thriller allen Lesern gerne weiter, die keine Angst vor Grausamkeiten haben.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 05.10.2025

grausam und schockierend

Narbenwald #Thriller
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Mit seinem Debüt-Thriller Chris Dominik bei mir einen Nerv getroffen, der kaum noch zu überbieten ist.

Das Team um KHK Marc Davids und KOK Zoé Martin befassen sich immer dann mit einem Fall, wenn er ...

Mit seinem Debüt-Thriller Chris Dominik bei mir einen Nerv getroffen, der kaum noch zu überbieten ist.

Das Team um KHK Marc Davids und KOK Zoé Martin befassen sich immer dann mit einem Fall, wenn er aussergewöhnlich und vor allem brutal wird. So auch hier, als in einem verlassenen Hotel die ausgestochenen Augäpfel umgeben von viel Blut gefunden werden aber keine Leiche. Einen Tag später wird auch diese gefunden. Der nächste Gruss des Täters wartet nicht lange. In einem sich befindlichen Umbau eines Luxushotels werden zwei abgeschnittene Ohren ebenfalls umgeben mit viel Blut gefunden. Der einzige Hinweis bei beiden Tatorten ist «Er hat es gesehen» und «Er hat es gehört».

Diese zwei Tatorte sind eine wahre Herausforderung an die Polizei. Nicht genug, erscheinen fast zeitgleich auf YouTube Videos, die die Polizeieinsätze zeigen. Die Frage steht im Raum, ist es der Täter, der so dreist ist, Videos von seinen Taten zu veröffentlichen?
Ein wahres Katz- und Maus-Spiel zwischen der Polizei und Killer beginnt, wobei sich dieser hervorragend versteckt und sich absolut keine Blösse gibt. Da es schon in den ersten Seiten dramatisch und absolut spannend zu und her geht, konnte ich das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. In abwechselnden Kapiteln wird einmal aus der Sicht der Polizei und des Täters erzählt. Das hat mich total eingenommen. Mein Kopfkino lief bis zur letzten Seite auf Hochtouren. Vor allem Schluss wartet mit einer Überraschung auf, die ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

Jeder einzelne Charakter ist sehr gut gezeichnet, zeigt menschliche Schwächen auf aber auch, was geschieht, wenn nur noch Hass und Rache vorliegt. Menschliche Abgründe sind hier gut aufgezeigt. Wie die Kommissare immer wieder an ihre Grenzen stossen, wie schwierig es ist, die Grenzen nicht zu überschreiten, um Ergebnisse zu erzielen.


Der Thriller ist ein echter Pageturner, der einem bis zum Schluss den Atem raubt.
Viele Wendungen bauen immer wieder noch mehr Spannung auf, die einen nicht mehr loslässt. Ich empfehle allen, diesen Thriller zu lesen, auch wenn er vor Grausamkeiten nur so strotzt.

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Ski-Urlaub mit tödlichem Ausgang

Lügennebel
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Vier Jungs und zwei Mädchen, Studentenclieque, sind für eine Woche nach Are in den Skiurlaub gefahren. Dort haben sie von den Eltern eines der Studenten ein feudales Ferienhaus zur Verfügung. Selbstverständlich ...

Vier Jungs und zwei Mädchen, Studentenclieque, sind für eine Woche nach Are in den Skiurlaub gefahren. Dort haben sie von den Eltern eines der Studenten ein feudales Ferienhaus zur Verfügung. Selbstverständlich wird viel Alkohol und auch Drogen konsumiert, die nicht alle gleich gut vertragen. Nach einer ausschweifenden Nacht wird Fanny morgens draussen tod aufgefunden. Zuerst ist nicht klar, ob es sich dabei um ein Unglück mit Todesfolge oder sogar Mord handelt.

Die aufgebotene Polizei mit Hanna Ahlander und ihr Partner Daniel Lindskog sowie weiteren Kollegen nehmen ihre ersten Ermittlungen. Diese gestalten sich sehr schwierig, da die Studenten sich immer mehr in Lügen verstricken. Gelingt es Hanna und Daniel doch noch, die wahren Hintergründe aufzudecken?

Viveca Stens Schreibstil ist klar, einnehmend und detailliert. Die kurzen Kapitel bauen eine hervorragende Spannung auf, die sich bis zum Schluss hält. Überrascht wird der Leser in den letzten Kapiteln. Die einzelnen involvierten Protagonisten sind sehr unterschiedliche Charaktere. Hanna und Daniel sind hervorragende Polizeikommissare, harmonieren zusammen sehr gut. Doch in ihrem Privatleben gibt es noch einiges zu klären. Diese Situation hat mich ab und zu ziemlich genervt. Aber eben das ist Viveca Sten.

Auf alle Fälle hat mich das 4. Buch in dieser Reihe wieder ausgezeichnet unterhalten. Eine klare Leseempfehlung meinerseits. Ich freue mich heute schon, auf Viveca Stens weiteren Thriller aus dem Touristenort Are.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

schwieriger herausfordernder Fall

Nach dem Leben
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Hanna und Jan sind inzwischen ein gut eingespieltes Team. Als Polizeipsychologe geht er eher ruhig und besonnen an die Sache ran. Sie als Hauptkommissarin wählt öfters den direkten Weg, temperamentvoll ...

Hanna und Jan sind inzwischen ein gut eingespieltes Team. Als Polizeipsychologe geht er eher ruhig und besonnen an die Sache ran. Sie als Hauptkommissarin wählt öfters den direkten Weg, temperamentvoll und am liebsten mit dem «Kopf durch die Wand». Auch privat läuft es bei den beiden im Moment sehr gut. Der längere Urlaub hat den beiden gutgetan.
Zum Fall: Ein 75-jähriger Mann wird tot in seiner Wohnung aufgefunden. Alles spricht dafür, dass sich Helmut Gepken Selbstmord begann. Die Gerichtsmedizin stellt jedoch fest, dass sich in seinem Blut ein sehr hoher Hypoglykämie-Wert befand. Gemäss seiner Familie ist jedoch nicht bekannt, dass Gepken an zu hohem Blutzucker gelitten hat. Die Polizei aus Vechta unter der Leitung von Hauptkommissar Bölscher bittet Hanna und Jan, sie bei der Klärung dieses Todesfalles zu unterstützen.
Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig, da Gepken nach seiner Scheidung ein sehr zurückgezogenes Leben führte. Seinen Nachbarn begegnete er freundlich, aber zurückhaltend. Die Ermittlungen gestalten sich sehr schwierig, und immer wieder kommt es zu Rückschlägen. Das strapazierte nicht nur Hannas Nerven, sondern auch meine. Jan schafft es, mit seinen sehr guten psychologischen Einschüben, Klarheit ins Dunkel zu bringen.
Das Cover ist wie schon die drei vorgehenden Bücher erneut sehr schön gestaltet und passt zum Inhalt der Reihe.
Ein Kriminalfall, der mich nicht kalt liess, wie raffiniert, die Täterschaft vorging und eine Lösung präsentiert, mit der ich gut leben kann. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

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