Ein Fantasy-Debüt, das mich gnadenlos gejagt hat
A Crown Drowned in ShadowsWer braucht schon Schlaf, wenn man stattdessen in ein Inselreich voller tödlicher Prüfungen und noch tödlicherer Geheimnisse abtauchen kann? Dieses Buch hat mich komplett eingesogen – und zwar so gnadenlos ...
Wer braucht schon Schlaf, wenn man stattdessen in ein Inselreich voller tödlicher Prüfungen und noch tödlicherer Geheimnisse abtauchen kann? Dieses Buch hat mich komplett eingesogen – und zwar so gnadenlos wie ein Strudel, der keinen Rettungsring kennt. Splinter Vane, unser charmant-fieser Antiheld, hat mich sofort gepackt. Der Typ plant seit Jahren die Kronensplitterjagd, und seine Methoden sind ungefähr so moralisch flexibel wie ein Gummiband im Hochsommer. Genau das macht ihn aber so verdammt spannend.
Die bunte Truppe, die er um sich schart, ist nicht weniger verrückt: Sora, die Diebin mit mehr Tricks als Houdini; Ruan, der Meerjungfrauenjäger mit ordentlich Ecken und Kanten; und Anwar, die Gelehrte, die ständig schlauer wirkt, als mir manchmal lieb war. Die Dynamik zwischen den vier ist ein Feuerwerk – mal vertraut man ihnen, mal würde man ihnen keinen Goldtaler überlassen.
Was Marius Kulin hier als Debüt rausgehauen hat, ist einfach wild: Tempo, Twists, Intrigen – ich habe mehrmals ungläubig geguckt, laut gelacht und dann wieder geflucht, weil ich nicht wusste, wem ich trauen darf. Diese ganze Mischung aus Action, dunkler Magie und „Morally Grey“-Charakteren ist wie ein Cocktail, der brennt, während man ihn trinkt – aber man will trotzdem sofort Nachschub.
Optisch ist das Ding sowieso ein Brett: Hardcover, Weltkarte, Farbschnitt – da weint selbst mein Bücherregal vor Glück. Und innerlich? Noch mehr. Das hier ist kein typischer Wohlfühl-Fantasyroman, sondern eine wilde Jagd auf Leben, Tod und die eine Krone, die alle zerstören oder retten kann.
Fazit: Wer Bock auf Fantasy hat, die gleichzeitig wie ein Schlag ins Gesicht und eine Umarmung im nächsten Moment wirkt, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich verneige mich, auch wenn Splinter mich wahrscheinlich eiskalt abstechen würde.