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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2025

düstere Spannung, Romance und (zu viel) Spice

House of Rayne
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"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim ...

"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim Lesen des Buches bin ich relativ schnell an den Punkt gekommen, dass mich einzelne Storyelemente gestört haben.
Es gibt wirklich sehr viele Spice-Szenen, zu viele für meinen Geschmack. Es gab keine Tension zwischen den Protagonistinnen. Sie haben sich getroffen, waren gefühlt von da an unzertrennbar und es gab dadurch ständig intime Szenen, die sehr ausführlich beschrieben wurden, inclusive BDSM.
An sich stört mich ein wenig Spice nicht, aber man möchte doch erstmal mit den Figuren warm werden und verfolgen, wie die Figuren sich langsam annähern und eine gewisse Spannung aufgebaut wird. Das war hier leider nicht der Fall.
Ich hab die ersten 1-2 Spice-Szenen noch gelesen, am Ende habe ich aber alle Seiten davon übersprungen sobald ich merkte, dass es schon wieder losgeht und mich nur noch auf die eigentliche Geschichte konzentriert.

Die Protagonistinnen Rayne und Salem waren mir leider beide nicht sonderlich symapthisch und ich habe sie auch nicht als authentisch empfunden. Viele Dialoge zwischen den beiden fand ich einfach nur übertrieben cringe und dieses ständige "braves Mädchen" und "Herrin"-Gesäusel ging mir echt auf den Geist.
Salem wirkte abseits ihrer Unterwürfigkeit stellenweise extrem naiv und eher jugendlich auf mich. Sie hat sich immer wieder in brenzlige Situationen manövriert, über die ich letztendlich nur noch den Kopf schütteln konnte und mich innerlich gefragt hab, wieso sie schon wieder so blöd war, dort hineinzugeraten. Einfach keine Reflexion bzw. logisches Denken an vielen Stellen.

Dabei hatte der Plot an sich echt Potential. Das geheimnisvolle Wesen, welches sich auf der Insel rumtreiben soll. Stimmen, die manche vernehmen und sich fragen, wer da spricht oder ob es nur der eigenen Fantasie entspringt.
Dunkle Wälder, die Abgeschiedenheit vom Festland, die Hilflosigkeit der Bewohner. Die Geheimnisse, die nicht mit Touristen bzw. Fremden geteilt werden dürfen.
Die Auflösung all dessen kam für mich leider nicht überraschend. Ich fand es recht schnell ziemlich offensichtlich, was hinter all dem steckt, dennoch fand ich, dass der Plot schön und spannend geschrieben wurde und mir gefiel, dass der Spannungsbogen bis fast zum Ende angehalten hat.

Die generelle Atmosphäre hat mir ganz gut gefallen, vor allem der Schauplatz der Insel und das alte Herrenhaus, in dem das Bed and Breakfast untergebracht ist. Es wirkt düster und creepy und konnte mir gut vorstellen, wie Salem sich dort gefühlt hat.

Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Eine Pflanzenlady, die Rache an Männern ausübt

Plant Lady
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Das Cover von "Plant Lady" gefällt mir gut, es ist recht schlicht, hat wenig Farben und die abgebildete Venusfliegenfalle kommt gut zur Geltung und zeigt direkt, dass die Pflanzen im Vordergrund stehen.
Die ...

Das Cover von "Plant Lady" gefällt mir gut, es ist recht schlicht, hat wenig Farben und die abgebildete Venusfliegenfalle kommt gut zur Geltung und zeigt direkt, dass die Pflanzen im Vordergrund stehen.
Die Geschichte ist nur ca. 200 Seiten lang, daher insgesamt recht kurz gehalten. Es gibt eine Einteilung in sechs Kapitel plus Nachwort der Autorin.
Die Kapitel behandeln quasi jeweils eine kleine abgeschlossene Geschichte an sich, die inhaltlich jedoch alle sehr ähnlich sind. Im Grunde trifft die Protagonistin Yu-hee in fast jedem Kapitel auf ein anderes Schicksal von Frauen, die unterdrückt, gemobbt oder misshandelt werden.
Yu-hee kann die Schicksale der Frauen nicht hinnehmen, denn auch sie hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht und hatte nie die Chance, das Erlebte richtig zu verarbeiten, welches sich auf ihre gegenwärtigen Taten auswirkt.
Der Erzählstil ist recht nüchtern und fast schon kalt geschrieben. Dadurch, dass alle paar Seiten neue Figuren auftauchen, hab ich mich teilweise schwer damit getan, der Geschichte richtig zu folgen. Nicht förderlich waren dabei auch die ständigen Sprünge der POVs und der Erzählstränge. Die persönliche Geschichte von Yu-Hee wurde nämlich in jedem Kapitel mit der Geschichte der Frauen die sie besuchen eng verwoben. Dadurch war ich des öfteren verwirrt, um wen oder was es gerade geht, besonders wenn ich das Buch eine Weile aus der Hand gelegt habe.
Das Ende ist generell recht offen gehalten und Yu-hees Geschichte fühlte sich für mich persönlich nicht abgeschlossen an, besonders im Hinblick auf ihre Begegnungen mit dem Detective Cha Do-kyung hätte ich mir einen aufschlussreicheren Abschluss gewünscht.
Die Botschaft die das Buch vermittelt gefällt mir von der feministischen Seite her sehr gut, denn die behandelten Themen abseits der Fiktion sind ja durchaus real. Zivilcourage ist wichtig, füreinander einzustehen und gerade, dass Frauen untereinander sich helfen und unterstützen sollten und ihre Probleme und Sorgen ernstzunehmen im bezug auf Männer - sehr wichtig. Wenn auch nicht unbedingt auf so eine drastische Art und Weise, wie Yu-hee es ausgeübt hat.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Verwandlung in einen weißen Hai

Shark Heart
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Das Cover von "Shark Heart" finde ich sehr hübsch, ein weißer Hai ausgeschmückt mit bunten Blüten.
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lewis, der sich aufgrund einer Mutation innerhalb kürzester Zeit ...

Das Cover von "Shark Heart" finde ich sehr hübsch, ein weißer Hai ausgeschmückt mit bunten Blüten.
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Lewis, der sich aufgrund einer Mutation innerhalb kürzester Zeit nach und nach in einen weißen Hai verwandelt. In der Welt der Geschichte sind Mutationen tatsächlich nicht selten, im weiteren Verlauf werden auch andere Personen vorgestellt, die entweder selbst mutieren oder jemanden kennen, der oder die in ein Tier mutiert. im Fokus stehen die Bewältigung von Trauer durch Verlust, das Fortschreiten der Mutation und wie die Betroffenen damit umgehen und es wird ein Haupt-Augenmerk auf die einzelnen Figuren und ihre Vergangenheit gelegt. Ich fand es schade, dass die Vergangenheit von Angela, Wrens Mutter, einen so großen Teil der Geschichte eingenommen hat. Ich hätte mir gewünscht, dass die Beziehung und die Veränderungen zwischen Lewis und Wren noch mehr Aufmerksamkeit bekommen hätten. Mir hat es allgemein auch an Tiefgründigkeit gefehlt.
Die angesprochenen Themen sind ja durchaus sehr emotional, jedoch empfand ich den Schreibstil als eher rational und gar nicht so, als würde man als Leser das Geschehene aus den Augen der Protagonisten erleben. Der Schreibstil war aber definitiv besonders, poetisch sogar. Manche Abschnitte waren fast wie kleine Gedichte.
Es war eher so, als würde man ein Theaterstück lesen. Vielleicht war dies aber auch so gewollt, da das Theater eine große Rolle für Lewis und die Autorin spielt.
Es gab auch sehr viele Sprünge in der Handlung, die mir nicht gefallen haben. Diese geschahen sowohl zwischen den Figuren als auch zeitlich betrachtet.
Ich konnte dadurch leider überhaupt keine Beziehung zu den Figuren aufbauen und auch nicht richtig mitfühlen.
Gut fand ich, dass am Ende der Fokus wieder auf Wren und Lewis lag. Wenn es nach mir ginge, hätte der Teil mit Angela ganz weggelassen oder drastisch verkürzt werden können.

Durch die oben genannten Punkte kann ich leider nur 3 Sterne geben. Es hat einfach nicht meinen Geschmack getroffen.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Nicht mein Fall

Tödliche Freundinnen
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"Tödliche Freundinnen" konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen.
Ich habe einen temporeichen, spannenden und wendungsreichen Thriller mit starken Figuren und dunklen Geheimnissen erwartet.

Die ersten ...

"Tödliche Freundinnen" konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen.
Ich habe einen temporeichen, spannenden und wendungsreichen Thriller mit starken Figuren und dunklen Geheimnissen erwartet.

Die ersten paar Kapitel konnte mich das Buch noch ganz gut fesseln, aber ab dann hat es mich leider Stück für Stück verloren. Es gibt extrem viele Sichtweisen und Zeitstränge, aus denen erzählt wird. Dadurch wirkt alles sehr chaotisch und selbst nach Seite 150 konnte ich nicht in die Geschichte reinfinden. Das war für mich der Punkt, an dem ich das Buch abgebrochen habe.
Man musste ständig gedanklich hin- und herswitchen zwischen den Figuren und den Zeitsträngen und ich habe gemerkt, wie ich ständig beim Lesen abgeschweift bin und an etwas anderes gedacht habe, was mir normalerweise nur selten passiert. Es konnte keine Spannung aufgebaut werden für mich.
Es wird auch viel mit Klischees und Schubladendenken gespielt, was mir nicht so zugesagt hat.

Es wirkte einfach alles sehr flach, ich konnte keine Beziehung zu den Figuren aufbauen und der Handlung nicht folgen, weil es keinen richtigen roten Faden gegeben hat.
Teilweise wurden auch random Namen/Nachnamen von Personen oder Familien eingestreut, die ohne Zusammenhang geblieben sind und für mch nicht einzuordnen waren.

Das was mir gut gefallen hat, war die Dynamik zwischen Chloe und Mel. Beide wirken sehr stark, unabhängig und klug und haben gleichzeitig eine gemeinsame Vergangenheit, die sie zusammenschweißt, selbst nach jahrelanger Funkstille zwischen ihnen.

Nach Seite 150 hatte ich schon eine ungefähre Ahnung, welche Wendungen kommen und in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Natürlich ohne zu wissen, ob das stimmt, aber hier und da gab es genügend Hinweise, die darauf hindeuten, was für mich die Spannung dann komplett zum Erliegen gebracht hat.

Insgesamt muss ich daher leider sagen, dass das Buch nicht meinen Geschmack getroffen hat und daher kann ich nur 2 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Hat mich nicht vom Hocker gehauen

Revenge
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"Revenge" ist ein YA-Thriller über einen versuchten Mord, Lügen, Intrigen und der Suche nach Schuldigen.
Inhaltlich bedient sich das Buch vieler Klischees. Ehrlich gesagt liest sich die Geschichte ein ...

"Revenge" ist ein YA-Thriller über einen versuchten Mord, Lügen, Intrigen und der Suche nach Schuldigen.
Inhaltlich bedient sich das Buch vieler Klischees. Ehrlich gesagt liest sich die Geschichte ein bisschen wie ein Drehbuch für eine Scripted Reality.
Viele Situationen und Dialoge sind dermaßen überzogen, dass ich sie kaum ernstnehmen konnte.

Inhaltlich wurde gefühlt einmal in die Klischeekiste gegriffen, die Jugendliche betrifft, und das dann in die Geschichte eingebaut. Um Beispiele zu nennen: Drogen, Eifersucht, Missgunst, Neid, Verrat, schulische Druck durch die Eltern, Vernachlässigung durch die Eltern etc. (nichts davon ist ein storyrelevanter Spoiler).

Die Story wird aus unterschiedlichen Sichtpunkten geschrieben, ich glaube aus der Sicht von 4 oder 5 Charakteren.
Zudem wird sie in unterschiedliche Zeitstränge aufgeteilt, einmal sozugane "davor" und einmal "danach". Das davor bezieht sich auf eine verhängnisvolle Nacht mit Konsequenzen für fast alle relevanten Figuren.
Durch all das ist die Geschichte schon etwas chaotisch. Die Kapitel sind teilweise auch extrem kurz, wodurch man gedanklich immer wieder hin- und herswitschen muss, nicht nur zwischen den Figuren sondern auch zwischen den Zeitsträngen.

Die ganze Handlung, die Enthüllungen und "Plottwists" (die für mich nicht wirklich welche waren, mit dem meisten habe ich schon gerechnet) sind recht flach und austauschbar. Das ist ein Buch, was man schnell wieder vergisst. Es fehlt an Charakter, interessanten Plotideen und einer tiefergehenden Erzählung.

Die Figuren bleiben relativ flach und ich konnte da überhaupt keine Sympathien aufbauen. Sie waren teilweise einfach nur nervig und haben komplett irrational gehandelt. Klar, es sind Jugendliche, aber dennoch fehlt es hier komplett an rationalem Denken, welches ich einer 17-jährigen Gymnasiastin schon zutrauen würde.

Leider habe ich insgesamt nichts, was ich so richtig positiv benennen kann. Höchstens, dass der Schreibstil sehr flüssig ist und man wirklich zügig durch das Buch kommt.

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