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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

"Die Grausamkeit, zu der die Menschen fähig waren, hatte in den letzten Jahren fröhliche Urstände gefeiert."

Der Tod kennt verschwiegene Pfade
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"Der Tod kennt verschwiegene Pfade" von @ralflano schließt sich an den ersten Band der Reihe an. Wir begleiten wieder den Schmied Karl in der Eifel der Nachkriegszeit, der gemeinsam mit dem Polizisten ...

"Der Tod kennt verschwiegene Pfade" von @ralflano schließt sich an den ersten Band der Reihe an. Wir begleiten wieder den Schmied Karl in der Eifel der Nachkriegszeit, der gemeinsam mit dem Polizisten Peters und der Lehrerin Fräulein Schneebach Verbrechen aufklärt.
Wie auch beim ersten Band beeindruckt das Buch durch seine Authentizität. Die Nachkriegsatmosphäre mit all ihren Spannungen und Herausforderungen ist quasi spürbar. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir die Szenen sehr gut vorstellen. Auch die Figuren sind authentisch und nachvollziehbar, jede hat ihren Charakter und ihre Eigenheiten.
Für mich war der zweite Band im Gegensatz zu seinem Vorgänger weniger spannungsgeladen, die Handlung entwickelt sich deutlich langsamer und der Schwerpunkt scheint mehr auf der Atmosphäre als krassen Twists zu liegen. Der erste Band wirkte dichter und dadurch schneller, was mehr Spannung erzeugte.
Dennoch habe ich auch dieses Buch gerne gelesen und mit den Figuren mitgefiebert. Die authentische Schilderung der Begebenheiten der Nachkriegszeit haben zum Nachdenken angeregt, was zum langsameren Tempo des Buches passte. Ein toller und empfehlenswerter Kriminalroman.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

"Reingewaschen. Wir sind die Geretteten."

Die Bucht
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Ich hatte von der Autorin Liz Webb schon durch "Das Waldhaus" gehört, was ich allerdings noch nicht gelesen habe. "Die Bucht" war daher für mich Premiere.
Das Buch überzeugt durch eine düstere und beklemmende ...

Ich hatte von der Autorin Liz Webb schon durch "Das Waldhaus" gehört, was ich allerdings noch nicht gelesen habe. "Die Bucht" war daher für mich Premiere.
Das Buch überzeugt durch eine düstere und beklemmende Atmosphäre, es liegt dauerhaft eine bedrohliche Spannung in der Luft. Dies ist vor allem des sehr bildhaften Schreibstils der Autorin zu verdanken, wodurch ich phasenweise den Eindruck hatte, das Meer sogar zu riechen. Die abgelegene kleine schottische Insel Langer bietet das perfekte Setting für diesen ruhigen und atmosphärischen Thriller. Wir erleben die Handlung aus der Perspektive von Nancy, die mit ihrem Partner Calder auf dessen Heimat Island zieht. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr ausführlich und dadurch nachvollziehbar beschrieben, allerdings konnte ich trotzdem keine Sympathie für sie aufbringen. Allgemein war für mich kein Charakter ein Sympathieträger. Für die von Geheimnissen geprägten Beziehungen der Figuren untereinander bietet sich das aber auch an.
Am Anfang hatte das Buch für mich einige Längen, während es ab der Hälfte deutlich an Fahrt aufnahm und am Ende doch sehr flott ging. Eine Wendung jagte die nächste und wie die Protagonistin wusste auch ich irgendwann nicht mehr, wem man noch trauen könne.
"Die Bucht" ist für mich ein guter Thriller für spannende Lesestunden, der von der Atmosphäre und Bildhaftigkeit lebt.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Pass auf, wen du in dein Haus lässt

Don't Let Her Stay
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Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt ...

Toller domestic Thriller, der seicht aber nicht langweilig daher kommt. Der Anfang zog sich für mich etwas, aufgrund des überschaubaren Gesamtumfangs stellt das aber kein Problem dar. Ab der Mitte nimmt die Handlung Fahrt auf und es kommt eine Wendung nach der anderen. Die Atmosphäre ist von Beginn an düster und man ahnt, dass da nichts Gutes auf einen zukommt.
Wie die meisten domestic Thriller lebt auch dieser von seinen Figuren, allen voran die Protagonistin Joanne, aus deren Perspektive wir die Geschehnisse verfolgen. Die Sympathie für sie schwankte bei mir stark. Bei den Nebencharakteren verhält es sich da einfacher, unsympathisch und leider klischeehaft. Die Eigenheiten und ausbaufähige Kommunikationsfähigkeit der Figuren hat phasenweise echt meine Nerven strapaziert. Dafür war es spannend zu verfolgen, wer jetzt die Wahrheit sagt und vertrauenswürdig ist. Manipulation stellt das zentrale Thema dar.
Mit "Don't Let Her Stay" wurde das Rad nicht neu erfunden, das Ende war für mich nicht völlig überraschend. Trotzdem ein kurzes und gut zu lesendes Buch.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Gibt es das Serienkiller-Gen?

Die Tochter des Serienkillers
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Nachdem ich bereits "Die Frau des Serienkillers " extrem gut fand, war ich sehr gehypt für den zweiten Band. Dieses Mal begleiten wir Jane, die Tochter des Serienkillers, welche sich unter neuem Namen ...

Nachdem ich bereits "Die Frau des Serienkillers " extrem gut fand, war ich sehr gehypt für den zweiten Band. Dieses Mal begleiten wir Jane, die Tochter des Serienkillers, welche sich unter neuem Namen ein scheinbar glückliches Leben aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist von Anfang an bedrückend und geheimnisvoll, es liegt ständig Spannung in der Luft. Wie auch Band 1 verläuft das Buch eher ruhiger, ohne große Gewalt und Action. Trotzdem habe ich von der ersten Seite an mitgefiebert.
Die Figuren tragen die Handlung, allen voran Jane aka Jenny, aber auch Marks Perspektive und die einer unbekannten Person lernen wir kennen. Mich hat oft die Kommunikation des Paares frustriert und mir phasenweise den Spaß am Lesen geraubt. Dafür hat die stetige Zuspitzung mich immer wieder zurückgeholt bis zu dem Plottwist am Ende. Dieser war wie in Band 1 etwas vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger spannend.
Insgesamt wieder ein sehr guter Thriller, wenn auch nicht so stark wie "Die Frau des Serienkillers".

Anmerkung: Jedes der Bücher enthält andere Figuren und Handlungsstränge, sodass man sie unabhängig voneinander lesen kann.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

"Sterben auf einer Klassenfahrt nach Vlieland. Peinlicher geht es wirklich nicht."

Schnick, schnack, tot
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Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und hatte zuvor noch kein Werk der Autorin gelesen und bin positiv überrascht.
"Schnick, Schnack, tot" bietet definitiv das perfekte Setting für einen ...

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und hatte zuvor noch kein Werk der Autorin gelesen und bin positiv überrascht.
"Schnick, Schnack, tot" bietet definitiv das perfekte Setting für einen guten Thriller: eine Klassenfahrt auf eine abgeschottete Insel, ein Mord und mehr als genug Verdächtige.
Die Kapitel sind angenehm kurz und wirken fast wie ein Countdown bis zur Auflösung. Die Story wird aus vielen verschiedenen Perspektiven geschildert. Trotz der Menge an Figuren und der Kürze des Buches erhalten die Figuren ausreichend Tiefe und wirken nachvollziehbar. Manche "Rollen" sind vielleicht etwas klischeehaft.
Das Buch liest sich definitiv schnell weg und wird dabei nie langweilig. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Die Auflösung löste bei mir jetzt keine große Überraschung aus, aber das muss ja auch nicht. Für die jüngere Zielgruppe ein guter Thriller.

ABER: Triggerwarnung beachten.

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