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Veröffentlicht am 01.10.2025

Stars Hollow lässt grüßen

Falling Like Leaves
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Ellis lebt in New York und steht vor ihrem letzten Jahr an der Schule. Sie möchte sich unbedingt an der Columbia University bewerben, um dort wie ihr Vater Journalismus zu studieren. Als ihre Mutter jedoch ...

Ellis lebt in New York und steht vor ihrem letzten Jahr an der Schule. Sie möchte sich unbedingt an der Columbia University bewerben, um dort wie ihr Vater Journalismus zu studieren. Als ihre Mutter jedoch von heute auf morgen nach Connecticut in das verschlafene Städtchen Brabble Falls zieht und sie die Schule wechseln muss, bricht für Ellis eine Welt zusammen: Wie soll sie es denn so bitte auf die Columbia schaffen? Und wenn sie New York haben könnte, warum sollte ihr dann diese Mini.Stadt gefallen?

„Falling Like Leaves“ hat mich sofort mit seinem perfekten Herbstvibe eingefangen. Das Städtchen Bramble Falls ist die ideale Kulisse für Kürbisfeste, Spaziergänge im bunten Laub und gemütliche Kleinstadtmomente – es hat mich sehr an Stars Hollow aus den Gilmore Girls erinnert und genau dieses Cozy-Gefühl vermittelt.

Mit der Protagonistin Ellis musste ich zunächst warm werden. Zu Beginn wirkte sie verwöhnt, ehrgeizig und sehr auf Schule und Erfolge fixiert. Im Laufe der Geschichte machte sie jedoch eine glaubhafte Entwicklung durch: Sie lernte, nicht nur Leistung und Anerkennung, sondern auch Freude und Spaß zuzulassen. Am Ende war sie eine starke Figur, die wusste, was sie wollte, und dabei auch selbstbewusst Kontra geben konnte.

Cooper, die männliche Hauptfigur, erschien mir anfangs super sympathisch und charmant. Doch zum Ende hin kamen einige Red Flags zum Vorschein – er wirkte stellenweise übergriffig und eher toxisch-männlich als unterstützend. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Ellis stärker dagegenhält. In diesen Szenen wirkten beide Figuren deutlich jünger als ihre 17 Jahre. Das war für mich der einzige echte Kritikpunkt.

Die Nebenfiguren waren hingegen sehr stimmig und hatten angenehme Tiefe, besonders Ellis’ Mutter und ihre Schulfreunde. Mit den Reaktionen ihrer Cousine Sloane konnte ich dagegen nicht immer viel anfangen. Typisch für das Kleinstadtsetting mischten sich natürlich alle in Ellis’ Angelegenheiten ein und gaben ungefragt Ratschläge und ehrlich gesagt wäre ich da selbst wohl ziemlich genervt gewesen.

Insgesamt ist die Geschichte klar auf ein jugendliches Publikum ausgerichtet, mit viel Teenagerdrama, aber auch einer warmen und cozy Atmosphäre, die perfekt zum Herbst passt. Besonders hervorheben möchte ich das Hörbuch: Gelesen von Katharina von Daake war es ein absolutes Highlight. Sie hat jede Figur individuell zum Leben erweckt – es fühlte sich fast an wie „Kino zum Hören“.

Fazit:
Ein stimmungsvolles Jugendbuch voller Herbstmagie, Kleinstadtcharme und Coming-of-Age-Elementen. Trotz kleiner Schwächen bei der Figurenzeichnung von Cooper hat mich „Falling Like Leaves“ wunderbar unterhalten und mir viele cozy Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Rache ist süß

Hustle
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Julia Bähr legt mit Hustle einen temporeichen, pointierten Roman vor, der sich rasant liest – nicht zuletzt wegen der kurzen, prägnanten Sätze, die den Ton setzen. Die Geschichte der Protagonistin Leonie ...

Julia Bähr legt mit Hustle einen temporeichen, pointierten Roman vor, der sich rasant liest – nicht zuletzt wegen der kurzen, prägnanten Sätze, die den Ton setzen. Die Geschichte der Protagonistin Leonie beginnt zunächst mit Irritation: Überheblich, zynisch und wenig sympathisch wirkte sie auf mich in den ersten Kapiteln. Doch je mehr man über sie erfährt, desto besser lassen sich ihre Handlungen und Einstellungen nachvollziehen.

Leonie ist promovierte Pflanzenforscherin und Einzelkämpferin. Nach einem Eklat in ihrem alten Job in Berlin – ihr Chef hat ihre Forschung geklaut, sie hat sein Büro verwüstet – wird sie nach München „verbannt“, wo sie fortan in der zoologischen Staatssammlung Käfer bestimmen muss. Ein Job, von dem sie keine Ahnung hat und der weit unter ihren Fähigkeiten liegt. Ihre finanzielle Situation ist prekär, ihre Wohnung heruntergekommen, soziale Kontakte fehlen. In dieser Perspektivlosigkeit trifft sie auf Genevieve, die ihr einen zweifelhaften, aber lukrativen Nebenjob anbietet.

Trotz meiner kritischen Haltung gegenüber Leonie als Figur ist die Geschichte überzeugend erzählt. Der Roman entfaltet eine packende Dynamik und wirft ganz nebenbei relevante gesellschaftliche Fragen auf – etwa zur Wohnungsnot in Großstädten, prekärer Beschäftigung und den moralischen Grauzonen, in die Menschen geraten, wenn sie einfach nur überleben wollen.

Hustle ist nicht nur spannend, sondern auch klug und gesellschaftskritisch. Ein Roman, der mit einem Augenzwinkern zeigt, wie schnell man in Schieflagen geraten kann – und wie viel Zynismus man entwickeln muss, um darin zu bestehen.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Ein würdiges Finale

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge
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Mit "Die Elite von Ashriver – Bittersweet Revenge" legt Valentina Fast den dritten und letzten Teil ihrer Trilogie vor – und liefert damit einen gelungenen Abschluss.

Während mich der zweite Band nicht ...

Mit "Die Elite von Ashriver – Bittersweet Revenge" legt Valentina Fast den dritten und letzten Teil ihrer Trilogie vor – und liefert damit einen gelungenen Abschluss.

Während mich der zweite Band nicht ganz überzeugen konnte, hat mich dieser finale Teil wieder richtig gepackt. Besonders das dramatische Ende passt stimmig zur gesamten Geschichte und ließ die Reihe rund ausklingen. Alle offenen Fragen werden beantwortet, sodass ich nun endlich weiß, wer hinter den Geschehnissen steckt. Zwar war meine Vermutung am Ende richtig, ein großer Twist blieb daher aus, doch kleinere überraschende Wendungen sorgten trotzdem für Spannung.

Die wechselnden Perspektiven zwischen Vincent und Leah haben mir gut gefallen, weil sie beide Figuren greifbarer machten. Zum Ende hin kamen sogar noch einzelne Kapitel aus der Sicht von Figuren aus Band 1 und 2 hinzu – ein Kniff, der mir extrem gut gefallen hat. Auch das vorherige Wiedersehen mit den Pärchen der ersten beiden Teile war ein Highlight, da sie eine wichtige Rolle in der Handlung spielten.

Die Liebesgeschichte zwischen Vincent und Leah hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht, doch sie fügte sich nahtlos in die klassische Romantasy-Struktur ein. Der angenehme Sprachstil sorgte zudem dafür, dass sich die Geschichte flüssig lesen ließ.

Insgesamt bietet Bittersweet Revenge einen spannenden und emotionalen Abschluss, der die Reihe auf gelungene Weise abrundet. Fans der vorherigen Teile – und generell von Romantasy – werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Mrs. Potts mischt wieder mit

Mrs Potts’ Mordclub und der Tote in der Themse
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Mit "Mrs. Potts Mordclub und der Tote" in der Themse liegt nun schon der vierte Fall für das lieb gewonnene Trio aus Marlowe vor. Diesmal dreht sich alles um Schauspiel und Theater – denn das Opfer ist ...

Mit "Mrs. Potts Mordclub und der Tote" in der Themse liegt nun schon der vierte Fall für das lieb gewonnene Trio aus Marlowe vor. Diesmal dreht sich alles um Schauspiel und Theater – denn das Opfer ist ein Regisseur!

Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, gelesen von Christine Prayon, die erneut eine fantastische Sprecherin ist. Ihre Art, die Figuren lebendig werden zu lassen, macht das Hören für mich zu einem echten Herbst- und Winterritual. Allein wegen ihr fühle ich mich sofort in der Geschichte zuhause.

Der Fall selbst ist wieder eine gelungene Mischung aus Gemütlichkeit und Spannung. Besonders gefallen haben mir die überraschenden Wendungen und die insgesamt nachvollziehbare Aufklärung. Das war beim letzten Roman leider nicht der Fall gewesen, weshalb ich diesmal sehr erleichtert war, dass die Aufklärung wieder realistisch wirkte. Bis zum Ende blieb offen, wer wirklich hinter der Tat steckt, und die Vielzahl an Verdächtigen sorgte für knifflige Momente, wenn auch mitunter etwas Verwirrung durch die hohe Personenanzahl (speziell im Hörbuchformat).

Was mich allerdings gestört hat, war, dass Judith trotz gegenteiliger Ankündigungen der ermittelnden Polizistin Tannika ständig in die Quere kommt und ihr den Job erschwerte. Auch ihre „Superhero“-Attitüde, bei der sie immer alles besser weiß, wirkt auf mich inzwischen etwas überzogen. Hier würde ich mir mehr Ecken und Kanten wünschen.

Sehr schön fand ich dagegen die Entwicklung bei Becks: Ihre Familiengeschichte tritt stärker in den Vordergrund, da ihre Tochter samt Freund wieder ins Elternhaus zieht. Diese persönlichen Einblicke geben der Reihe zusätzliche Wärme und Tiefe.

Das Ende hält schließlich einen fiesen Cliffhanger bereit, der verheißungsvoll andeutet, dass wir im nächsten Band endlich mehr über Judiths eigene Vorgeschichte erfahren werden, worauf ich schon lange gespannt bin!

Fazit: Ein spannender, wendungsreicher Krimi mit gewohntem Cozy-Flair, der von Christine Prayon großartig gelesen wird. Kleine Schwächen in der Figurenzeichnung von Judith trübten mein Vergnügen zwar, doch insgesamt bleibt die Reihe für mich ein gemütlicher Pflichttermin in der dunklen Jahreszeit.

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Dunkle Vergangenheit

Death at Morning House
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Inhalt: Nachdem Marlowe wegen einer explodierenden Kerze aus Versehen das Haus ihrer Nachbarn niederbrennt und zum Gespött der Stadt wird, nimmt sie einen Ferienjob auf einer abgelegenen Insel an. Gemeinsam ...

Inhalt: Nachdem Marlowe wegen einer explodierenden Kerze aus Versehen das Haus ihrer Nachbarn niederbrennt und zum Gespött der Stadt wird, nimmt sie einen Ferienjob auf einer abgelegenen Insel an. Gemeinsam mit einer Gruppe anderer Teenager soll sie Führungen durch eine alte verfallene Villa anbieten. Doch die Idylle bleibt nicht lange so sonnig, denn schon bald wirft die Vergangenheit einen düsteren Schatten über die Insel. In den Dreißigerjahren hat dort ein Arzt mit seinen Adoptivkindern gelebt, bis sie nach einer Tragödie das Anwesen verlassen haben und nie zurückgekehrt sind. Zunehmend vermischt sich Früher mit Heute, Spekulation mit Verdacht – und die tödlichen Gefahren der Insel sind keineswegs Geschichte.

Maureen Johnson gelingt mit Death at Morning House ein spannender Young-Adult-Thriller, der Humor und Nervenkitzel auf gekonnte Weise verbindet. Bereits zu Beginn wird man durch eine liebevoll gestaltete Karte der Insel in die Welt der Geschichte eingeführt – ein schönes Detail, das sofort Lust aufs Weiterlesen macht.

Die Hauptfigur Marlowe ist mir besonders ans Herz gewachsen. Ihr herrlich sarkastischer Unterton und ihr humorvoller Blick auf die Ereignisse machten sie mir unglaublich sympathisch. Nachdem ein Missgeschick das Haus, das sie nebenbei betreut, zerstört, nimmt Marlowe einen Sommerjob auf Ralston Island in Kanada an, um als Tour Guide zu arbeiten und sich in die Geschichte der Insel einzuarbeiten.

Die Erzählstruktur wechselt geschickt zwischen Marlowes Gegenwart und den Familienmitgliedern der Ralstons in den 1930er Jahren. Diese parallelen Handlungsstränge verleihen der Geschichte Tiefe, kleine Cliffhanger und Atmosphäre.

Besonders gelungen fand ich, dass die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten wird – erst ganz am Ende wurde mir klar, wer der Täter gewesen sein muss.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Es dauerte vergleichsweise lange, bis in der Gegenwarts-Handlung der erste Mord geschieht. Dennoch überzeugte das Buch durch seine dichte, bildhafte Schreibweise und die atmosphärische Darstellung der Insel.

Insgesamt ist Death at Morning House ein unterhaltsamer, clever erzählter Thriller, der Humor, Spannung und eine sympathische Protagonistin vereint – wenn auch nicht ganz das Niveau von AGGGM von Holly Jackson, so dennoch perfekt für Fans von Young-Adult-Krimis.

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