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Veröffentlicht am 06.10.2025

Schaurige Gruselgeschichten mit Lachgarantie

Rupert präsentiert: Echt unheimliche Gruselgeschichten (Band 3)
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Jeff Kinney schafft es mit seinen Büchern einfach immer wieder Kinder fürs Lesen zu begeistern. „Gregs Tagebücher“ bringen selbst Lesemuffel zum Lesen.

Mit seinem 3. Band aus der Reihe „Rupert präsentiert“ ...

Jeff Kinney schafft es mit seinen Büchern einfach immer wieder Kinder fürs Lesen zu begeistern. „Gregs Tagebücher“ bringen selbst Lesemuffel zum Lesen.

Mit seinem 3. Band aus der Reihe „Rupert präsentiert“ werden die 14 Gruselgeschichten von Rupert Jefferson, dem besten Freund von Greg („Gregs Tagebuch“), erzählt.

Schon allein die Gestaltung des Covers ist ein echter Hingucker: Das Cover leuchtet im Dunkeln und der in orange und schwarz gehaltene Farbschnitt mit Gruselfiguren springen sofort ins Auge. Eine Gruselmaske zum Herausnehmen befindet sich als kleines Goodie im Buch. Perfekt für die kommende Halloween-Zeit.

In typischer Jeff Kinney- Manier sind die Geschichten kurzweilig und mit einer gehörigen Portion Humor geschrieben. Die kleinen Comics sind lustig und unterstreichen damit das Geschriebene, was vor allem für ungeübte Leser ein großer Vorteil ist.

Zombies, Vampire, Geister und andere gruselige Gestalten warten in den Geschichten auf den Leser. Manche Geschichten sind etwas makaber (z.B. „Das Nickerchen“). Da sollte man schauen, ob manche Geschichten wirklich geeignet sind für das besagte Kind.

Mein Sohn (9 Jahre alt) ist jedenfalls restlos begeistert von den Gruselgeschichten und hat sich an vielen Stellen kaputt gelacht.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Ein emotionaler Jugendroman

Eine Insel im Meer
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„Eine Insel im Meer“ von Annika Thor erschien bereits 1996 das erste Mal und wurde nun mit wunderschönen Illustrationen von Sabine Wilharm neu herausgebracht.

Der Roman spielt 1939 / 1940. Die jüdischen ...

„Eine Insel im Meer“ von Annika Thor erschien bereits 1996 das erste Mal und wurde nun mit wunderschönen Illustrationen von Sabine Wilharm neu herausgebracht.

Der Roman spielt 1939 / 1940. Die jüdischen Schwestern Steffi und Nelli werden von ihren Eltern auf eine kleine Schäreninsel nach Schweden geschickt, da ihr Leben in Wien nicht mehr sicher ist. Ihre Eltern dürfen leider nicht mit, da Schweden zur Zeit des Nationalsozialismus nur flüchtende Kinder aufgenommen hat. Die Familie hofft, dass sie bald eine Einreisegenehmigung nach Amerika erhalten, um dort ein neues Leben anzufangen.

Während es der jüngeren Schwester gelingt, schnell auf der Insel Fuß zu fassen und Freunde zu finden, fällt es der 12-jährigen Steffi umso schwerer. Sie wird von ihren Mitschülerinnen geärgert, keiner möchte etwas mit ihr zu tun haben. Ihre Pflegemutter ist sehr streng, keiner scheint Steffi zu verstehen.

Die Geschichte der beiden Schwestern ist tief bewegend, da man sich gut vorstellen kann, dass sie wirklich so hätte passieren können.
Annika Thor erzählt altersgerecht, wie sich die Lage immer mehr zugespitzt hat. Der Krieg breitet sich immer mehr aus, nun fürchten auch die Menschen in Skandinavien um ihr Leben. Eine Einreisegenehmigung in ein anderes Land wird immer unwahrscheinlicher.

Auch wenn die Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus spielt, greift der Roman auch Thematiken auf, denen Jugendliche heute oft ausgesetzt sind: Mobbing, Ausgrenzung, das Nicht verstanden werden.


Ein emotionaler Roman, der zu Herzen geht. Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Eine zu Herzen gehende Geschichte zu Zeiten des Holocausts

Als die gelben Blätter fielen
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Ein Bilderbuch, das Kindern im Grundschulalter die Zeit des Holocaust aufzeigt.

Das Bilderbuch ist, meiner Meinung nach, zurecht für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 nominiert.

Dem litauischen ...

Ein Bilderbuch, das Kindern im Grundschulalter die Zeit des Holocaust aufzeigt.

Das Bilderbuch ist, meiner Meinung nach, zurecht für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 nominiert.

Dem litauischen Schriftsteller Marius Marcinekvičus ist es mit diesem Bilderbuch gelungen, in Kinderperspektive das jüdische Leben im Ghetto zur Zeit des Nationalsozialismus aufzuzeigen. Mit passenden Illustrationen wird die Geschichte unterstützt. Inga Dagilé, die das Buch illustriert hat, spielt hier vor allem mit Farbsymbolik.

Die schwere Thematik wird kindgerecht vermittelt. Kindern wird aufgezeigt, wie schwierig die Situation der Juden in den abgesperrten Bezirken war und oftmals ihren Tod durch die Nationalsozialisten fanden. Aber auch hier gelingt es Marcinekevičus dies angemessen zu vermitteln, vor allem durch eine symbolische und metaphorische Umsetzung.

Ein Bilderbuch, das einfühlsam die grausame Zeit des Holocaust aufzeigt. Das Buch sollte auf jeden Fall von einem Erwachsenen begleitet werden, um aufkommende Fragen zu beantworten. In einem Nachwort findet man eine historische Einordnung.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Poetisches und kunstvolles Bilderbuch

BRAVO!
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Das Bilderbuch ist etwas ganz Besonderes. Geschrieben hat es die israelische Dichterin und Kinderbuchautorin Orit Gidali. Die kunstvollen und einmaligen Illustrationen hat die Künstlerin Keren Katz gestaltet.

Die ...

Das Bilderbuch ist etwas ganz Besonderes. Geschrieben hat es die israelische Dichterin und Kinderbuchautorin Orit Gidali. Die kunstvollen und einmaligen Illustrationen hat die Künstlerin Keren Katz gestaltet.

Die Handlung ist schnell zusammengefasst. Es geht um einen außergewöhnlichen Theaterbesuch, in dem das Publikum und nicht die Schauspielerinnen und Schauspieler im Mittelpunkt stehen. Die Botschaft dieses ungewöhnlichen Vorgehens steht im Vordergrund. Es regt Groß und Klein zum Nachdenken an, die Personen um einen herum mehr wahrzunehmen und ihnen Anerkennung und Wertschätzung entgegen zu bringen.

Mithilfe dieses Buches kann ich auch schon mit jüngeren Kindern in den Austausch kommen, um zum Nachmachen zu motivieren und sie in ihrer Empathiefähigkeit und Selbstwertschätzung zu unterstützen.


Ein wundervolles poetisches Bilderbuch mit kunstvollen Illustrationen, auf denen es viel zu entdecken gibt. Ein BRAVO! für das Buch!

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein mitreißender feministischer Pageturner

Madwoman
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"Langsam begriff ich, dass ich die Entscheidung für das Leben nicht unbedingt mit meiner Vergangenheit zu tun haben musste, sondern eher mit der Chance auf eine vollkommen andere Zukunft. Wenn ich mich ...

"Langsam begriff ich, dass ich die Entscheidung für das Leben nicht unbedingt mit meiner Vergangenheit zu tun haben musste, sondern eher mit der Chance auf eine vollkommen andere Zukunft. Wenn ich mich denn dafür entschied." (Kapitel 7 / S. 121)

Was für ein Pageturner! Clove, die ein scheinbar perfektes Familienleben führt, wird plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihr Leben lang hat sie versucht, ihre Kindheit und Jugend zu vergessen und vor ihrer Familie zu verheimlichen. Doch dann bekommt Clove Post aus dem Frauengefängnis und ihr Leben gerät ins Wanken.

Es gibt in dem Roman zwei Zeitebenen. Wir erfahren zum einen, wie Clove heute lebt. Ihr heutiges Leben ist geprägt davon, ihren Kindern die schönste Kindheit zu bieten. Cloves Selbsoptimierung, Gesundheitswahn und die permanente Angst um ihre Kinder haben schon wahnhaften Charakter.
Zum anderen erfahren wir nach und nach, was Clove in ihrer Kindheit durchleiden musste.
Bieker gelingt es, das Vergangene so spannend zu erzählen, dass bis zum Schluss manche Wendungen nicht vorhersahbar sind und das Ende so packend ist.

Ich konnte den Roman kaum aus den Händen legen. Bieker gibt in ihrem Roman Frauen eine Stimme, die unter häuslicher Gewalt leiden. Die Triggerwarnung am Ende des Buches ist absolut angebracht, da Bieker sehr sensible Themen anspricht.

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