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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2025

Spannend, Überzeugend, Lesenswert!

Monbijou
1

Im August 2025 hat Peter Beutler gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Monbijou“ auf den Büchermarkt gebracht. Er basiert auf einer wahren Geschichte. Cover und Titel passen gut in das Genre ...

Im August 2025 hat Peter Beutler gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Monbijou“ auf den Büchermarkt gebracht. Er basiert auf einer wahren Geschichte. Cover und Titel passen gut in das Genre und zur Geschichte.
Dr. Markus Walker wird gefilmt, wie er einen Mordschauplatz verlässt. Das ist an sich schon verdächtig. Doch Dr. Markus Walker ist ein bekannter Gynäkologe und ein hoher Milizoffizier der Schweizer Armee. Er ist in einem regelmäßigen Kontakt mit namhaften Politikern und Justizangestellten. Die Ermittlungen werden eingestellt. Aus Mangel an Beweisen. Der Kriminalkommissar Leibundgut arbeitet auf eigene Faust weiter. Nach und nach kommen immer mehr Ungereimtheiten an das Tageslicht und Leibundgut fragt sich, ob Dr. Markus Walker vielleicht ein Serienkiller ist.
Es hat nur ein paar Seiten gedauert bis ich Zugang in die Geschichte gefunden habe. Den Schreibstil von Peter Beutler möchte ich als locker und flockig beschreiben. Er hat einen Wiedererkennungswert. Besonders interessant fand ich die Mischung aus erzählter Geschichte und den Verhörprotokollen. Dadurch gewinnt die Geschichte noch an Brisanz.
Recht früh bin ich der Meinung gewesen, dass Dr. Markus Walker Dreck am Stecken hat. Die Art und Weise, wie der Autor mich durch die Geschichte führt, hat mich jedoch schaudern lassen. Dieser Kriminalroman ist nichts für Leser mit zarten Nerven. Dafür geizt der Autor nicht mit Spannung und löst dank Kriminalkommissar Leibundgut sauber auf. Meine Fragen sind beantwortet.
Alles in allem hat Peter Beutler mit „Monbijou“ einen spannenden Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein aufsehenerregendes Verbrechen aus dem Genre True-Crime bildet will an das Licht. Wer darauf Lust hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor vier verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 05.10.2025

Spannend, Humorvoll, Unterhaltsam!

Mordstreffer
1

Ende August 2025 hat Barbara Edelmann gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Mordstreffer“ herausgebracht. Das 288 Seiten starke Werk ist der 10. Band der Reihe mit den Ermittlern Sissi Sommer ...

Ende August 2025 hat Barbara Edelmann gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Mordstreffer“ herausgebracht. Das 288 Seiten starke Werk ist der 10. Band der Reihe mit den Ermittlern Sissi Sommer und Klaus Vollmer. Es kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das Titelbild passt gut zur Geschichte und zu der Erzählung.
Im Wald von Legau wird der Jäger Andreas Auer erschossen. Vermutlich von einem Wilderer. Doch Sissi Sommer und ihr Kollege Klaus Vollmer vom K1 aus Memmingen sind sich da nicht so sicher. Angeblich war der Tote das Vorbild in Person: toller Ehemann, tolles Vereinsmitglied und toller Freund? Das ist ihnen too much und schnell stellt sich heraus, dass sich hinter der tollen Fassade jede Menge Abgründe verbergen…
Auf der Suche nach einem humorvollen Kriminalroman bin ich bei Barbara Edelmann mit Mordstreffer gelandet. Barbara Edelmann kenne ich noch nicht. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne, habe ich gleich zugegriffen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leichtgefallen. Schnell bin ich in die Geschichte versunken. Den Schreibstil empfinde ich als locker, leicht, humorvoll und bayrisch.
Zügig präsentiert die Autorin die Leiche von Andreas Auer. Die spannenden Ermittlungen von Sissi Sommer und Klaus Vollmer begleite ich lesend. Sie halten meinen Geist wach und überraschen mich immer wieder mit dem ein oder anderen Lacher. Am Ende ist das Rätsel sauber gelöst und meine Fragen sind beantwortet.
Hervorzuheben sind die Persönlichkeiten, die die Autorin uns hier präsentiert. Sie sind schräg, schrullig und bayrisch. Jeder Leser mit einer gesunden Prise Humor wird hier auf seine Kosten kommen. Hin und wieder setzt Barbara Edelmann eine unerwartete Wendung ein, die mich meistens schallend lachen und manchmal umdenken lässt.
Alles in allem hat die Autorin Barbara Edelmann mit „Mordstreffer“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er ist spannend, humorvoll und unterhaltend. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Wein, Spannung, Rheinhessen!

Winzergrab
1

Ende August 2025 hat Andreas Wagner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Winzergrab“ herausgebracht. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht und passt perfekt zur Geschichte.
Der Autor startet ...

Ende August 2025 hat Andreas Wagner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Regionalkrimi „Winzergrab“ herausgebracht. Das Cover ist schon mal ´ne Wucht und passt perfekt zur Geschichte.
Der Autor startet seinen Krimi langsam. Ich lese zuerst viel über eine Winzerfamilie in Rheinhessen. Sympathisch ist diese Familie mir nicht. Untereinander können sie sich nicht auf das Fell gucken. Auch im Ort und in der Gegend sind sie zwar sehr bekannt, aber nicht besonders beliebt. Noch bevor es auf Seite 117 die erste Tote gibt, lese und lerne ich viel über den Weinanbau und über die örtlichen Gepflogenheiten.
Es hat nur ein paar Sätze gedauert, da bin ich tief in diesen Krimi versunken. Über ca. 240 Seiten schafft der Autor eine Spannung, die nicht unbedingt mit dem Kriminalfall zu tun hat. Immer bin ich neugierig auf die nächste Szene und warte gespannt auf neue Entwicklungen.
Die Tote ist ausgerechnet die Tochter des bekanntesten Winzers. Der Autor hat gut vorgearbeitet und so denke ich, dass der Mörder aus der eigenen Familie kommt. Da gibt es den zweiten Toten. Ebenfalls ein Familienmitglied. Ein Zufall ist das nicht, denke ich und überlege, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt. Mit diesem Gedanken folge ich den Ermittlungen.
Alles in allem hat mir der Regionalkrimi „Winzergrab“ sehr gut gefallen. Er lebt von reichlich Lokalkolorit und erzählt viel vom Weinanbau. Der Kriminalfall ist gut ausgearbeitet und wird sauber aufgelöst. Meine Fragen sind beantwortet. Wer dazu Lust hat, der ist hier gut aufgehoben. Von mir bekommt der Autor eine klare Leseempfehlung und 4 verdiente Lesesterne.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Spannend, Theatralisch, Historisch!

Tod bei den Salzburger Festspielen
1

Im Juli 2025 hat die Autorin Sophie Reyer gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Tod bei den Salzburger Festspielen“ herausgebracht. Es handelt sich um einen historischen Kriminalroman. Das ...

Im Juli 2025 hat die Autorin Sophie Reyer gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Tod bei den Salzburger Festspielen“ herausgebracht. Es handelt sich um einen historischen Kriminalroman. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre.
In diesem Kriminalroman erzählt die Autorin das Leben von Else Heims. Sie ist Schauspielerin und die erste Frau von dem Regisseur Max Reinhardt. Als aktives Mitglied im Verein der Bremer Theaterfreunde interessiert mich alles, was das Theater angeht. Da ich Sophie Reyer noch nicht kenne und gerne neue Autoren kennen lerne, schlage ich das Buch auf und beginne mit dem Lesen.
Es ist das Jahr 1937. In Salzburg probt Max Reinhardt mit seinem Ensemble für „Jedermann“. Dann geht der Tod um. Der Darsteller, der die Rolle des Todes übernommen hat, stirbt. Max Reinhardt möchte die Premiere nicht absagen. Da wird seine Zweitbesetzung ermordet. Dann ruft er seine Ex-Frau Else Heims zur Unterstützung und ehe Else Heims sich versieht, gerät sie in Lebensgefahr.
Wer einmal die Bühnenluft geschnuppert hat, der kommt nicht wieder davon los. Sophie Reyer erzählt die Geschichte der historischen Persönlichkeit von Else Heims und verbindet sie mit einem Kriminalfall. Mir gefällt das. Es ist keine klassische Biographie und es ist kein klassischer Kriminalfall. Der Krimi ist sauber erzählt. Das Motiv ist passend zur Geschichte und zum Stück gewählt. Am Ende sind meine Fragen beantwortet.
Alles in allem hat Sophie Reyer mit „Tod bei den Salzburger Festspielen“ einen historischen Kriminalfall auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer einen Schwall Theaterluft beim Lesen in seinem Wohnzimmer spüren möchte und wer Lust auf einen Kriminalfall in einer Biographie hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Packend, Fesselnd, Allende!

Mein Name ist Emilia del Valle
1

Im August 2025 hat Isabel Allende gemeinsam mit dem Verlag den 359 Seiten starken Roman „Mein Name ist Emilia Del Valle“ herausgebracht. Das bildgewaltige und traumhaft gestaltete Cover passt hervorragend ...

Im August 2025 hat Isabel Allende gemeinsam mit dem Verlag den 359 Seiten starken Roman „Mein Name ist Emilia Del Valle“ herausgebracht. Das bildgewaltige und traumhaft gestaltete Cover passt hervorragend zur Geschichte und macht Lust auf die Erzählung. Das hochwertige Hardcover liegt gut in der Hand.
Mit viel Vorfreude bin ich in dieses Buch gestartet. Seit ich denken kann, gehört Isabel Allende mit ihrer Vorliebe für starke Frauen zu meinen Lieblingsschriftstellern. Ihr bildhafter Schreibstil und ihre Vorliebe für eine bildgewaltige Sprache sind für mich ein besonderes Vergnügen. Schnell habe ich mich in die Geschichte eingelesen. Allende erzählt von einer Frau um 1900, die über alle gesellschaftlichen Normen und Werte ihren Weg sucht und geht. Sie erzählt von einer Frau, die macht was sie für richtig hält, die liebt wen sie will, wann sie will und wo sie will.
So lerne ich Emilia kennen. Seit sei denken kann, will sie Journalistin werden. Schnell wird ihr klar, sie muss mehr arbeiten und besser sein, als ein Mann. Zwischendurch belebt Isabel Allende ihre Erzählung mit Artikeln von Emilia del Valle. Jeden einzelnen fand ich sehr interessant. Die Autorin beschäftigt uns mit dem Krieg in Chile und bringt die bereits vergessene Zeiten wieder. Die geschilderten Ereignisse gehen mir phasenweise tief unter die Haut. Vor allem, als Emilia wegen Spionage angeklagt wird.
Ein kleiner Wermutstropfen trübt mein Lesevergnügen. Im letzten Abschnitt gibt es eine für mich unerwartete Wendung. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich die Entwicklung und die Entschlüsse von Emilia einwandfrei nachvollziehen. Ich habe sie gerne gelesen bis zu dem Zeitpunkt, wo sich Aileen nennt und ihr Land erkundet. Das war mich „too much“ und gar nicht nötig.
Alles in allem hat Isabel Allende einen sehr guten historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust hat, eine starke Frau durch Chile um 1900 zu begleiten, der ist hier richtig. Eine hochwertige Ausgabe und ein bildgewaltiger und wunderschöner Schriftstil, der sich leicht lesen lässt runden das Lesevergnügen ab. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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