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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2025

Pass auf, wen du in dein Haus lässt

Don't Let Her Stay
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Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt ...

Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt die Handlung Fahrt auf und es kommt eine Wendung nach der anderen. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster und man ahnt, dass da nichts Gutes auf einen zukommt.
Wie die meisten domestic Thriller lebt auch dieser von seinen Figuren, allen voran die Protagonistin Joanne, aus deren Perspektive wir die Geschehnisse verfolgen. Die Sympathie für sie schwankte bei mir stark. Bei den Nebencharakteren verhält es sich da einfacher, unsympathisch und leider klischeehaft. Die Eigenheiten und ausbaufähige Kommunikationsfähigkeit der Figuren hat phasenweise echt meine Nerven strapaziert. Dafür war es spannend zu verfolgen, wer jetzt die Wahrheit sagt und vertrauenswürdig ist. Manipulation stellt das zentrale Thema dar.
Mit "Don't Let Her Stay" wurde das Rad nicht neu erfunden, das Ende war für mich nicht völlig überraschend. Trotzdem ein kurzes und gut zu lesendes Buch.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Gibt es das Serienkiller-Gen?

Die Tochter des Serienkillers
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Nachdem ich bereits "Die Frau des Serienkillers " extrem gut fand, war ich sehr gehypt für den zweiten Band. Dieses Mal begleiten wir Jane, die Tochter des Serienkillers, welche sich unter neuem Namen ...

Nachdem ich bereits "Die Frau des Serienkillers " extrem gut fand, war ich sehr gehypt für den zweiten Band. Dieses Mal begleiten wir Jane, die Tochter des Serienkillers, welche sich unter neuem Namen ein scheinbar glückliches Leben aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist von Anfang an bedrückend und geheimnisvoll, es liegt ständig Spannung in der Luft. Wie auch Band 1 verläuft das Buch eher ruhiger, ohne große Gewalt und Action. Trotzdem habe ich von der ersten Seite an mitgefiebert.
Die Figuren tragen die Handlung, allen voran Jane aka Jenny, aber auch Marks Perspektive und die einer unbekannten Person lernen wir kennen. Mich hat oft die Kommunikation des Paares frustriert und mir phasenweise den Spaß am Lesen geraubt. Dafür hat die stetige Zuspitzung mich immer wieder zurückgeholt bis zu dem Plottwist am Ende. Dieser war wie in Band 1 etwas vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger spannend.
Insgesamt wieder ein sehr guter Thriller, wenn auch nicht so stark wie "Die Frau des Serienkillers".

Anmerkung: Jedes der Bücher enthält andere Figuren und Handlungsstränge, sodass man sie unabhängig voneinander lesen kann.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

"Sterben auf einer Klassenfahrt nach Vlieland. Peinlicher geht es wirklich nicht."

Schnick, schnack, tot
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Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und hatte zuvor noch kein Werk der Autorin gelesen und bin positiv überrascht.
"Schnick, Schnack, tot" bietet definitiv das perfekte Setting für einen ...

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und hatte zuvor noch kein Werk der Autorin gelesen und bin positiv überrascht.
"Schnick, Schnack, tot" bietet definitiv das perfekte Setting für einen guten Thriller: eine Klassenfahrt auf eine abgeschottete Insel, ein Mord und mehr als genug Verdächtige.
Die Kapitel sind angenehm kurz und wirken fast wie ein Countdown bis zur Auflösung. Die Story wird aus vielen verschiedenen Perspektiven geschildert. Trotz der Menge an Figuren und der Kürze des Buches erhalten die Figuren ausreichend Tiefe und wirken nachvollziehbar. Manche "Rollen" sind vielleicht etwas klischeehaft.
Das Buch liest sich definitiv schnell weg und wird dabei nie langweilig. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Die Auflösung löste bei mir jetzt keine große Überraschung aus, aber das muss ja auch nicht. Für die jüngere Zielgruppe ein guter Thriller.

ABER: Triggerwarnung beachten.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

"Verbrenn das Negativ(e)."

Verbrenn das Negativ
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„Verbrenn das Negativ“ ist mein erstes Buch von Josh Winning, das ich im Rahmen einer Vorableseaktion erhalten durfte. Die Story klang sehr interessant und erinnert während des Lesens immer wieder an reale ...

„Verbrenn das Negativ“ ist mein erstes Buch von Josh Winning, das ich im Rahmen einer Vorableseaktion erhalten durfte. Die Story klang sehr interessant und erinnert während des Lesens immer wieder an reale Begebenheiten rund um die Filme „Poltergeist“ und „Der Exorzist“, die vermutlich auch als Inspiration dienten. Entsprechend liest sich das Buch stellenweise wie ein Horrorfilm und ließe sich grundsätzlich gut verfilmen.
Allerdings müsste dabei noch am Gruselfaktor gearbeitet werden, denn die Geschichte wirkt phasenweise erstaunlich harmlos und ruhig. Zudem gibt es immer wieder Längen, in denen sich das Buch zieht und die Spannung deutlich abfällt. Dafür verläuft das Finale extrem rasant und ist sehr dicht gepackt. Die Auflösung und das Ende waren für mich in Ordnung und passen gut zu bekannten Horrorfilmkonventionen.
Der Schreibstil ist angenehm, sodass man auch durch ruhigere Passagen gut durch das Buch kommt. Die Protagonistin Laura war mir jedoch maximal unsympathisch – ich empfand sie als anstrengend und wenig nachvollziehbar. Die Nebencharaktere sind dagegen deutlich besser ausgearbeitet.
Den größten Minuspunkt erhält das Buch für die Umschlaggestaltung, bei der KI zum Einsatz kam, was ich persönlich nicht befürworte oder unterstützen möchte. Gerade bei der Größe des Verlages hätte ich hier mehr erwartet.
Insgesamt leider ein eher nüchterner Start ins Lesejahr 2026.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

"Meine Kreise sind immer enger geworden, alles zieht sich zusammen."

Düsteres Tal
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Ich habe das Buch "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven als Rezensionsexemplar via Vorablesen erhalten und muss dazu sagen, dass ich die vorherigen Teile nicht gelesen habe. Und da lag bereits ein Problem. ...

Ich habe das Buch "Düsteres Tal" von Ruth Lillegraven als Rezensionsexemplar via Vorablesen erhalten und muss dazu sagen, dass ich die vorherigen Teile nicht gelesen habe. Und da lag bereits ein Problem. Als ich das Buch erhielt, erfolgte kein Hinweis auf vorherige Bände. Ja, das Buch lässt sich auch separat lesen, aber mehr Vorgeschichte hätte die Story deutlich aufgewertet. So wurde ich als Leser in das Geschehen geworfen und wurde das Gefühl nicht los, dass mir wichtige Infos fehlen. Die Figuren blieben für mich farblos und flach, lediglich unsympathisch waren sie alle miteinander. Die Handlung ist völlig vorhersehbar und es gibt auch leider keine großen Überraschungen oder Plottwists. Durch den super angenehmen Schreibstil und die kurzen Kapitel kam ich trotzdem sehr gut durch die Geschichte. Das Tempo ist passend und es gibt keine Längen. Das Ende hat mich nicht ganz zufriedengestellt, aber das ist vermutlich Geschmackssache. Ich mag Stories komplett in sich abgeschlossen.
An sich kein schlechter Thriller, aber eher für Leser geeignet, die bereits die vorherigen Bände gelesen haben und hiermit ihr Finale bekommen.

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