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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2025

Hat ein paar Längen

Der flüsternde Abgrund
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Collum kehrt nach vielen Jahren zurück in den kleinen Ort am australischen Regenwald, wo er aufgewachsen ist. Der Ort birgt ein Geheimnis, denn in einem Felsengebiet im Regenwald stürzen immer wieder Kinder ...

Collum kehrt nach vielen Jahren zurück in den kleinen Ort am australischen Regenwald, wo er aufgewachsen ist. Der Ort birgt ein Geheimnis, denn in einem Felsengebiet im Regenwald stürzen immer wieder Kinder ab, angeblich angelockt durch ein unheimliches Flüstern. Doch Collum hat keine große Wahl, denn sein Sohn wird im Regenwald vermisst.


Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Die Geschichte an sich ist gut erzählt, allerdings habe ich viel, viel mehr von dem Flüstern erwartet, was nicht ernsthaft erklärt wurde. Die Ermittlungen selber bringen viele Geheimnisse zu Tage, bei denen ich mich gewundert habe, dass einige nicht wenigstens in dem üblichen Dorftratsch benannt wurden. Oder dass Collum in all den Jahren nicht einmal gerechnet hat. So zieht sich manches dann endlos in die Länge und die gefühlt auf jeder Seite gemacht Wiederholung, dass es regnet, dass es nass ist und das Collums Bein Probleme macht, hat nicht unbedingt viel zur Spannung beigetragen. Diese war nur in Teilen vorhanden. In anderen wieder war sie sehr stark und es gibt einige Überraschungen. Alles in allem hat für mich das Buch noch deutlich Luft nach oben, es ist aber für ein Debüt trotzdem gut gelungen

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Schwierig für mich

Gestehe
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Inspektor Jacket ist seit vier Jahren der Star der Wiener Polizei. Damals rettete er ein kleines Mädchen und löste einen spektakulären Fall. Seitdem ermittelt er eher wenig und präsentiert umso mehr. Jetzt ...

Inspektor Jacket ist seit vier Jahren der Star der Wiener Polizei. Damals rettete er ein kleines Mädchen und löste einen spektakulären Fall. Seitdem ermittelt er eher wenig und präsentiert umso mehr. Jetzt wird in der Nachbarschaft ein brutaler Mord durchgeführt. Jacket erschrickt sehr, denn er kennt den Tatort und dies nur, weil er ein neues Buch schreibt, in dem das alles vorkommt. Und er weiß, der erste Mord ist nicht der letzte…

Mich lässt das Buch zweigeteilt zurück. Ich musste mich anfangs ein wenig zum Lesen zwingen, weil die Hauptfigur so unheimlich unsympathisch ist und ich keine Lust hatte, noch mehr darüber zu lesen. Der Mittelteil wird dann allerdings sehr spannend, so dass damit das Lesen flüssig vorwärts ging. Die Auflösung selbst hat mich nicht komplett überzeugt, es blieben zu viele Enden offen und der Schluss des Buches ist zwar schön, aber auch für mich nicht unbedingt restlos glaubhaft. Über manche Seitenhiebe zur aktuellen Politik in Österreich oder zu bekannten Persönlichkeiten habe ich mich amüsiert, manches war in meinen Augen aber für mich zu überzogen. Ich habe immer zwischen zwei extremen Polen geschwankt und bin mir immer noch nicht schlüssig, ob ich das Buch eher loben oder eher davor „warnen“ soll. Es ist von allem etwas dabei: viel Gutes, aber auch einiges an schwachen Sachen.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Kälte

White Zero
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Deutschland und die umliegenden Länder versinken seit Monaten in Dauerkälte. Entsprechend groß sind die Auswirkungen: kaum noch Verkehr, Heizungspreise steigen ins Unendliche, Probleme bei der Müllabfuhr, ...

Deutschland und die umliegenden Länder versinken seit Monaten in Dauerkälte. Entsprechend groß sind die Auswirkungen: kaum noch Verkehr, Heizungspreise steigen ins Unendliche, Probleme bei der Müllabfuhr, bei Gebäuden, geschlossene Geschäfte, Lieferungen nur eingeschränkt möglich. Kein Ende in Sicht und bisher weiß auch niemand, warum es trotz der Erderwärmung auf einmal so lange so kalt ist. Die Bundesregierung setzt eine Sonderkommission ein aus Wissenschaftlern, Politikern, Militär usw…

Das Buch lässt mich bei der Beurteilung etwas unentschlossen zurück. Oder sollte ich besser sagen: zweigeteilt. Die Abschnitte, in denen es um die Beschreibung der Situation, die wissenschaftlichen Erklärungen usw. geht, die sind richtig gut und realistisch nachvollziehbar. Und zeigen die entsprechend zu erwartenden Probleme auf (die ja schon eintreten, wenn es nur mal 3 Tage richtig schneit). Die Fakten waren für mich sehr gut und informativ. Die Teile z. B. in der Mine waren mir dann doch etwas zu abenteuerlich und vor allem zu viel Klischee (der böse Chinese, die guten Europäer mit ein paar afrikanischen Helfern). Es wurde auch sehr viel Bezug auf aktuelle Situationen genommen. Das war mir manchmal zu viel (ich brauche z. B. Oliver Pocher echt nicht noch in einem Buch, auch wenn nur kurz erwähnt) und zu dick aufgetragen. Alles in allem kann ich das Buch weder empfehlen noch jemandem vom Lesen abraten.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Schwach

Bruch: Am Abgrund
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In der Dresdner Innenstadt fährt ein Auto in eine Menschenmenge und tötet mehrere Leute. Schauer ist zufällig in der Nähe und beginnt zu helfen und zu ermitteln. Fast gleichzeitig verschwindet Bruch aus ...

In der Dresdner Innenstadt fährt ein Auto in eine Menschenmenge und tötet mehrere Leute. Schauer ist zufällig in der Nähe und beginnt zu helfen und zu ermitteln. Fast gleichzeitig verschwindet Bruch aus dem Krankenhaus, obwohl er schwer verletzt ist. Die Suche gestaltet sich schwierig und Schauer kommt mehrfach in Lebensgefahr

In einem Interview hat der Autor gesagt, dass er vom Verlag gebeten wurde, die Reihe um Bruch zu beenden. Ich finde, das merkt man dem Buch deutlich an. Für mich war es das bisher schwächste seiner Bücher und ich konnte rein inhaltlich oft nicht folgen. Da wechseln die Akteure so schnell die Seiten, dass man fast nicht hinterherkommt. Da ist Schauer als eine Art Rambo unterwegs und gleichzeitig ein Stehaufmännchen nach den vielen Anschlägen. Da ist ein Motiv, dass mich komplett nicht überzeugen konnte. So gesehen bin ich froh, dass jetzt Schluss ist

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Zu viel

Weißes Licht
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Erzählt wird die Geschichte von Cece, Charlie und Garrett. Und auch die ihrer Familien. Ihrer Entscheidungen und ihrer Fehler. Das alles über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren

Ich hatte von dem Buch etwas ...

Erzählt wird die Geschichte von Cece, Charlie und Garrett. Und auch die ihrer Familien. Ihrer Entscheidungen und ihrer Fehler. Das alles über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren

Ich hatte von dem Buch etwas anderes erwartet und am Ende war es wirklich nicht meins. Der Autor schreibt sehr gut und die Beschreibungen der Tiere und der Landschaft sind wunderbar gelungen. Allerdings hatte ich die ersten 200 Seiten wirklich damit zu kämpfen, dass ich das Buch nicht abbreche. Hier war mir vieles viel zu sehr ausgewalzt und eine Straffung hätte dem Buch gutgetan. Später wurde es etwas besser, aber die ganze Zeit gab es nicht eine Figur in dem Buch, für die ich irgendwie Sympathie empfunden hätte bzw. die mir näher gekommen wäre. Alles war irgendwie distanziert und ich konnte jederzeit mit dem Lesen aufhören. Und musste mich quasi selbst überreden, dass ich weiterlese. Das ist der Grund, warum ich keine Leseempfehlung aussprechen kann.

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