"Ich komme mir hier vollkommen falsch vor, wie ein Plastik-Göffel mitten in poliertem Tafelsilber."
Girls' Trip - Vier Freundinnen. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise."Girls Trip" ist mir vor allem wegen der tollen Optik aufgefallen, die Farbgestaltung und der Farbschnitt überzeugen definitiv. Der Klappentext klang auch gut, also mitgenommen.
Im Inneren gab es einen ...
"Girls Trip" ist mir vor allem wegen der tollen Optik aufgefallen, die Farbgestaltung und der Farbschnitt überzeugen definitiv. Der Klappentext klang auch gut, also mitgenommen.
Im Inneren gab es einen spannenden, aber leider sehr vorhersehbaren Jugendthriller. Die Auflösung war nach ca. einem Viertel des Buches sehr deutlich. Die falschen Fährten waren vielleicht etwas zu dezent. Trotzdem blieb die Story spannend, was auch an den Charakteren lag. Jedes der Mädchen hatte stereotyp ihre Rolle und erfüllte diese super, was eine interessante Dynamik in der Gruppe ergab.
Schwierig war für mich der Aufbau der Handlung, da diese in drei Stränge aufgeteilt war, welche zeitlich unterschiedlich abliefen:
1. Die Haupthandlung rund um den Vermisstenfall. Dieser Strang beginnt mit dem letzten Tag der Reise und rollt das Geschehen von hinten auf. Das macht es manchmal echt anstrengend, zusammen zu bringen, was am nächsten Tag passiert, aber man bereits schon gelesen hat.
2. Das Tagebuch von Giselle. Dies spielt in der Vergangenheit und gibt Background Informationen.
3. Die Befragungen der Polizei. Diese spielen in der Gegenwart allerdings immer wieder eingestreut und mit wechselnden befragten Personen.
Diese Erzählweise hat für mich das Buch unnötig kompliziert und verwirrend gemacht, wobei es wenig zur Spannung beigetragen hat.
Ein solider Jugendthriller für Leser, die sich nicht Zeitsprüngen und einer recht vorhersehbaren Handlung stören.